Susi Lutz Liesa Gläß

Eva Ferstl, die Trainingsbesessene

2003-02-14_langstreckennachwuchs_ferstl Eva Ferstl gehört dem Team schon seit vier Jahren an. Über einen Infoabend führte der Weg der Nichte des Weltklassetriathleten Siegi Ferstl zu Trainer Kurt Ring. So recht in den Vordergrund konnte sich das Ausdauerbündel aber dann erst im letzten Jahr schieben. Sicher waren die sieben Minuten blank vom letzten Schülerjahr 2001 auch nicht schlecht, mit den beiden Landestitel im Freien und in der Halle über die 3000 m, sowie der Bestzeit über diese Strecke bei den Deutschen Jugendmeisterschaften mit ausgezeichneten 10:36 konnten sie aber nicht mithalten. Da sie nicht die Grundschnellste ist, hält sie es vor allem mit den langen Strecken. Das Fernziel heißt Marathon, in vier oder auch fünf Jahren, obwohl sie dann für diese Disziplin fast immer noch zu jung ist. In die Fußstapfen der renommierten Vorbilder aus dem eigenen Team treten, unter drei Stunden laufen und bei Deutschen Meisterschaften mit der LG Domspitzmilch auf dem Treppchen stehen sind Träume der fast Siebzehnjährigen. Sie weiß aber auch, dass jede Sekunde, die sie auf den kurzen Strecken in der Jugend herausschinden kann, für die Langstrecke ein riesiges Guthaben ist. Daher nimmt sie klaglos in Kauf, bei den für sie wie Sprints wirkenden Entscheidungen über 1500 m und 3000 m meist die Lokomotive spielen zu müssen, um dann im Spurt erbarmungslos niedergemacht zu werden. Ziele für 2003 hat Eva genügend, zu allervorderst die Deutschen Meisterschaften im Crosslauf und über zehn Kilometer auf der Straße. Auf's Treppchen will sie da mit ihren Teamkolleginnen. Dazu möchte sie ihren Part beitragen mit einer soliden Leistungssteigerung. Im Sommer heißt der Fixpunkt Fulda. Dort finden die nationalen Jugendmeisterschaften statt. Ein wenig hofft sie auf eine Top ten Platzierung, wenn auch die dazu notwendige Steigerung über 3000 m auf eine Zeit unter 10:15 vorerst fast unmöglich erscheint.

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Eva Ferstl Susi Lutz Liesa Gläß

Liesa Gläß, die aus dem Nichts kam

2003-02-14_langstreckennachwuchs_glaess Die Dritte im Bunde, Liesa Gläß, wollte zunächst einmal zum Laufen überzeugt werden. Beim Schulcross des Regensburger Landkreises fiel sie Coach Kurt Ring bereits auf, lehnte aber da noch das Trainingsangebot ab, obwohl sich die Wege der Beiden schon früher gekreuzt hatten. Lehrer Ring hatte Schülerin Gläß bei einer Arbeitsaushilfe in Steinsberg als wortgewaltige Grundschülerin kennengelernt, als Läuferin outete sie sich damals noch nicht. Wie gesagt, irgendwann kommt für jeden der Tag. Für Liesa Gläß kam er im Jahr drauf beim gleichen Schulcross. Weit gefehlt hat aber der, der dachte, die Steinsbergerin hätte sich sofort danach ins Training begeben. Solch wichtige Entscheidungen brauchen bei ihr wohl ihre Zeit. Erschienen ist sie dann im Herbst, mit einer Trainingseinstellung, die die Trainer fürchten ließen, das Mädel würde sich innerhalb von zwei Wochen auspowern. Weit gefehlt. Fest gebissen hat sie sich an ihren weit erfahreneren Laufkolleginnen. So mischte die Newcomerin unterm Hallendach gleich so mit, dass am Ende zwei Landestitel über 1500 m und 3000 m der weiblichen Jugend A übrigblieben. In der höheren Altersklasse war sie deshalb gestartet, weil ihre Mannschaftskameradin Susi Lutz eigentlich nicht schlagbar schien. Auch Liesas Ziele gehen in die Richtung der beiden anderen, die ihr vorerst nur noch die Kaderzugehörigkeit voraus haben. Bei Liesas Einstiegsleistungen von 4:55 und 10:45 sollte dies aber nur noch eine Formalsache sein. Die nächsten fünf Wochen werden für die drei Mädels ein heißer Ritt. Gold bei den Bayerischen Crossmeisterschaften in der Mannschaft und alle drei in der Einzelwertung weit vorne heißt das erste große Ziel. Eine Katagorie höher, bei den Deutschen Crossmeisterschaften Anfang März, möchten sie als Team genauso Edelmetall holen, wie vierzehn Tage später bei den Deutschen Straßenlaufmeisterschaften über die zehn Kilometer.

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Eva Ferstl Susi Lutz Liesa Gläß

Susi Lutz, die Überfliegerin

2003-02-14_langstreckennachwuchs_lutz Teamkollegin Susi Lutz hüpfte fast zwei Jahre lang weitgehendst unbemerkt in der allgemeinen Aufbaugruppe mit, lief dann im Sommer 2001 2:42 über die 800 m und hatte zumindest fortan ihre Disziplin gefunden. Irgendwie ist dann im Herbst des selben Jahres bei ihr der Knoten geplatzt. Zuerst vernaschte sie beim Nikolauslauf ihre bisher weitaus stärkere Teamkollegin Eva Ferstl, im Anschluss überzeugte sie durch deutliche Leistungssteigerungen im Training. Wie gewonnen, so zerronnen - Anfang Januar fing sie sich das Pfeifersche Drüsenfieber ein und übte sich gleich mal bis Mitte März im Nichtstun und Zuschauen. Trotzdem konnte all das den Lauffloh nicht mehr aufhalten. 2:18 über die 800 m, 2:59 über 1000 m, eine 4:45 über die 1500 m und 10:35 über die doppelt so lange Distanz hießen die Eckdaten nach der Saison. Dazu kam der Landestitel über die 2000 m der W15 mit einem fulminanten Rennen, wobei die Uhren bei 6:46 stehen blieben. Ihre 4:45 ist sie im Übrigen bei den Deutschen Meisterschaften der B-Jugend gelaufen mit Gegnerinnen, die bis zu zwei Jahre älter waren. In dieser noch jungen Saison spielte sie mit ihren gleichaltrigen Gegnerinnen aus Bayern in der Halle Katz und Maus und holte sich beide Landestitel in überzeugender Manier, wobei sie die 3000 m schon wieder um acht Sekunden schneller lief. Die Ziele für die Sechzehnjährige sind schnell umrissen. Eigentlich sind sie identisch mit denen von Eva Ferstl, mit dem kleinen Unterschied, dass Susi eben mal ganz nah an die Zehn-Minuten-Barriere heranlaufen könnte und damit kann man auch in der Einzelwertung schon in den Medaillenrängen bei der DJM landen. In der aktuellen deutschen Hallenbestenliste steht sie als eine der Jüngsten überhaupt derzeit an dritter Position.

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Nordbayerische Hallenmeisterschaften Jugend A / Schüler AFürth, 09. Februar 2003 - Bericht

Sechsmal Silber für Leichtathletiknachwuchs aus der Oberpfalz

2003-02-09_nordbayerische_halle_jugend_a Fürth, 09. Februar 2003 (orv) Sechsmal Silber sprang für die Nachwuchsathleten/Innen der Oberpfalz bei den Nordbayerischen Hallenmeisterschaften für Jugend und Schüler heraus, allein der Titel fehlte. Sprinter Michael Schmitt (DJK Weiden), eigentlich noch der B-Jugend angehörend, ist so ein neues Gesicht, das auf Anhieb Zweiter im Weitsprung wurde, und das auch noch mit ausgezeichneten 6,30. Ein anderer Newcomer ist der Domspitzmilch-Schüler Stephan Deml, dem über die 60 m Hürden Gleiches mit 9,55 gelang. Sandra Pfeffer (SV Obertraubling), auf dem selben Rang mit 5,30 im Weitsprung der weiblichen Jugend, gehört da schon zu den Bekannteren. Dazu zu rechnen ist auch die Ensdorfer Stabhochspringerin Alina Schmidt, ebenfalls auf Rang zwei, mit 3,30. Die letzten beiden Silbermedaillen holten Steffi Zwicknagel (SWC Regensburg W15) mit 2,60 in der gleichen Disziplin, vor ihrer Teamkollegin Eva Schwan (2,30), und die Amberger B-Jugendliche Christine Riß über 800 m mit 2:27,51. Bronze ging nochmal an Michael Schmitt mit famosen 7,38 über 50 m.

Ganz knapp am Edelmetall vorbei schrammte der Obertraublinger Veit Rauscher mit 6,09 im Weitsprung. Ebenso erging es der Kugelstoßerin Steffi Fleischmann (DJK Ensdorf) mit 9,33 in der W14. Fünfte Plätze sprangen für Christoph Berlinger (LG Domspitzmilch/SV Altenstadt) mit 7,83 über 60 m der M15, Johanna Wilfing (SV Obertraubling) mit 9,62 im Kugelstoßen der weiblichen Jugend und die Ambergerin Anna Walter über 60 m Hürden mit 9,77 in der selben Altersklasse heraus. Einen Platz dahinter lag ihre Teamkollegin Lisa Schober mit 9,87. Einen weiteren Endlauf schaffte Domspitzmilch Nachwuchsmann Stephan Deml über 60 m (6./8,07). Gute Siebte wurde im Kugelstoßen der Schülerinnen W 15 Stefanie Müller (LG Domspitzmilch/SV Altenstadt) mit 7,65 m. Teamkollegin Tanja Weikart wurde im Hochsprung W 14 mit übersprungenen 1,35 m gute Achte.

Foto: Sandra Pfeffer (SV Obertraubling)

Analyse der bayerischen Hallensaison und Ausblick auf den Sommerhöhepunkt

Männer Frauen Block Sprint Block (Sprung) Hochsprung Block Langsprint Block (Sprung) Weitsprung Block Lauf (Mittelstrecke) Block (Sprung) Stabhochsprung Block Hürdensprint Block (Sprung) Dreisprung Block (Wurf) Kugelstoßen

Block (Sprung) Dreisprung Männer

2003-02-07_analyse_maenner_drei Irgendwie hat man oft Angst, dass in dieser Disziplin gar kein vernünftiger Wettkampf mangels Teilnehmer stattfinden kann. Doch der Schein trügt. Die Qualität ist in Bayern immer noch vorhanden. Hrovje Verzi (LAC Quelle Fürth/M/W) ist im Vorjahr mit seinen 15,98 bei der DM immerhin auf Platz sechs vorgesprungen. Bei einer Jahresbestleistung von 16,60 konnte er aber dort sein gesamtes Können nicht abrufen. Eigentlich wäre auch der Passauer Alois Schwarzmeier fällig für eine Weite über sechzehn Meter. So recht scheint der aber sich noch nicht entscheiden zu können, ob er nun Hoch- oder Dreispringer ist. Von Christoph Lehner (LAC Quelle Fürth/M/W) erwarten sich die Trainer auch noch große Stücke und dessen Teamkollege Tigran Egiazarian hat die Norm zur DM im letzten Jahr auch schon gepackt. Das Ergebnis der letzten Hallenmeisterschaften Verzi vor Egiazarian hat die Hierarchieordnung auch in diesem Jahr nicht verändert. Der Dritte der Titelkämpfe, Stefan Rochelmeyer von der LAG Mittleren Isar, hat durchaus auch das Zeug dafür, die Norm für Ulm (14,80) zu knacken. In der Region Regensburg wird der Dreisprung vor allem von den beiden Obertraublingern Martin Hoibl und Stefan Sailer hoch gehalten. Mit beständigen 14er-Weiten platzieren sich die beiden meist von Rang vier bis sechs bei den Landesmeisterschaften. Zu den 14,80 fehlt ihnen aber dennoch ein Stück. Im Nachwuchsbereich tut sich derweilen recht wenig, was zu Hoffnungen Anlass gibt. Die Tendenz ist in dieser Disziplin eher gleich bleibend, wenn auch die Prognose mit bis zu drei Athleten für Ulm durchaus als gut zu bezeichnen ist.

Foto: Hrovje Verzi (LAC Quelle Fü/Mü/Wü)

Analyse der bayerischen Hallensaison und Ausblick auf den Sommerhöhepunkt

Männer Frauen Block Sprint Block (Sprung) Hochsprung Block Langsprint Block (Sprung) Weitsprung Block Lauf (Mittelstrecke) Block (Sprung) Stabhochsprung Block Hürdensprint Block (Sprung) Dreisprung Block (Wurf) Kugelstoßen

Block (Sprung) Stabhochsprung Männer

2003-02-06_analyse_maenner_stab Einige Zeit lang galt der Stabhochsprung in Bayern als nicht förderungswürdig. Fehlende Spezialtrainer und fehlende Trainingsstätten im Winter waren durchaus plausible Gründe dafür. Bayerns Stabenthusiasten ließen sich aber nicht totkriegen. Nachdem es mit dem Dritten der Junioreneuropameisterschaften Thilo Kraus (LG Domspitzmilch Regensburg) und Christoph Völker (TS Lichtenfels) zwei hoffnungsvolle Talente Richtung Stabhochsprungzentrum Zweibrücken verschlug, übernahmen zwischenzeitlich die Mehrkämpfer, allen voran Florian Schönbeck und Gregor Neumann (beide LG Domspitzmilch Regensburg), das Regiment im Freistaat. 2003 sind nun beide erstgenannten Überflieger in ihre Heimatvereine zurückgekehrt. Der Lichtenfelser zeigte dann auch gleich bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften, über wen in dieser Saison der Sieg führt. Als alle anderen schon ihre Stäbe eingepackt hatten, übersprang er auf Anhieb seine Anfangshöhe von 5,10, packte souverän die 5,30 drauf und sah bei 5,50 gar nicht so schlecht aus. Eine Woche vorher hatte Jugendmeister Simon Ruckdeschel (LG Fichtelgebirge) nach übersprungenen 4,90 noch erfolgslos die fünf Meter attackiert. Es tut sich also etwas im Lande. Mit Spannung warten die Regensburger auf die Rückkehr von Thilo Kraus im Sommer. Zusammen mit dem durchaus in dieser Disziplin noch ausbaufähigen Florian Schönbeck will er dem Nordbayern das Leben schwer machen, möglichst bei Höhen um die 5,50. Damit ist man in Deutschland nicht unbedingt wer, weil eben in dieser Sparte die bundesdeutschen Athleten Weltklasse im Mehrfachpack abgeben. Ulm könnte aber für das Domspitzmilch-Duo plus Christoph Völker eine Reise wert sein und mit 5,50 kann man durchaus auch einmal Platz vier oder fünf ergattern. Die letztjährige Alleinherrschaft der Regensburger scheint in Bayern jedenfalls 2003 vorbei zu sein. Trotzdem verfügt die LG Domspitzmilch immer noch über das größte Potential von Springern zwischen fünf Metern und viereinhalb Metern. Die Tendenz im Landesverband ist auf jeden Fall steigend auch wenn in Ulm sicher noch keine großen Bäume ausgerissen werden.

Foto: Thilo Kraus (LG Domspitzmilch Regensburg)

Analyse der bayerischen Hallensaison und Ausblick auf den Sommerhöhepunkt

Männer Frauen Block Sprint Block (Sprung) Hochsprung Block Langsprint Block (Sprung) Weitsprung Block Lauf (Mittelstrecke) Block (Sprung) Stabhochsprung Block Hürdensprint Block (Sprung) Dreisprung Block (Wurf) Kugelstoßen

Block (Sprung) Weitsprung Männer

2003-02-05_analyse_maenner_weit Was für den Hochsprung die zwei Meter sind, sollten für gestandene Männer wohl im Weitsprung die sieben Meter sein. Einigen Bayern gelingt dieses Vorhaben dann doch noch jede Saison. Was sich dann aber in dieser Disziplin tummelt, führt den Ausdruck "Spezialist" ad absurdum. Die Bestenliste 2002 wird angeführt vom Mehrkämpfer Stefan Schmid (7,35 - LG Karlstadt), gefolgt von Stabhochspringer Christoph Völker (7,33 - TS Lichtenfels), dem Südafrikaner Stephan Louw (7,26 - LAC Quelle Fürth/M) und dem Deutschen Zehnkampfmeister Florian Schönbeck (7,24 - LG Domspitzmilch Regensburg). Bei der Vergabe des diesjährigen Hallentitels blieb die Sieben-Meter-Marke wie schon so oft in den letzten Jahren wieder einmal unberührt. Mit Josef Vollmayr (Team Wendelstein) stellte sich ein ganz junger Meister vor (6,97), im eigentlichen Sinne ist aber auch er ein Mehrkämpfer. Bei einer Qualifikationsleistung von 7,45 für die Deutschen Meisterschaften in Ulm muss man kein Prophet sein, vorauszusagen, dass diese Disziplin aus bayerischer Sicht in der Donaustadt mit ziemlicher Sicherheit nicht vertreten sein wird. Wo bleiben die schnellen Männer, die in der Lage sind, auch einmal eine 7,50 in der Weitsprunggrube zu zelebrieren? Die Kombination Sprint/Weitsprung scheint es bei weißblauen Athleten nicht mehr zu geben. Die Oberpfälzer Hoffnungen werden wie schon in den letzten Jahren hauptsächlich von "Fremddisziplinlern" genährt. Florian Schönbeck ist im Sommer ein sicherer Sieben-Meter-Springer und Sprinter Christian Wotruba (ESV 27 Regensburg) bzw. Dreispringer Stefan Sailer (SV Obertraubling) müssten das eigentlich auch drauf haben. Sailers Teamkollege Martin Hoibl war vor einigen Jahren auch so einer und an einem guten Tag schafft dies auch der Eschenbacher Achim Kaufmann. Mit dem Weggang des Hürdenläufers Peter Hargasser hat der Bezirk zudem seinen besten Weitspringer verloren. Beim Niveau des bayerischen Weitsprungs könnten all die Genannten bei den Landesmeisterschaften durchaus in der Lage sein, nach einer Medaille zu greifen. Wie schon im Landesverband ist im Bezirk der Nachwuchs ebenso dünn gesät, streng genommen eigentlich nicht vorhanden. Tendenz also insgesamt nach unten zeigend, die Aussichten trübe.

Foto: Christoph Völker (TS Lichtenfels) treffenderweise in seiner Spezialdisziplin ...

Analyse der bayerischen Hallensaison und Ausblick auf den Sommerhöhepunkt

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Block (Sprung) Hochsprung Männer

2003-02-04_analyse_maenner_hoch Im Grunde hat Bayern eine kleine, aber feine Hochsprunggarde, die in Fürth wieder mehr als Ordentliches zeigte. Nachdem bereits im Vorjahr mit Alois Schwarzmeier (FC Passau - 4./2,14), Altmeister Toni Riepl (LG LK Kelheim - 5./2,10) und Frank Niklas (LAC Quelle Fürth/M. - 8./2,05) drei auf dem Siegerpodest platziert waren, darf man für das neue Jahr noch etwas mehr erwarten. Frank Niklas (2,10) und Alexander Schwer (Kirchheimer LC - 2,07) zeigten bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften deutlichen Aufwärtstrend, den der Fürther mit dem süddeutschen Hallentitel (2,13) noch verstärkte. Auch Toni Riepl, der bei den Titelkämpfen fehlte, hat am Dreikönigstag mit 2,17 schon kräftig hingelangt. Für den Nachwuchs scheint die Oberpfalz ein gutes Gebiet zu sein. Nachdem der Tirschenreuther Josef Reiter vor zwei Jahren in die nationale Jugendspitze gesprungen war, im letzten Jahr Domspitzmilch-Mann Andreas Götz mit 2,07 Bayerns Nachwuchselite angeführt hatte, schickt sich nun Andreas Gmeiner (LAC Tirschenreuth) als B-Jugendmeister an, in die Fußstapfen seiner beiden Vorgänger zu treten. Die brauchen wohl noch das eine oder andere Jährchen, um konstant in der bayerischen Spitze mitspringen zu können und sich im Bereich der 2,10 festzusetzen. Eine Unmöglichkeit ist es jedoch nicht, dass bis zu sechs Bayern das Ticket nach Ulm lösen können, was bei einer Qualifikationsleistung von 2,07 gar nicht so einfach ist. Viel ist zwar aus dem Nachwuchsbereich in den letzten Jahren nicht nachgekommen, die wenigen aber konnten sich recht konfortabel im Spitzenbereich festsetzen. So wird der Hochsprung im Landesverband eine Disziplin bleiben, der sich sicher auch 2003 ein dickes Plus verdienen wird.

Foto: Frank Niklas (LAC Quelle Fü/Mü/Wü)

Analyse der bayerischen Hallensaison und Ausblick auf den Sommerhöhepunkt

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Block Hürdensprint Männer

2003-02-03_analyse_maenner_huerden Das Bild trog beim Endlauf über die 60 m Hürden der Männer. Sieger Justin Dyett (LAC Quelle Fürth/M/W) lief "nur" 8,16 und konnte damit Oldie Bernhard Floder (LG Domspitzmilch Regensburg - 8,25) bzw. Teamkollege Björn Haupt (8,26) sicher in Griff halten. Bedenkt man aber, dass mit Peter Hargasser und Jan Schindzielorz (beide LAC Quelle Fürth) die beiden besten bayerischen Hürdensprinter mit Hausrekorden unter acht Sekunden im Traininglager weilten, könnte der Landesverband fünf Athleten zu den Deutschen Hallenmeisterschaften schicken. Mit dem Obertraublinger Hürdensprinter Tobias Soller kann man zudem einen C-Kader-Jugendlichen mit Junioren-WM-Erfahrungen vorweisen. Realistisch gesehen werden sich die Hoffnungen Bayerns im Sommer wohl auf das Spitzenduo beschränken, Schindzielorz mit Medaillenhoffnungen und WM-Ambitionen - schließlich war er einer der beiden bayerischen EM-Teilnehmer - und Hargasser mit Endlaufchancen. Tobias Sollers Wunschträume gehen wohl wie bei Langsprinter Stephan Wittl und Mittelstreckler René Bauschinger in Richtung Jugend-DM und Junioren-EM, die Hallensaison lässt der immer noch leicht an der Leiste lädierte Regensburger aus. Von der Tendenz ergibt sich im weißblauen Hürdensprint also nicht viel Neues, diese war aber eh schon eine der besten aller Disziplinblöcke. Bei den B-Jugendlichen in der Halle mochte man noch keinen neuen Tobias Soller ausmachen. Die Regensburger Aussichten sind natürlich nach dem Weggang eines Peter Hargassers stark dezimiert. Mit dem ESV-ler Christian Wotruba, dem Obertraublinger Tobias Soller, Altmeister Bernhard Floder und Zehnkämpfer Florian Schönbeck (beide LG Domspitzmilch) ist man im Landesvergleich zu anderen bayerischen Regionen immer noch glänzend aufgestellt. Vom Nachwuchs zeigte der Kötztinger Markus Drexler als Meisterschaftsfünfter ganz gute Ansätze. Der Block Hürdensprint bleibt folglich in Bayern im allgemeinen und in der südlichen Oberpfalz im speziellen eine vorzeigenswerte Sparte.

Foto: Jan Schindzielorz (LAC Quelle Fü/Mü/Wü)

Bayerische Winterwurfmeisterschaften der JugendWiesau, 01. Februar 2003 - Vorschau

Ausschreibung

Landesmeisterschaften für die Jugendlichen / Junioren-WM-Fünfte Ulrike Giesa am Start

2003-02-01_blv_winterwurf Regensburg, 28. Januar 2003 (orv) Nächsten Samstag finden im oberpfälzischen Wiesau die zweiten Bayerischen Winterwurfmeisterschaften für alle Jugendklassen statt. Mit den Junioren-WM-Teilnehmern Ulrike Giesa und Tobias Obermeier (beide LAC Quelle Fürth/M/W) weist vor allem das Diskuswerfen der A-Jugendlichen eine Starbesetzung auf. Hoffnungen auf einen Medaillenplatz macht sich auch der Regensburger Max Tschiers (LG Domspitzmilch). Die Premiere hätte schon im letzten Jahr in der Nordoberpfalz stattfinden sollen, musste dann aber wegen des zu hohen Schneebelags nach München verlegt werden.

Organisationsleiter Gerhard Priemer zittert auch in diesem Jahr wieder. Der Wetterbericht verheißt nichts Gutes. Was um diese Jahreszeit eigentlich ganz normal ist, nämlich Schnee von oben, kann man bei dieser Veranstaltung überhaupt nicht brauchen. Die wenigen Sportstätten, die für den Abwurf ein sogenanntes Wurfhaus zur Verfügung haben, liegen meist in den neuen Bundesländern. Von dort kommt auch diese Wettkampfserie. Die damalige DDR wollte ihren Werfern eine Möglichkeit schaffen, ihre Fähigkeiten auch im Winter zu erproben und schuf dafür den Winterwurfcup. Nach der Wiedervereinigung hat der DLV die Idee aufgegriffen und speziell für den Nachwuchs die Deutschen Winterwurfmeisterschaften kreiert. Nach und nach haben auch die Landesverbände nachgezogen und eigene Meisterschaften eingerichtet.

Glanzstück der diesjärigen Titelkämpfe sind zweifellos die beiden Diskusentscheidungen der weiblichen und männlichen Jugend A. Genau bei 51,99 steht der Hausrekord der Junioren-WM-Fünften Ulrike Giesa. Mal sehen, ob sie bereits im Winter ihre Kraftarbeit so gut umsetzen kann, dass eine neue Bestleistung herauskommt. Ihr Pendant bei den Jungs, Tobias Obermeier, darf sich trotz seiner letztjährigen 58,12 keinen groben Patzer erlauben. Obwohl sein ärgster Konkurrent Max Tschiers im letzten Jahr über acht Meter weniger warf, ist er nicht zu unterschätzen. Auch in der Halle konnte der Fürther im Kugelstoßen eine eineinhalb Meter bessere Vorleistung vorweisen und bezog dennoch eine Niederlage.

Mit dem Diskuswerfer Patrick Werner (LAC Quelle Fürth/M/W - mJB), dem Vilsbiburger Hammerwerfer Michael Holzner (mJB), der Fürther Diskuswerferin Elisabeth Wallrapp (wJA), der Kulmbacher Hammerwerferin Tiffany Newton (UAC Kulmbach wJB), der Speerwerferin Nicole Mengele (SpVgg Auerbach-Streitheim wJA) und der letztjährigen zweitbesten deutschen Hammerwerferin der Schülerklasse, Susanne Mayer (TuS Alztal Garching) kommen weitere Topleute nach Wiesau. Letztere gehört auch in diesem Jahr noch der Schülerklasse an, wirft aber bei der B-Jugend mit.

Für Veranstaltungsleiter Gerhard Priemer ist es trotzdem etwas bedauerlich, dass so wenig bayerische Vereine die Titelkämpfe annehmen. Schließlich ist es den Werfern des TV Hindelang quer durch Bayern auch nicht zu weit bis in die Nordoberpfalz. Wer Bayerns beste Nachwuchswerfer live sehen will, muss am Samstag spätestens um 11 Uhr im Wiesauer Sportzentrum sein.

Foto: Max Tschiers (LG Domspitzmlich Regensburg)

Bayerische Winterwurfmeisterschaften der Jugend 2003Wiesau, 1. Februar 2003 - Bericht

Bayerische Meisterschaften in Wiesau auf hohem Niveau/ Markus Stilp Speerwurfmeister

2003-02-01_blv_winterwurf Wiesau, 1. Februar 2003 (orv) - Erwartungsgemäß lieferten bei den Bayerischen Winterwurfmeisterschaften die beiden Diskuswerfer des LAC Quelle Fürth/M/W, Tobias Obermaier und Ulrike Giesa mit 53,20 und 48,18 die besten Leistungen ab. Trotz ausgezeichneter 49,41 musste Max Tschiers (LG Domspitzmilch Regensburg) den Erfolg des hohen Favoriten neidlos anerkennen. Für ein weiteres Highlight sorgte Hammerwerfer Michael Holzner (TSV Vilsbiburg) mit einem gewaltigen Wurf auf 61,10 bei der B-Jugend. Mit dem Weidner Markus Stilp (DJK) kam auch ein Meister aus der Oberpfalz. Seine 49,26 im Speerwurf der männlichen Jugend B reichten zu einem deutlichen Sieg. Da diese Jugendklasse zum erstenmal mit einem 700 g Speer warf, darf sich der Nordoberpfälzer noch über einen bayerischen Rekord freuen. Organisationschef Gerhard Priemer hatte ab Donnerstag Schwerstarbeit zu leisten. Der Winter war mit reichlich Schnee ins Stiftland zurückgekehrt, schaufeln war angesagt. Die weiße Pracht konnten die emsigen Helfer in Wiesau gut beseitigen, die Eisschicht auf dem Diskusring machte ihnen aber größere Schwierigkeiten. Da half selbst die beste Solelösung nichts, eine Schmierschicht blieb und die mögen die Werfer gar nicht. So sind auch die beiden Siegerleistungen von Ulrike Giesa und Tobias Obermeier unter diesem besonderen Aspekt zu sehen und daher als noch höherwertiger anzusehen. Auch der Regensburger Max Tschiers hatte vor solch Ungemach gehörig Respekt, stellte aber mit seinen bestleistungsnahen 49,41 gesteigertes Leistungsvermögen unter Beweis. Mit ausgezeichneten 43,11 holte sich die erst 16-jährige Kristina Gehrig (LAC Quelle Fürth/M/W) den Diskussieg bei der weiblichen Jugend B und auch die 47,47 der gleichaltrigen Tiffany Newton (UAC Kulmbach) im Hammerwerfen können sich sehen lassen. Bei der A-Jugend schaffte Sandra Schaffarzik (ESV Nürnberg Rbf.) mit dem Speer immerhin feine 45,11, fast genau so hoch ist die Siegerleistung ihres männlichen Pendants Maxi Heilmann (Team Wendelstein - 55,75) einzuschätzen. Einziger Wermutstropfen in einer gelungenen Veranstaltung war die geringe Beteiligung des weißblauen Werfernachwuchs, der das Wettkampfangebot im Winter nur zögerlich annimmt.

Foto: Max Tschiers (LG Domspitzmilch Regensburg)

Sportfreunde Crosslauf 2003Friedberg, 1. Februar 2003 - Bericht

Domspitzmilch Junior schlägt sich beim Sportfreunde Crosslauf auf schwierigem Terrain recht gut

2003-02-01_sportfreundecrosslauf_friedberg Friedberg, 1. Februar 2003 (orv) - Beim Sportfreunde Crosslauf im schwäbischen Friedberg hatten am Ende die Favoriten die Nase vorn. Nach seiner Bronzemedaille bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften über die 3000 m ließ Stefan Stahl beim Sportfreunde Cross im heimischen Friedberg ebenfalls nichts anbrennen. Mit einem konfortablen Vorsprung von zwanzig Sekunden verwies er in 10:56 auf der drei Kilometer langen Strecke den Regensburger Junioren Wolfgang Richter (LG Domspitzmilch) auf den zweiten Platz. Dieser setzte sich im Spurt sicher gegen Artur Kramer (TSV 1860 Rosenheim) durch. Schon eine Sekunde später kam Jugendsieger Randolph Möllenberg (LAG Mittlere Isar) ins Ziel. Stärkste Dame war erwartungsgemäß Kathrin Luxenhofer von der TG Viktoria Augsburg, die mit 12:55 ihrer Teamkollegin Petra Stöckmann (13:20) nicht den Hauch einer Chance ließ. Auf der Langstrecke über 7,5 km konnte der 23-jährige Lokalmatador Alexander Scherl (SF Friedberg) in 29:12 gerademal mit zehn Sekunden Vorsprung seinen fast zwanzig Jahre älteren Trainer und M40-Sieger Richard Negele in Schach halten. annimmt. Dem Regensburger Junior fehlte auf dem schwierigen Schneeuntergrund bei Streckenhälfte einfach der Mut, mit dem späteren Sieger mitzugehen. "Deshalb bin ich mit meinem heutigen Ergebnis auch nicht ganz zufrieden. Der Abstand zur Spitze war einfach noch zu groß", meinte ein etwas enttäuschter Wolfgang Richter im Ziel. Er möchte sich nun in den nächsten Wochen noch einmal ganz intensiv mit der Ausdauerausbildung beschäftigen.

Foto: Wolfgang Richter (LG Domspitzmilch Regensburg)

Analyse der bayerischen Hallensaison und Ausblick auf den Sommerhöhepunkt

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Block Lauf (Mittelstrecke) Männer

2003-01-31_analyse_maenner_mittel Das Maß aller Dinge ist für die Zukunft wohl auch hier mit René Bauschinger (LAC Quelle Fürth) wieder ein Jugendlicher. Die Art, wie er den freilich nicht in Bestform antretenden letztjährigen 1500 m DM-Zweiten Philipp Legath bei den Hallenmeisterschaften abfertigte in Verbindung mit den 1:50 vom Hallentest im Dezember und den locker herausgelaufenen 8:46 von den Jugendmeisterschaften lassen eine große Saison erwarten, die aber ähnlich wie bei Stephan Wittl nicht unbedingt Ulm als den zentralen Mittelpunkt hat. Wenn man den Jungspunt so laufen sieht, kann man sich gut vorstellen, dass er seine bisherige Paradedisziplin 800 m schon bald mit der 1500 m Strecke vertauschen könnte, weil da die nationale Konkurrenz wesentlich geringer ist. In Ulm selbst kann sicher außer Philipp Legath kein anderer die bayerischen Fähnchen hoch halten. Für den Zweiten des Fürther Meisterschaftrennens, Embaye Hedrit (LAC Quelle Fürth), war der Tanz auf dem Hallenoval wohl eher eine kleine erfolgreiche Tempospritze. Er ist amtierender Deutscher Vizemeister über die Halbmarathondistanz und sollte Ulm höchstens auf den längeren 5000 m im Auge haben. Für die Nachwuchsleute Dominik Erhardt (LAC Quelle Fürth) und Raphael Kiess (TSV Wolfratshausen) wäre die Teilnahme an der DM 03 bereits ein guter Erfolg. Echte Endlaufchancen über die 800 m haben sie wohl nur bei einer Steigerung in den 1:48-Bereich. Über 1500 m beginnt die bayerische Bestenliste im letzten Jahr bei 3:40,46, gelaufen durch Sebastian Hallmann (LAC Quelle Fürth). Der aber hat nur eines im Auge: Unter 13:20 über die 5000 m zu laufen und damit den Sprung ins WM-Team nach Paris zu schaffen. In Regensburg ist noch kein Nachfolger für Altmeister German Hehn gefunden worden. Wenn Junior Wolfgang Richter (LG Domspitzmilch) über 1500 m die 3:55 und den Sprung unter die top ten in Bayern schafft, kann man hier zu Lande zufrieden sein. Gespannt sein darf man auch auf die Entwicklung von Franz Leidl (LG Domspitzmilch). Der hat zwar in Fürth als Neunter lediglich eine 1:58 auf's Parkett gelegt, für einen ersten Versuch ist das aber mehr als ordentlich. Sein größter Trumpf ist wohl seine vorhandene Schnelligkeit. Als letztjähriger Bayerischer Jugendvizemeister über 400 m hat er immerhin eine 49,46 stehen. Damit kann man beim nötigen Trainingsfleiß und einer gewissen Veranlagung sehr schnell in Richtung 1:50 kommen. So sollte sich in der bayerischen Mittelstrecke denn wohl auch nicht viel verändern, die Tendenz zeigt aber mit einem sich entwickelnden René Bauschinger und der Rückkehr eines Philipp Legath schon wieder nach oben. Die Prognose: Im Ulmer 1500 m Finale sollte man auf jeden Fall einen Bayern bewundern können, am Schluss hoffentlich mit einer Medaille um den Hals. Eine Betrachtung der Langstrecke wird verschoben, weil hier die Crosssaison eine weitaus größere Aussagekraft als die Rennen unterm Hallendach hat.

Foto: René Bauschinger (383), Embaye Hedrit (396) und im Hintergrund Philipp Legath (alle LAC Quelle Fü/Mü/Wü)

Analyse der bayerischen Hallensaison und Ausblick auf den Sommerhöhepunkt

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Block Langsprint Männer

2003-01-30_analyse_maenner_langsprint Vieles über den Block Langsprint ist bereits mit dem Namen Stephan Wittl bei den schnellen Männern erwähnt worden. Zwar musste der Regensburger seinen Hallentitel über die 400 m in diesem Jahr vor allem wegen einer großen Portion Unerfahrenheit an den sieben Jahre älteren Sebastian Böhm (LAC Quelle Fürth) abgeben, trotzdem bleibt er aber in diesem Block der Hoffnungsträger Nummer eins. Natürlich sind auch für ihn die Jahresziele mit den Deutschen Jugendmeisterschaften und den Junioren-Europameisterschaften festgezurrt. Ulm bleibt aber in diesem Jahr trotzdem eine feste Adresse. Die Norm von 48,00 braucht er nicht mehr abzuliefern. Als Elfter der letztjährigen Bestenliste ist er automatisch startberechtigt. Die 47,00 Barriere hat er im Auge und damit natürlich auch das Ulmer Finale. Sebastian Böhm und Ingmar Ippach könnten ihn begleiten. Beide sind sie schon unter 48 Sekunden gelaufen, wobei Ippachs 47,49 in Wattenscheid beinahe für die letzten Acht gereicht hätte. Mit Oliver Volkmuth (LG Domspitzmilch Regensburg) stellte sich in Fürth ein weiterer hoffnungsvoller Langsprinter mit Tendenz nach oben vor. Den wird man in Ulm aber hoffentlich über 400 m Hürden finden, wo er derzeit in Bayern eine Spitzenposition einnimmt. Die Tendenz der bayerischen Langsprinter geht also eindeutig nach oben, auch wenn die Speerspitze sehr, sehr dünn ist und der Nachwuchs wenig Hoffnungen erweckt, sieht man einmal vom Jugendlichen René Bauschinger (LAC Quelle Fürth) ab, für den zukünftige 48er Zeiten halt nur Zubringerleistungen für seine überragenden Mittelstreckenleistungen sind. Ein weiterer 400 m Läufer unter 48 Sekunden, Stefan Schmid (LG Karlstadt), hat ganz anderes als Ulm im Kopf. Er will seine Zehnkampfkarriere mit der WM-Teilnahme in Paris krönen und dazu braucht er Zeiten dieses Formats eben auch. In Regensburg formiert sich um Stephan Wittl und Oliver Volkmuth eine junge Viertelmeiler-Garde mit Tendenz auf Deutsche Meisterschaften über 4x400 m. Das sollte auch den Teams von Gräfelfing und Fürth zuzutrauen sein.

Foto: Stephan Wittl (248 - LG Domspitzmilch Regensburg), Sebastian Böhm (387 - LAC Quelle Fü/Mü/Wü) und im Hintergrund Oliver Volkmuth (247 - LG Domspitzmilch Regensburg)

Analyse der bayerischen Hallensaison und Ausblick auf den Sommerhöhepunkt

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Block Sprint Männer

2003-01-29_analyse_maenner_sprint Ein Jüngling des Jahrgangs 85 beherrscht derzeit den Männersprint in Bayern. Joachim Welz vom TSV Schongau wehrte nach seinem überlegenen Jugendtitelgewinn auch bei den Arrivierten den Angriff des letztjährigen Landesmeister über 100 m, Laszlo Barath (TSV Wolfratshausen) mit 6,91 und einem Hundertstel Vorsprung ab. Mit Marc-Oliver Schmidtchen (TSV Gräfelfing) fehlte ein weiterer Kandidat für Zeiten unter sieben Sekunden zum ersten Mal. Der Münchner hat seine Karriere beendet und wurde in der Fürther Halle deswegen auch gebührend verabschiedet. Mit Robert Dollinger (TSV Burghaslach) lief der Dritte bereits eine 7,11. Sicher, einige derjenigen, die da vorne noch hätten mitmischen können, waren im Trainingslager. Ob einer darunter gewesen wäre, der den Youngster vom Siegen abgehalten hätte, bleibt mehr als fraglich. Der Nachwuchssprint genießt in Bayern hohes Ansehen, Hansi Fischer wurde vor nicht mal zwei Jahren sogar Deutscher Jugendmeister, so richtig weiter gekommen ist man auf der kürzeren Distanz aber nicht. Der neue Meister wird sich im Sommer wohl in erster Linie Richtung Deutsche Jugendmeisterschaften bewegen, die Quali für die richtigen "Deutschen" liegt bei 10,75. Viel Holz für Bayerns schnellste Männer, wenn man bedenkt, dass dies 2001 lediglich drei schafften, von denen einer nun auch noch aufgehört hat. Auf der doppelt so langen Distanz holte sich mit Stephan Wittl (LG Domspitzmilch Regensburg) 2003-01-29_analyse_maenner_sprint ein weiterer Jugendlicher nach seinem Nachwuchstriumph in 22,00 nun mit 22,15 den Titel und das, ohne sich nun besonders anstrengen zu müssen. Der Regensburger hat zwar bereits eine 21,56 stehen, liebt aber das Hallenoval überhaupt nicht und bereitet sich deshalb auf die Starts unter Dach überhaupt nicht vor. Die Landestitelkämpfe werden ganz einfach als Test für das momentane Schnelligkeitsvermögen umfunktioniert, wobei der Domspitzmilch-Mann sowieso zu den Viertelmeilern zugerechnet werden muss und Ulm in Richtung 200 m ganz sicher nicht im Kalender stehen hat. Seinen einzigen ernsthaften Konkurrenten, Ingmar Ippach vom TSV Gräfelfing, erwischte es in Fürth an der Achillessehne, wobei er auch schon vorher nicht den fittesten Eindruck hinterlassen hatte. Für Heinz Löser, Trainer der beiden Rockies, weisen die meisten bayerischen Sprinter ein viel zu schlechtes Verhältnis der kürzeren zur längeren Distanz auf. "Doppelte 100 m-Zeit" fordert der Coach von ausgewachsenen Sprinter. Das aber können hierzulande nur ganz wenige bieten. Im Staffelbereich werden sich die Teams von Gräfelfing und Fürth in Richtung 41,00 bewegen, was aber noch nicht für einen Platz unter den besten Acht in Deutschland reichen muss. Über die Blockbildung im bayerischen Sprint ist aber damit schon einiges ausgesagt. Der Nachwuchs bleibt auch in den nächsten Jahren glänzend. Namen wie Bezold, Greding oder Sewald lassen aus der B-Jugend grüßen. Doch das ist nichts Neues. Für Ulm kommen solche Namen sowieso nicht in Frage. 21,60 wären gefragt. Die hatten im Vorjahr nur Schmidtchen, Wittl und Ipach zu bieten. Tendenz also gleich bleibend im Sprint, die Prognose mäßig, die Erfolgsaussichten Weniger auf Erreichen der Zwischenläufe dezimiert. Doch der bayerische Sprint war bei den Deutschen auch im letzten Jahr in keinem Endlauf vertreten. Von den Regensburgern sind am ehesten Christian Wotruba (ESV 27 Regensburg) und Stephan Wittl in der Lage unter 11 und 22 Sekunden zu laufen, haben dies auch schon zu mindest auf einer Strecke getan. Hundert Prozent Sprinter sind die beiden allerdings nicht. Des einen Leidenschaft sind die Hürden, des anderen Metier die Stadionrunde.

Fotos: Joachim Welz (links - TSV Schongau) bzw. Stephan Wittl (248 - LG Domspitzmilch Regensburg) und René Bauschinger (383 - LAC Quelle Fü/Mü/Wü)