Bayer. Hallenmeisterschaften für Männer, Frauen und Jugend BFürth, 25. Januar 2003 - Vorschau

Ausschreibung Teilnehmer

Landeshallenmeisterschaften in fränkicher Hand/ Domspitzmilch-Athleten/Innen mit Medaillenchancen

2003-01-25_blv_halle_aktive Regensburg, 17. Januar 2003 (orv) Bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften wird Bayerns leichtathletischer Rest gegen die Übermacht des LAC Quelle Fürth/München/Würzburg in dessen eigener Trainingshalle ankämpfen müssen. Die Franken haben mit Melanie Skotnik auch die Athletin in ihren Reihen, die in der bisherigen Indoor-Saison mit ihrem Landesrekord von 1,90 im Hochsprung am meisten für Furore gesorgt hat. Dem zweiten starken bayerischen Team, der LG Domspitzmilch Regensburg, werden eine Reihe guter Medaillenchancen eingeräumt. Immerhin möchten deren Aushängeschilder Florian Schönbeck und Stephan Wittl ihre Titel im Stabhochsprung und über 400 m verteidigen. So richtig große Karten werden die Bayern aber nicht auflegen können, da im Lande mit lediglich zwei einigermaßen tauglichen Trainingshallen an eine reguläre Hallensaison nicht zu denken ist. Im Nachwuchsbereich fallen in etlichen Disziplinen die Teilnehmerfelder recht klein aus.

Laszlo Barath (TSV Wolfratshausen) gegen Jugendmeister Joachim Welz (TSV Schongau) heißt das Duell im Kurzsprint. Auf den 200 m und den 400 m hat sich Stephan Wittl mit Ingmar Ippach (TSV Gräfelfing) und dem Fürther Sebastian Böhm auseinanderzusetzen und dürfte trotz seiner überragenden Sommervorleistungen mangels spezieller Vorbereitung für das Hallenoval lediglich in der Außenseiterrolle stecken. Über 400 m wird eine ganze Domspitzmilch-Armada mit Freiluftmeister Oliver Volkmuth, Franz Leidl, Johannes Gerhard und Wolfgang Gassner zusätzlich in die Schlacht ziehen. Die Langsprinttruppe sollte so über 4x400 m eine kleine Chance gegen den TSV Gräfelfing haben. Heimkehrer Philipp Legath (Quelle Fürth) gehört zu den ganz großen Favoriten auf der Mittelstrecke. Auf den 3000 m hat sich Titelverteidiger Dennis Pyka (LG Domspitzmilch) nicht nur mit seinen Teamkameraden Jean-Jacques Faurie, Rudi Salzberger, Andreas Fruhmann und Wolfgang Richter herumzuschlagen. Viel mehr Sorgen sollte ihm der nominell stärkere Embaye Hedrit aus Fürth bereiten. In Abwesenheit der im Trainingslager befindlichen Fürther Hürdencracks Jan Schindzielorz und Peter Hargasser haben Florian Schönbeck und Altmeister Bernhard Floder hier gewisse Möglichkeiten für den Sprung aufs Treppchen. Dorthin will der deutsche Zehnkampfmeister jedenfalls im Weitsprung und Stabhochsprung. In beiden Disziplinen zählt Christoph Völker (TS Lichtenfels) zu den ärgsten Konkurrenten, wobei der Regensburger mit dem Stab auch noch Gegner aus dem eigenen Lager mit Gregor Neumann und Thilo Kraus erhält. Altmeister Anton Riepl (LG LK Kelheim) wirds im Hochsprung den Jungen mit Frank Niklas (Fürth), Josef Reiter (Kelheim) und Andreas Götz (LG Domspitzmilch) erneut zeigen, eindeutiger Favorit im Dreisprung ist der Fürther Hrvoje Verzi. Mit guten Aussichten sind dort die Obertraublinger Stefan Sailer und Martin Hoibl am Start. Mit der Kugel sollte sich Titelverteidiger Markus Tschiers (LG Domspitzmilch), im Freien eigentlich Diskusspezialist, diesmal an Jungstar Robert Dippl (TSV Wasserburg) die Zähne ausbeißen.

Schnellste Dame müsste eigentlich die Kemptnerin Verena Sailer mit einer 7,56 als Vorleistung sein. Lokalmatadorin Annika Hohnheiser spekuliert auf die 200 m, über die doppelt so lange Distanz duellieren sich Andrea Walper (LG Donau-Brenz) und Silvia Mauritz (SV Gendorf). Julia Becker (LAC Quelle Fürth/M/W) heißt die klare Favoritin üner die Mittelstrecken, wobei über die 800 m das RegensburgerTrio Kathrin Schönfeld (SWC), Maria Fröhler (SV Obertraubling) und Bettina Freiwald (LG Domspitzmilch) ganz gute Platzierungschancen haben. Medaillen drin sind über 1500 m für Susie Falkenstein und Viola Schäffer (beide LG Domspitzmilch), die zusätzlich über die doppelt so lange Distanz der Fürtherin Christine Döllinger das Leben besonders schwer machen wollen. Mit im Rennen sind dort noch Eva Karg, Andrea Stengel (beide LG Domspitzmilch) und Tanja Felber (SWC Regensburg).

Auf den Hürden heißt der Zweikampf Berit Wiacker (SG DJK Ingolstadt) gegen Anja Wurm (LAC Quelle Fürth) mit leichten Vorteilen für die Ingolstädterin. Die Ambergerin Kathrin Widder könnte an einem guten Tag im Dreisprung ganz oben stehen. Zwei Damen haben beim Stabhochsprung die vier Meter bereits gemeistert. Zum einen Simone Langhirt (LAC Quelle Fürth), zum anderen Domspitzmilch-Neuzugang Stefanie Lax, die aber fast ein Jahr Wettkampfpause hatte. Alles andere als eine Kugelstoßsiegerin Bianca Großer (Team Wendelstein) wäre eine faustdicke Überraschung.

Im Nachwuchsbereich kommt dem sicherlich hochwertigen Sprintduell zwischen dem Bamberger Holger Betzold und dem Gendorfer Marius Sewald nicht nur von Regensburger Seite großes Interesse entgegen. Kenner der Szene wissen, dass Marius Vater Gerhard Mitte der 80er Jahre einer der schnellsten deutschen Sprinter

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Bayerische Hallenmeisterschaften der Männer / Frauen / Jugend B 2003Fürth, 25/26. Januar 2003 - Bericht

Landeshallenmeisterschaften in fränkicher Hand/ Domspitzmilch-Athleten/Innen hielten sich gut

2003-01-25_blv_halle_aktive Fürth, 26. Januar 2003 (orv) - Die Hausherren der neuen Großgemeinschaft LAC Quelle Fürth/München/Würzburg hatten die Bayerischen Hallenmeisterschaften der Männer, Frauen und Jugend B wie erwartet voll im Griff. Für die beste Leistung der beiden Meisterschaftstage sorgte Hochspringerin Melanie Skotnik (LAC Quelle) mit der Klasseleistung von 1,91. Stephan Wittl (LG Domspitzmilch Regensburg) schrammte als neuer Meister über 200 m in 22,15 und unglücklicher Zweiter über die doppelt so lange Distanz (48,98) nur ganz knapp am Double vorbei. Außerdem hatte er maßgeblichen Anteil am Silber der Domspitzmilch-4x400 m-Staffel, das er zusammen mit Franz Leidl, Oliver Vokmuth und Johannes Gerhard errang. Ihre Hallentriumphe setzen die drei Regensburger Mädchen Sandra Pfeffer (SV Obertraubling/Drei/11,88), Susi Lutz (LG Domspitzmilch/1500 m wJB/4:50,04) und Liesa Gläß (LG Domspitzmilch/1500 m wJA/ 4:55,80) mit überlegenen Siegen fort. Mit der Obertraublinger Dreispringerin Sandra Pfeffer (11,88) und dem Tirschenreuther Hochspringer Andreas Gmeiner (1,94) stammen weitere Nachwuchsmeister aus der Oberpfalz. 2003-01-25_blv_halle_aktive Ganz schwer kam das Domspitzmilch-Team bei diesen Meisterschaften in die Gänge. Im Stabhochsprung hatten Florian Schönbeck (4,80) und Gregor Neumann (4,70) als Zweiter und Dritter bereits wieder ihre Stäbe eingepackt, als der neue Meister Christoph Völker (TS Lichtenfels) bei 5,10 erst auspackte und den Wettkampf dann äußerst erfreulich mit 5,30 beendete. Kurz darauf stürmte Youngster Stephan Wittl im 400 m Finale als erster Richtung Ziel, als er vom aufgelaufenen späteren Meister eingangs der letzten Kurve in ziemlich rustikaler Weise abgeschossen wurde. Völlig aus dem Tritt gekommen konnte er sich dennoch wieder bis auf eine Zehntel an den Fürther heranarbeiten. Teamkollege Oliver Volkmuth konnte mit seiner Bronzemedaille in 49,77 die Stimmung im Team allerdings dann wieder ein wenig aufrichten. Johannes Gerhard wurde hier ehrenvoller Achter (51,98). Obwohl der 200 m-Titel für Stephan Wittl am nächsten Tag in 22,15 klarer ausfiel, als die Zeit aussagte, war dem Domspitzmilch-Youngster eine gewisse Verkrampfung durchaus anzusehen, die er erst wieder durch ein sauberes 4x400 m Finale, in dem er als Schlussläufer das LG-Quartett doch noch auf Platz zwei vorlief, ablegen konnte. Auch bei den Damen ging Staffelsilber mit dem TV Amberg (Glaser, Widder, Fehlner, Walter - 4:09,26) in die Oberpfalz. Anna Petermichl (TV Kötzting) blieb bei ihrem fünften Platz über die 400 m mit 59,96 erneut unter einer Minute. Viel Ehre aber keinen Titel heimsten die hiesigen Mittelstreckler/Innen ein. Dreimal Silber sprang für Kathrin Schönfeld (SWC Rgbg./800 m - 2:14,18) und Viola Schäffer (LG Domspitzmilch/1500 m und 3000 m - 4:40,84/10:01,28) heraus, Susie Falkenstein (LG Domspitzmilch/3000 m/ 4. - 10:19,92), Andrea Stengel (LG Domspitzmilch/3000 m/5. - 10:20,47), Eva Karg (LG Domspitzmilch/ 3000 m/6. - 10:39,36), Maria Fröhler (SV Obertraubling/800 m/5. - 2:19,20) und Bettina Freiwald (LG Domspitzmilch/800 m/ 6. 2:20,92) landeten alle im Vorderfeld. Auch die Domspitzmilch-Herren lieferten mit Platz vier für Dennis Pyka (3000 m/ 8:36,58), sieben für Rudi Salzberger (3000 m/8:54,56) und zweimal neun für Andreas Fruhmann (3000 m/9:07,27) bzw. Franz Leidl (800 m/ 1:58,76) Solides ab. 2003-01-25_blv_halle_aktive Woher er es nimmt, weiß so recht keiner. Fast ohne Training ließ sich Bernhard Floder (LG Domspitzmilch) als frischgebackener M30-Senior mit ganz feinen 8,25 über die 60 m Hürden erneut Silber umhängen, deutlich vor Teamkollege Florian Schönbeck (6./8,49), der den gleichen Rang nochmals im Weitsprung schaffte (6,77) knapp hinter dem Eschenbacher Achim Kaufmann (4./6,83) und ein wenig vor dem Obertraublinger Stephan Sailer (8./6,69). Hochspringer Andreas Götz (LG Domspitzmilch) scheiterte diesmal als Sechster (1,98) noch knapp an den zwei Metern. Bei den Frauen fehlten der Ambergerin Kathrin Widder (11,67) im Dreisprung lumpige zwei Zentimeter zum Titel. Martin Hoibl und Stephan Sailer (beide SV Obertraubling) landeten in der gleichen Disziplin mit 14,34 und 13,86 auf den Rängen vier und fünf. Hochspringerin Alexandra Wagner (LG LK Kelheim (3./1,60) und Stahochspringerin Alina Schmidt /DJK Ensdorf/ 7. -3,20) verkauften sich auch ganz gut. Weiterhin für Furore im Nachwuchsbereich sorgen die drei Domspitzmilch-Mittelstrecklerinnen Susi Lutz, Liesa Gläß und Eva Ferstl. Erstere beherrschte erneut die gesamte Landesnachwuchselite im gemeinsamen 1500 m-Finale durch einen sieben hundert Meter langen Spurt nach Belieben, zweitere schaffte in ihrem zweiten Meisterschaftsrennen überhaupt abermals Gold in der A-Jugend und letztere wurde mit Silber (4:58,73) für ihre mutige Tempoarbeit belohnt. Ähnliches gilt für das Obertraublinger Duo Sandra Pfeffer und Lena Matula. Nach dem

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Regensburg, 24. Januar 2003 - Bericht

Der schwere Stand der bayerischen Leichtathletik im deutschen Hochleistungssport

Bayern ist immerhin Deutschlands zweitgrößtes Bundesland von der Anzahl der Köpfe her gesehen. Dies bürdet natürlich auch dem hiesigen Leichtathletik Landesverband und seinen Vereinen eine gewisse Verpflichtung auf. An jedem Jahreswechsel ist es dann wieder so weit. Die Meistertitel sind gezählt, die Bestenlisten ausgewertet. Hat man sich verbessert? Wie haben sich die Positionen verschoben? Solche und ähnliche Fragen sind zu klären, um vielleicht für die Zukunft bessere Ansätze zu finden. Bayern muss als Flächenstaat mit der Freizeitmetropole Nummer eins, München, unter einem ganz besonderen Gesichtswinkel gesehen werden. Der Strukturwandel der zumindest gehobenen, professionell orientierten Leichtathletik im Lande birgt weitere Hemmnisse. Jahrzehntelang stützte sich die weißblaue olympische Kernsportart Nummer eins auf das Leistungsvermögen des LAC Quelle Fürth/München. Allein diesem Club wurde von offizieller Seite zugetraut, Athleten/Innen für internationale Einsätze zu formen. Eine echte Alternative gab es nicht. Mit dem finanziellen Schrumpfen der Franken sind auch dort wieder „ehrenamtliche“ Zeiten eingekehrt in einer Sportart, in der wie in keiner anderen, die Grenzen vom Freizeit- zum Profisport absolut fließende sind. Im selben Maße, wie die Fürther Einbußen hinnehmen mussten, vermeldete mit der LG Domspitzmilch Regensburg ein anderer bayerischer Club Zuwüchse, die bescheidene Hoffnungen erwecken. Claudia Gesell hat zumindest in einem Interview bei Blickpunkt Sport den Regensburger Club als durchaus gängige Alternative im süddeutschen Raum gesehen. Natürlich leben in Bayern mit der Deutschen 800 m Meisterin oder den beiden „Rockis“ weiterhin Weltklasseathleten, sie als „bayerische“ Athleten zu werten, wäre dann aber doch ein wenig zu viel geschummelt. Unter all diesen Gesichtspunkten schneidet die bayerische Leichtathletik international nicht gerade Aufsehen erregend ab. Mit zwei Europameisterschaftsteilnehmern darf man nicht zufrieden sein und in Hinblick auf die Pariser WM 2003 schaut’s auch nicht rosiger aus. Ein Zuzug von außen wird unter den gegebenen Umständen in den nächsten Jahren ebenfalls eher die Ausnahme sein, da kein bayerischer Verein mehr solch professionelle bzw. finanzstarke Strukturen hat, wie zum Beispiel ein TSV Bayer 04 Leverkusen oder der TV Wattenscheid.

Foto: Claudia Gesell (TSV Bayer 04 Leverkusen)

Bayerns Vereine in Deutschland

Wo stehen sie nun, die bayerischen Vereine im großen Deutschland. Lassen wir zunächst einmal die blanken Zahlen sprechen, wobei die Nachwuchs-Leichtathletik als Zubringerinstrument bewusst nicht berücksichtigt wird und als solche auch eine verzögerte, über Jahre hinaus führende Würdigung braucht. Ziel aller Leichtathletik treibenden, leistungsorientierten Athleten/Innen ist zum einen das möglichst gute Abschneiden bei den verschiedenen Meisterschaften zum anderen die Steigerung der persönlichen Bestleistung. Das eine wird in den so genannten „Ehrentafeln“ festgehalten, das andere in den verschiedenen Bestenlisten. So konnten sich 2002 bei Deutschen Meisterschaften 61mal Mannschaften oder Einzelsportler eines bayerischen Vereins unter den besten Acht platzieren, darunter 22 Medaillengewinner und sechs Meister/Innen. Den Rahm schöpften die beiden Großvereine LAC Quelle Fürth/München (22) und LG Domspitzmilch Regensburg (20) ab, wobei die Regensburger mit vier Titelgewinnen, zweimal Silber und fünfmal Bronze höherwertig punkten konnten. Zu weiteren Meisterehren kam eigentlich nur noch der MTV Ingolstadt mit zweimal Gold durch seine Mehrkämpferinnen. Die derzeitige Remisstellung Fürth-Regensburg wird auch noch durch die Anzahl der Landestitel untermauert (Fürth 23/ Regensburg 21).

Verein

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

Summe

Punkte

LG Domspitzmilch

4

2

5

1

2

3

3

0

20

104

LAC Quelle Fürth

0

3

2

1

8

2

3

3

22

85

MTV Ingolstadt

2

0

1

0

0

0

0

0

3

22

TV Kempten

0

2

0

0

0

0

0

0

2

14

FC Passau

0

0

0

1

0

1

0

0

2

8

LG LK Roth

0

0

0

1

0

1

0

0

2

8

TSV Gerbrunn

0

1

0

0

0

0

0

0

1

7

SVO Germaringen

0

0

0

1

0

0

0

0

1

5

TG Viktoria Augsb.

0

0

0

1

0

0

0

0

1

5

LG LK Kelheim

0

0

0

0

1

0

0

0

1

4

LG Karlstadt

0

0

0

0

0

0

1

0

1

2

LLC Marathon R.

0

0

0

0

0

0

1

0

1

2

SV Breitenbrunn

0

0

0

0

0

0

0

1

1

1

TV Haibach

0

0

0

0

0

0

0

1

1

1

DJK Friedberg

0

0

0

0

0

0

0

1

1

1

<spanstyle='mso-spacerun:yes'> Punkteverteilung: 1. Platz = 8 P. ….. 8. Platz = 1 Punkt

Wurde bei der Meisterschaftsauswertung die Relation zum übrigen Deutschland noch ausgelassen, bringt eine Analyse der deutschen Bestenliste 2002 hier sehr genaue Aufschlüsse. Die oben angesprochenen Bewegungen der beiden Spitzenvereine wird dort anschaulich dokumentiert. In der Auswertung der Deutschen Bestenliste bezüglich aller Altersklassen (mit Ausnahme der Seniorenklassen) finden sich eben nur die beiden Spitzenclubs Domspitzmilch Regensburg und Quelle Fürth. Die Fürther verloren gegenüber dem Vorjahr 83

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Wie schnell sollen Dauerläufe sein?

DauerläufeRegensburg, 23. Januar 2003 - Bericht

Dauerläufe werden oft falsch eingeschätzt und viel zu schnell gestaltet

2003-01-23_trainingsformen Eines der beliebsten Trainingsmittel für Langstreckler ist in dieser Jahreszeit der Dauerlauf. Die individuelle Einschätzung der eigenen Belastung ist jedoch oft recht subjektiv und der persönlichen Formentwicklung nicht selten abträglich, vor allem dann, wenn die Dauerläufe zu schnell ausgeführt werden. Gerade beim Dauerlauf darf sich niemand "die Peitsche geben". Gemeinsame "Sauerstoffduschen" die am Ende zum Rennen ausarten bringen wenig, die persönliche Einschätzung des eigenen Vermögens trügt häufig. Der Einsatz eines Pulsmessers hilft nur dann, wenn man seine Belastungsgrößen kennt oder vorher in einem sogenannten Laktattest, der von Leistungsdianostikern angeboten wird, bestimmen lässt. Die folgenden Beschreibungen der häufigsten Lauftrainingsmethoden und dem entsprechenden "Feeling" dazu, können aber auch schon ein Stück weiter helfen.

Die hfigsten Trainingsformen für das Langstreckentraining

Trainingsform Trainingsziel Herz- frequenz Belastung Gefühlsmäßiges Intensitätsempfinden Durchführungshinweise Ruhiger DL Regeneration 120-130 geringer als 65% SW-Tempo

Ruhige Atmung, Gespräch jederzeit möglich, keine Ermüdung während des gesamten Trainings

höchstens 1 Stunde, flache Geländestruktur

Mittlerer DL Formerhaltung Grundlagen ausdauer- entwicklung 130-145 70-90% SW-Tempo

Tempo kann ohne großen Willens- und Energie-aufwand   über die ganze Strecke gehalten werden

Dauer 45-90 Minuten

Flotter DL/ Tempo-DL Ausdauerent wicklung 150-165 95-105% SW-Tempo Mit Ein- und Auslaufen vor- und nachbereiten. Es bedarf hoher Konzentration, um das Tempo über die gesamte Strecke zu halten, aber das Tempo sollte so gewählt werden, daß es keine großen Geschwindigkeitseinbrüche gibt.

Dauer 20-50 Minute n

Langer DL Ausdauer entwicklung/ Fettstoffwechsel training 120-135 ca 70% SW-Tempo Dauer ist entscheidender als Tempo, da der Fettstoffwechsel erst nach ca. 60 Minuten einsetzt und bei geringer Intensität am ökonomischsten arbeitet. Das Tempo sollte immer eine Unterhaltung zulassen.

Dauer 80-150 Minuten

Fahrtspiel Spezielle Ausdauer entwicklung 150-170 90-105% SW-Tempo Mit Ein- und Auslaufen. Belastungsstrecken und Laufpausen werden entweder   durch Gelände oder Zeitintervalle bestimmt. Dauer 30-50 Minuten Tempo bei längeren Belastungen um die 100% SW, bei kürzeren um die 105% SW, Laufpausen um die 80-85% SW-Tempo. Siehe Winzerer Höhen Programme Extensiver TL Spezielle Ausdauer enwicklung 150-165 ca.105% SW-Tempo Tempo sollte möglichst für alle Läufe gleich gehalten werden. Laufpausen (Tempo ca. 80% SW) bei HF 140. Beispiele 8x1000 m mit abw. 200/400 m LP = 10 km -   3-4 x 2000 m mit 600 m LP Intesive TL Stehvermögen (Laktat-Toleranz) bis zu maximal höher als 110% Läufe dienen nicht der allgemeinen Ausdauerentwicklung und werden auch   nicht nach   SW-Belastung berechnet. Belastung richtet sich nach aktuellem Renntempo auf bestimmten Strecken. siehe Tempolauf/Bahnprogramme

SW-Tempo = anaerob/aerobe Schwellengeschindigkeit bei etwa 3 mmol Laktat

* Herzfrequenzen sind individuell stark unterschiedlich und können daher nur als grober Anhaltspunkt dienen.

Eine Bestimmung der ind. anaerob/aeroben Schwellenbelastung ist dringend von Zeit zu Zeit anzuraten.

Weitere Informationen zu Fahrtspielen erfahren sie hier

1. Jahreswechsel - die Zeit für Bilanzen, Tabellen und Statistiken 2. Das Maß aller Dinge, die Aktivenleichtathletik 3. Perspektivbetrachtung ja, aber dann für alle 4. Der Wert der Nachwuchsarbeit kann erst im Erwachsenalter gemessen werden 5. Wenn sich alte Eisen immer noch gut schlagen

Wenn sich alte Eisen immer noch gut schlagen

2003-01-22_jahresrueckblick_52003-01-22_jahresrueckblick_5 Auf den ersten Blick haben unsere Seniorinnen die größten Erfolge eingefahren. Kathi Kaufmann ist Weltmeisterin und auch noch Vize über die 10 km auf der Straße geworden, Susanne Falkenstein doppelte Europameisterin und ebenso auch zweifache Deutsche Meisterin über 800 und 1500 m. Wenn man aber die Gesamtleichtathletik ins Auge fast, muss man diese Highlights etwas relativieren und auch unsere Seniorinnen sehen ihre Erfolge im Zusammenhang differenzierter. Wir alle finden diese Leistungen einfach großartig, zumal sie in den jüngeren AK-Klassen erzielt wurden, dort, wo noch ein hoher Leistungsstandard abverlangt wird. Trotzdem sollte man die Kirche schon im Dorf lassen. Manuela Priemers EM-Teilnahme oder Florian Schönbecks Deutscher Meistertitel im Zehnkampf sind ganz andere Kaliber und das sehen auch unsere Seniorinnen so. Neben den erwähnten Einzelerfolgen sticht vor allem die Mannschaftsbilanz des Langstreckenteams heraus. Tritt es bei Deutschen Meisterschaften an, steht es fast in allen Fällen auf dem obersten Treppchen. So geschehen 2002 im Cross, im Halbmarathon, über 10 km und auf der Marathondistanz. Dabei ist der Seniorentitel meist nur eine Dreingabe, weil jene Läuferinnen eben auch zum Gerippe des in Deutschland ebenfalls äußerst erfolgreichen Damenteams sind und dort für zweimal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze sorgten. So gewann W35-Frau Susie Falkenstein Cross-Silber, Gaby Pfandorfer wurde als 40-Jährige erstmals Deutsche Meisterin mit der Halbmarathonmannschaft und holte sich zusätzlich den Vizetitel mit der Marathonmannschaft, W35-Athletin Gabi Reindl trug maßgeblich zum Berglauftitel bei, Kathi Kaufmann verstärkte das 10 km Bronzeteam als 41-Jährige und Andrea Scharrer trug als 35-Jährige erstmals das Nationaltrikot bei der Berglauf-WM. Diese Tendenz wird sich 2003 noch verstärken, weil Frontfrau Ellen Schöner am 4. März 35 Jahre alt wird und somit auch international zur Seniorinnenklasse zu zählen sein wird. Die professionelle Einstellung unserer Damen zum Leistungssport wirft nicht selten sogar etliche "PB's" (persönliche Bestleistungen) aus, was im Klartext nichts anderes heißt, dass sie vorher in ihrem Leben noch nie schneller gelaufen sind. Gott sei Dank sind die Zeiten vorbei, wo sie bei Straßenwettbewerben den Seniorinnentitel opfern mussten, weil das Reglement keinen Start in der Aktiven- und Seniorinnenklasse zuließ. Seit beides wieder möglich ist, hängen auch die AK-Einzeltitel sehr hoch, weil eben die Gegnerinnen nicht selten Kathrin Dörre oder Iris Biba-Pöschl heißen, die so nebenbei auch richtige Deutsche Meisterinnen werden und das mit Weltklasseleistungen. Eine kleine Ausnahme bringt das neue Jahr aber doch. Nachdem die Bayerischen Seniorenmeisterschaften am 21./22. Juni im eigenen Stadion stattfinden werden, wird hier auch erstmals eine sehr starke Domspitzmilch-Mannschaft am Start sein und die sonst eher locker gehandhabte Landesbilanz kräftig aufpolieren.

Fotos: Susanne Falkenstein (links) und Gabi Reindl

1. Jahreswechsel - die Zeit für Bilanzen, Tabellen und Statistiken 2. Das Maß aller Dinge, die Aktivenleichtathletik 3. Perspektivbetrachtung ja, aber dann für alle 4. Der Wert der Nachwuchsarbeit kann erst im Erwachsenalter gemessen werden 5. Wenn sich alte Eisen immer noch gut schlagen

Der Wert der Nachwuchsarbeit kann erst im Erwachsenalter gemessen werden

2003-01-21_jahresrueckblick_42003-01-21_jahresrueckblick_4 Natürlich sind wir stolz auf unseren Junioren-WM-Teilnehmer Stephan Wittl , im letzten Jahr auch noch Deutscher Jugendvizemeister und dreifacher Bayerischer Einzelmeister, zudem Mitglied des DLV C-Kaders. Dem gehört auch der DJM-Fünfte im Diskuswerfen, Max Tschiers an. Dort, wo sich Deutschlands Nachwuchselite trifft, bei den Deutschen Jugendmeisterschaften, waren auch Andreas Götz (10.), seines Zeichens Bayerischer Jugendmeister im Hochsprung (Halle), Eva Ferstl , Doppelmeisterin im Lande über 3000 m (Halle und Stadion), Franz Leidl , Bayerischer Jugendvizemeister über 400 m mit 49,46 sec, die 4x100 m Jungenstaffel und Nesthäkchen Susi Lutz , die als Landesschülermeisterin über 2000 m den Sprung zur DJM über 1500 m schaffte. Vergessen sollten wir aber dabei nicht, dass vieles, was diese Jugendlichen zeigten, ihnen bereits in die Wiege gelegt wurde und Leistungssteigerungen nicht nur Produkt eines zielgerichteten Trainings sondern eben auch der natürlichen körperlichen Weiterentwicklung in diesem Alter ist. Unsere Aufgaben in dieser Alterstufe sehen wir darin, den Jugendlichen ihre Gesamtmöglichkeiten im Leistungssport aufzuzeigen, sie anzuleiten, zielorientiert zu trainieren und die methodischen Grundlagen für ein Leistungs- bzw. Hochleistungstraining zu legen. Dem eigenen Körper zu zeigen, "wo es lang geht" ist allemal schwerer, als einfach nach Lust und Laune zu arbeiten. Großen Wert legen wir auf die Gruppendynamik, um den Jugendlichen das "Miteinander" als erstrebenswerten gesellschaftlichen Wert zu vermitteln. Die Kadermitgliedschaft der Topathleten/Innen muss langfristig zu halten versucht werden und dort, wo das pyramidal angesetzte Verbandsfördersystem dies nicht zulässt, müssen frühzeitig die Weichen für ein motiviertes Weitermachen gestellt werden. Zufrieden dürfen wir erst sein, wenn am Ende "gestandene Athleten/Innen" in der Aktivenklasse geformt worden sind, die vorbildhaft ein Leitbild für die nächste Leichtathletikgeneration abgeben. Deshalb suchen wir auch in unserer Nachwuchsförderung weder die Qualität noch Quantität um jeden Preis, vielmehr möchten wir unsere Jugendlichen so lange wie möglich motiviert und freudvoll in der Leichtathletik halten. So stimmt in unseren Augen auch das Verhältnis einer großen Anzahl der "übrig gebliebenen" Aktiven auf hohem Niveau zum eher geringer ausfallenden Nachwuchs mit überdurchschnittlichen Leistungen. Wir möchten unseren Nachwuchs als "handverlesen" ansehen, dem wir alle Zeit der Welt geben, um sich entwickeln zu können.

Fotos: Stephan Wittl und Eva Ferstl

Bayer. Hallenmeisterschaften für Jugend AFürth, 18. Januar 2003 - Vorschau

Ausschreibung Teilnehmer

Jugendmeisterschaften in der Halle weisen teilweise schwache Teilnehmerfelder auf

2003-01-18_blv_halle_jgd_a Regensburg, 10. Januar 2003 (orv) Diesmal müssen Bayerns Jugendliche in der Halle als erste Flagge zeigen. Wenn am Samstag, den 18. Januar, in der Fürther Trainingshalle die neuen Nachwuchsmeister/Innen gesucht werden, sind natürlich auch die bekannten Gesichter des Vorjahres dabei. Mit dem Domspitzmilch-Ass Stephan Wittl über die 400 m und dem Fürther Lokalmatadoren René Bauschinger über die 3000 m verfügt Bayern im männlichen Bereich über zwei Jungtalente, die durchaus in der Lage sein sollten, besondere Akzente zu setzen. Dies gilt auch für Stabhochspringer Simon Ruckdeschel (LG Fichtelgebirge). Bei den Mädchen wird wohl Simone Langhirt von der neuen Startgemeinschaft LAC Quelle Fürth/München/Würzburg mit dem Stab für das beste Ergebnis sorgen. Unübersehbar ist der rasante Melderückgang in vielen Disziplinen.

Eigentlich will Stephan Wittl in der Halle nur ein wenig testen, wie weit er im diesjährigen Wintertraining bisher gekommen ist. Darum sollte er sich auch in der sehr stark besetzten 200 m Konkurrenz gegen die Fürther Moritz Mundschau oder Titelverteidiger Robert Schönborn die obligatorische Niederlage einfangen. Sicherlich wird auch der Souverän der 60 m, Joachim Welz (TSV Schongau), hier ganz gut mithalten können. Ganz anders die Situation auf der doppelt so langen Strecke: Mit über 5 Sekunden Vorsprung führt der Domspitzmilch-Mann die Nennliste an und kann sich eigentlich nur selber schlagen. Seine Teamkollegen Andreas Wolski und Max Bosse wollen sich über 200 m und 400 m beweisen. Wird der Weitsprung vom Wendelsteiner Niklaus Roscheck beherrscht, gilt ähnliches für den Tirschenreuther Andreas Gmeiner im Hochsprung. Diskus-Ass Max Tschiers (LG Domspitzmilch/ProAthletics Markt Schwaben) sollte gegen die beiden Fürther Patrick Werner und Tobias Obermeier zwar chancenlos sein, aufs Treppchen könnte es aber mit viel Glück reichen. Für Stephan Schnabel (LG Domspitzmilch/TSV Dietfurt) heißt es in einem superstarken 3000er Feld lediglich, Erfahrungen zu sammeln. Sein Teamkollege Benedikt Schäffer (LGR/SG Painten) will da bei der B-Jugend schon ein wenig mehr um den Kontakt zum Vorderfeld halten zu können. Beide 800 m-Distanzen sind zahlenmäßig relativ schwach besetzt.

Die Meldeliste über 60 m der Mädchen dagegen ist vom Feinsten. Ganz gleich, ob Annika Hohneiser (Quelle Fürth), Andrea Cordella (SpVgg Auerbach-Streitheim) oder Carmen Maderer (Quelle Fürth) die Nase vorn haben wird, die Siegerzeit wird excellent sein. Im Kampf um die Medaillen über 400 m mischt mit Bettina Freiwald (LG Domspitzmilch) auch eine Oberpfälzerin mit. Über die doppelt so lange Distanz müsste Anna Petermichl (TV Kötzting) sogar ganz vorne landen. Das Domspitzmilch-Trio Eva Ferstl, Susi Lutz und Liesa Gläß zählt ganz gleich, ob und welche Athletin bei der A- oder B-Jugend antritt, zum Medaillenanwärterkreis. Mit Sandra Pfeffer und Lena Matula nehmen zwei Obertraublingerinnen die pole position im Dreisprung ein und wollen die Titelvergabe unter sich ausmachen.

Foto: Susi Lutz (LG Domspitzmlich Regensburg)

Bayerische Hallenmeisterschaften der Jugend A 2003Fürth, 18. Januar 2003 - Bericht

Susi Lutz, Liesa Gläß, Stephan Wittl und Max Tschiers dominieren in der Fürther Halle

2003-01-18_blv_halle_jgd_a Fürth, 18. Januar 2003 (orv) - Die Nachwuchstalente aus der Oberpfalz haben bei den Bayerischen Jugendhallenmeisterschaften in Fürth Siegerqualitäten zu Tage gelegt. Zuerst stürmte ein Stephan Wittl (LG Domspitzmilch/TSV Dietfurt) wie entfesselt um das 200 m Oval und ließ in 22,00 dem Geheimfavoriten Moritz Mundschau nicht den Hauch einer Chance. Dann holten sich seine Mannschaftskolleginnen Susi Lutz mit 10:27,97 bei der B-Jugend und Liesa Gläß mit 10:45,89 bei der A-Jugend die Titel über die 3000 m. Max Tschiers vollendete das überaus erfreuliche Domspitzmilch-Gesamtergebnis mit dem völlig unerwarteten Kugeltitel und veritablen 16,20 m. Für weitere Oberpfälzer Siege sorgten Anna Petermichl (TV Kötzting) über 800 m der wJA mit 2:17,64 und Sandra Pfeffer (SV Obertraubling) im Dreisprung mit 11,67. Die äußerst erfreuliche Medaillenbilanz wurde mit Silbermedaillen von Andreas Gmeiner (LAC Tirschenreuth) mit 1,91 im Hochsprung, Eva Ferstl (LG Domspitzmilch/SG Painten) mit 10:53,93 über 3000 m und dreimal Bronze durch die beiden Obertraublinger Lena Matula (Drei/11,15) und Veit Rauscher (Stabhoch/3,90), sowie Max Bosse (LG Domspitzmilch) über 400 m in 54,07 zusätzlich aufgebessert. Dass Stephan Wittl seine Aufgabe über die 200 m genauso souverän wie gut eine Stunde vorher Sprintsieger Joachim Welz (TSV Schongau/6,94) erledigen würde, hatte so niemand erwartet. Auf der für ihn günstigen Außenbahn hatte er dem weitaus grundschnelleren Moritz Mundschau (LAC Quelle Fürth) bereits auf den ersten 150 m die Zähne gezogen und stürmte als erster auf die sehr kurze Zielgerade. Alles weitere war dann nur noch Formsache. Schade nur, dass die zuerst auf der elekronischen Zeittafel aufleuchtenden 21,99 dann doch noch in eine 22,00 umgewandelt wurden. Das eigentliche Vorhaben, die 400 m auch noch in Angriff zu nehmen, scheiterte eine Stunde später an der Tatsache, dass sich sein Organismus immer noch nicht beruhigt hatte. Eigentlich hätte ein "Jogginglauf" knapp unter 53 Sekunden zum Titel gereicht. So widmete Teamkollege Max Bosse "seine" Bronzene auch dann seinem Trainingskollegen, weil der eben durch sein Nichtantreten den Stockerlplatz frei gemacht hatte. Ein weiteres Highlight aus Regensburger Sicht sollte der gemeinsame A- und B-Jugendendlauf der Mädchen werden. Von Anfang an drückten Eva Ferstl und Susi Lutz durch abwechselnde Führungsarbeit auf's Tempo, dahinter ein sich erstaunlich kompakt haltendes Feld. Als dann Susi Lutz bei etwa zwei Drittel der Strecke konsequent die Entscheidung suchte, war es ausgerechnet die Jüngste im Feld, Julia Döhla (LG Fichtelgebirge/Jg. 88), die einen zaghaften Versuch machte, der letztjährigen bayerischen Schülermeisterin zu folgen. Susi Lutz ließ derweil aber nichts mehr anbrennen und beseitigte mit neuer persönlicher Bestleistung von 10:27,97 alle restlichen Siegzweifel. Dahinter ging es heiß her und alle Mädchen blieben unter derletztjährigen Siegerzeit. Der Schachzug der LG Domspitzmilch, seine beiden restlichen B-Jugendlichen in die A-Jugend hochzumelden, sollte sich als Volltreffer erweisen. Mit einem fulminanten Meisterschaftseinstieg von 10:43,87 in ihrem ersten 3000 m Lauf holte sich Liesa Gläß auch gleich den Titel vor Vorjahressiegerin Eva Ferstl. Als Gesamtsiegerin des gemeinsamen 800 m Rennens zeigte Anna Petermichl mit einem durchaus sehenswerten Schlussspurt und beachtlichen 2:17,64 der übrigen bayerischen Elite ihre Grenzen auf. Zwar nur Siebte in einem äußerst leistungsstarken 400 m-Lauf, überzeugte Viertelmeilerin Bettina Freiwald (LG Domspitzmilch) mit ihren direkt aus dem Grundlagentraining erzielten 60,07 vollkommen. Dies gilt auch für Dreispringerin Lena Matula, die mit ihren 11,15 sogar schon ein wenig an Silber riechen durfte. Eine persönliche Bestleistung und die Bronzemedaille war der Lohn für einen zufriedenen Stabhochspringer Veit Rauscher, der natürlich in seiner Disziplin ein wenig im Schatten des überragenden Simon Ruckdeschel (LG Fichtelgebirge/4,90) stand, der wiederum die fünf Meter nur knapp riss. Eigentlich wollte Max Tschiers sich in Fürth nur ein wenig Taschengeld bei der Arbeit für die Zeitanalysen des Olympiastützpunktes verdienen. Nachdem er aber nun schon mal gemeldet war, griff er auch zur Kugel. Sein "Zweitgerät" lag ihm dabei so gut in der Hand, dass sie im fünften Versuch erst wieder bei 16,20 zu Boden fiel. Zu weit an diesem Tag für den eigentlichen Fürther Favoriten Tobias Obermeier. Zu weiteren guten Platzierungen kamen die 4x200 m Staffel des TV Amberg (Marlen Glaser, Eva Schober, Anna Walter, Kathrin Albrecht/1:48,91) und Alina Schmidt (DJK Ensdorf - 3,30/Stabhoch) als jeweils Vierte, Jan Gresser (SC Eschenbach - Weit/6,01), Veit Rauscher (Kugel/13,69) und Benedikt Schäffer (LG Domspitzmilch - 3000 m/10:07,12) als jeweils Fünfte, sowie Stefan Axinger (TV

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1. Jahreswechsel - die Zeit für Bilanzen, Tabellen und Statistiken 2. Das Maß aller Dinge, die Aktivenleichtathletik 3. Perspektivbetrachtung ja, aber dann für alle 4. Der Wert der Nachwuchsarbeit kann erst im Erwachsenalter gemessen werden 5. Wenn sich alte Eisen immer noch gut schlagen

Perspektivbetrachtung ja, aber dann für alle

2003-01-18_jahresrueckblick_32003-01-18_jahresrueckblick_3 In Zeiten, in denen es nicht so gut läuft, hört man das Wort "Perspektive" doch recht oft. Schlägt man im Fremdwörterduden nach, findet man als eine von drei Erklärungsmöglichkeiten die "Aussicht auf die Zukunft". So mag vielleicht der Name "Perspektivnorm" des DLV entstanden sein und auch die Nachwuchskader des DLV (D, DC und C) werden bei Gelegenheit als Perspektivkader bezeichnet. Wie es eben dann so typisch deutsch ist, wird "Perspektive" festgezurrt in ein festes Leistungs- bzw. Altersgefüge, um spekulative Ansätze über die Beurteilung individueller Leistungssteigerungen von vornherein auszuschalten. Solch starres Handhaben von Richtlinien möchten wir uns nicht auf unsere Fahnen heften. Warum soll ein 25-Jähriger am Beginn einer Leichtathletikkarriere weniger Perspektive haben als ein vielleicht 16-Jähriger. Aus diesem Grund haben wir auch 1994 die damals 33-jährige Hausfrau und dreifache Mutter Kathi Kaufmann nicht wieder perspektivlos nach Hause geschickt, sondern ihr vertraut, sie gefördert und betreut. Eben jene Kathi Kaufmann wurde vier Jahre später Deutsche Vizemeisterin im Marathonlauf, hat inzwischen über sechzig Landestitel gesammelt und etliche nationale und ist zum Vorbild für viele Läuferinnen nicht nur in Bayern geworden. Olympiasiegerin ist sie nicht geworden, eine Bereicherung für die Leichtathletik ist sie aber allemal. Ein anderes Beispiel ist ihre Teamkollegin Gaby Pfandorfer , die als 35-Jährige kam und mit 40 Lebensjahren erstmals im Deutschen Meisterteam der LG Domspitzmilch (Halbmarathon, 2002) stand, dabei weit jüngere Kolleginnen aus der Meistermannschaft warf. Für uns nur schwer zu verstehen ist, dass der viertbeste deutsche Zehnkämpfer (nach der Punktzahl gemessen - und das ist nur die halbe Wahrheit - siehe Weltrangliste ) keinem DLV-Kader angehört, nur, weil er vielleicht schon 28 Jahre alt ist. Für uns hat Florian Schönbeck Perspektive, solange er sich Ziele setzt. Und die hat er auch für 2003: Er will die 8200 Punkte knacken und auf jeden Fall das Olympiajahr 2004 angehen. Es könnte nun jemand meinen, wir wären nur neidisch auf alle jene, die sie haben, diese jungen Perspektivgötter mit 16, 17 oder 18. Weiß Gott, wir haben zumindest auch so einen dieser Senkrechtstarter und sind heilfroh, wenn wir ihn in drei vier Jahren auf einem Medaillenrang bei den Deutschen Meisterschaften sehen. Wenn's mehr sein sollte, werden wir noch dankbarer sein. Als Junioreneuropameister mit zwanzig seine Karriere zu beenden, wäre für uns aber eine ganz schlecht Lösung, schlichtweg eine Enttäuschung. Und das sagen wir entsprechenden Athleten/Innen auch ganz offen und hoffen damit, leichtathletische Persönlichkeiten und Vorbilder erziehen zu können, die unsere Leichtathletik so nötig braucht. Dies gilt aber nicht nur für die Überflieger. Auch Otto Normalverbraucher sollte lernen, mit Bedacht und Verstand seine Entwicklung abzuwarten, um dann als gestandene(r) Frau oder Mann Jahre später sein Bestes abzurufen. So haben wir denn seit ein paar Jahren ein wachsames Auge auf unseren Nachwuchs geworfen, immer mit der Bürde der verzögerten Bestätigung des richtigen Handelns, Jahre später im Erwachsenenalter. Übrigens unser A-Jugendlicher Stephan Wittl hat sich schon zweimal bei Junioren-WM's die Hörner ein wenig abstoßen dürfen. Ob er nun ein Großer oder ein ganz Großer wird, darauf muss er noch ein wenig warten und sich gedulden. Jeden unserer Leichtathleten "auf dem Weg nach oben" begleiten und fördern zu dürfen, ist uns eine Verpflichtung.

1. Jahreswechsel - die Zeit für Bilanzen, Tabellen und Statistiken 2. Das Maß aller Dinge, die Aktivenleichtathletik 3. Perspektivbetrachtung ja, aber dann für alle 4. Der Wert der Nachwuchsarbeit kann erst im Erwachsenalter gemessen werden 5. Wenn sich alte Eisen immer noch gut schlagen

Das Maß aller Dinge, die Aktivenleichtathletik

2003-01-17_jahresrueckblick_22003-01-17_jahresrueckblick_2 Ziel unserer Bemühungen in der LG Domspitzmilch ist und bleibt die Aktiven-Leichtathletik, diese alles umfassende "Allkategorie", die keinerlei Altersklasseneinschränkungen kennt, deren einziger Maßstab die absolute Höchstleistung ist. Dorthin wollen wir gezielt unseren Nachwuchs führen, wobei uns dessen Erfolge nur recht sein dürfen, wenn sie Jahre später im Höchstleistungsalter ein Abrufen der individuellen Bestmarken ermöglichen. Ziel ist es aber auch, unsere "älteren Herrschaften", die Seniorinnen und Senioren so lang wie möglich in der Spitzenklasse der Topathleten/Innen halten zu können. Unter diesen Aspekten war denn auch das Jahr 2002 für uns ein ganz besonderes. Dreißig Jahre nach Hermann Magerls Olympiateilnahme schaffte mit Manuela Priemer eine weitere Domspitzmilch-Athletin den Sprung zu einem internationalen Championat und es hätte nicht viel gefehlt, dann wäre dies mit Florian Schönbeck beinahe einem zweiten Domspitzmilch-Athleten gelungen. Gescheitert ist der derzeitige 15. der Zehnkampfweltrangliste weniger an seinem Können im Vergleich zur internationalen Spitze, als vielmehr am Starrsinn der Verbandsoberen. Die stellten ihren Normenrichtlinienirrgarten höher als die absolut reelle Chance Schönbecks auf einen sechsten, siebten oder auch achten Platz bei den Europameisterschaften in München. Schade, mit Schönbeck hätten sich wenigstens drei Bayern im Olympiastadion feiern lassen können. Die Schönwettermacherei einiger Verantwortlichen, jeden, der in Regensburg oder in Bayern lebt, trainiert oder hier geboren ist, als Regensburger oder auch als Bayer mitzuwerten, möchten wir hier nicht mit übernehmen. Domspitzmilch-Athlet/in ist nur der, der auch für diesen Club in diesem Jahr startet. Apropos Weltrangliste - auch Manuela Priemer ist dort im Hammerwerfen auf Rang 41 zu finden. Ellen Schöners Berglauferfolge sind in den letzten Jahren fast zur Gewohnheit geworden, neu ist, dass sie 2002 im DLV-Team die Führungsrolle übernommen hat, allein der nationale Einzeltitel fehlt noch. Die Schlagkraft unseres Aktiventeams hat zweifellos zugenommen. Auf Landesebene können wir inzwischen mit 21 Titelgewinnen mit dem weißblauen Marktführer LAC Quelle Fürth/München (23 Titelgewinne) mithalten, auf Bundesebene haben unsere Athleten/Innen mit 4 Titelgewinnen und insgesamt 11 Medaillen exakt soviel Edelmetall geholt wie der Rest Bayerns inklusive Fürth, die aber mit 22 Endkampfplatzierungen, aber eben keinem Meistertitel, trotzdem immer noch zwei Nennungen mehr haben, dessen Team aber noch immer eine ganz andere Athletenqualität aufweist. Diese Manko glich die LG Domspitzmilch mit Teamarbeit vom Feinsten aus. Vor allem das Langstreckenteam der Damen sucht was Kontinuität und Erfolge angeht, seinesgleichen in Deutschland. So sind's denn auch die Langstrecklerinnen die die Domspitzmilch-DLV-Bestenlistenbilanz im weiblichen Bereich so stark machen. Bei den Männern ist das über die Disziplinen hinweg ein wenig weiter gestreut. Ingesamt findet man in der deutschen Bestenliste der Aktiven den Namen LG Domspitzmilch beinahe 80x. Damit zählt man in Deutschland zu den fünf besten Clubs überhaupt mittendrin unter den Giganten LG Olympia Dortmund, TV Wattenscheid, LAC Quelle Fürth/München, LG Eintracht Frankfurt. Davon richtig absetzen kann sich eigentlich nur noch der Werksverein TSV Bayer 04 Leverkusen, der mit ganz anderen Kennzahlen arbeiten kann.

Fotos: Ellen Schöner (links) und Manuela Primer

1. Jahreswechsel - die Zeit für Bilanzen, Tabellen und Statistiken 2. Das Maß aller Dinge, die Aktivenleichtathletik 3. Perspektivbetrachtung ja, aber dann für alle 4. Der Wert der Nachwuchsarbeit kann erst im Erwachsenalter gemessen werden 5. Wenn sich alte Eisen immer noch gut schlagen

Jahreswechsel, die Zeit für Bilanzen, Tabellen und Statistiken

2003-01-16_jahresrueckblick_12003-01-16_jahresrueckblick_1 Die LG Domspitzmilch Regensburg blickt auf ihr wohl erfolgreichstes Jahr zurück. Mit 11 deutschen Meistertiteln und insgesamt 25 Medaillen bzw. 21 weiteren Endkampfplätzen kann man auf nationaler Ebene das bisher beste Ergebnis aller Zeiten einfahren. Auf internationalem Parkett konnten sich neun Athleten/Innen bewähren, herausragend dabei die EM-Teilnahme von Manuela Priemer und der Europacup-Gewinn Florian Schönbecks mit der der deutschen Zehnkampfmannschaft. Kathi Kaufmann sorgte für Senioren WM Gold und Silber. Susie Falkenstein für zweimal Gold bei den Senioren-Europameisterschaften. Ellen Schöner führte die DLV Berglaufmannschaft bei den ersten Berglaufeuropameisterschaften auf Platz vier, bei der World Trophy auf Rang fünf. Dort war auch geradezu sensationell ihre Mannschaftskollegin Andrea Scharrer mit im Team. Iris Hill , inzwischen waschechte Britin, überraschte mit einer Bronzemedaille bei den Commonwealth Games und Peter Hargasser durfte sich beim USA-Länderkampf in Walnut/Kalifornien als Zehnkämpfer zusammen mit Flo Schönbeck das Nationaltrikot überstreifen. Last not least lief der Jugendliche Stephan Wittl bei den Junioren-Weltmeisterschaften (U20) die deutsche 4x400 m Staffel ins Finale, um dort auf Grund eines Fieberanfalls zuschauen zu müssen. Auf Landesebene konnte man den Level der letzten Jahre mit 41 Titelgewinnen, insgesamt 96 Medaillen und weiteren 70 Endkampfplatzierungen noch etwas steigern. Erstmal nehmen LG-Mannschaften gleich dreimal in Deutschland pole-positions ein (Herren Fünfkampf und Zehnkampf, Damen Halbmarathon), in der "all in one" Bestenliste des DLV (Männer/Frauen) platziert sich die LG Domspitzmilch mit ca 80 Nennungen im absoluten Spitzenfeld, in der bayerischen Bestenliste sind Domspitzmilch-Athleten/Innen über 200x vertreten. Die mustergültige Nachwuchsarbeit wurde mit dem Titel "Bayerisches Talentzentrum" und einem Förderpreis durch die "Freunde der Leichtathletik" honoriert. Allein die blanken Zahlen ergeben aber noch keinen klaren Maßstab für die erfolgreiche Arbeit im Verein. Dafür wollen wir die drei Hauptbereiche Nachwuchsarbeit, Aktivenleichtathletik und Seniorenklasse ein wenig genauer analysieren.

Fotos: Andrea Scharrer und Florian Schönbeck

Christian Fuchs Top-Prospects 2003 - Deutschlands Youngster

LG Domspitzmilch Regensburg - Bericht

16.1.2003 | Young Athletics | Das Leichtathletik-Jahr 2003 ist gerade mal wenige Tage alt und die Blicke richten sich voraus. Im Nachwuchsbereich stehen in diesem Sommer mit der U23-Europameisterschaft in Bydgoszcz, der U18-Weltmeisterschaft in Sherbrooke und den Junioren-Europameisterschaften in Tampere gleich drei internationale Herausforderungen an. leichtathletik.de hat deshalb einen Blick in den Notizblock von Nachwuchs-Bundestrainer Wolfram Ruth (Förderstufe II) geworfen und erfahren, welchen der deutschen Youngster er für dieses Jahr besonders viel zutraut. Es kommt längerfristig wieder was, verspricht er, Es wird ein gutes Jahr und es kann eine Menge passieren.

Till Helmke ist ein Nachwuchssprinter von internationalem Format Bei der männlichen Nachwuchsgarde kann man gerade in den Kurz- und Langsprintbewerben mehrere vielversprechende Talente entdecken. So stürmten bei der letzten Junioren-WM in Kingston (Jamaika) mit Sebastian Ernst und Till Helmke gleich zwei DLV-Starter in das Finale. Das Prädikat, das ihnen Wolfram Ruth ausspricht, kommt deshalb nicht von ungefähr: Sie stellen Weltklasse dar, müssen sich aber neu aufbauen und qualifizieren. Ich rechne jedoch mit beiden. Diese Einschätzung haben sie kürzlich bei ihren ersten Hallenrennen auch bereits unterstrichen. Sebastian Ernst lief in Dortmund eine 21,44 Sekunden über 200 Meter und war damit sogar schneller als Alexander Kosenkow und Till Helmke siegte in Frankfurt-Kalbach über 60 Meter in 6,87 Sekunden. Als soliden Athleten, der konzentriert arbeitet sieht Wolfram Ruth im Hürdensprint den Kölner Stefan Wieser, der ebenfalls in Jamaika im Endlauf stand und damit auch zu den aussichtsreichsten Kandidaten für die nächsten Jahre auf den Kurzstrecken zählt.

2003-01-16_deutschlands_youngster Über 400 Meter gibt es mit Kamghe Gaba und Stephan Wittl (Foto: Kiefner) ebenfalls gleich zwei bemerkenswerte Talente. Über den Regensburger Wittl, der sich mit gerade einmal 17 Jahren im letzten Jahr bereits zu Bayerns schnellstem Viertelmeiler mauserte, sagt Wolfram Ruth: Er wird einen weiteren Sprung machen. Kamghe Gaba schwankt momentan noch zwischen den 400 Metern und dem Zehnkampf. Der Frankfurter, der Berufssportler werden möchte, feierte im letzten Jahr mit dem Sieg bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften in 47,05 Sekunden im direkten Duell mit Stephan Wittl einen bemerkenswerten Erfolg.

Gedränge und Reißer im Zehnkampflager

Wenn Wolfram Ruth über den Nachwuchs im Zehnkampf berichtet, dann gilt es Positives herauszustellen. Neben Kamghe Gaba ist vor allem auch Pascal Behrenbruch zu nennen. Das sind zwei Reißer, sagt der Nachwuchs-Bundestrainer, der aber darüber hinaus noch weitere Aspiranten auf internationale Tickets sieht und einen heißen Kampf um die Startplätze bei den Nachwuchsmeisterschaften prophezeit. Pascal Behrenbruch blickt auf ein glänzendes vergangenes Jahr zurück, das er bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften nicht nur mit dem Titel in der männlichen Jugend B krönte, sondern mit 7.706 Punkten dort für diese Klasse auch eine neue DLV-Bestleistung aufstellte.

Mit einer deutschen Hallen-Bestleistung bei den B-Jugendlichen von 1:50,90 Minuten über 800 Meter wartete im Dezember René Bauschinger vom LAC Quelle Fürth/München/Würzburg auf. Damit hat er eine gute Zeit vorgelegt, sagt Wolfram Ruth im Hinblick auf die nächsten Aufgaben, außerdem ist er einer, der überhaupt keinen Respekt kennt und Großes vorhat. Der Franke gilt schon seit längerem als großes Talent und machte immer wieder mit glänzenden Auftritten auf sich aufmerksam. Im vergangenen Jahr sicherte er sich den Meistertitel der B-Jugend in 1:54,25 Minuten.

Robert Harting sammelt Erfahrungen

Wolfram Ruth sieht aus der Nachwuchsgarde in Robert Harting den momentan herausragenden Werfer. Den nationalen A-Jugendtitel sicherte sich der Berliner mit 61,24 Metern im letzten Jahr souverän. Bei der Junioren-WM scheiterte er allerdings in der Qualifikation. Während er auf nationaler Basis das Geschehen bestimmt, muss sich Robert Harting darüber hinaus noch bewähren. Das sieht auch der DLV-Verantwortliche für die Förderstufe II so: International braucht er noch ein wenig Erfahrung. Aber vielleicht ist er ja bald derjenige, der bereit ist, das Erbe von Lars Riedel und Michael Möllenbeck anzutreten.

Südbayerische HallenmeisterschaftenMünchen, 12. Januar 2003 - Bericht

Domspitzmilch Neuzugang überzeugt mit 49,85 und bleibt in der Halle erstmals unter fünfzig Sekunden

2003-01-12_suedbayerische_halle München, 12. Januar 2003 (orv) Mit den Süd- und Nordbayerischen Hallenmeisterschaften in München und Fürth hat die bayerische Indoor-Saison der Leichtathleten an diesem Wochenende begonnen. Während sich das gesamte Domspitzmilch-Team noch zurückhielt, wollte Neuzugang Oliver Volkmuth gleich seine Fortschritte unter Beweis stellen. Mit einer Steigerung auf excellente 49,85 über die 400 m entpuppte er sich dann gleich auch als schnellster Viertelmeiler der Meisterschaften in München.

Mit dem Rennen bin ich sehr zufrieden, wenn ich bedenke, dass ich im letzten Jahr beim selben Meeting noch mit einer 51er-Zeit angekommen bin kommentierte der amtierende bayerische Freiluftmeister über diese Distanz seinen Einstieg in die neue Saison. Den nächsten Anlauf in Richtung DM-Hallenquali wird der 400 m Hürdenspezialist dann am 25. Januar in der Fürther Trainingshalle starten. Dort trifft er dann aber mit seinem Teamkollegen Stephan Wittl, seinerseits Titelverteidiger in der Halle, auf ein ganz anderes Kaliber. Mal sehn ob sich die beiden dann auf eine Zeit unter 49 Sekunden treiben können.

Foto: Oliver Volkmuth (LG Domspitzmilch Regensburg)

SilvesterlaufAmberg, 31. Dezember 2002 - Bericht

Lokalmatadorin Silke Fersch eilt von Sieg zu Sieg / Tobias Hösl ungefährdet

2002-12-31_amberg_silvester Wieder einmal hieß der überlegene Sieger beim Amberger Silvesterlauf über 7,5 km Tobias Hösl vom TSV Detag Wernberg. Mit sehr guten 22:56 ließ er seinem Clubkollegen Andreas Giedl (24:35) nicht den Hauch einer Chance. Dritter wurde Jörg Bühner vom TB Weiden mit 24:59. Bei den Frauen war Lokalmatadorin Silke Fersch nicht zu gefährden. Die Ambergerin hatte jahrelang mit Blutarmut zu kämpfen und läuft nach deren Behebung derzeit auf einer Erfolgswelle in ganz anderen läuferischen Dimensionen. Mit 18:26 lieferte sie auch in diesem Jahr für die 5 km eine Klassezeit ab. Martina Möhwald (TV Waldsassen - 19:20) und Inge Krause (LSG Edelsfeld - 20:36) folgten dann schon mit größeren Abständen. Etwas schneller als die Dritte der Frauenwertung war Jugendsiegerin Ines Weinzierl (TV Geiselhöring), die mit ihren 19:49 noch sicher unter zwanzig Minuten blieb. Dahinter kam schon Langsprinterin und Domspitzmilch-Neuzugang Bettina Freiwald (TV Amberg) mit 21:03. Bei den Jungs gewann Marco Scherl (TSV Detag Wernberg) in 17:54 min.

Foto: Tobias Hösl (TSV Detag Wernberg)

Silvesterlauf München, 31. Dezember 2002 - Bericht

Dennis Pyka und Ellen Schöner Erste von über zwei tausend Teilnehmern

2002-12-31_muenchen_silvester_bericht2002-12-31_muenchen_silvester_bericht Beim mit über zwei tausend Teilnehmern stark besetzten Münchner Silvesterlauf über 10 km auf dem Olympiaparkgelände konnte Dennis Pyka seinen überraschenden Sieg vom Vorjahr wiederholen. Der Domspitzmilch-Crack konnte sich vierhundert Meter vor dem Ziel locker vom deutschen Spitzenläufer Maximilian Bahn (LG Bonn-Troisdorf) lösen und gewann sicher mit sechs Sekunden Vorsprung in 31:11. Dritter wurde der Regensburger Neu-Marathonese Hans Hopfner (LG Salzachtal - 31:27), der natürlich seine Altersklasse der 40Jährigen sicher im Griff hatte vor dem mehrmaligen ehemaligen Silvester-Champ Radomir Soukop (Tschechien - 31:54). Bei den Frauen ließ Ellen Schöner (LG Domspitzmilch Regensburg) von vornherein nichts anbrennen und raubte mit einem irrwitzigen Anfangstempo, das sie am Ende doch ein wenig büßen musste, allen anderen Gegnerinnen den Nerv. In 36:18 erreichte sie dennoch weit vor Birgit Koch (LG Rupertiwinkel - 36:47) das Ziel. Mit der auf Platz vier einlaufenden Gaby Pfandorfer-Schöffmann (38:05), Mikki Hirt (6./38:38) und Susie Falkenstein (8. 39:02) brachte die LG Domspitzmilch noch weitere Läuferinnen unter die top ten.

Fotos: Dennis Pyka und Ellen Schöner (beide LG Domspitzmilch Regensburg)