Silvesterlauf Seubersorf, 31. Dezember 2002 - Bericht

Thomas Götz, Evi Heil, Eva Karg und Andreas Fruhmann siegen am Oberpfälzer Jura

2002-12-31_seubersdorf_silvester_bericht Mit 716 Teilnehmern erwies sich der Seubersdorfer Silvesterlauf abermals als das Rennereignis der Region Regensburg. Absoluter Dominator auf der 9,6 km langen Distanz war Thomas Götz (LG Erlangen), der mit 31:15 min Rudi Salzberger (LG Domspitzmilch Regensburg - 31:52) und Markus Kerscher (LLC Marathon Regensburg - 32:05) sicher in Schach hielt. Dahinter kamen mit Volkmar Retzer (LG Domspitzmilch - 32:35) und Peter Kozlowski (LLC Marathon - 32:44) zwei weitere Domstädter. Bei den Frauen gewann Evi Heil (LG Domspitzmilch/TSV Berching) mit 38:30 min. Die Kurzdistanzen über 5 km wurden eine klare Beute von Domspitzmilch-Athleten/Innen. Eva Karg (LG Domspitzmilch/SpVgg Wolfsbuch) siegte mit ausgezeichneten 19:09 min vor Michaele Riel (LLC Marathon - 19:53) und Claudia Weißkircher (LLC Marathon - 20:27). Lokalmatador Andreas Fruhmann (LG Domspitzmilch Regensburg/LT Seubersdorf) hatte mit 16:47 min keinerlei Mühe, Jugendsieger Oliver Köhler (LG Domspitzmilch/TSG Laaber - 17:20) sicher niederzuhalten. Als Bester B-Jugendlicher erwies sich Benedikt Schäffer (LG Domspitzmilch/SG Painten - 17:46), bestes Mädchen war die noch B-Jugendliche Eva Ferstl (LG Domspitzmilch/SG Painten - 20:18). Trotz des garstigen Nieselregens profitierten alle Athleten/Innen vom starken Rückenwind auf den freien Stücken des Rundkurses und sorgten so für die schnellsten Zeiten, die es jemals in der 22jährigen Geschichte des Traditionsrennens gegeben hat.

Foto: Eva Karg (LG Domspitzmilch Regensburg)

Silvesterlauf Höchstadt Höchstadt, 29. Dezember 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Athletin gewinnt vorgezogenen Höchstädter Silvesterlauf / Manfred Dusold Männer-Sieger

2002-12-29_hoechstadt Höchstadt, 29. Dezember 2002 (orv) Einer der größten bayerischen Silvesterläufe findet bereits immer am Sonntag vor dem Jahreswechsel statt. Im fränkischen Höchstadt standen auch in diesem Jahr mehr als siebenhundert Läufer/Innen an der Startlinie. Vor der begeistert mitgehenden Zuschauerkulisse von mehreren tausend Menschen entlang des Innenstadtkurses setzten sich Elke Lorenz (LG Domspitzmilch Regensburg) über 4,6 km mit 16:38 Minuten und der Bamberger Manfred Dusold über 9,2 km in der Tagesbestzeit von 28:02 Minuten durch.

Damit konnte die Regensburgerin ihr erfolgreiches Comeback nach einer über einjährigen Verletzungspause fortsetzen. Elke Lorenz hatte nach den Deutschen Crossmeisterschaften 2001 zu Hause in Regensburg die Segeln streichen müssen, weil eine Entzündung an der Plantarsehne ein weiteres leistungsgerechtes Trainieren unmöglich machte. Nachdem sich für die Domspitzmilch-Athletin auch im privaten Umfeld mit einer Ausbildung zur Physiotherapeutin und dem damit verbundenen Umzug nach Erlangen einiges verändert hatte, konnte sie im Herbst dieses Jahres in der Erlanger Domspitzmilch-Dependance zusammen mit Teamkollegin Eva Karg und der neu dazugekommenen Spitzenläuferin Viola Schäffer allmählich wieder Fuss fassen und befindet sich derzeit in einer glänzenden Verfassung. Dies musste auch die zur bayerischen Juniorinnenspitze dazuzählende Agnes Wahler (LG Karlstadt) neidlos anerkennen. Im Ziel lagen sie und Seniorensiegerin Renate Grimm bereits über eine Minute zurück.

Auch der Sieger des Elitelaufes Manfred Dusold ist in Regensburg kein Unbekannter. Während seiner Studienzeit an der hiesigen Fachhochschule startete der Memmelsdorfer sogar einmal im Trikot der LG Domspitzmilch. In der Domstadt feierte er im letzten Jahr dann auch mit dem Gewinn der Bayerischen Meisterschaft über 10.000 m seinen größten letztjährigen Erfolg. So kommt sein Sieg im Höchstädter Silvesterlauf keineswegs überraschend. Seinen letzten Start im Gerbrunner Trikot absolvierte der Zweite, Junior Jan Krauspe. Mit zwanzig Sekunden Rückstand auf den Sieger konnte der Domspitzmilch-Neuzugang das weitere Feld sicher in Schach halten, darunter auch sein künftiger Teamkollege Jean-Jacques Faurie, der mit 29:41 als Fünfter finishte.

Foto: Elke Lorenz (LG Domspitzmilch Regensburg)

Teamauswertung der Deutschen Bestenliste 2002Regensburg, 17. Dezember 2002 - Bericht

Beeindruckende Bilanz der Domspitzmilch-Mannschaften und Staffeln in der Deutschen Bestenliste 2002

2002-12-17_deutschebestenliste02_mannschaften Regensburg, 17. Dezember 2002 (orv) - Als Team sind Domspitzmilch-Athleten/Innen in Deutschland eine Macht. Neben dem Gewinn von drei deutschen Meistertiteln stehen die Regensburger auch in der Deutschen Bestenliste 2002 dreimal an der Spitze. Mit 21.818 Punkten holten sich die Zehnkämpfer Florian Schönbeck, Peter Hargasser und Andreas Udvari nicht nur die Meisterkrone, sondern belegten damit auch den ersten Platz im nationalen Ranking. Gleiches gelang der Halbmarathonmannschaft mit Ellen Schöner, Fakja Hofmann und Gaby Pfandorfer mit ihren 3:58:01 Stunden. Die Dritten im Bunde sind die Fünfkämpfer Florian Schönbeck, Peter Hargasser und Wolfgang Hübl mit ihren im Herbst in Regensburg erzielten 9842 Zählern. Weitere sieben Teams konnten sich unter den top ten platzieren. Allen voran das Damen-Marathon-Trio mit Mikki Hirt, Ellen Schöner und Gaby Pfandorfer, die mit ihren 8:32:33 Stunden den Höhenflug der letzten Jahre auf Platz zweibei den Meisterschaften und im Ranking fortsetzten. Aus der selben Ecke kommen auch der dritte und vierte Rang des 10 km-Teams (Ellen Schöner, Fakja Hofmann, Katharina Kaufmann) und der zweiten Marathonmannschaft (Natascha Leptihn, Andrea Scharrer, Eva Karg) mit 1:50:06 und 9:01:16. Bezeichnend für die frappierende Mannschaftsstärke ist, dass auch Team B über 10 km mit Susie Falkenstein, Gabi Reindl und Gaby Pfandorfer bereits auf Rang acht (1:53:07) zu finden ist, ebenso wie die Männer im gleichen Wettbewerb in der Besetzung Dennis Pyka, Wolfgang Kohnen und Rudi Salzberger (1:35:14). Einen Platz dahinter rangieren die Marathon-Männer der LG Domspitzmilch Regensburg, die in der Besetzung Wolfgang Kohnen, Michael Hock und Rudi Salzberger bei den Deutschen Meisterschaften als Sechste mit 7:45:10 ins Ziel kamen.

Die weiteren Platzierungen der Domspitzmilch-Teams:

14. Andreas Udvari, Gregor Neumann, Bernh. Floder 5-K. 8339 P. 18. Andrea Stengel, Bettina Strobl, Kath. Karl Halbmarathon 4:30:01 Std. 19. Seb. Wittmann, André Neger, J. Schweitzer, P. Hargasser 4x100 m 41,75 sec 20. J.-J. Faurie, Thomas Schmid, German Hehn 3x1000 m 7:38,86 min 20. Eva Karg, Mikki Hirt, Barbara Wörner 10 km 1:58:16 Std. 42. Bernd Stadler, Benno Beckstein, Stephan Berleb Halbmarathon 3:46:11 Std.

Foto: Gaby Pfandorfer, Ellen Schöner und Fakja Hofmann, Deutsche Meisterinnen auf der Halbmarathon-Distanz

HallentestFürth, 14. Dezember 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Nachwuchs testete beim Fürther Hallenmeeting erste Formfortschritte

Fürth, 14. Dezember 2002 (orv) - Mit sechs Siegen startete der Nachwuchs der LG Domspitzmilch Regensburg beim Fürther Hallenmeeting recht vielversprechend in die neue Leichtathletik-Saison. Ohne eigene 200 m-Hallenrundbahn ist der Test aber nach wie vor ein Sprung ins kalte Wasser. Für die Regensburger Siege sorgte dreimal der A-Jugendliche Stephan Wittl (LG Domspitzmilch/TSV Dietfurt) über 30 m fliegend (3,01), 150 m (16,96) und 600 m (1:28,26), der B-Jugendliche Max Bosse über 600 m (1:29,85), der Domspitzmilch-Neuzugang Bettina Freiwald über die gleiche Distanz mit 1:38,78 und W15-Läuferin Liesa Gläß mit 3:14,41 über die 1000 m. "Allein die Warterei in einer schlecht klimatisierten Trainingshalle bei einem beinahe achtstündigen Veranstaltungsmarathon ist nicht jedermanns Sache", konstatierte ein alles in allem zufriedener Teamchef Kurt Ring den Wettkampftag. Sein Aushängeschild Stephan Wittl mag zum Beispiel die Halle gar nicht gerne. Nach Wochen der Grundlagenausdauerausbildung konnte er mit seinen fliegenden 3,01 dennoch unter Beweis stellen, dass die Schnelligkeit noch da ist. Über 150 m ist er sogar noch nie schneller auf dem Hallenoval gelaufen wie in diesem Jahr, die 600 m waren dann aber eher unbefriedigend, vielleicht auch deshalb, weil taktische Abmachungen mit dem an diesem Tag nicht gerade fitestenTeamkollegen Franz Leidl (30 m/3,20 - 150 m/18,15 - 600 m/1:28,64) an diesem Tag nicht klappen wollten. Hinter den beiden Führungsleuten setzte Wolfgang Gassner mit 3,26/17,86/1:32,04 seinen deutlichen Aufwärtstrend fort. Auch die2002-12-14_hallentest_fuerth_bericht beiden B-Jugendlichen Max Bosse und Andreas Wolski (LG Domspitzmilch/SG Post-Süd) zeigten durchaus Fortschritte. Über 30 m und 150 m hatte letzterer mit ordentlichen 3,25 zu 3,27 und 18,24 zu 18,65 knapp die Nase vorn, mit der letzten Disziplin, der erfolgreichsten von beiden, gingen sie dann getrennte Wege. Andreas Wolski ließ mit 38,84 über 300 m aufhorchen und Max Bosse kämpfte auf der Zielgeraden seinen von der Langstrecke kommenden Stallkameraden Stephan Schnabel (LGR/TSV Dietfurt - 1:30,61) nieder. Neuzugang Bettina Freiwald, die ihr Heil als B-Jugendliche aus Konkurrenzgründen bereits in den A-Jugendwettbewerben suchte, kam mit Zunahme der Streckenlänge immer besser in Schwung. Nach persönlicher Bestzeit von 3,52 über die 30 m, ließ sie einen zweiten Platz mit 19,82 über 150 m folgen um dann über 600 m mit einem gut getimten Rennen ganz oben zu stehen. Für Nesthäkchen Liesa Gläß war das Fürther Rennen die erste Berührung mit der ungewohnten Hallenbahn. Mit einer cleveren Renneinteilung ließ sie ihren Konkurrentinnen au den letzten beiden Runden nicht den Hauch einer Chance und erweckte mit ihren 3:14,41 Hoffnungen auf eine erfolgreiche erste Rennsaison. Die noch jüngere Elke Gehr (LG Domspitzmilch/SV Lupburg) gefiel mit 3,67 über die 30 m und einem soliden Rennen über 60 m in 8,62.

Fotos: Wolfgang Gassner (LG Domspitzmilch Regensburg) und Max Bosse, Stephan Schnabel und Andreas Wolski (von links, alle LG Domspitzmilch Regensburg)

Deutsche Bestenliste 2002Regensburg, 11. Dezember 2002 - Bericht

Dreizehn Domspitzmilch-Athleten/Innen etablieren sich in der deutschen Spitze

Regensburg, 11. Dezember 2002 (orv) - Im leichtathletischen Süden der Republik tut sich etwas. Neben dem seit Jahren erfolgsverwöhnten Giganten LAC Quelle Fürth/München meldet nun auch die LG Domspitzmilch Regensburg in Bayern eine gewisse Führungsrolle an. Nachdem die Domstädter auf Erwachsenerebene mit vier deutschen Meistertiteln zumindest in diesem Jahr den Franken den Rang abgelaufen haben, zudem bei allen Landesmeisterschaften erfolgreich Paroli bieten konnten, spiegelt sich dies nun auch in der Männer/Frauen-Bestenliste 2002 des DLV wieder. Mit beinahe 80 Platzierungen in den alles umfassenden Aktivenbestenlisten hat die LG Domspitzmilch erstmals das LAC Quelle Fürth/München ein wenig übertrumpfen können. Zugleich rangieren die Donaustädter ohne Berücksichtigung der Nachwuchswertungen direkt hinter den Großvereinen TSV Bayer Leverkusen, TV Wattenscheid und LG Olympia Dortmund. Die vor allem in den Nachwuchsklassen stark vertretenen Clubs aus den neuen Bundesländern können bei den Erwachsenen nicht mehr ganz so stark mithalten. Den Vorsprung bei den Jüngeren erarbeiten sich die Vereine aus Jena, Chemnitz, Potsdam und Neubrandenburg vor allem immer noch durch die gut funktionierenden sportbetonten Schulen und die damit weit höhere Trainingshäufigkeit. Ein ähnliches Modell fährt seit gut einem Jahrzehnt das LAC Quelle Fürth/München, wo in schöner Regelmäßigkeit alles, was in Bayern Talent zeigt, zusammengeholt wird. Irgendwie haben aber die Talentschmieden des Ostens als auch jene in Bayern nicht hundertprozentig funktioniert. Die Begründung des Oberpfälzer Aufschwungs ist wohl am ehesten in der Aussage des Domspitzmilch-Sportchefs Kurt Ring zu suchen. Der meint: "Erfolge im Nachwuchsbereich haben für uns nur dann Bedeutung, wenn die Talente später mit 22 oder 23 Jahren bei den Deutschen Meisterschaften und vielleicht auch international ihre absolute Höchstleistung abrufen können." Immerhin verfügen die Regensburger bereits über 13 Athleten/Innen, die in der brandneuen Ausgabe der Deutschen Bestenliste der Männer und Frauen einen Platz unter den "top 20" einnehmen. Im einzelnen sind dies (in der Reihenfolge nach der Wertigkeit ihres Bestenlistenplatzes):

2002-12-11_deutsche_bestenliste Florian Schönbeck Platz 2 im Fünfkampf - 3512 P., Platz 4 im Zehnkampf - 8023 P., Platz 17 im Stabhochsprung - 5,20 m Der Deutsche Zehnkampfmeister 2000 und 2002 ist der einzige Domspitzmilch-Athlet, der auch in der Weltbestenliste (20.) im Vorderfeld zu finden ist. Auf Grund seiner gezeigten Leistung bei der EM-Auscheidung in Ratingen hätte er auf jeden Fall nach München gehört, scheiterte jedoch an der starren, etwas weltfremden Haltung einiger DLV-Funktionäre. Auf der Tribüne musste er dann zusehen, wie sein Münchner Publikum jeden deutschen Athleten frenetisch anfeuerte und ihn so sicher auf einen durchaus möglichen Platz zwischen acht und sechs getrieben hätte. Quasi mit dem letzten Hemd holte er sich im fünften Zehnkampf des Jahres Anfang September zum zweitenmal den Titel eines Deutschen Zehnkampfmeisters. 2003 will das Regensburger Aushängeschild studienbedingt etwas kürzer treten, ohne jedoch die WM in Paris ganz aus dem Auge zu verlieren. Olympia 2004 in Athen wäre für ihn die absolute Krönung. Dafür will er dann noch einmal voll angreifen, im roten Trikot der LG Domspitzmilch.


2002-12-11_deutsche_bestenliste Manuela Priemer Platz 4 im Hammerwurf - 64,81 m

Die 2002 in ihre oberpfälzische Heimat zurückgekehrte Wiesauerin war von Anfang an in der engeren Auswahl für die Europameisterschaften in München. Mit ihrem dritten Platz bei der DM in Wattenscheid machte der Domspitzmilch-Neuzugang dann alles klar. Unmittelbar vor den Titelkämpfen bestätigte sie mit der Jahresbestweite von 64,81, dass ihre Formkurve steil nach oben zeigte. Irgendwie klappte es dann doch nicht so recht in der Qualifikation, wo sie weit unter ihren Möglichkeiten blieb. Wer die "Priemers" aber kennt, weiß, dass weder Papa und Trainer Gerhard noch die Athletin selbst die Flinte schnell ins Korn werfen. 2003 soll's noch besser klappen und das Ziel heißt ganz klar Weltmeisterschaften in Paris.


2002-12-11_deutsche_bestenliste Peter Hargasser Platz 7 im Fünfkampf - 3283 P., Platz 11 im Zehnkampf - 7629 P., Platz 12 über 110 m Hürden - 14,06 sec

Eigentlich wollte er der zweite Regensburger sein, der im Zehnkampf die 8000 Punkte knackt. Irgendwie ist das Unternehmen dann aber durch das plötzliche Ausladen von der EM-Quali in Ratingen ins Stocken gekommen. Der Athlet ist sich nicht nur auf Grund seiner zum selben Zeitpunkt gelaufenen 100 m-Zeit von 10,76 sicher, dass er da in der Form seines Lebens gewesen wäre. Zu allem Überfluss verlor er im Sommer auch noch seinen bisherigen Trainer Wolfgang Frenzl. Nach und nach reifte in ihm der Entschluss, sich nun auf die Hürden zu spezialisieren. Nachdem er sich der Trainingsgruppe von Bundestrainer Ewald Kaufmann, zugleich auch noch Vereinstrainer von Quelle Fürth,

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Nikolauslauf der LG Domspitzmilch RegensburgRegensburg, 8. Dezember 2002 - Bericht

Nikolauslauf der LG Domspitzmilch mit Rekordbeteiligung von beinahe 500 Teilnehmern

2002-12-08_nikolauslauf_bericht Regensburg, 8. Dezember 2002 (orv) - Klasse und Masse prägten den diesjährigen Nikolauslauf der LG Domspitzmilch Regensburg auf dem flachen Rundkurs am Oberen Wöhrd. Auf den 10 km der Männer lief Mandred Dusold (LG Bamberg) mit 31:30 eine Zeit, die beim Regensburger Saisonabschlussrennen in den letzten Jahren nur selten erreicht wurde, nachdem er sich lange Zeit mit dem sich tapfer wehrenden schon 45jährigen Hans Hopfner (TG Salzachtal) duelliert hatte. Der ehemalige Deutsche Juniorenmeister Tobias Hösl (TSV Detag Wernberg) markierte mit 15:31 auf der halb so langen Distanz einen überragenden neuen Streckenrekord. Bei den Damen gab's über diese Strecke einen Domspitzmilch-Dreifach-Triumph durch Andrea Stengel (19:14), Andrea Scharrer (19:26) und Natascha Leptihn (19:33). Die schon wie eine sichere Siegerin auf der Langstrecke aussehende tschechische Ex-Berglauf-Weltmeisterin Dita Hebelkova, seit neuestem auch im Domspitzmilch-Trikot, musste über 10 km die deutsche W40-Spitzenläuferin Brigitte Rupp (SC Roth) mit 38:44 zu 38:35 doch noch vorbeiziehen lassen. Mit über fünfhundert Meldungen und beinahe 450 Finishern wies der Lauf ein Rekordteilnehmerfeld auf. 2002-12-08_nikolauslauf_bericht Kaiserwetter herrschte bei der diesjährigen zehnten Auflage des Regensburger Traditionslaufes. Die paar Grad unter Null und der etwas störende Ostwind wurden von den meisten kaum wahr genommen. Fast zweihundert Athleten/Innen wagten sich auf der Königsdistanz, den 10 km, auf die schnellen sechs Runden, wobei das Führungsduo Manfred Dusold und Hans Hopfner zunächst jeder für sich auf's Tempo drückte. Nachdem zuerst der Bamberger den Ton angab, konnte Haudegen Hopfner bei Streckenmitte Pluspunkte sammeln. Die Entscheidung brachte dann erst der resolute Antritt des diesjährigen bayerischen 10.000 m Meisters in der letzten Runde. Die Dritt- und Viertplatzierten Szibi Slufczyk (LLC Marathon Regensburg) und Rudi Salzberger (LG Domspitzmilch Regensburg) lagen mit ihren 33:33 und 33:36 dann schon beinahe zwei Minuten zurück. Fünf Runden lang sah Domspitzmilch-Neuzugang Dita Hebelkova wie die sichere Siegerin aus. Eingangs der letzten Runde brach dann aber eine alte Oberschenkelverletzung auf und Brigitte Rupp nutzte hier eiskalt ihre Chance zum Sieg. Die gelaufenen Zeiten können sich angesichts der noch frühen Saison mehr als sehen lassen. Auch die Drittplatzierte Angela Heinzel (LG Domspitzmilch/Tristar Regensburg) blieb mit 39:55 noch knapp unter vierzig Minuten. Kein großes Federlesen machte Tobias Hösl mit seinen Gegnern auf der 5 km-Strecke. Eigentlich ist er auf so kurzen Distanzen ein "Fremdgeher", für eine Trainingsüberprüfung taugte der "Sprint" über die drei Runden aber ideal und 15:33 sind mit normalen Laufschuhen durchaus ein starkes Wort. Um Platz zwei duellierten sich Hösls Teamkollege Stefan Pirker und Markus Kerscher (LLC Marathon Regensburg), wobei am Ende der Wernberger mit 16:13 zu 16:16 knapp die Nase vorn hatte. Oliver Köhler (LG Domspitzmilch/TSG Laaber) lief hier mit 17:06 die schnellste Zeit eines Jugendlichen und auch bei den B-Jugendlichen kam mit Benedikt Schäffer (LG Domspitzmilch/SG Painten - 17:39) der Sieger aus dem gleichen Stall. 400 m-Juniorenweltmeisterschaftsteilnehmer Stephan Wittl (LG Domspitzmilch/TSV Dietfurt) beendete seinen alljährlichen "Marathon" mit einer Verbesserung um eine knappe Minute (18:41), sein Disziplinkollege Franz Leidl (LG Domspitzmilch) mischte mit seinen 17:52 gleich bei den Spezialisten mit. Beim weiblichen Nachwuchs blieb die B-Jugendliche Eva Ferstl (LG Domspitzmilch/SG Painten - 19:55) bei ihrem 5 km-Debüt gleich mal unter zwanzig Minuten, hatte aber in der noch jüngeren Julia Hiller (LG Erlangen - 20:11) eine starke Gegnerin. Dritte wurde Langhürdlerin Bettina Freiwald (TV Amberg) mit genau 21 Minuten auf der für sie sehr langen Distanz. Außergewöhnliches boten auch die beiden W15-Läuferinnen Susi Lutz und Liesa Gläß (beide LG Domspitzmilch Regensburg) mit 5:53 und 6:03 für die 1,66 km-Schleife, wobei die Siegerin das Kunststück fertig brachte, alle gleichaltrigen Jungs mit dem dreizehnjährigen Johannes Graf (LG Domspitzmilch/SG Waldetzenberg - 5:57) an der Spitze abzuzocken. Ihre um ein Jahr jüngere, zukünftige Teamkollegin Andrea Heuberger (TV Amberg - 6:23) wurde Dritte.

Nikolauslauf der LG Domspitzmilch Regensburg Regensburg, 08. Dezember 2002 - Vorschau

Nikolauslauf der LG Domspitzmilch beschließt am 2. Adventssonntag die Regensburger Laufsaison

2002-12-01_nikolauslauf_vorschau Regensburg, 1. Dezember 2002 (orv) Das Original kommt eigentlich schon am 6. Dezember. 400 Duplikate, davon einige sogar original verkleidet, werden zwei Tage später am Sonntag, den 8. Dezember wieder als laufende Nikoläuse den Oberen Wöhrd bevölkern. Die Laufveranstaltung der LG Domspitzmilch über 1,66 km (Schülerklassen), 5 km und 10 km auf einem flachen Rundkurs auf den Parkwegen der Donauinsel ist inzwischen zur Traditionsveranstaltung geworden. Nicht zuletzt deswegen, weil es dann immer wieder neben den Schokladen-Nikoläusen den neuen Laufkalender gibt. Mit über 400 Teilnehmern wies der Lauf im letzten Jahr ein Rekordmeldeergebnis auf und auch in diesem Jahr rechnet man bei der LG Domspitzmilch mit einem ähnlichen Ansturm. Natürlich hat die Veranstaltung eigentlich Volkslaufcharakter, ab und an verirren sich aber auch einige Spitzenläufer zum Saisonfinale. So darf man auch heuer wieder mit einigen guten Leuten rechnen, zumal die LG Domspitzmilch in ihren Reihen selbst einige Asse hat. Bei den Frauen hat auf jeden Fall bereits die lange verletzt gewesene Andrea Stengel ihren Einsatz über die 5 km angekündigt und auch Topjuniorin Eva Karg, die bayerischen Nachwuchsmeisterinnen Susi Lutz und Eva Ferstl, sowie Seniorinnenchamp Gaby Reindl werden die Rennschuhe schnüren. Kathi Kaufmann (LG Domspitzmilch) hat einen Start ebenfalls noch nicht ausgeschlossen. Bei den Herren liebäugelt Neuzugang Joachim Rückerl mit der 10 km-Distanz, Rudi Salzberger wird ebenfalls diese Strecke unter die Beine nehmen.

Für Regensburgs Langsprinter ist dies jedes Jahr eine gute Gelegenheit ihre frisch antrainierte Kondition zu prüfen. Eine echte Chance haben dabei Stephan Wittl und co. gegen die routinierten Roadrunner auf den 5 km nicht, eine persönliche Herausforderung sind die drei Runden am Oberen Wöhrd für die Bahnflitzer aber allemal.

So richtig wichtig ist der Sieg an diesem Tag jedoch nicht, die Teilnahme soll im Vordergrund stehen, der smalltalk mit den Läuferkollegen bei Glühwein und Lebkuchen uns so mancher Lauffan bewältigt den Parcours sogar im richtigen Nikolauskostüm. Meldungen sind bis zum letzten Moment möglich, die Startzeiten wurden auf 10.30 Uhr (1,66 km), 10.50 Uhr (5 km) und 11.30 Uhr (10 km) festgelegt. Die LG Domspitzmilch würde sich aber auch schon aus organisatorischen Gründen über Voranmeldungen bei Thomas Stockmeier, Tel./Fax 0941/43828 freuen. Zudem ist dies dann auch billiger und kostet pro Teilnahme nur fünf Euro (Erwachsene). Vielleicht überlegt es sich am Ende auch noch der Wettergott und schickt mal nach dem ausreichenden Regen des zurückliegenden Herbstes ein paar Schneeflocken vom Himmel.

Bild: Eva Karg und Andrea Stengel (beide LG Domspitzmilch)

Vertragsverlängerung der LG DomspitzmilchRegensburg, 30. November 2002 - Bericht

Erfolgreiche Bilanz der Domspitzmilch-Leichtatleten im abgelaufenen Jahr 2002

2002-11-30_jahresfeier Regensburg, 30. November 2002 (orv) - Die LG Domspitzmilch hat sich weit über die Grenzen Bayerns hinaus zu einer absoluten Erfolgsmarke entwickelt. In den letzten beiden Jahren hat sie zwei piksaubere Deutsche Crossmeisterschaften auf's Parkett gelegt, 2002 die meisten Deutschen Meistertitel bayerischer Vereine nach Hause geholt, einen der zwei bayerischen EM-Teilnehmer gestellt und um ein Haar sogar noch einen zweiten dazu. Großen Anteil daran hatte natürlich auch das Engagement der Milchwerke Regensburg e.G. Mit der Vertagsunterzeichnung über eine weitere langfristige Zusammenarbeit anlässlich der diesjährigen Jahresfeier kann diese Erfolgsstory nun auch in den nächsten Jahren fortgeführt werden. So erklärte Vorsitzender Norbert Lieske diesen Punkt auch zum wichtigsten des Abends und Direktor Dr Bauer von den Milchwerken bestätigte zum wiederholten Male, dass man mit der Kooperation absolut zufrieden sei. Auch Bürgermeister Weber war bei seiner Laudatio voll des Lobes über die wohl erfolgreichste Sportgemeinschaft der Domstadt: "Vor allem durch die Ausrichtung der vielen überregionalen Veranstaltung wird der Name Regensburg durch die LG Domspitzmilch in der ganzen Bundesrepublik positiv in Erinnerung gebracht." Die Ausrichtung von Landesmeisterschaften gehört inzwischen zum Standardprogramm, eine kleine, aber feine Domspitzmilch Gala kommt dazu und der Stabhochsprung am Neupfarrplatz mit einer Siegerhöhe von 5,61 war auch nicht ohne. Mit dem Projekt "Internationaler 10 km-Lauf im Gewerbepark" pirscht man sich an die nächste DM auf der Straße - vielleicht schon 2004 - heran, und Regensburg sollte nach den Crosshighlights bei der Vergabe wirklich nicht die schlechtesten Karten haben. Im nächsten Jahr werden im Uni-Stadion sogar Süddeutsche Meisterschaften stattfinden. In der Deutschen Bestenliste wird man dreistellig vertreten sein, im Ranking der Vereine erneut einen satten 10er Sprung nach vorne machen. Nimmt man einmal nur die Platzierungen der Erwachsenen, gehört die LG Domspitzmilch inzwischen zu den Top five Deutschlands. Neben elf deutschen Meistertiteln mit Zehnkämpfer Florian Schönbeck an der Spitze und erneut 41 Landestiteln sammelten auch neun Athleten/Innen internationale Erfahrungen. Manuela Priemer war Bayerns einzige Athletin bei der EM, Flo Schönbeck gewann mit dem DLV-Team den Europacup und flog zusammen mit seinem Mannschaftskollegen Peter Hargasser zum USA-Länderkampf nach Walnut/USA. Urgestein Kathi Kaufmann holte sich über 10 km im italienischen Riccione mit der deutschen Mannschaft den Seniorenweltmeistertitel, in der Einzelwertung sprang Silber heraus. Susanne Falkenstein wurde bei den Seniorinnen W35 Doppeleuropameisterin über 800 m und 1500 m. Stabhochspringerin Iris Hill, inzwischen Engländerin, landete bei den Commonwealth Games mit Bronze ihren ganz großen Coup. Ellen Schöner verpasste bei den Berglauf-Europameisterschaften mit der deutschen Mannschaft auf Platz vier knapp Edelmetall, bei der WM in Innsbruck kam ein fünfter Mannschaftsplatz hinzu. Den Sprung ins WM-Team hatte geradezu sensationell auch Andrea Scharrer, eine weitere Domspitzmilch-Läuferin, geschafft. Nach der U18-WM war Youngster Stephan Wittl nun auch bei der U20-WM in Jamaica dabei. Nachdem er die 4x400 m-Staffel ins Finale gelaufen hatte, verhinderte eine fiebrige Infektion den Endlaufeinsatz. Am Ende einer gelungenen Veranstaltung im Hotelrestaurant Götzfried konnten weit über hundert zufriedene "Domspitzmilchler" und deren geladene Gäste nicht nur als erste den neuen 176seitigen Laufkalender und das Domspitzmilch-Sportjournal in den Händen halten sondern auch mit der Erkenntnis nach Hause gehen, dass das Wort "Leichtathletik" auch in den nächsten Jahren durch die Premiummarke "LG Domspitzmilch" in der Region und darüber hinaus groß geschrieben wird.

Bild: Vertragsunterzeichnung von Norbert Lieske (LG Domspitzmilch) und Direktor Dr. Bauer (Milchwerke)

Abgänge und Zugänge der LG Domspitzmilch für die Saison 2003Regensburg, 30. November 2002 - Bericht

Peter Hargasser verlässt LG Domspitzmilch / Dreizehn Neuzugänge bei den Regensburgern

2002-11-30_wechsel Regensburg, 30. November 2002 (orv) - Der Kronprinz mag sein Erbe nicht annehmen. Peter Hargasser, designierter Zehnkampfnachfolger von Florian Schönbeck, hat seine Mehrkampfambitionen hingeschmissen und versetzt den bayerischen Vielfältigkeitskämpfern einen weiteren Genickschlag. Der Wasserburger will sich in der nächsten Saison Sprint und Kurzhürden zuwenden und hat sich aus diesem Grunde der Trainingsgruppe von Bundestrainer Ewald Kaufmann angeschlossen. Da dieser auch noch als Vereinstrainer des LAC Quelle Fürth/München/Würzburg tätig ist, lag der Schluss für den Hürdensprinter nahe, auch gleich den Verein zu wechseln und sich bei den Franken anzumelden. Dem gegenüber stehen bei den Oberpfälzern dreizehn mehr oder weniger prominente Neuzugänge mit Junioreneuropameisterschaftsbronzemedaillengewinner Thilo Kraus und dem deutschen Topläufer auf der Langstrecke, Jochen Rückerl an der Spitze. Irgendwie wollte Peter Hargasser einfach einen Schlussstrich unter den Mehrkampf setzen: "In Regensburg wären da immer wieder Mannschaftsambitionen in Richtung Mehrkampf-DM im Wege gestanden." So sieht Teamchef Kurt Ring den Wechsel des als späteren Mehrkampfnachfolgers ausersehenen Wasserburgers beinahe als Befreiungsschlag, ohne ihn jedoch nicht mit einer Träne im Knopfloch zu verabschieden. Sein Mehrkampfabschied bringt nach dem Ausscheiden von Trainer Wolfgang Frenzl die weißblauen Bestrebungen in dieser Paradedisziplin noch mehr ins Wanken. Die Tage, an denen Bayern wie in diesem Jahr alle Titel bei den Deutschen Meisterschaften abholte, werden gezählt sein. Die äußerst kritische Trainersituation hat noch einen weiteren Wechsel notwendig gemacht. Nachdem Andreas Udvari, Andreas Lindenmeier und Benny Quitter (alle LG Domspitzmilch) nun bei dem Semptner Coach Bruno Chirco trainieren, werden Lindenmeier und Quitter 2003 für die Oberbayern starten, der 7000 Punkte-Mann Andreas Udvari bleibt aber im Team der LG Domspitzmilch. Diesen Aderlass stecken die Oberpfälzer indessen mit links weg. Die Sparte Stabhochsprung erlebt in der neuen Saison in der Domstadt eine weitere Aufwertung. Der verlorene Sohn und Dritte der Junioren-Europameisterschaften 2000 Thilo Kraus, inzwischen auf 5,41 verbessert, kehrt vom LAZ Zweibrücken zurück, im Handgepäck seine letztjährige Cottbuser Trainingsgefährtin Stefanie Lax, die immerhin auch schon 4,05 stehen hat und im letzten Jahr dem DLV C-Kader angehörte. Auf der Langstrecke war nach den Karriereenden von Wolfgang Kohnen und Thomas Schmid (beide aus beruflichen Gründen) Handlungsbedarf angesagt. Der Vierte der Deutschen Halbmarathonmeisterschaften Jochen Rückerl (bisher LAC Quelle Fürth) mit einer Bestzeit von 29:00,10 über die 10.000 m ist da mehr als ein Ersatz mit dem erfreulichen Prädikat versehen, als geborener Waldmünchner ein Athlet aus der Region zu sein. Neu in der Abteilung "Roadrunner" ist ebenfalls der Deutsche Jugendvizemeister des letzten Jahres, Jan Krauspe vom TSV Gerbrunn, der über die 5000 m immerhin schon eine 14:24 gelaufen ist. Dritter im Bunde ist Langstreckler Martin Döhler vom TuS Refrath, derzeit an der Bundeswehrakademie in Neubiberg beschäftigt. 2002-11-30_wechsel Bei den Langstrecken-Damen, die als Mannschaft im Süddeutschen Raum derzeit eh niemand zu fürchten haben, kommt noch ein echter Knaller dazu. Viola Schäffer, Amerikanerin mit ungarischem Blut in den Adern, wurde bereits in dieser Saison von Coach Kurt Ring betreut. Mit Bestzeiten von 9:38, 16:13 und 34:00 für die Strecken 3000 m, 5000 m und 10000 m könnte sie durchaus auch in Deutschland mitmischen, ist aber als Ausländerin eben nur bis zu den Süddeutschen Meisterschaften startberechtigt. Die finden heuer im heimatlichen Stadion im Sportzentrum der Uni statt und dort will die in Erlangen ansässige Langstrecklerin natürlich besonders glänzen. Den wohl größten Aufguss in diesem Jahr erhält der Bereich der 400 und 800 m. Nach der Schwächung der Kurzhürden durch Peter Hargassers Weggang werden 2003 vor allem die Langhürden bei der LG Domspitzmilch Priorität haben. Neben dem Bayerischen 400 m und 400 m Hürden-Meister Oliver Volkmuth (bisher DJK Friedberg), immerhin im letzten Jahr als Dritter der Deutschen Juniorenmeisterschaften 52,59 gelaufen, kann man in der Domstadt auch den Bayerischen Jugendmeister Johannes Gerhard (bisher LG Karlstadt) begrüßen. Bei den Mädchen stößt die Ambergerin Bettina Freiwald mit Ambitionen auf eine Medaille bei den nächstjährigen Deutschen Jugendmeisterschaften dazu. Die 800 m werden durch den Friedberger Junioren Wolfgang Richter, im letzten Jahr Dritter der Crossjuniorenmeisterschaften und dem Leipziger Christian Siebach verstärkt. Letzterer führte sich unlängst in Bayern gleich ganz fein als Sieger des neuen Speed Crosses ein. In letzter Minute haben sich die beiden Sprinter André Neger und Sebastian Wittmann in

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Bayerisches Crossfestival Vaterstetten, 23. November 2002 - Vorschau

Neue Crossdisziplin beim Bayerischen Crossfestival in Vaterstetten

2002-11-23_crossfestival_vorschau1 Oberhaching, 6. Oktober 2002 (orv) - Birgit Rockmeier hat den ersten Speedcross beim Bayerischen Crossfestival am 23. November diesen Jahres fest in den Terminkalender eingetragen. Bei der bayerischen Topkaderehrung packte Landestrainer Andy Knauer die Gelegenheit beim Schopf und verpflichtete die als Ehrengast anwesende Staffeleuropameisterin für die Crosspremiere im Herbst. Auf Grund einer Idee des Machers der letzten beiden Cross-DM's, Kurt Ring von der LG Domspitzmilch Regensburg, fackelte der Landesverband im Frühsommer nicht lange und gebar kurzerhand den stark an den Skisprint angelehnten Speed Cross. Angesprochen werden sollen vor allem die Langsprinter und jene Mittelstreckler, die sich die üblichen drei Kilometer der Mittelstrecken nicht zutrauen. Das Procedere ist ganz einfach. Über Vor- und Zwischenläufe mit bis zu 12 Teilnehmer/Innen kommen die jeweils vier oder sechs Erstplatzierten ins Finale. Die erzielte Zeit auf dem 5-600 m langen, verschlungenen Wiesenparcours mit einem giftigen Anstieg spielt dabei keine Rolle. Die Taktik wird viel, sogar sehr viel ausmachen. Steherversuche wie bei den Radfahrern könnten auch drin sein. Vor-, Zwischen- und Endläufe werden zeitlich etwa eine Stunde durch die üblichen Crossrennen unterteilt sein. Das Ganze findet am 23. November diesen Jahres auf dem Stadionnebengelände des Sportzentrums Vaterstetten statt, total übersichtlich, attraktiv und leicht anzufahren. Natürlich ist auch Bayerns Klassejugendnachwuchslangsprinter Stephan Wittl von der LG Domspitzmilch Regensburg am Start. In Sachen Cross hat er bereits in diesem Jahr Erfahrungen gesammelt und zwar über satte 3,3 km bei den Bayerischen Crossmeisterschaften. Speziell für die deutsche Leichtathletik könnte sich aus dem Speed Cross eine ungeahnte Öffentlichkeitswirkung ergeben. Auf den klassischen Strecken nicht gerade mit Weltklasseathleten/Innen bestückt, besitzt der Verband für diese Art, im Gelände zu laufen, alles was er braucht. Bei den Männern wäre durchaus ein Duell des Olympiasiegers über 800 m Nils Schumann, mit dem Vizeweltmeister und Europameister über die 400 m Ingo Schultz möglich. Bei den Damen hat man mit Grit Breuer und Claudia Gesell zwei hochklassige Läuferinnen anzubieten, die von den Medien seit langem umschwärmt werden.

Bayerisches Cross FestivalVaterstetten, 23. November 2002 - Bericht

Neue Crossdisziplin beim Bayerischen Crossfestival in Vaterstetten / Birgit Rockmeier prominente Patin

2002-11-23_crossfestival_vaterstetten Vaterstetten, 23. November 2002 (orv) - Mit zwei überraschenden Oberpfälzer Erfolgen endete die Uraufführung des Speedcrosses beim Bayerischen Crossfestival in Vaterstetten. Maria Fröhler düpierte über die 600 m bei den Frauen eine freilich noch mit Trainingsrückständen behaftete Staffeleuropameisterin Birgit Rockmeier von der LG Olympia Dortmund. Bei den Männern hatte niemand den Überrachungssieger Christian Siebach auf der Rechnung, der unmittelbar vorher nach längerer Wettkampfpause bei der LG Domspitzmilch unterschrieben hatte. Den Classic Cross über sechs und vier Kilometer gewannen Richard Friedrich und Pamela Schmid, beide von der LG Passau. Bei der weiblichen Jugend war auf den vier langen Runden Eva Ferstl (LG Domspitzmilch/SG Painten) nicht zu schlagen. Hauchdünn setzte sich die Ambergerin Bettina Freiwald völlig überraschend im Speed Cross bei der weiblichen Jugend B durch. Den Staffelvergleich bei den Schülerinnen über 3x1200 m holte sich ein glänzend disponiertes Domspitzmilch-Trio mit Lisa Gläß, Julia Schoch und Susi Lutz. Eigentlich wäre es ein ganz gewöhnlicher Crossnachmittag im oberbayerischen Vaterstetten geworden. Zugegeben, die späte Novembersonne strahlte schon außerordentlich vom Himmel, der total einsichtige Wiesenparcours mit einer kleinen Runde von zirka sechshundert Metern und ein größeren von deren tausend Metern ist so allerorts auch noch nicht usus. Trotzdem war da noch etwas Neues, durchaus Beachtenswertes, das an diesem Tag gleich die volle Aufmerksamkeit der vor allem zahlreich erschienenen Crossinsider an sich zog. Der Speedcross, eine Outdoor-Disziplin für Langsprinter und Mittelstreckler zugleich feierte seine Premiere und das war keine schlechte. Spannung zuhauf in den Vor- und Zwischenläufen, bei denen nur die Platzierung über ein Weiterkommen entschied und elekrisierende Finals mit Wimpernschlagentscheidungen wogen die ansonsten organisatorisch etwas hinkende Veranstaltung voll auf. Beim Speed Cross der Männer tippten zunächst alle auf den Mittelstreckler Markus Brennauer (TSV Penzberg). Als es dann aber auf die etwa siebzig Meter lange Zielgerade ging zog der Neu-Regensburger Christian Siebach alle in seinen Bann und hatte letztendlich knapp aber sicher die Nase vorn. Im Lauf der männlichen Jugend war eigentlich alles, was so in Bayern Rang und Namen hat, am Start, mit einer Ausnahme und die schmerzte sehr. Stephan Wittl (LG Domspitzmilch), Viertlemeiler der Extraklasse, hatte sich eine starke Darmgrippe eingefangen, dass an das so sehnlich gewünschte Duell mit 800 m-Star René Bauschinger nicht zu denken war. So war der Weg frei für den Fürther, der mit 1:11,6 auch gleich noch die schnellste Zeit aller Teilnehmer ablieferte. Dahinter schlugen sich Domspitzmilch-Neuzugang Johannes Gerhard (noch LG Karlstadt) als Dritter und Franz Leidl bzw. Max Bosse (beide LG Domspitzmilch) als Vierter und Sechster mehr als achtenswert.2002-11-23_crossfestival_vaterstetten Für die größte Spannung beim "schwachen Geschlecht" sorgte der Lauf der weiblichen Jugend B. Mit einer taktischen Meisterleistung erreichte Bettina Freiwald nach deftigen Gerangeln am Berg und den Schikanen plötzlich als Erste die Zielgerade und verteidigte diese Position dann auch zäh gegen die hohe Favoritin Elisabeth Riepl (LAZ Kreis Würzburg. Dies war natürlich für die in diesem Jahr von so vielen Verletzungen arg gebeutelte Ambergerin ein glänzender Einstieg in die neue Saison, in der sie ab Januar auch das Trikot der LG Domspitzmilch tragen wird. Auf den langen Distanzen merkte man einigen Helden der letzten Saison doch noch an, dass sie nach gerade erst begonnener Winterarbeit doch noch große Trainingsrückstände hatten. So sind auch der fünfte Platz von Dennis Pyka und jener zehnte von Rudi Salzberger (beide LG Domspitzmilch) eher als harte Trainingseinheit in der derzeitigen Grundlagenausbildung zu betrachten. Ihr Teamkollege Andreas Fruhmann indessen überraschte in einem hochwertigen Feld als Siebter doch ein wenig. Bei den Damen betrachtete Elke Lorenz (LG Domspitzmilch) ihren zweiten Platz auch nicht als Beinbruch. Vielmehr war sie überglücklich, dass sie nach ihrem letzten Start bei der Cross-DM 2001 und einer langen Verletzungspause wieder schmerzfrei laufen konnte. Im Nachwuchsbereich zogen sich Benedikt Schäffer (LG Domspitzmilch/SG Painten) und Stephan Schnabel (LG Domspitzmilch/TSV Dietfurt) als Siebter und Achter der mJB ordentlich aus der Affäre.

Fotos: Bettina Freiwald (TV Amberg) bzw. Johannes Gerhard (LG Karlstadt) und Rene Bauschinger (LAC Quelle Fürth)

Claudia Kaesler Interview mit Lauf-Teamleiter Lothar Hirsch 15.11.2002 | Spezial | Im Herbst und Winter bestimmen die Cross-Läufe das Leichtathletik-Geschehen. Beim Darmstadt-Cross am Sonntag geht es für die deutschen Männer und Frauen um die Qualifikation für die EM im kroatischen Medulin am 8. Dezember. Hierzulande leiden die Wettkämpfe im Gelände jedoch häufig unter dem geringen Interesse der Zuschauer und Athleten. Mit Lothar Hirsch, Teamleiter Lauf des DLV, hat leichtathletik.de über die EM-Nominierung, Perspektiven und Bedeutung des Cross-Laufens gesprochen.

leichtathletik.de Herr Hirsch, der Lauf zum Deutschen Cross-Cup auf der Darmstädter Lichtwiese dient gleichzeitig auch als Teil der Qualifikation für die EM. Nach welchen Kriterien erfolgt die Nominierung?

Lothar Hirsch Die besten fünf Frauen und Männer der nationalen Wertung kommen in die engere Auswahl für das EM-Aufgebot. Zwei Wochen nach Darmstadt müssen sie sich noch in einem internationalen Vergleich unter den besten 25 Europäern platzieren. Wir bieten dafür die Cross-Läufe in Tillburg (Holland), Bolbec (Frankreich) und Rosselaire (Belgien) an. Bei den Männern hoffen wir, mit einer Mannschaft von fünf oder sechs Läufern nach Medulin zu fahren, bei den Frauen gehen wir von Einzelstarterinnen aus.

leichtathletik.de Wer kommt da in Frage?

Lothar Hirsch Sabrina Mockenhaupt hat Interesse an einem Start gezeigt. Sie wird aber in Darmstadt nicht dabei sein, weil sie momentan bei der Bundeswehr im Einsatz ist. Für sie gilt der Lauf in Tillburg am 24. November als Qualifikation. Das ist aber die einzige Ausnahme.

leichtathletik.de Cross-Lauf wird in Deutschland eher stiefmütterlich behandelt. Es ist von mangelnder Attraktivität und zu wenig cross-tauglichen Strecken die Rede. Wie sehen Sie dieses Problem?

Lothar Hirsch Für mich gibt es erst einmal keine cross-untauglichen Strecken. Es ist alles Gelände, kann flach, hügelig, morastig sein, sieht bei Regen anders aus als bei Sonnenschein. Ich würde mir wünschen, dass Crosslaufen in Deutschland wieder populärer wird. Die Deutschen Meisterschaften in Regensburg haben bereits neue Maßstäbe in der Präsentation gesetzt. Auch bei den nächsten Meisterschaften in Bad Dürrheim bauen wir weiterhin auf zuschauerfreundliche Strecken und ein attraktives Starterfeld. Aber man muss realistisch sein, wir sind nun mal keine traditionelle Cross-Nation. 25.000 Zuschauer wie bei einer französischen Meisterschaft, so etwas wird es bei uns nie geben. Dennoch haben wir starke Nachwuchsfelder. Gerade bei den Jugendlichen bringt der Cross-Lauf wertvolle Aufschlüsse über deren Willensstärke und Durchsetzungsvermögen. Generell ist das Abschneiden im Gelände ein Gradmesser der Form für die kommende Saison.

leichtathletik.de Warum bestreiten dann eher wenige Bahn- und Straßenläufer eine Cross-Saison?

Lothar Hirsch Zum einen ist sicher die Terminplanung ein Grund. Es muss endgültig geklärt werden, wann Deutsche Meisterschaften und wann Europameisterschaften ausgetragen werden. Wird die EM auf das Frühjahr verlegt, hätten wir im gleichen Zeitraum die nationalen Titelkämpfe, was natürlich nicht geht. Der zweite Grund: Deutschland ist eine Hallen-Nation. Sobald der erste Hallenwettkampf stattfindet, sind die meisten weg aus dem Gelände.

leichtathletik.de Am 23. November wird im bayerischen Vaterstetten zum ersten Mal ein Speed-Cross-Rennen, eine kurze Variante des Cross-Laufs ähnlich dem Ski-Sprint, ausgetragen. Könnte dies zu einer Alternative werden, um mehr Läufer und Zuschauer auf die Strecken zu locken?

Lothar Hirsch Das ist eine interessante Sache und man muss auch flexibel sein. Ich denke, der Speed-Cross bringt Leben in die Bude. Ein Cross-Lauf mit Ingo Schultz wäre schon eine besondere Attraktion.

Bayerische Halbmarathonmeisterschaften Geiselhöring, 27. Oktober 2002 - Vorschau

Bayerns schnellste Halbmarathonis werden im Niederbayerischen gesucht

2002-10-27_blv_halbmarathon_vorschau Regensburg, 23. Oktober 2002 (orv) - Geiselhöring sieht am Sonntag das bayerische Saisonfinale der Straßenläufer. Gesucht werden die Schnellsten auf der Halbmarathondistanz, unter ihnen auch alle Favoriten aus den Hochburgen Geiselhöring und Regensburg. Aussichtsreichste Kandidaten bei den Männern sind der Ansbacher Paul Sichermann und Zibi Sclufcik vom LLC Marathon Regensburg, die aber die beiden M40-Topleute Alexander Schatz (SC Roth) und Michael Braun (TV Geiselhöring) nicht unterschätzen dürfen. Bei den Frauen zählen Katharina Kaufmann, Miki Hirt, Gabi Pfandorfer (alle LG Domspitzmilch Regensburg), Lokalmatadorin Traudl Haslbeck (TV Geiselhöring), Brigitte Rupp (SC Roth) und Anke Härtl (LG Rödental) zum Kreis der Läuferinnen, die den Titel unter sich ausmachen sollten. Den Männer-Mannschaftstitel sollten sich diesmal die Mannen des LLC Marathon Regensburg vor dem TV Geiselhöring sichern, nachdem der Titelverteidiger, die LG Domspitzmilch Regensburg, mit dem ersten Team in diesem Jahr nicht mehr antreten wird. Bei den Damen und Seniorinnen dürfte hingegen kein Weg an den Domspitzmilch-Teams vorbei gehen. Spät in der Saison leiden die Titelkämpfe natürlich ein wenig unter einer nicht mehr ganz so starken Konkurrenz. Bayerns derzeit Beste, Ellen Schöner (LG Domspitzmilch) musste wegen beruflichen Gründen absagen. So wird vor allem die wieder gut in Schuss gekommene Katharina Kaufmann das Regensburger Fähnchen hochhalten müssen. Ohne vorherige Marathonbelastung ist ihr durchaus eine Zeit um die 1:20 zuzutrauen. Dies ist eine Leistung, die an einem guten Tag eigentlich nur Traudl Haslbeck vom Gastgeber abrufen kann. Die Vorleistungen mit glänzenden Ergebnissen auf der 10 km-Distanz deuten jedoch in Richtung der Regensburgerin. Keineswegs unterschätzt werden darf allerdings die Fünfte der Marathon-DM, Mikki Hirt vom Kaufmann-Club. Mit einer 2:47 müsste man eigentlich in jene Sonderbereiche unter 1:20 vorstoßen können, wenn gleich sie nur als Ersatz für ihre Teamkollegin Ellen Schöner eingesprungen ist. Dritte im Regensburger Trio ist "Madame Zuverlässlich" Gabi Pfandorfer, die eigentlich immer eine 1:22 abrufen kann, wobei ihre Teamkameradinnen Natascha Leptihn und Andrea Scharrer nicht viel langsamer sein sollten. Die Frage nach den Mannschaftstiteln erübrigt sich beinahe von selbst, wenn die Domspitzmilch-Damen auch nur einigermaßen programmgemäß das Ziel erreichen. Schließlich sind sie sowohl in der Frauenklasse als auch bei den Seniorinnen amtierende Deutsche Meisterinnen. Bei den Männern wird es dagegen eine recht interessante, weil spannende Geschichte. Derjenige, der am Ende auf dem obersten Treppchen stehen will muss aber erst an dem wie immer unorthodox laufenden Paul Sichermann vorbei, der erst geschlagen ist, wenn der Zielstrich überwunden ist. In der Mannschaftswertung sollten die LLC-ler aus Regensburg den schon längst verdienten Titel diesmal einfahren können. Im letzten Jahr noch um Sekunden vom Lokalrivalen bezwungen, ist Udo Reichls Gruppe in diesem Jahr so gefestigt, um endlich ganz vorne zu landen. Daran sollte auch die Multi-Kulti-Truppe aus Geiselhöring im Normalfall nichts ändern können.

Bayerische Halbmarathonmeisterschaften Geiselhöring, 27. Oktober 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Langstrecklerin holt vier Titel bei Bayerischen Halbmarathonmeisterschaften

2002-10-27_blv_halbmarathon_bericht Geiselhöring, 27. Oktober 2002 (orv) - Erfolgreicher hätte der Tag bei den Bayerischen Halbmarathonmeisterschaften in Geiselhöring für Domspitzmilch-Langstrecklerin Katharina Kaufmann nicht sein können. Neben den beiden Einzeltiteln bei den Frauen und in der W40 in etwas verwehlten 1:22:18 holte sie sich auch noch zusammen mit ihren Kolleginnen Gaby Pfandorfer-Schöffmann und Natascha Leptihn (7./1:27:33) den Teamtitel bei den Frauen und jenen der Seniorinnen mit abermals Gaby Pfandorfer-Schöffmann, ihrerseits Meisterin der W35 in respektablen 1:23:49, sowie Andrea Scharrer (8./4. W35 - 1:27:53) als Dritte der Domspitzmilch-Mannschaft. Die Überlegenheit der Domspitzmilch-Damen wurde noch durch den Vizetitel der W35-Meisterin bei den Frauen vor der Lokalmatadorin Traudl Haslbeck (TV Geiselhöring - 1:24:11) untermauert. Den Titel bei der Männern gewann völlig überraschend der erst 21jährige Markus Koch (D.V. VfB Coburg) mit einer Zeit von 1:09:55 vor dem eigentlichen Favoriten Paul Sichermann (LG Kreis Ansbach - 1:10:02). In der Mannschaftswertung hatte der Post SV Rosenheim die Nase vorn. Eine weitere Silbermedaille ging an das Frauenteam des LLC Marathon Regensburg mit Michaela Riel (5./1:26:44), Constanze Bohnsack (10./5.W35 - 1:29:11) und Sabine Dollinger (12./1:30:09). Mit vier Frauen fünfmal Gold zu holen ist auch für Regensburgs erfolgsverwöhnte Langstrecklerinnen durchaus nichts Gewöhnliches, zumal man für die erst am Ende der Saison positionierten Halbmarathonmeisterschaften doch nur noch eine schmale Personaldecke zur Verfügung hatte. An jenem stürmischen Herbstvormittag spielten dann auch die Zeiten keine entscheidende Rolle. "Hauptsache gewonnen", kommentierte die neue, durchaus glückliche Meisterin ihren Sieglauf im Niederbayerischen. Sicher, bayerische Meisterin war Kathi Kaufmann in ihrer langen Karriere schon öfter, gepaart mit einem W40-Titel aber noch nicht. Dies ist ein deutliches Indiz dafür, dass es bei der Domspitzmilch-Frau zwar im kommenden Jahr sicher ein weniger beschaulicher, aber keineswegs langsamer zugehen wird. Ihre nun schon jahrelange Laufgefährtin Gaby Pfandorfer, seit September eigentlich wegen Heirat Schöffmann heißend, hat auch nur ein Jährchen weniger auf dem Buckel. In Geiselhöring aber startete sie wegen Kathi Kaufmann in der jüngeren W35-Klasse, da eben nur so zweimal Altersklassen-Einzelgold möglich war. Im Gegensatz zu den ebenfalls marathongeschädigten Natascha Leptihn und Andrea Scharrer, die dennoch mit ihren 1:27er Zeiten zufrieden waren, hat sie ihren Berliner Marathon schon wieder glänzend weggesteckt und es den Jüngeren wieder einmal prächtig gezeigt. Nachdem auch die Drittplatzierte Traudl Haslbeck schon seit längerem der W40 angehört, müssen sich jene unter 35 fragen, warum die reifen Damen denn so schnell sind. Eine, die das durchaus gekonnt hätte, die DM-Marathon-Fünfte Mikki Hirt (LG Domspitzmilch), entschied sich im sicheren Glauben an die Stärke ihres Teams im letzten Moment doch noch für den 10er in Germering, den sie dann auch sicher in 38:08 gewann. Regensburgs Männer müssen da schon kleinere Brötchen backen. Der LLC Marathon, dem man sogar Titelchancen zugetraut hatte, rutschte ersatzgeschwächt mit Thomas Merker (1:13:51), Peter Breitfelder (1:14:39) und Peter Kozlowski (1:15:39) ebenso wie das B-Team der LG Domspitzmilch Regensburg mit Bernd Stadler (1:14:22), Benno Beckstein (1:15:39 - beide Run&bike Kelheim) sowie Stephan Berleb (1:16:46) als Vierte bzw. Fünfte ganz aus der Medaillenwertung. Viermal Bronze sprang für Regensburgs Altersklassenläufer/Innen noch zusätzlich heraus. Anton Mehringer (M60 - LG Domspitzmilch/TSV Dietfurt - 1:37:32) und Inge Pfauser (W35 - LLC Marathon - 1:34:53) wurden ebenso Dritte wie die M40-Mannschafte des LLC (Hans Lang, Udo Smerd, Hans Merkl) und die Seniorinnenmannschaft des selben Vereins (C. Bohnsack, I. Pfauser und Monika Soder). Silber umgehängt bekamen Irmgard Griesbeck (LLC - 1:41:31) sowie Brigita Petrici (LLC - 1:59:45) in der W55 bzw 60.

World Masters GamesSydney, 5-13. Oktober 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Athletin gewinnt in Melbourne Weit-, Drei- und Stabhochsprung

2002-10-27_worldmastersgames_bericht Melbourne, 27. Oktober 2002 (orv) - Die Bronzemedaillengewinnerin der diesjährigen Commonwealth-Spiele Iris Hill von der LG Domspitzmilch Regensburg gewann bei den World Masters Games in Melbourne in der W30 drei Goldmedaillen. Die Regensburgerin war in ihrer Paradedisziplin Stabhochsprung mit 4,00, im Weitsprung mit 5,36 und im erstmals probierten Dreisprung mit 11,29 nicht zu schlagen. Zum ersten Schlag holte sie in ihrem Winterdomizil beim Dreisprung aus. Nachdem ihr Ehemann und Trainer Warren Hill ihr erst unmittelbar vorher die Grundbegriffe der Disziplin beigebracht hatte, fiel das Debut so gut aus, dass Iris Hill in Zukunft durchaus in dieser Sprungart öfter zu sehen sein wird. Im Stabhochsprung scheiterte die Athletin wieder einmal erst an den 4,25, einer Höhe, die ihr in diesem Jahr trotz sehr guter Versuche einfach nicht gelingen will. Diesmal war's der böige Wind, der die nicht aussichtslose Unternehmung letztendlich zunichte machte. Mit exakt vier Metern kann sie am Ende einer strapaziösen Saison dennoch zufrieden sein. Neunzehn Jahre hatte sie die Weitsprunggrube nicht mehr berührt. Als junges Mädel einmal 5,50 weit gesprungen, kam die Domspitzmilch-Athletin ihrem Hausrekord mit 5,36 außerordentlich nahe. Wenn`s in ihren Terminkalender passt, sollte sie bei den nächstjährigen Seniorenmeisterschaften im heimischen Stadion in Regensburg auch in dieser Disziplin eine ernste Titelanwärterin sein.