BLV Verbandstag Passau, 19. Oktober 2002 - Kommentar

Ein kleiner Bezirk trotzt dem Landesverband immer noch

Passau, 19. Oktober 2002 (orv) - Die bayerische Leichtathletik hat ein Problem, ein ganz spezielles, vor allem für ihren wieder gewählten Präsidenten Karl Rauh. Das Problem heißt Oberpfalz. Entstanden ist es zutreffender Weise in diesem schönen kleinen bayerischen Bezirk nahe der tschechischen Grenze weiland beim BLV-Verbandstag in Neutraubling anno 1994, wo ein Oberpfälzer, nämlich Hartmut Schweitzer, von einem anderen Oberpfälzer, Karl Rauh, als Verbandspräsident abgelöst, besser gesagt abgewählt wurde. Dass sich beide danach nicht gerade grün waren, versteht sich von selber. Funktionärskrieg war angesagt und der fand natürlich in der Oberpfalz statt. Seitdem nimmt der kleine Bezirk in etwa die Stellung des gallischen Dorfes aus den bekannten Comics ein. Eben in dieser Zeit schickte sich eine Leichtathletik Gemeinschaft aus der Oberpfalz an, Besonderes in Sachen Leichtathletik zu produzieren. Da jenes Häuflein Idealisten durchaus ihre eigenen Vorstellungen von Erfolg hatte, sich vom großen "Präse" in München nicht einschüchtern ließ und trotz mancher Bannstrahlen aus der Landeshauptstadt seinen erfolgreichen Weg weiterging, entstanden unschickliche Verhältnisse, zumindest in den Augen der hohen Herrn in der Landeshauptstadt. Totschweigen oder verbal abwatschen, alles wurde ausprobiert, geholfen hat's nichts. Der Emporkömmling ging seinen Weg nach oben. Freilich hatte er letztes Jahr auch ein wenig Glück, dass ausgerechnet des Präsidenten Augenstern, das Leichtathletikzentrum LAC Quelle Fürth/1860 München, deren Münchener Abteilungsleiter er einmal war, ein wenig Schwierigkeiten bekam. Was keiner für möglich gehalten hatte, trat im EM-Jahr 02 dann tatsächlich ein. Die LG Domspitzmilch Regensburg war zu einer der feinsten Adressen im ganzen Lande geworden, hatte zwei piksaubere Deutsche Crossmeisterschaften auf's Parkett gelegt, die meisten Deutschen Meistertitel bayerischer Vereine nach Hause geholt, einen der zwei bayerischen EM-Teilnehmer gestellt und um ein Haar sogar noch einen zweiten dazu. Als ob das alles nicht schon genug wäre, wollte deren sportlicher Leiter auch noch beim Verbandstag nach dem Stuhl des BLV-Vizepräsidenten Sport schielen. Da mussten einfach Satzungsänderungen her. Schwupps wurde die Änderung des bisherige Delegiertengesetz zu ungunsten der Oberpfälzer beantragt und - Gott sei Dank - auch durchgebracht. Der Angriff auf die Vizepräsidentenkrone konnte auch noch, wenn auch knapp, mit vereinten Kräften abgewehrt werden. Gestunken hat es Karl Rauh aber schon, dass bei seiner eigenen Wahl 31 von 113 Delegierte nicht auf seiner Seite waren, obwohl kein Gegenkandidat aufgestellt war. Im Hochgefühl seines Sieges war er dann auch gleich wieder der Despot alter Zeiten und machte trotz geheimer Wahl die Unaufrechten bei den Oberpfälzern aus. Ein kleines Fettnäpfchen muss schon sein. Als ihn einige Vertreter aus jener unanständigen Gegend auf jenen verbalen Faux pas aufmerksam machten und auf eine Entschuldigung für einen vielleicht sogar verständlichen Sprachausrutscher hofften, mussten sie sich nochmals die enttäuschte Seele des Verbandsoberen ob der groben Majestätsbeleidigung von 31 fehlenden Anerkennungen anhören. Es wäre an diesem Tag so leicht gewesen, mit etwas Größe die Richtung auf Versöhnung zu stellen. Leben muss er mit diesen hartgesottenen Menschen aus der rauen Gegend auch die nächsten vier Jahre. Nächstes Jahr sind Weltmeisterschaften, übernächstes Jahr Olympische Spiele, der einstige Großverein aus dem Fränkischen hat nach wie vor weniger Geld und drei der möglichen Aspiranten für internationale Events hocken in Regensburg. Drei, das sind in Bayern schon viele, wobei der Landesverband durchaus realistisch damit rechnen muss, in Paris und Athen überhaupt nicht vetreten zu sein. Integrität wäre jetzt gefragt, in Zeiten der immer größer werdenden sportlichen Not, vor allem mit jenen, die ihren Kopf immer noch nach oben recken können. Die Oberpfälzer, speziell jene von der LG Domspitzmilch Regensburg haben indessen aber die Schnauze voll von den bayerischen Erbfolgekriegen und wollen nichts anderes als erfolgreiche Leichtathletik machen. Alles, was ihnen noch fehlt ist ein deutliches und versöhnliches Zeichen aus München. Sie wollen nämlich keine unerzogenen Untertanen eines Despoten sein, sondern vielmehr im echten Teamwork mit dem Landesverband Außergewöhnliches produzieren. Dass sie das können, haben ihnen sogar die Leichtathletik-Ikonen Dieter Baumann und Claudia Gesell unlängst bei zwei der BR-Kultsendungen "Blickpunkt Sport" nachgesagt.

Pentlinger Kirchweihlauf Pentling, 19. Oktober 2002 - Bericht

184 Läufer bei den Kreiswaldlaufmeisterschaften in Hohengebraching

2002-10-19_pentling PENTLING (lje). 112 Mädchen und Buben waren beim Kirchweihlauf mit Kreismeisterschaft des LC Pentling im Hohengebrachingerforst am Start. Mit insgesamt 184 Startern konnte dieses mal kein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt werden. In 27 Einzelwertungen von W 6 bis M 45 und zehn Mannschaftswertungen kämpften sie um den Sieg. Petra Schwarz (SC Großberg) belegte den zweiten Rang bei den Frauen über 4630 Metern. Stärkster und erfolgreichster Verein war LLC Marathon Regensburg mit elf Kreismeistertitel gefolgt vom TV Burglengenfeld und TV Kötzting mit je vier. Den Wanderpokal der Sparkasse Regensburg gewannen Sabine Dollinger ( LLC Marathon) in 18:42 Minuten über 4630 Metern und der noch in der A-Jugend startende Heiko Middelhof (DJK Friedberg) 32:07 über 9210 gewann klar vor Harald Funk M 30 Sieger (TriStar Regensburg). Der Waldlauf war für ihn ein weiterer Vorbereitungslauf auf die Europameisterschaften im Crosslauf am 17. Dezember. Bei kühlem, aber zum Glück ohne Regen gingen die zehn Läufe bei einer Streckenddistanz von 1170 bis 9210 Meter über die Bühne. Besonders die Kleinsten waren mit Feuereifer bei der Sache. Angefeuert wurden sie von ihren Sportkameraden und den Eltern. Die Damen der Gymnastikgruppe des gastgebenden Vereines versorgten Teilnehmer und Zuschauer mit heißen Getränken sowie Krapfen und Küchel. Am Sonntag 4. Mai findet der 13. Halbmarathon mit den Oberpfalzmeisterschaften statt. Start und Ziel ist in Unterirading bei der Walba.

(Foto: Eder)

Lauf rund um den Adlersberger TurmAdlersberg, 03. Oktober 2002 - Bericht

Bernhard Westermeier und Eva Blüml gewinnen die 11,8km

2002-10-03_adlersberg Adlersberg, 03. Oktober 2002 (orv) - Nach einer Spurtentscheidung bei den 11,8 km setzte sich Bernhard Westermeier (LC Rothaus Breisgau) in 40:37 knapp gegen Sergej Nemcev (LG Domspitzmilch) durch, der mit 40:39 das Rennen beendete. Bei den Frauern gewann Eva Blüml (LG Domspitzmilch /TSV Dietfurt) die 11,8 km in 47:32 ohne ernsthafte Konkurrenz mit beinahe vier Minuten Vorsprung. Schnellster bei den jüngeren Jahrgängen war der dreizehnjährige Johannes Graf (LG Domspitzmilch/SG Waldetzenberg). Auf der 5,4 km langen Kurzstrecke gewann bei den Männern Bernhard Meyer (SG Hohenschambach) in 20:14, bei den Frauen Bettina Staiger (ESV 27 bikesport) in 22:09. Schon bei Hälfte des Rennens hatten sich die beiden Führenden deutlich von den anderen abgesetzt. Dem jetzt für die LG Rothaus Breisgau startende Regensburger Bernhard Westermeier gelang es aber auch in der zweiten Schleife nicht, den zäh an seinen Fersen klebenden ehemaligen Trainingskumpel abzuschütteln. Erst ein harter Antritt, zirka hundert Meter vor dem Ziel, brachte die Entscheidung zugunsten des späteren Siegers. Bei den Damen lief die Drei-Stunden-Marathon-Läuferin Eva Blüml ein einsames Rennen. Erst gut vier Minuten später erreichte die Zweite, W40-Siegerin Doris Vieracker (LG Domspitzmilch/SG Waldetzenberg) das Adlersberger Turmtor, wie immer von einer begeisterter Schar der von ihr trainierten Waldetzenberger Kinder begleitet. Von den großen Namen der vergangenen Jahre fehlten diesmal einige, weil erst am letzten Wochenende die Deutschen Marathonmeisterschaften in Berlin stattgefunden hatten. Mit über 170 Teilnehmern konnte der Lauf nach dem Rekordteilnehmerfeld des letzten Jahres dennoch sein zweitstärkstes Feld aufweisen.

Deutsche Marathonmeisterschaften Berlin, 29. September 2002 - Bericht

LG Domspitzmilch wird überraschend Vizemeister / Seniorinnen gewinnen erneut/ Mikki Hirt Fünfte

2002-09-29_dm_marathon Berlin, 29. September 2002 (orv) - Bei den innerhalb des Berlin-Marathons ausgetragenen Deutschen Meisterschaften schlugen sich die Athleten der LG Domspitzmilch Regensburg wider Erwarten hervorragend. Mit neuer persönlicher Bestleistung von 2:47:38 belegte Mikki Hirt Platz fünf, zwei Ränge dahinter finishte Teamkollegin Ellen Schöner nach 2:49:43 als Siebte. Im Kampf um das Mannschaftsgold konnte sich der haushohe Favorit OSC Berlin mit der Dritten Silvia Renz (2:41:45) und den am Schluss dramatisch abbauenden Kerstin Pressler (2:52:01) bzw. Annette Wolfrom (2:57:26) als neue Meisterinnen gegen die alten Titelträgerinnen, dessen dritte Läuferin, Gaby Pfandorfer, mit ihren 2:55:12 auch noch Zweite der W40 wurde, hauchdünn durchsetzen. Team zwei der LG Domspitzmilch, mit der erstmals unter drei Stunden laufenden Natascha Leptihn (2:58:47), der W35-Sechsten Andrea Scharrer (3:00:02) und der am Schluss stark einbrechenden Juniorin Eva Karg (3:04:02) gelang hinter dem SCC Berlin ein ehrenwerter vierter Platz. Den obligatorischen Deutschen Meistertitel gab es für die LG Domspitzmilch dann doch noch. Gabi Reindl komplettierte mit ihren 3:06:45 den Mannschaftstriumph bei den Seniorinnen. Noch bei Streckenhälfte sah es danach aus, als sollten die Prognosen im Vorfeld zutreffen. Der OSC Berlin lag beinahe zehn Minuten vor den ersten drei Regensburgerinnen, die zu diesem Zeitpunkt auch noch Rückstand auf die Mannschaft von Ausrichter SCC Berlin hatten. Wieder einmal bewahrheitete sich dann die Aussage, dass der Marathon eben erst jenseits der dreißig Kilometer beginnt. Dort begann der Vorsprung der Berlinerinnen plötzlich wie Schnee in der Frühlingssonne zu schmelzen. Lediglich Sylvia Renz zog ihr Ding als Bronzemedaillengewinnerin hinter Kathrin Wessel (SCC Berlin) und Christine Döllinger (2:39:37) konsequent durch. Die Domspitzmilch-Läuferinnen begannen hier plötzlich stark aufzubegehren. Mikki Hirt überholte von Platz zwölf aus kommend eine um die andere ihrer Konkurrentinnen und fand sich am Ende auf einem völlig überraschenden fünften Platz wieder. Ellen Schöner, von Facharztprüfungen geplagt, fand immer besser ins Rennen und schaffte am Ende dann doch noch den Sprung unter die 2:50. Den Vogel schoss jedoch Gaby Pfandorfer ab. Mit ihrer ganzen Erfahrung - und mehr hatte sie nach ihrer Hochzeit Anfang September und Flitterwochen in den USA mit gehörigem jetlag in den Beinen kaum anzubieten - schaffte sie kaum für möglich gehaltene 2:55:12. Mit diesem Husarenritt brachte sie ihr Team letztendlich noch einmal bis auf 43 Sekunden an die Führenden heran und am SCC Berlin deutlich vorbei. Dahinter mühten sich vier LG Damen, die begehrte Drei-Stunden-Marke zu unterbieten. Dies gelang am deutlichsten Domspitzmilch-Neuzugang Natascha Leptihn, die ihren bisherigen Hausrekord um über neun Minuten steigerte. Andrea Scharrer hätte mit ihrem Lauf auch "Zugläuferin" für die drei Stunden machen können. Mit der Nettozeit von 2:59:57 lag sie knapp drunter, mit der für Meisterschaften aber gültigen Bruttozeit von 3:00:02 um die Winzigkeit von zwei Sekunden eben hauchdünn drüber. Bis Kilometer 39 lag Juniorin Eva Karg noch auf einem Kurs um die 2:56, musste dann aber ihr forsches Antreten zwischen Kilometer 22 und 30 böse büßen und war am Ende froh, endlich den Zielstrich zu sehen. Gabi Reindl konnte die Form des Frühjahres nicht mehr ganz in die Waagschale werfen, blieb am Ende nur knapp vor der stark verbesserten LLC-lerin Constanze Bohnsack (3:07). Regensburgs Männermannschaften von der LG Domspitzmilch und dem LLC Marathon lieferten sich ein heißes Duell. Die LG-ler konnten mit Wolfgang Kohnen (2:32:12), Michael Hock (2:34:46) und Rudi Salzberger (2:37:57) eine Zeit um die 7:45 anbieten, die LLC-ler taten das gleiche mit Robert Zwickel, Peter Kozlowski und Markus Kerscher mit Zeiten zwischen 2:34:30 und 2:35:30. Wer nun am Ende die Nase weiter vorn hatte war nicht festzustellen, weil die Auswertung von Championchip wieder einmal zusammenbrach. Einen neuen Hausrekord schaffte auch noch Volkmar Retzer (LG Domspitzmilch) mit 2:39:38.

Deutsche Marathonmeisterschaften Berlin, 29. September 2002 - Vorschau

LG Domspitzmilch muss in Berlin den Mannschaftstitel verteidigen / Rennen der Superlative

2002-09-24_dm_marathon_vorschau Regensburg, 24. September 2002 (orv) - Im Rahmen des diesjährigen Berlin-Marathons feiern auch die Deutschen Marathon-Meisterschaften ihr 75. Jubiläum. 1.310 Läuferinnen und Läufer aus 326 Vereinen werden um diesen Titel oder vielmehr eine gute Platzierung in der Wertung wetteifern. Es ist das dritte Mal nach 1977 und 1996, dass der Titel unter der Ausrichtung des SCC Berlin, der erst kürzlich sein "100-jähriges" feierte, vergeben wird. Als aussichtsreichste Läufer haben Carsten Eich (LG Braunschweig), Jirka Arndt (SCC Berlin), Uli Steidl (SSC Hanau-Rodenbach), Michael Wolf (TSV Bayer 04 Leverkusen), Steffen Benecke (TSG Bergedorf) und Martin Beckmann (LG Leinfelden) ihre Meldung abgegeben. Bei den Frauen kommt Kathrin Weßel (SCC Berlin) die Favoritenrolle auf den nationalen Titel zu. Christine Döllinger (LAC Quelle Fürth/München) und Ines Cronjäger (LG Seesen) haben beste Chancen auf das Treppchen. Mit acht Medaillen in den letzten fünf Jahren weist die LG Domspitzmilch zwar bei den Frauen die beste Bilanz aller anreisenden Teams vor, hat aber in diesem Jahr wohl kaum eine Chance, die Titelgewinne von 97, 98 und 2001 zu wiederholen. Selbst durch den Ausfall von Gallionsfigur Katharina Kaufmann, die sich heuer auf Grund gesundheitlicher Probleme keinen Marathon zutraut, trifft man in der Landeshauptstadt auf die gut sortierten Meisterinnen von 99 und 2000, den OSC Berlin und die LG Seesen. Edelmetall sollte es aber für die Regensburgerinnen in Form von Bronze dennoch geben. Hauptverantwortlich dafür müssten Ellen Schöner und Mikki Hirt sein, die ihre Bestzeiten möglichst nahe an die 2:45 Stunden rücken wollen. Wer die Nummer drei im Team sein wird, steht noch in den Sternen. Aspirantinnen sind die erfahrene Gaby Pfandorfer, 2002 in Regensburg bereits 2:56 gelaufen, Debütantin Eva Karg, Routinier Gabi Reindl und Wiedereinsteigerin Andrea Scharrer, alle in der Lage, die Drei-Stunden-Barriere zu überwinden. Dies ist auch das erklärte Ziel von Natascha Leptihn, die ihren Lebensmittelpunkt Anfang des Jahres speziell für dieses Vorhaben von München nach Regensburg verlegt hat. Durch den Ausfall von Kathi Kaufmann und der verletzten 2:59-Läuferin Andrea Stengel wird's für Team zwei äußerst schwer, ihr erklärtes Ziel, ein Ergebnis unter neun Stunden, zu erreichen. Erstmals seit längerer Zeit steht auch wieder ein Männerteam der LG Domspitzmilch am Start. Neben den gestandenen 2:30-Läufern Michael Hock und Wolfgang Kohnen gehen der weitgehendst noch marathonunerfahrene Rudi Salzberger, Volkmar Retzer und Frank Eckert an den Start. Sollte einer der drei unter 2:40 Stunden bleiben können, wird sich auch die Männermannschaft unter die besten Acht in Deutschland schieben können.

Foto: Mikki Hirt bei den letztjährigen Deutschen Marathonmeisterschaften in Frankfurt

Int. 10 km Straßenlauf "Rund um's Atrium Hotel im Gewerbepark Regensburg"Regensburg, 22. September 2002 - Hauptvorschau

10 km-Klassiker vor dem Neubeginn / Bewerbung für DM 2004 steht / Pfeilschneller Rundkurs

2002-09-22_gewerbeparklauf_hauptvorschau Regensburg, 18. September 2002 (orv) - Speziell die Spitzenläufer(innen) haben am Wahlsonntag die doppelte Qual der Wahl: 100 Euro pro Sekunde zahlen die Kaufleute des DonauEinkaufszentrum nämlich dem Sieger, der am 22. September den zwölf Jahre alten Streckenrekord von Ferenc Sagi (Ungarn/29:11 Minuten) beim Internationalen 10-km-Straßenlauf rund ums Atrium-Hotel im Gewerbepark Regensburg verbessert. Für die Deutschen 10-km-Straßenlauf-Meisterschaften 2004 auf dieser Strecke hat die LG Domspitzmilch bereits ihre Bewerbung zum DLV geschickt. Der ehemalige Marathon- und Straßenlauf-Organisator Ludwig Mario Niedermeier hat auch diesmal keine Spitzenläufer(innen) eingekauft, weshalb nur einem Streckenrekord-Sieger das große Geld winkt - der ungarische Sagi kassierte damals 4900 DM für den noch gültigen Streckenrekord. Für das restliche Starterfeld hat das Atrium-Hotel -jeweils für die ersten Drei - ein kostenloses Paar-Wochenende in einem Hotel der Best Western-Gruppe bereit gestellt und die veranstaltenden LG Domspitzmilch Regensburg honoriert vordere Platzierungen von 300 bis 50 Euro. Ein bayerischer Läufer(innen)-Manager hat angekündigt, mit etlichen starken Läufer(innen) aus Kenia und der Ukraine anzureisen. Selbstverständlich werden auch die beiden Domspitzmilch-Laufikonen Kathi Kaufmann und Ellen Schöner unmittelbar vor den nationalen Marathon-Titelkämpfen in Berlin nochmals ihre Form testen. Gerd Temporale, Geschäftsführer der DonauEinkaufszentrum GmbH, hat Niedermeier scherzhaft schon angekündigt, ihm den Kopf abzureißen, wenn's jenseits der finanziellen Schmerzgrenze einen Streckenrekord hagelt; immerhin wären bei einer guten 28er-Siegeszeit schon etliche tausend Euro fällig. Wichtig: Nachmeldungen sind bis eine Stunde vor dem Start am Sonntag möglich. Zeit und Nachmeldegebühren spart, wer seine Anmeldung jetzt schon bei Thomas Stockmeier, Arberstraße 25, 93057 Regensburg, Telefon/Fax (0941) 43828 oder eMail t.stockmeier@t-online abgibt. Zeitplan: 11.00 Frauen, alle Männer-Altersklassen und Jugend A/B; 12.00 Männer. Die Meldegebühr beträgt 5 Euro. Dusch- und Umkleidemöglichkeiten hat der ehemalige tschechoslowakische Spitzenläufer Heinz Brüch, jetzt Geschäftsführer des Swiss Training, Im Gewerbepark D 9 -direkt an der Laufstrecke, bereitgestellt. Die gesamte Bewirtung der Teilnehmer(innen) und Zuschauer findet auf dem Parkplatz des Atrium-Hotel statt.

Internationaler 10 km Straßenlauf "Rund um's Atrium Hotel im Gewerbepark Regensburg"Regensburg, 22. September 2002 - Bericht

10 km-Klassiker wird von Evgeny Bozhko und Tatjana Gladyr gewonnen

2002-09-22_gewerbeparklauf_bericht Regensburg, 22. September 2002 (orv) - Bis zum Schluss blieb der Kampf um den Streckenrekord beim Remake des Internationalen Gewerbepark Laufes in Regensburg über genau vermessene und bestenlistenreife 10 km offen. Mit der Klassezeit von 29:22 verfehlte Evgeny Bozhko vom Wachau Marathon Team die 29:11 aus dem Jahr 1987 nur denkbar knapp. Zweiter wurde sein Teamkollege Alexander Setkovsky mit 30:29 vor Altmeister Hans Hopfner (TG Salzachtal), der für die neun Runden 31:01 brauchte. Bei den Damen setzte sich Tatjana Gladyr (Team Wachau) in 36:14 knapp gegen die Lokalmatadorin Katharina Kaufmann (LG Domspitzmilch - 36:29) durch. Bereits auf Platz drei und vier folgten deren Teamkolleginnen Eva Karg (38:12) und Andrea Scharrer (38:23). Alle drei liefen auf dem pfeilschnellen Regensburger Rundkurs Jahresbestzeiten ab. Ideale Bedingungen herrschten am Wahlsonntag, als der erste Lauf des Gewerbeparklaufs rund um's Atrium Hotel vom Starter punkt elf Uhr auf die Strecke geschickt wurde. Von Anfang an setzte sich der ehemalige Marathoncrack und spätere M40-Sieger Michael Braun (TV Geiselhöring) an die Spitze und gestaltete das Seniorenrennen als letzten Test vor dem Berlin-Marathon mit 33:57 nach Belieben. Dahinter lieferten sich schon die besten Frauen einen harten Fight um die lukrativen Geldprämien. Schnell hatte sich die Ukrainerin Tatjana Gladys einen leichten Vorsprung vor dem Domspitzmilch-Urgestein Kathi Kaufmann, inzwischen auch schon in der W40 laufend, herausgearbeitet. Die aber kam, je länger das Rennen dauerte, immer näher an die Führende heran, die letztendlich heilfroh war, einen Vorsprung von gerade einmal 13 Sekunden gegen die amtierende Seniorenvizeweltmeisterin ins Ziel zu retten. Für Kathi Kaufmann waren die gelaufenen 36:29 letztendlich sogar Saisonbestleistung. Dahinter kämpfte ein LG-Trio äußerst erfolgreich um die Geldgutscheine. Schließlich hatte Juniorin Eva Karg (LG Domspitzmilch/SpVgg Wolfsbuch) mit neuem Hausrekord von 38:12 knapp die Nase vor den beiden Seniorinnen Andrea Scharrer und Angela Heinzel (beide LG Domspitzmilch/TRISTAR), die sich über ihre neuen Bestzeiten von 38:23 und 38:49 diebisch freuten. Im Männerlauf hieß der eindeutige Favorit Evgeny Bozhko. Der wollte von Anfang an nicht nur die Siegprämie sondern auch den Streckenrekord. Schließlich war jede Sekunde schneller eben jene 100 Euro wert, die das DonauEinkaufs Zentrum in Aussicht gestellt hatte. Runde für Runde kämpfte der Ausnahmeläufer verbissen um jeden Meter, anfangs noch von seinem Teamkollegen Alexander Setkovsky begleitet. Als dieser bei Streckenhälfte abreißen lassen musste, kostete ein leichter Durchhänger dem späteren Sieger wahrscheinlich die 28er Zeit. Der Streckenrekord von 29:11 war jedoch noch eingangs des letzten Kilometers möglich. 2:50 hätte der Russe gebraucht, genau drei Minuten waren es, eben ein bisschen zu wenig. Hinter den beiden Ausnahmeathleten vom Marathon Team Wachau gelang dem Deutschen Seniorenmeister Hans Hopfner mit 31:01 immerhin ein Jahresrekord. Die beiden letzten Prämien holten sich wieder zwei Regensburger. Rudi Salzberger (LG Domspitzmilch) lag am Ende als Vierter mit 32:54 deutlich vor Robert Zwickl (LLC Marathon Regensburg), der mit 33:21 gerade noch seinen stark von hinten angreifenden Teamkollegen Peter Kozlowski abfangen konnte. Ein ebenfalls ausgezeichnetes Ergebnis lieferte die W45-Siegerin Renate Grimm (LG Nürnberg) mit 39:05 ab. Schnellster Jugendlicher war Oliver Köhler (LG Domspitzmilch/TSG Laaber) mit 35:41, deutlich vor seinem noch der B-Jugend angehörenden Mannschaftskollegen Benedikt Schäffer (LG Domspitzmilch/SG Painten), der 37:07 benötigte.

StundenzehnkampfBad Nauheim, 21. September 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Athlet setzt sich in Bad Nauheim gegen den 8000-Punkte-Mann Jörg Goedicke durch

2002-09-21_stundenzehnkampf_badnauheim Bad Nauheim, 21. September 2002 (orv) - Mit einer nicht gerade optimalen Vorbereitung beim Bersteigen gönnte sich Florian Schönbeck seinen sechsten Saisonzehnkampf als Stundenspezialität. Innerhalb von genau sechzig Minuten sammelte der amtierende Deutsche Meister hervorragende 6567 Punkte und wies seinen Meisterschaftsvorgänger Jörg Goedicke klar in die Schranken. Eigentlich war das Domspitzmilch-Ass nach seinem Titelgewinn in Berlin einfach "alle", doch eine Antrittsprämie in vierstelliger Eurosumme macht dann auch eben noch ganz müde Beine wieder munter. So stellte sich der Regensburger beim Bad Nauheimer Stundenzehnkampf der interessanten Aufgabe, das, was sonst in zwei Tagen zu erledigen ist, in genau einer Stunde zu tun. Unter dem Jubel der Jedermannszehnkämpfer, die am gleichen Ort zur gleichen Zeit "ihren" König der Athleten ermittelten, gelang es Florian Schönbeck, mit 11,66 und 6,65 ausgezeichnet in den Wettbewerb zu kommen. Die Kugel flog im einzigen Versuch 12,50, ein einziger Anlauf und die 1,75 im Hochsprung waren auch geschafft. Den entscheidenden Vorteil gegenüber dem Berliner Jörg Goedicke verschaffte sich der Regensburger im 400 m Lauf durch eine strategisch kluge, kraftsparende Rennmaßnahme. Mit 59,12 blieb er zwar deutlich hinter seinem Konkurrenten, der aber den anschließenden 110 m Hürdenlauf völlig entkräftet so verbockte (18,30), dass Florian Schönbeck mit 15,30 vorbeiziehen konnte. Mit 43,27 im Diskuswerfen, 4,70 mit dem Stab und einer Speerwurfleistung von 58,47 setzte er dann drei weitere Sahnehäubchen. Die abschließenden 5:20,11 waren dann am Ende doch noch ein wenig Quälerei. Für Florian Schönbeck heißt es nun in den nächsten Wochen "no sports", um dann wieder konzentriert ins Training für die WM-Saison 2003 einsteigen zu können.

Paintner Waldmeisterlauf Painten, 15. September 2002 - Bericht

Über 100 Teilnehmer beim Waldmeisterlauf

2002-09-15_painten Painten, 15. September 2002 (orv) - Optimale Laufbedingungen und ein glänzend aufgelegter Rudi Salzberger (LG Domspitzmilch) prägten den 4. Paintner Waldmeisterlauf. Salzberger gewann die 7km der Männer mit neuem Streckenrekord in 21:58 vor dem alten Streckenrekordhalter Bernhard Westermeier (LC Freiburg) in 22:13. Bei den Frauen gewann Angela Heinzel (SG Waldetzenberg), ebenfalls mit neuem Streckenrekord, in 27:01 vor Katharina Karl (LG Domspitzmilch/SV Nittendorf) in 29:23, Eva Karg (LG Domspitzmilch/Wolfsbuch) wurde mit 30:21 Dritte. Bei der männlichen Jugend kam Oliver Köhler (LG Domspitzmilch/TSG Laaber) nach 23:55 vor Benedikt Schäffer (LG Domspitzmilch/SG Painten) in 24:35 ins Ziel. Bei der weiblichen Jugend hatte Eva Ferst (LG Domspitzmilch/SG Painten) mit 29:23 die Nase vorn. Der Neu-Paintner Andreas Gontermann wurde bei den Männern mit 25:34 Sechster. Stefan Eger (LG Domspitzmilch) gewann bei den Senioren in 25:16. Bei den Seniorinnen kämpfte Hildegard Karg Rita Ferstl knapp in 30:22 zu 30:26 nieder. Der Lauforganisator Anton Schäffer konnte sich aufgrund einer Steigerung der Teilnehmerzahlen um 100% zufrieden zeigen.

Berglauf WeltmeisterschaftenInnsbruck-Igls, 14. September 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Athletin wird 18. / DLV Team auf Rang fünf / Andrea Scharrer hielt sich glänzend

2002-09-14_wm_berg_bericht Innsbruck, 14. September 2002 (orv) - Mit einem Riesenvorsprung wurde im österreichischen Igls die Russin Svetlana Demidenko erste Berglauf-Weltmeisterin. Auf den 9,2 km zur 1044 m höher liegenden Patcherkofel-Seilbahnbergstation distanzierte sie die Zweitplatzierte Antonella Confortola (Italien) in 52:16,6 um fast zwei Minuten. Dreißig Sekunden dahinter holte sich die ehemalige World-Trophy-Gewinnerin Izabela Zatorska (Polen) die Bronzemedaille. Die Mannschaftswertung gewann wie erwartet Italien vor Neuseeland und Frankreich. Beste Deutsche war als Achtzehnte die Regensburgerin Ellen Schöner (LG Domspitzmilch) mit 57:44,1. Romy Lindner (LG Vogtland) erreichte auf Rang 21 (58:03,9) das Ziel, Stefanie Buss (ASC Neuss-Rosellen) wurde 30. (1:00:55,8) und Andrea Scharrer (LG Domspitzmilch Regensburg) finishte auf Platz 38 (1:02:35,9) unter 86 Läuferinnen. Das deutsche Frauenteam landete auf einem hervorragenden fünften Platz. Überaus zufrieden konnte Ellen Schöner mit ihrem Auftreten bei den 1. Weltmeisterschaften im Berglauf sein. An historischer Stelle, an der bei den Innsbrucker Winter-Olympiaden jeweils Gold in der Herren-Abfahrt vergeben wurde, musste diesmal die Weltelite der Bergläufer wesentlich langsamer und mühsamer bergauf rennen. Dabei hatte der Parcours mit über tausend Höhenmetern auf einer Länge von nur gut neun Kilometern eine Steilheit, die die Domspitzmilch-Läuferin weniger liebt. Ihr liegen mehr die schnellen Bergauf-bergab-Kurse, wo sie schon öfter mal im Dunstkreis der besten Zehn ankam. Umso höher ist ihr diesjähriger 18. Platz inmitten der gesamten Weltklasse zu werten. Nachdem auch ihre langjährige Berggefährtin Romy Lindner bereits als 21. den Zielstrich überquerte, sich Stefanie Buss und Andrea Scharrer ebenfalls glänzend hielten, stand dem angepeilten fünften Platz in der Mannschaftswertung nichts mehr im Wege. Damit lag man vor den Berglaufnationen Schweiz und Österreich, immerhin auch ein schöner Achtungserfolg. Mit 69 Punkten hatte man 11 Punkte Rückstand auf die viertplatzierten Tschechinnen. Bei 32 Zählern Differenz zum Bronzegewinner Frankreich war man bei der Medaillenvergabe jedoch wie erwartet chancenlos.

Berglauf Weltmeisterschaften Innsbruck, 15. September 2002 - Vorschau

Erste Berglauf-Weltmeisterschaften finden mit Ellen Schöner und Andrea Scharrer statt

2002-09-09_wm_berg_vorschau Regensburg, 9. September 2002 (orv) - Am Wochenende finden in Innsbruck die ersten Berglauf-Weltmeisterschaften statt. Damit hat der internationale Verband die bisherige "world trophy" zu offiziellen Titelkämpfen gemacht. Im Team des Deutschen Leichtathletik Verbandes stehen bei den Damen neben Romy Lindner (LG Vogtland) und Stefanie Buss (ASC Rosellen-Neuss) mit Ellen Schöner und Andrea Scharrer auch zwei Athletinnen der LG Domspitzmilch Regensburg. Während Ellen Schöner bereits ein alter Hase im Nationaltrikot ist, gibt Andrea Scharrer nun ausgerechnet bei der WM ihr Debüt in der Nationalmannschaft, was eigentlich einer kleinen Sensation gleichkommt. Im Frühjahr noch hatte die Athletin aus dem LG-Stammverein Tristar Regensburg nach der Geburt ihrer zweiten Tochter noch überlegt, ob sie es mit dem Laufen überhaupt wieder wettkampfmäßig versuchen sollte. "Ich bin doch so krötenlangsam, was willst du denn mit der alten Tante im Team", zauderte sie im Gespräch mit ihrem Coach Kurt Ring. Der aber wischte das "langsam" und das "alt" gleich einmal vom Tisch und teilte ihr mit, dass so eine wie sie immer im Team der LG Domspitzmilch gebraucht wird. Recht hat er gehabt. Nach etwas beschwerlichen Anfängen auf der Bahn, einem völlig überraschenden Vizetitel bei den Landesberglaufmeisterschaften in Oberstaufen, was ihr letztendlich die Nominierung für die WM einbrachte, folgte letztes Wochenende die Bronzemedaille in der W35 bei den Deutschen Straßenlaufmeisterschaften über 10 km inklusive dem Mannschaftstitel der Seniorinnen. Hätten da mit Hitze und Streckenprofil nicht unmögliche Bedingungen für eine Bestzeit geherrscht, wäre der blonde Wirbelwind glatt einen neuen Hausrekord gelaufen, und das nach über einem Jahr Pause und nun schon 35 Lebensjahren. Am Berg ist die ebenfalls als Triathletin auftretende Regensburgerin so richtig in ihrem Element, sich aber dennoch bewusst, eine Superleistung bieten zu müssen, um unter die besten drei deutschen Mädels für die Teamwertung zu kommen. Für ihre Mannschaftskollegin Ellen Schöner ist so eine WM nichts Neues. Dauergast bei solchen Events in den letzten Jahren, ist sie auch im Nachbarsland für die deutschen Farben am Start. Eigentlich liebt sie den Bergauf-bergab-Modus mehr, trotzdem will sie in Innsbruck, wo es nur bergauf geht, und das ziemlich heftig, wieder ihr Bestes geben. Das heißt, eine Platzierung unter den ersten Zwanzig wird angestrebt, sollte ein Platz nahe der "top ten" herausspringen, wäre es optimal gelaufen. In der Teamwertung rechnen die deutschen Frauen mit einer Platzierung um fünf bis sechs herum, eine Medaille wäre der Traum. Dies wird aber nur in den kühnsten Vorstellungen einkalkuliert. Für beide ist die Saison aber dann noch lange nicht zu Ende. Schon vierzehn Tage später wartet auf die Domspitzmilch-Asse mit den Deutschen Marathonmeisterschaften in Berlin die nächste Herausforderung.

Karlsfelder Läufercup - 10.000 mKarlsfeld, 7. September 2002 - Bericht

Überlegener Sieg des Domspitzmilch-Läufers in hitzegeschädigten 32:50,22

2002-09-09_karlsfeld_10km_bericht Karlsfeld, 7. September 2002 (orv) - Auch in Karlsfeld drückte die ungewöhnliche Spätsommerhitze nicht nur auf die Teilnehmerzahlen sondern auch auf die Leistungen. Der überlegene Sieger Wolfgang Kohnen bewältigte die 25 Bahnrunden in 32:50,22, knapp eineinhalb Minuten langsamer als bei seiner Bestzeit bei den Bayerischen Meisterschaften in Regensburg. Trotzdem war der tradidionelle 10.000 m Lauf im Münchner Stadtnorden für ihn nochmal eine willkommene Gelegenheit, seine Form vor den Deutschen Marathonmeisterschaften zu testen. Genau das selbe hatten auch seine Teamkollegen Rudi Salzberger und Frank Eckert vor. Im 39er-Feld belegten sie mit 33:31,15 und 35:21,13 die Plätze fünf und 12. Andreas Gontermann (LG Domspitzmilch/SG Painten) kam mit neuem Hausrekord von 38:15,79 ins Ziel, M40-Läufer Stefan Eger (LG Domspitzmilch) finishte mit 39:30,26.

16. Zwei-Burgen LaufRiedenburg, 08. September 2002 - Bericht

Oliver Köhler und Benedikt Schäffer holen Einzelsiege über 5,0 km

2002-09-08_zweiburgenlauf Riedenburg, 08. September 2002 (orv) - Für die erschienenen Zuschauer war die bisweilen recht heiß vom Himmel scheinende Septembersonne äußerst angenehm. Die Starter/innen kamen dafür aber beim traditionellen Zwei-Burgen-Lauf am Kanal in Riedenburg ganz schön ins Schwitzen. Nachdem sich die jüngeren Jahrgänge bis einschließlich einem Alter von fünfzehn Jahren auf die 2,5km lange Strecke machten, mußten die Jugendlichen, Frauen und die Männer des "Joggerlaufs" über 5,0km. Dabei gewann der Schwandorfer Martin Diermeier (LAG Schwandorf) in respektablen 17:26min vor dem Jugendlichen Oliver Köhler (LG Domspitzmilch/TSG Laaber) in 17:36min. Benedikt Schäffer (LG Domspitzmilch/SG Painten), der B-Jugend angehörend, gewann seine Altersklasse in 18:34min. Stephan Schnabel (LG Domspitzmilch/TSV Dietfurt) wurde mit 19:43 in der B-Jugend, von Krämpfen geplagt, Vierter. Bei den Frauen gewann Birgit Nixdorf (SC Delphin Ingolstadt) in guten 19:44min. In der weiblichen Jugend B mußte sich Eva Ferstl (LG Domspitzmilch/SG Painten) nur Veronika Stadler (TSV Berching) in 21:37 zu 20:57min geschlagen geben.

Deutsche Straßenlaufmeisterschaften 10 kmSalzgitter, 7. September 2002 - Vorschau

DM über 10 km am Wochenende in Salzgitter / Domspitzmilch-Juniorinnen wollen auf's Treppchen

2002-09-07_dm_10km_vorschau Regensburg, 3. September 2002 (orv) - Als willkommenes Vorbereitungsrennen für die Deutschen Marathonmeisterschaften, Ende des Monats in Berlin, betrachten die Domspitzmilch-Langstrecklerinnen die nationalen Titelkämpfe über 10 km auf der Straße. Im niedersächsischen Salzgitter möchten die Damen natürlich auch wieder auf dem Treppchen stehen. Am ehesten ist dies den Juniorinnen Fakja Hofmann, Eva Karg und Katharina Karl, die sich im Vorjahr schon einmal Bronze erkämpft hatten, sowie den Seniorinnen um Kathi Kaufmann zuzutrauen. Das Frauenteam muss auf seine Beste, Ellen Schöner, aus beruflichen Gründen verzichten. Eine Medaille wäre daher schon eine faustdicke Überraschung. Um solch ein Vorhaben in die Realität umzusetzen, müssen die Topläuferinnen sehr gute Leistungen anbieten. Allen voran Senioren-Weltmeisterin und Flaggschiff Kathi Kaufmann, die mit ihrem diesjährigen 36er-Niveau wieder an alte Zeiten angeschlossen hat, und auch Fakja Hofmann, heuer schon 36:11 als Vierte der Deutschen Juniorenmeisterschaften auf der Bahn gelaufen. Den dritten Mannschaftsplatz werden wohl die frisch gekürte Senioren-Europameisterin Susie Falkenstein und Marathonspezialistin Mikki Hirt mit Tendenz unter 37 Minuten auslaufen. Gelingt dies alles braucht man für den Gewinn der Seniorinnenwertung eigentlich nur noch eine akzeptable Zubringerleistung der dritten Läuferin. Gabi Reindl, 2002 schon 37:55 gelaufen, und Berglaufspezialistin Andrea Scharrer können aber eigentlich viel mehr. In der Einzelwertung der W40 zählt Kathi Kaufmann außerdem zum Favoritenkreis. Bei den Juniorinnen ist vor allem Fakja Hofmann der Sprung unter die besten Sechs zuzutrauen. Eva Karg sollte nicht weit dahinter landen, der Sprung unter die 38-Minuten-Barriere ist zudem überfälllig. Bringt Katharina Karl ihr Rennen zwischen 40:30 und 41 Minuten ins Ziel, ist mehr als nur Bronze im Berteich der Möglichkeiten.

Deutsche Straßenlaufmeisterschaften 10 kmSalzgitter, 7. September 2002 - Bericht

Seniorinnen- und Juniorinnenteam Deutscher Meister über 10 km Einzelbronze für Juniorin Fakja Hofmann und Andrea Scharrer (W35)

2002-09-07_dm_10km_bericht Salzgitter, 8. September 2002 (orv) - In einem Fotofinish gelang dem Wattenscheider Carsten Schütz die Revanche gegen den Juniorenmeister Terefe Desaleng (LG Eintracht Frankfurt) bei den Deutschen Straßenlaufmeisterschaften über 10 km. Bei den Frauen fiel die Entscheidung wesentlich klarer aus. Nach zwei Drittel der Strecke setzte sich Luminita Zaituc (LG Braunschweig) deutlich von ihren beiden Mitkonkurrentinnen Claudia Dreher (Naumburg) und Iris Biba-Pöschel (ASC Darmstadt) ab. Ein ganz großes Rennen lief Fakja Hofmann (LG Domspitzmilch), die im Kampf um den Juniorinnentitel mit 36:14 erst ganz zum Schluss die neue Titelträgerin Katrin Knoke (TV Wattenscheid) und Romy Spitzmüller (LAZ Leipzig) ziehen lassen musste, sich aber dennoch riesig über Bronze freute. Mit den beiden Mannschaftstiteln durch die Seniorinnen Katharina Kaufmann (5./W40 - 37:28), Andrea Scharrer (3./W35 - 39:03) und Gabi Reindl (4./W35 - 40:10) sowie Juniorinnen Fakja Hofmann (36:14), Eva Karg (9. - 39:02) und Katharina Karl (18./44:12), der Frauenbronzemedaille durch Fakja Hofmann, Mikki Hirt (37:27) und Kathi Kaufmann und der Einzelbronze von Seniorin Andrea Scharrer setzte die LG Domspitzmilch ihre Medaillenorgie der letzten Wochen fort. Schwül war es auf dem bestzeitenunfreundlichen, permanent bergauf und bergab führenden 2 km-Kurs in der Innenstadt von Salzgitter-Bad, als sich über hundert Läuferinnen an der Startlinie zur gemeinsamen Entscheidung der Frauen, Juniorinnen und Seniorinnen versammelten. Die von ihrem Coach defensiv eingestellten Regensburgerinnen hatten an diesem Tag genau die richtige Taktik gewählt. Selbst Vizeeuropameisterin Luminita Zaituc blieb am Ende über eine Minute über ihrer Bestzeit. Bronze, das wusste man schon im Vorfeld, musste hinter dem neuen Meister OSC Berlin und der favorisierten LG Braunschweig ohne Frontfrau Ellen Schöner gegen die TG Viktoria Augsburg ausgelaufen werden. Die suchte mit ihren drei Läuferinnen die Flucht im schnellen Angang, wobei sich Domspitzmilch-Juniorin Fakja Hofmann trotzdem bereits uneinholbar nach vorne verabschiedet hatte. Erst gegen Ende des Rennens machten die klug laufenden Domspitzmilch-Läuferinnen mit starken Schlussrunden alles klar. Für Mikki Hirt reichte es unter gegebenen schlechten Voraussetzungen dann sogar noch zum Hausrekord von 37:27. Katharina Kaufmann, als einzige ständig im Sichtkontakt zu den drei Augsburgerinnen laufend, hatte im Mittelstück dadurch ein wenig überzogen, verspielte dadurch wohl auch ihre Medaillenchance in der W40 und zog sich mit 37:28 dennoch hervorragend aus der Affäre. Eineinhalb Minuten dahinter spielte Juniorin Eva Karg, von Haus aus sehr vorsichtig ins Rennen gegangen, Lokomotive für Seniorin Andrea Scharrer, am Schluss völlig überraschend für die Ältere mit Bronze belohnt. Nachdem sich auch Katharina Karl als dritte Juniorin im wahrsten Sinne des Wortes durchgeschlagen hatte, stand dem überlegenen Mannschaftssieg der LG Domspitzmilch in dieser Altersklasse nichts mehr im Wege. Mit dem Titel bei den Seniorinnen hatte der Abonnementsmeister sowieso geliebäugelt, wobei die Damen vom SC DHfK Leipzig in diesem Jahr bedrohlich nah herankamen.