Bayerische Berglaufmeisterschaften Oberstaufen-Steibis, 1. September 2002 - Vorschau

Domspitzmilch-Bergläuferin will in Oberstaufen Titel bei Landesmeisterschaften verteidigen

2002-09-01_blv_berg_vorschau Regensburg, 27. August 2002 (orv) - Normalerweise geht's im Wintersportort Oberstaufen meist rasant in's Tal und das auf zwei Brettln, die für viele die Welt bedeuten. Diesmal führt's bergauf. Erstens ist Sommer und zweitens finden zwischen Tal- und Bergstation der Hochgratbahn die Bayerischen Berglaufmeisterschaften statt. Auf einer Länge von 6,04 Kilometern mit einem Höhenunterschied von stattlichen 850 Metern messen sich am Sonntag die besten Bergläufer/Innen des Landes, um ihre Meister/Innen zu ermitteln. Unter ihnen auch Titelverteidigerin Ellen Schöner (LG Domspitzmilch Regensburg), Europameisterschaftsteilnehmerin der letzten Jahre und fest nominiert für die erste offizielle Berglauf-WM, vierzehn Tage später in Innsbruck. Zusammen mit ihren Teamkolleginnen von der LG Domspitzmilch, Andrea Scharrer, Gabi Reindl, Eva Karg, Natascha Leptihn und Doro Großmann, will sie auch den Mannschaftstitel an Land ziehen. Den haben die Regensburgerinnen seit acht Jahren abonniert. Nicht zuletzt holten sie in diesem Jahr auch schon den nationalen Titel. Mit etwa sechs Kilometern Länge ist der Lauf schon fast ein Bergsprint, dafür aber heftig. Selten, dass es bei solchen Events pro Kilometer mehr als hundert Meter in die Höhe geht. In Oberstaufen-Steibis ist dies aber der Fall, "supersteil" die Kategorie und nichts für Berglaufanfänger. Eigentlich ist diese Beschaffenheit nicht unbedingt Ellen Schöners Wunschstrecke. Die Domspitzmilch-Läuferin, international erfahren und dekoriert, sollte jedoch im weißblauen Lager keine ernsthafte Konkurrentin im Allgäu haben. Allenfalls zu fürchten ist die wieder ins Schwäbische zurückgekehrte Susanne Wildner (TG Viktoria Augsburg), die aber in diesem Jahr noch nicht recht in Erscheinung getreten ist und wahrscheinlich die Deutschen Straßenlaufmeisterschaften über 10 km, acht Tage später in Salzgitter, dieser Mutprobe vorzieht. Dort muss Ellen Schöner aus dienstlichen Gründen passen. Nachtdienste als Ärztin machen einen Start unmöglich. Ihre Teamkolleginnen Andrea Scharrer, Eva Karg, Gabi Reindl und Natascha Leptihn, alle zusammen erfahrene Bergläuferinnen möchten auf jeden Fall unter den ersten Zehn landen. Für Debütantin Doro Großmann geht's dagegen einmal zunächst um's saubere Durchkommen. Neugierig auf all das, was so an Unbekannten auf sie zukommen wird, hat sie natürlich gehörig Bammel vor ihrer ersten Gipfelerstürmung.

Bayerische Berglaufmeisterschaften Oberstaufen, 1. September 2002 - Bericht

Ellen Schöner gewinnt Einzelwertung vor Andrea Scharrer und Gabi Reindl/Teams holen Gold und Silber

Andrea Scharrer als Ersatzläuferin für Berglauf WM nachnominiert

2002-09-01_blv_berg_bericht Oberstaufen, 1. September 2002 (orv) - Die Domspitzmilch-Damen ließen bei den Bayerischen Berglaufmeisterschaften in Oberstaufen dem Rest Bayerns gerade einmal eine Bronzemedaille übrig. Wie erwartet holte sich Ellen Schöner in 39:48 min über die 6,04 km zum Hochgratgipfel den Titel in überlegener Manier vor ihren beiden Teamkolleginnen Andrea Scharrer (41:50 min) und Gabi Reindl (42:14). Dies war natürlich auch zum neunten Mal in Folge der Gewinn der Mannschaftsmeisterschaft. Team zwei mit Natascha Leptihn, Eva Karg und Debütantin Doro Großmann freute sich am Ende über eine weitere Silbermedaille. Bei den Männern war Helmuth Schiessl vom TSV Buchenberg schnellster Bayer. Bei Dauerregen und nur schemenhaft im Nebel erkennbarer Wege ließ Ellen Schöner von Anfang an nichts anbrennen. Auch nicht gegen die außer Konkurrenz mitlaufende ehemalige Juniorenweltmeisterin Dita Hebelkova (Tschechien - 40:22), und schon gar nicht gegen ihre ebenfalls außer Wertung mitlaufenden Nationalmannschaftskolleginnen Stefanie Buss (ASC Rosellen-Neuss - 42:05 min) und Barbara Imgraben (TV Bitzingen - 42:25 min). "Für mich war es trotz alledem sehr steil, von den Gegnerinnen habe ich wenig gesehen", kommentierte die Regensburgerin knapp und trocken ihren souveränen Lauf. Konnte man von der Domspitzmilch-Vorzeigefrau diese Leistung noch erwarten, war das Auftreten ihrer beiden Teamkolleginnen dann doch von ungewohnter Güte. Das von Andrea Scharrer dann sogar so gut, dass Bundestrainer Wolfgang Münzel sie spontan als Ersatzläuferin für die Berglauf-WM in Innsbruck nachnominierte. Die ebenfalls hoch eingeschätzte Susanne Wildner (TG Viktoria Augsburg) hatte als Fünfte der bayerischen Wertung auf dem sehr steilem Terrain am Ende mit der Titelvergabe gar nichts zu tun. Mit der eher auf längeren Bergläufen beheimateten Natascha Leptihn, der sich am heutigen Tage zwecks 10 km- DM-Ambitionen doch stark zurückhaltenden Eva Karg - im vollen Einsatz durchaus in der Lage, um die Medaillen mitzulaufen - und der erstmals in so ein schweres Rennen geschickten Doro Großmann feierte die LG Domspitzmilch gleich auch noch einen Doppelerfolg in der Teamwertung. Die restliche Bronzemedaille, zumindest die vom "schwachen" Geschlecht, überließ man dann doch dem Rest Bayerns. Bild: Andrea Scharrer (LG Domspitzmilch Regensburg)

Deutsche Mehrkampfmeisterschaften Berlin, 30. August bis 1. September 2002 - Bericht

Zum zweiten Mal Deutscher Zehnkampfmeister mit 7797 Punkten /Domspitzmilch-Team holt ebenfalls Gold

2002-09-01_dm_mk_gesamtbericht Berlin, 31. August 2002 (orv) - Die Schlacht ist geschlagen, in Regensburg, speziell bei der LG Domspitzmilch darf gefeiert werden. Nach einem überaus spannenden Fight wurde Florian Schönbeck (LG Domspitzmilch Regensburg) mit 7797 Punkten Deutscher Zehkampfmeister vor André Niklaus (LG Nike Berlin - 7755 P.) und Philip Ibe (TSV Bayer Leverkusen - 7722 P.). Mit seinen Teamkameraden Peter Hargasser (9./7232 P.) und Junior Andreas Udvari (9. Jun./6789 P.) holte er mit 21.788 Punkten erstmals auch noch den Mannschaftstitel in die Domstadt. Bei den Frauen gewann die Ingolstädterin Sabine Krieger den Siebenkampf mit 5873 Punkten und avancierte mit ihren Teamkolleginnen Andrea Tittmann (3./5515 P.) und Annelie Schrader (5125 P.) vom MTV mit 16513 Zählern dann sogar zur Doppelmeisterin. Unauffällig, aber ohne größeren Patzer bewältigte Domspitzmilch-Ass Florian Schönbeck den ersten Tag der Deutschen Zehnkampfmeisterschaften in Berlin mit 3820 Punkten auf Platz neun. In Führung lag der stark verbesserte Nils Winter (Mobilcom Zehnkampf Welle) mit 4091 Zählern, der aber am zweiten Tag dann doch noch stark abbaute. In der Mannschaftswertung hatte sich der LT DSHS Köln gegenüber den Domspitzmilch-Athleten bereits einen satten 500-Punkte-Vorsprung herausgearbeitet. Florian Schönbeck begann wie fast alle Mehrkämpfer mit einer mäßigen 100 m-Leistung (11,44), steigerte sich im Weitsprung auf 7,24, überstand seine beiden Problemdisziplinen Kugelstoßen und Hochsprung mit 13,95 und 1,85 außerordentlich gut uns beendete den ersten Tag genauso wie er ihn angefangen hatte, nämlich mit eher bescheidenen 50,55. Damit fiel er jedoch kaum aus dem Rahmen. Der Grund dafür: Die letzte Disziplin wurde mit knapp zweistündiger Verspätung unter Flutlicht, spät abends um halb zehn durchgeführt. Teamkollege Peter Hargasser erwischte einen rabenschwarzen ersten Tag. 11,16, 6,80, 12,59, 1,88 und50,48 waren alles andere, als sich der in diesem Jahr stark verbesserte Athlet vor den Meisterschaften ausgerechnet hatte. Mit 3723 Punkten lag er bei Halbzeit lediglich an 14. Stelle. Wolfgand Hübl (LG Domspitzmilch) hielt sich unter gegebenen Vorzeichen auf Rang 19. mit 3482 Zählern (11,56 - 6,36 - 13,16 - 1,85 - 51,91) recht wacker. Furios in den Zehnkampf startete Junior Andreas Udvari (LG Domspitzmilch) mit 11,32, 6,47 und 14,18, ehe dann ein kleiner Einbruch mit 1,76 und 52,31 folgte. Auf Platz neun mit 3525 Punkten hielt er aber noch Kontakt zu Rang fünf (Tim Ahnfeld - Polizei SV Eutin - 3671). Teamkollege Andreas Lindenmeier lag mit 3435 Zählern auf Platz 12 (11,40 - 6,07 - 12,18 - 1,91 - 52,12). Den zweiten Tag begannen die Regensburger mit Schönbeck, Hargasser und Hübl über die Hürden in 14,81, 14,32 und 15,43 ordentlich. Mit dem Diskus (44,44) startete dann Florian Schönbeck seine große Aufholjagd, Peter Hargasser (39,06) und Wolfgang Hübl (36,58) blieben im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Völlig unprogrammgemäß verlief dann der Stabhochsprung. Mit einem "salto nullo" verabschiedete sich Mitfavorit Matthias Spahn (LT DSHS Köln) von der Medaillenvergabe, sein Teamkollege Holger Loogen fabrizierte gleiches und plötzlich lag wieder ein bereits scheinbar geschlagenes Domspitzmilch Team in Front. In der Einzelwertung musste Florian Schönbeck mit 4,90 einen kleinen Dämpfer verzeichnen und lag hinter dem 5,10 springenden André Niklaus (LG Nike Berlin) mit 65 Punkten Rückstand auf Platz drei. Der Führende, Philip Ibe aus Leverkusen blieb bei 4,70 hängen. Peter Hargasser und Wolfgang Hübl kämpften mit 4,30 bzw. 46,70 und 4,10 bzw. 56,48 achtbar weiter. Für den Junioren Andreas Udvari zeigte der Daumen nach 15,92, 39,28, 4,40 und 50,87 noch immer deutlich nach oben. Sein Teamkollege Andreas Lindenmeier machte mit 16,01, 33,21, 3,80, 41,83 im Rahmen seiner Möglichkeiten weiter. Spätestens nach dem Stabhochsprung war der Kampf um die deutsche Zehnkampfkrone zum absoluten Thriller geworden. Ein inzwischen gesundheitlich angeschlagener und fiebriger Florian Schönbeck konterte mit dem Speer mit excellenten 60,45, sein Berliner Kontrahent bot 52,38, der noch immer in Front liegende Philip Ibe (TSV Bayer Leverkusen) gab mit 64,34 ein deutliches Zeichen, dass er trotz schwacher 1500 m Vorleistung nicht klein beigeben wollte. Schönbeck und Niklaus konnten ca. 30 Sekunden schneller eingeschätzt werden, etwa dem Vorsprung des Leverkuseners gleichzusetzen. Die bange Frage aber blieb, ob die angeschlagene Physis des Domspitzmilch-Athleten noch durchhalten würde. Im abschließenden Rennen hängte sich Florian Schönbeck verbissen an die Fersen von André Niklaus, blieb mit 4:33,22 knapp dahinter,gewann aber dadurch die Gesamtwertung verdient mit 7797 Zählern am Ende noch deutlich vor dem mit 7755 Punkten finishenden Berliner. Philip Ibe wurde sein schwaches läuferisches Vermögen zum

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Deutsche Mehrkampfmeisterschaften Berlin, 30. August bis 1. September 2002 - Bericht 1. Tag

Domspitzmilch-Mehrkämpfer verschafft sich mit 3820 Punkten gute Ausgangsposition

Berlin, 31. August 2002 (orv) - Unauffällig, aber ohne größeren Patzer bewältigte Domspitzmilch-Ass Florian Schönbeck den ersten Tag der Deutschen Zehnkampfmeisterschaften in Berlin mit 3820 Punkten auf Platz neun. Da der Regensburger einen ungewöhnlich starken Tag hat, wird er durchaus noch ein Wort um die Titelvergabe mitreden. In Führung liegt der stark verbesserte Nils Winter (Mobilcom Zehnkampf Welle) mit 4091 Zählern, der aber am zweiten Tag schon sensationell zulegen müsste, um eine echte Titelchance zu haben. In der Favoritenrolle bewegt sich immer noch der derzeit an dritter Stelle liegende Stephan Schmid (LG Karlstadt - 3945 P.), der gegen den Regensburger im Vergleich zum Europacup, wo beide praktisch die selbe Punktzahl erzielten, bereits ca. 30 Punkte verloren hat. Für die Titelvergabe auch noch in Frage kommen der an vierter Stelle liegende Titelverteidiger Jörg Goedicke (Berliner SC - 3932 P.), Stefan Drews (MobilCom Zehnkampf Welle - 6./3872 P.) und Matthias Spahn (LT DSHS Köln - 2./4011 P.). In der Mannschaftswertung haben sich die Kölner gegenüber den Domspitzmilch-Athleten bereits einen satten 500-Punkte-Vorsprung herausgearbeitet. Florian Schönbeck begann wie fast alle Mehrkämfer mit einer mäßigen 100 m-Leistung (11,44), steigerte sich im Weitsprung auf 7,24, überstand seine beiden Problemdisziplinen Kugelstoßen und Hochsprung mit 13,95 und 1,85 außerordentlich gut uns beendete den ersten Tag genauso wie er ihn angefangen hatte, nämlich mit eher bescheidenen 50,55. Damit fiel er jedoch kaum aus dem Rahmen. Der Grund dafür: Die letzte Disziplin wurde mit knapp zweistündiger Verspätung unter Flutlich abends um halb zehn durchgeführt. Damit erlebten die unübersehbaren Schwierigkeiten des Ausrichters mit diesen Meisterschaften ihren vorläufigen Höhepunkt. Erwischt Florian Schönbeck einen guten zweiten Tag, sollte eine 8000 Punkte nahe Leistung durchaus noch drin sein. Teamkollege Peter Hargasser erwischte einen rabenschwarzen ersten Tag. 11,16, 6,80, 12,59, 1,88 und50,48 waren alles andere, als sich der in diesem Jahr stark verbesserte Athlet vor den Meisterschaften ausgerechnet hatte. Mit 3723 Punkten liegt er derzeit an 14. Stelle. Wolfgand Hübl (LG Domspitzmilch) hält sich untergegebenen Vorzeichen auf Rang 19. mit 3482 Zählern (11,56 - 6,36 - 13,16 - 1,85 - 51,91) recht wacker. Furios in den Zehnkampf startete Junior Andreas Udvari (LG Domspitzmilch) mit 11,32, 6,47 und 14,18, ehe dann ein kleiner Einbruch mit 1,76 und 52,31 folgte. Auf Platz neun mit 3525 Punkten hält er aber noch Kontakt zu Rang fünf (Tim Ahnfeld - Polizei SV Eutin - 3671). Teamkollege Andreas Lindenmeier liegt mit 3435 Zählern auf Platz 12 (11,40 - 6,07 - 12,18 - 1,91 - 52,12).

Deutsche Mehrkampfmeisterschaften Berlin, 30. August bis 1. September 2002 - Vorschau

Domspitzmilch-Mehrkämpfer auf Medaillenjagd bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Berlin

2002-08-30_dm-mk_vorschau Regensburg, 26. August 2002 (orv) - Vielleicht wäre Domspitzmilch-Ass Florian Schönbeck bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Berlin gar nicht mehr dabei gewesen, wenn ihn der DLV für die Europameisterschaften nominiert hätte. Weil er aber um diese einmalige Chance gebracht wurde, wird der Regensburger alles dran setzen, bei den nationalen Titelkämpfen im Zehnkampf möglichst weit vorne zu landen, wenn möglich sogar ganz oben. In der Nennliste ist er der einzige 8000-Punkte-Zehnkämpfer, der diese Schallmauer in diesem Jahr, eben exakt zum Zeitpunkt der WM-Qualifikation Mitte Juni in Ratingen, mit 8023 Zählern überwunden hat. Seine ärgsten Gegner Stefan Schmid (LG Karlstadt - 8307), Stefan Drews (MobilCom Zehnkampf Welle - 8049) und André Niklaus (LG Nike Berlin - 8042) gehören zwar auch zu diesem erlesenen Club, sammelten jedoch jene außergewöhnlichen Punktzahlen bereits im Vorjahr. Mit Peter Hargasser (LG Domspitzmilch) wird ein weiterer Regensburger im Vorderfeld erwartet Immerhin ist er der Bronzemedaillengewinner des letzten Jahres. Zusammen mit den beiden Junioren Andreas Udvari und Andreas Lindenmeier (beide LG Domspitzmilch/ProAthletics Markt Schwaben) und Wolfgang Hübl gehört die LG Domspitzmilch auch in der Mannschaftswertung zum Favoritenkreis. Es ist viel gesprochen und geschrieben worden über den EM-Härtefall Florian Schönbeck. Die Folgen der Nichtnominierung waren auch nicht ganz ohne. Immerhin hat BLV-Jugendwart und Athleten-Vater Manfred Schönbeck auf Grund der Vorfälle sein Amt zur Verfügung gestellt, weil er den "athletenfeindlichen" Verbänden einfach nicht mehr zuarbeiten mag. Auch für Trainer Wolfgang Frenzl spielte die menschliche Enttäuschung eine große Rolle, um in Berlin ein letztes Mal zu coachen. "Sechzehn Jahre Sportplatz am Wochenende sind genug, immer nur für andere da zu sein, um dann doch keine Lobby zu haben, macht einfach müde", begründete er seinen überraschenden Rücktritt. In Berlin aber werden sie noch einmal alle am Kunststoffoval stehen, der Vater, der schon Tage vorher mit dem Wohnmobil anreist und auch der Erfolgstrainer. Beide, und nicht nur sie, wünschen sich nur eines: Florian Schönbeck auf dem Treppchen zu sehen, möglichst ganz oben, möglichst über seiner Bestleistung von 8128 Punkten, mit denen er vor zwei Jahren Deutscher Meister geworden ist. Aufwiegen kann es den emotionalen Verlust für Athlet und Umfeld nicht. Zehnmal hätten zig-Tausende im Olympiastadion frenetisch gebrüllt, wenn der Bayer an der Reihe gewesen wäre, und erst recht dann, wenn er als stärkster anzunehmender 1500 m-Läufer dann auch als Erster im Ziel gewesen wäre. Wenn's denn wirklich eine höhere Gerechtigkeit gibt, müssten Glück und Können einfach am Wochenende auf Seiten des Domspitzmilch-Recken stehen. Genugtuung würde es am Ende dann doch wenigstens sein. Für Teamkollege Peter Hargasser heißt es, seine diesjährigen Fortschritte in punkto Mehrkampf auch beim Saisonhöhepunkt umzusetzen. Coach Wolfgang Frenzl traut ihm, wenn alles gut läuft, annähernd 7800 Punkte zu, 7629 hat der Regensburger bisher auf dem Konto stehen. In der Mannschaftswertung müssen die Domspitzmilch-Mannen auf 7000-Punkte-Athlet Ulf Böhrnsen verzichten, weil sich dieser beim Stabhochsprungtraining einen dummen Haarriss im Fersenbein zugezogen hat. Wolfgang Hübl, ansonsten etatmäßiger dritter Mann, kann heuer auch nicht das bieten, was er sonst drauf hatte. Das BWL-Examen forderte andere Prioritäten. So wird er im Bereich der 6800 Zähler mit den beiden Junioren Andreas Udvari und Andreas Lindenmeier um den restlichen Mannschaftsplatz kämpfen. Gelingt dieses Punktmaß wirklich in etwa allen dreien, wird das Team, gleich in welcher Besetzung, ganz sicher um die Medaillen mitkämpfen, vielleicht sogar um Gold. Die Chancen der beiden Youngster in der Nachwuchs-Einzelwertung sollten sich dann von Platz fünf bis acht bewegen.

Int. 10 km-Straßenlauf "Rund um's Atrium Hotel im Gewerbepark Regensburg" Regensburg, 22. September 2002 - Vorschau

Euro-Hatz auf amtlich vermessener 10 Kilometer-Strecke

2002-08-27_gewerbeparklauf_vorschau1 100 Euro für jede Sekunde (!) kassiert der Sieger, die er beim Internationalen 10-km-Straßenlauf rund ums Atrium-Hotel im Gewerbepark Regensburg am 22. September '02 den aktuellen Streckenrekord verbessert. Der wird von Ferenc Sagi mit 29:11 Minuten für die amtlich vermessenen 10 000 Meter seit dem 13. Mai 1990 gehalten. 27:21,51 Minuten schnell lief Dieter Baumann (LAV Tübingen), der 10 000 Meter-Vize-Europmeister von München 2002, als er vor fünf Jahren seinen noch immer gültigen Deutschen Rekord aufgestellt hat. Am 22. September hat damit auch der 38-fache Deutscher Meister die Qual der Wahl, nicht nur vor der Wahlurne. Baumann soll nämlich in Regensburg - so der Wunsch von Rennleiter Ludwig-Mario Niedermeier - an den Start gehen, einen Tag nach seinem 5000-Meter-Lauf beim Leichtathletik-Weltcup in Madrid. Kurz nach Öffnung des Eisernen Vorhangs wurde der damals 21 jährige Ferenc Sagi in weniger als einer halben Stunde für seine Verhältnisse reich, weil er den Streckenrekord gleich um 49 Sekunden verbesserte und dem inzwischen verstorbenen MZ-Verleger Karl-Heinz Esser stolze 4900 Mark wert war. Diesmal wagen die Kaufleute im DonauEinkaufszentrum Regensburg einen doppelt so hohen Einsatz: 100 Euro pro Sekunde! Jetzt geht's (wieder) los! Mitte der 80er Jahre galt der 10-km-Straßenlauf im Gewerbepark Regensburg, gefördert vom Wochenblatt-Verlag, als eines der Leichtathletik-Events des Jahres in Regensburg. Zusammen mit der LG Domspitzmilch Regensburg bereitet Ludwig Mario Niedermeier, der ehemalige Mittel-und Langstreckenläufer der deutschen Spitzenklasse, Initiator des ersten bayerischen Lauftreffs im Stadtpark und WOCHE-Volkslaufs rund um den Baggersee, des ersten Regensburg-Marathon und Gründungsmitglied des LLC Marathon den internationalen 10-km-Lauf rund ums Atrium-Hotel im Gewerbepark Regensburg vor, der am 22. September '02 um 11.00 Uhr mit dem Rennen der Frauen gestartet wird; um 12.00 Uhr fällt der Startschuß für die Männer. Kurt Ring von der LG Domspitzmilch Regensburg hat festgelegt, daß die Läufer(innen) jeweils von 1. bis 10. Platz mit Preisgeldern honoriert werden. Außerdem erhalten die ersten Drei beider Rennen einen Gutschein vom Atrium-Hotel, um zusammen mit dem/der Partner(in) in einem Best Western Hotel ein Wochenende zu verbringen. Damit sind leistungsstarke Teilnehmer(innen) und schnelle Rennen garantiert. Erinnern wir uns zurück: Bei der Premiere des 10-km-Straßenlaufes im Gewerbepark Regensburg am 2. September 1984 waren zum Beispiel der 3000-Meter-Hindernis-Weltmeister Patriz Ilg und die Deutsche Marathonmeisterin Heidi Hutterer am Start. Gewonnen hat damals Günter Zahn, der als Schlußläufer in München 1972 das Olympische Feuer entzündet hat.

DLV Qualifikationsmodus Regensburg, 26. August 2002 - Kommentar

Von der deutschen Vorliebe, alles schwarz auf weiß aufzuschreiben und dabei das Ziel zu verlieren

Regensburg, 26. August 2002 (orv) - Nun sind sie also vorbei, die Europameisterschaften im eigenen Lande. Zweifelsohne waren die europäischen Titelkämpfe in München ein sportliches Highlight, ein Leckerbissen für alle Leichtathletik-Insider, eine positive Emotionsdusche ohne Ende. Und in der badete sich natürlich auch der DLV, zu recht, zumindest was Organisation und Ausführung betrifft. In sportlicher Hinsicht kann dies aber nur bedingt gelten. Allein mit dem Satz "es hätten halt noch ein paar Goldene mehr sein können" kann man den Abwärtstrend der deutschen Leichtathletik nicht unter den Tisch kehren. Fakt ist: Es waren unterm Strich einfach 5 Medaillen und sechs Titel weniger als noch vor vier Jahren, und das im eigenen Lande. Dabei hatte sich der nationale Verband akribisch genau auf diese Meisterschaften vorbereitet, um das Team, sein Erfolgsteam, zu finden. Hundert Köpfe sollte es mindestens zählen. Da man jedoch bei den eigenen Normen kräftig hingelangt hatte, wollte man sich mit der Perspektivnorm, die "Süddeutsche" bezeichnete sie auch wegen der Altersklausel als "Kindernorm", ein Hintertürl offen lassen. Das sollte dann auch nicht zu klein sein. Nur so ist die Definition für Nachwuchs mit "unter 25 (Jahren)" zu verstehen. Schauen wir uns einmal diese Zusatzchance im Nachhinein etwas genauer an. Was heißt eigentlich Perspektivnorm, wer hat sie genutzt und wie hat er sie genutzt? Schlägt man im Duden nach, findet man hinter dem Begriff "Perspektive" auch die Bezeichnung "Aussicht für die Zukunft". Und genau diese legte der Verband einfältig mit einem Stichtag fest. Die Athleten/Innen, die nach dem 1.1.77 geboren wurden, haben als Nachwuchs zu gelten mit der Berechtigung, weniger für die Teilnahme bei den europäischen Titelkämpfen vorzeigen zu müssen. Diese Chance nützten viele, am Ende aber zu wenige. So sah sich der Verband genötigt, mit der Möglichkeit über den deutschen Meistertitel ein weitere Zugangsschleuse aufzumachen. Über das "wie" lassen sich überhaupt keine Tendenzen ablesen, zu unterschiedlich war das Abschneiden der "Perspektivler". Mit Perspektive hatte also erstere Norm dann doch weniger zu tun, schon viel mehr mit Teilnahmereglementierung nach deutscher Art. Perspektive eines/einer Athleten/In kann man nämlich nicht am kalendarischen Alter festlegen, schon gar nicht, wenn jenes bei 25 Jahren festgelegt wird. Perspektive ist vielschichtiger und verlangt ein strategisches Einschätzungsvermögen all jener, die dieses Prädikat zu verteilen haben. Dazu gehört Fachkompetenz und Autorität. Bei ersterer lagen die Verantwortlichen in der Beurteilung der kontinentalen Leichtathletik für 2002 im Jahr zuvor gewaltig daneben. Beispiel gefälligst. Normen wie die 45,50 über die 400 m Männer, die 2:00,00 für die 800 m der Frauen oder die 55,30 über 400 m Hürden bei den Frauen lagen in unmittelbarer Medaillennähe und hatten nichts mit der Vorgabe "Endkampfchance" zu tun. Benutzt haben die Perspektivnorm viele. Den Schub für die bundesdeutsche Mannschaft davon abzuleiten, auch perspektiv gesehen, wäre verfehlt. Mit den 39 Endkampfplatzierungen lag der DLV ziemlich genau dort, wo man laut Auswertung der aktuellen europäischer Bestenliste hingehört. Dieses Kriterium wurde beim Verband jedoch nur am Rande berücksichtigt. Natürlich ist so eine Bestenliste ständigen Veränderungen unterworfen, bis zuletzt eben offen. Aber muss man sich denn schon ein Jahr vorher festlegen, welche Leistung bis auf den Zentimeter oder das Hundertstel für eine Teilnahme erreicht werden muss, mit der Option, dass sich viele ehrgeizige Athleten/Innen schon im Vorfeld damit aufreiben? Der Ehrlichkeit halber muss zudem gesagt werden, dass es ganz schön athleten- bzw. menschenverachtend ist, bei der Beurteilung das Alter der absoluten Leistung vorzuziehen. Schließlich sollten doch die Besten am Start stehen, was letztendlich mit Leistung und nicht mit Alter bemessen werden sollte. Also war's unterm Strich doch nichts mit der Hirngeburt "Perspektivnorm". Dies könnte die Herren beim DLV nun vor der WM in Paris in die missliche oder eben auch günstige Lage bringen, diesmal ohne Perspektivnorm zu arbeiten. Doch was schreibt man denn im Herbst 2002 auf's Papier? Verschätzt man sich wieder so heftig, dann reicht am Ende ein Kleinbus für das deutsche Team. Oder hat man den Mut, etwas einfach einmal ein wenig offen zu lassen, bis eine echte Entscheidung im sinnvollen Abstand zum Championat Sinn gibt. Mit nicht verbindlichen Richtwerten, sofern man die angesichts einer internationalen Normgebung überhaupt braucht, würde man zudem keineswegs sein Gesicht verlieren. Sagen wir doch einfach, die ersten drei der Deutschen Meisterschaften 2003 bzw. der entsprechenden Trials fahren nach Paris, sofern sie die IAAF-Norm erfüllt haben. Einfach, praktisch, nachvollziehbar, aber undeutsch.

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Senioren Europameisterschaften Potsdam, 15.-25. August 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Athletin holt sich bei der Senioren-Europameisterschaften auch Gold über 800 m der W35

2002-08-19_falkenstein_em800_potsdam Potsdam, 25. August 2002 (orv) - Nach ihrem 1500 m-Triumph bei den Senioren-Europameisterschaften in Potsam machte Susanne Falkenstein (LG Domspitzmilch Regensburg/ProAthletics Markt Schwaben) mit ihrem Sieg über 800 m in Saisonbestzeit von 2:13,63 das Double perfekt. Silber holte die Britin Sally Read-Clayton in 2:14,00 knapp vor der Schwedin Görel Manners, die mit 2:14,27 ins Ziel kam. Die Domspitzmilch-Mittelstrecklerin hatte klugerweise auf einen weiteren Start über 5000 m verzichtet und ihre Kräfte ganz auf die Zwei-Runden-Distanz konzentriert. "Das war ein hartes Stück Arbeit und wenn mich die Zuschauer nicht so angefeuert hätten, wär mir der Doppelschlag gar nicht mehr geglückt. So schätze ich den 800 m Sieg sogar noch höher ein als meinen ersten Titelgewinn über 1500 m", meinte eine überglückliche Doppeleuropameisterin nach dem packenden Finish. Das Rennen selbst bestimmte zunächst die Schwedin Görel Manners mit der eigentlichen Favoritin Sally Read-Cayton im Schlepptau. Nach einer eher noch moderaten ersten Runde in 67 Sekunden verlor zunächst die Domspitzmilch-Läuferin den Kontakt zur Spitze, rappelte sich aber wieder hoch und konnte erneut aufschließen. Brust an Brust ging es dann für das Führungstrio auf die Zielgerade, wo eine konsequent antretende Susie Falkenstein fünfzig Meter vor dem Ziel alles klar machen konnte. Die auf Rang zwei einkommende Britin bekundete ob der Finalstärke der Regensburgerin, sich letztendlich nur noch auf Silber konzentriert zu haben. Den Vorlauf hatte Susanne Falkenstein ebenfalls mit 2:19,22 gewonnen.

Senioren Europameisterschaften Potsdam, 15.-25. August 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Athletin Susie Falkenstein holt sich bei der Senioren-EM Gold über 1500 m der W35

2002-08-19_falkenstein_em1500_potsdam Potsdam, 19. August 2002 (orv) - Nach den Europameisterschaften in München finden jene der Senioren auch auf deutschem Boden statt. Vom 15. bis 25 August werden in Potsdam Europas Beste Oldies gesucht. Mit Mittelstrecklerin Susie Falkenstein (LG Domspitzmilch Regensburg/ProAthletics Markt Schwaben) ist in der W35 auch eine Regensburgerin mit Medaillenambitionen am Start. Schon beim ersten Rennen über 1500 m griff sie voll in die Medaillenkiste und fischte in einem taktischen Finale mit 4:45,52 gleich einmal Gold heraus. "Bei dreißig Grad Hitze war so keine recht bereit, Führungsarbeit zu übernehmen und mein Vorstoß bei zirka tausend Meter erschien mir mutig, aber letztendlich auch richtig. Die letzte Gerade bin ich dann wie eine 400 m-Läuferin heruntergeprügelt bis ich meine Beine nicht mehr spürte. Als dann keine Gegnerin mehr neben mir auftauchte, wusste ich, dass ich es geschafft habe", kommentierte die neue Senioreneuropameisterin überglücklich und auch sichtlich stolz ihren bisher größten Erfolg. Die nächste, Manners Görel aus Schweden, lag dann immerhin respektable zweieinhalb Sekunden hinter ihr (4:47,95). Bronze holte sich die Tschechin Ivana Doubravora mit 4:49,12, die die Österreicherin Elke Walch (4:50,36) sicher in Schach halten konnte. Für Susie Falkenstein steht nun am Mittwoch das 5000 m Finale an. Tags darauf will sie den 800 m Vorlauf überstehen, um am Freitag noch einmal auf Medaillenjagd gehen zu können.

Dachauer Volksfestwettkämpfe Dachau, 15. August 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Athleten testen in Dachau erfolgreich Form vor der Mehrkampf-DM

2002-08-15_dachau Dachau, 15. August 2002 (orv) - Für Bayerns Mehrkämpfer sind die Dachauer Volksfestwettkämpfe am Mariä-Himmelfahrts-Tag fast schon zur Pflichtveranstaltung geworden, stehen doch alljährlich die nationalen Titelkämpfe Ende des Monats, diesmal in Berlin, direkt vor der Tür. Unter ihnen war natürlich auch wieder eine Handvoll Domspitzmilch-Athleten zu finden, die sich mit ihren Vorzeigeathleten Florian Schönbeck und Peter Hargasser in der Bundeshauptstadt sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftswertung viel ausrechnen. Als Stärkster im 100 m Lauf von Dachau erwies sich dabei Peter Hargasser mit 11,15, für ihn freilich etwas enttäuschend, was ihn dann auch bewog gar nicht mehr im Finale anzutreten. Dort setzte Junior Andreas Udvari (LG Domspitzmilch/ProAthletics Markt Schwaben) als Dritter mit 11,36 die beste Domspitzmilch-Marke. Wolfgang Hübl und Andreas Lindenmeier erzielten 11,61 und 11,73. Bester Regensburger auf der doppelt so langen Distanz war Florian Schönbeck mit 23,06 als Sechster, Benjamin Quitter erzielte 24,58. Im 1500 m Lauf schaffte Armin Polster (SWC Regensburg) mit 4:11,05 den fünften Rang. Eine Domspitzmilch-Beute wurde der Hochsprung mit dem überlegenen Sieger Andreas Lindenmeier, Peter Hargasser landete auf Platz drei (1,80), Benny Quitter auf Platz acht (1,60). Lindenmeier lag auch beim Weitsprung mit 6,41 (5.) weit vorne. Im Kugelstoßen formierte sich gleich ein ganzer Block Domspitzmilch-Athleten um die dreizehn Meter. Peter Hargasser (6./13,11) platzierte sich am Ende vor Wolfgang Hübl (8./13,04), Stephan Seeck (9./12,50) und Andreas Udvari (10./12,30). Das Diskuswerfen dominierte ganz klar Markus Tschiers (LG Domspitzmilch/ProAthletics Markt Schwaben) mit 52,12, sein noch jugendlicher Bruder Max setzte mit dem Männerdiskus als Vierter eine neue Saisonbestleistung von 45,78, dahinter lag Florian Schönbeck mit 44,25. Speerwerfer Stephan Seeck (LG Domspitzmilch) übertraf nach seinem dritten Platz in seiner Spezialdisziplin (64,38) auch mit der 2 kg-Scheibe eine individuelle Traumgrenze bei vierzig Meter (8./40,22). Wolfgang Hübl war mit den 35,49 nicht ganz zufrieden. Bei den Ansbacher Mehrkampftagen zog sich Hochspringer Andreas Götz (LG Domspitzmilch/SV Lupburg) mit 2976 bzw. 5356 Punkten im Fünf- und Zehnkampf bei seinem Mehrkampfdebüt außerordentlich achtbar aus der Affäre. Sein ganz spezielles Highlight setzte er natürlich im Hochsprung, wo er zum dritten Mal in dieser Saison zwei Meter übersprang.

EuropameisterschaftenMünchen, 6.-11. August 2002 - Nominierungdiskussion

Ansichten eines subjektiv stark enttäuschten Athletenvaters

Die beiden Tage des Zehnkampfes waren mit Sicherheit das herausragende Ereignis bei der EM in München. Jeder, der dabei war, wird mir darin Recht geben. Das phantastische Münchner Publikum hat eine Welle der Begeisterung entfacht. Von sehr vielen Leuten wurde ich gefragt, warum mein Sohn Florian nicht dabei ist, wenn doch nur zwei deutsche Athleten am Start sind. Dazu einige Erklärungen: Fakt ist, dass Florian nicht die geforderte Norm von 8180 Punkte erreicht hat. Fakt ist, dass diese Norm für die Olympischen Spiele in Sydney sowie für die WM in Edmonton gleich hoch angesetzt wurde wie für die EM im eigenen Land. Diese Norm haben in ganz Europa lediglich fünf Athleten erreicht: die beiden Tschechen Sebrle und Dvorak, der Este Erki Nool, der Russe Lew Lobodin und der Isländer Magnusson. Bei der wichtigsten Qualifikation in Ratingen belegten drei Deutsche mit über 8000 Punkten die Plätze 6-8. Sebastian Knabe hat dort mit 8099 Pkt. die "Perspektivnorm" für Athleten unter 25 Jahren überboten und sich somit für München qualifiziert. Mike Maczey und Florian Schönbeck waren gezwungen 14 Tage später wieder einen Zehnkampf zu absolvieren. Diesmal beim Europacup in Byszgocz (POL). Mike Maczey belegte dort den 1. Platz, der spätere EM-Fünfte Ojaniemi(FIN) knapp vor Stefan Schmid und dieser wieder 3 Punkte vor Florian Schönbeck. Der EM-Siebte und EM-Achte, Laurent Hernu(FRA) und Aleksandr Pogorelov(RUS) wurden dabei deutlich geschlagen. An die Erfüllung der Norm war wegen der miserablen Bedingungen nicht zu denken. So hatte Florian beim 100m-Lauf 3,8m/sec Gegenwind, es regnete bei 12-13 Grad C. Mike Maczey wurde als Sieger nachnominiert. Nach den Meldungen der anderen Nationen stellte sich heraus, dass Florian der einzige 8000-Punkte Zehnkämpfer in Europa ist, der für die EM nicht nominiert wurde. Er ist der einziger Deutsche in der Europäischen Bestenliste unter den ersten 20 (Platz 13), der nicht bei der EM dabei ist (falls die drei möglichen Startplätze nicht schon vergeben waren, wie z.B. im Stabhochsprung Frauen). Und das im eigenen Land, in der Heimatstadt. Das ist nicht nur traurig, das ist empörend! Florian wurde um die einmalige Chance in seinem Sportlerleben gebracht, sich vor heimischen Publikum präsentieren zu können und das Münchner Publikum wurde um einen Lokalmatador gebracht. Es muss gefragt werden, ob die Verantwortlichen bei der Nominierung, Herr Dr. Schubert und Herr Nickel ihre Qualifikation nachweisen konnten. Herr Nickel hat, wie in der Presse zu lesen war, geäußert, dass an dem Nominierungsverfahren nichts geändert wird. Solch ein Fall wie bei Florian kann sich also immer wieder wiederholen. Es gibt also keine bessere Perspektive und somit meine ich, hat Herr Nickel auch die Perspektivnorm nicht erfüllt. Traurig ..... aber es wird sich beim DLV nichts ändern. Dass der Zehnkampf beim DLV keine Lobby hat, ist bekannt. Umsomehr muss ich aber auch der Vorstandschaft des Zehnkampfteams den Vorwurf machen, sich im Vorfeld der Nominierung, spätestens nach Ratingen, nicht dafür eingesetzt zu haben, dass drei Athleten in München dabei sind. Dass Bayern im DLV keine Lobby hat ist ebenfalls bekannt. Die Hoffnung, dass sich dieses nach dem Verbandstag in Wunsiedel letzte Jahr ändert, hat getrogen.

Manfred Schönbeck, BLV Jugendwart

EuropameisterschaftenMünchen, 6.-11. August 2002 - Nachbetrachtung

Verband und Medien schätzen Münchner Publikum falsch ein

München, 13. August 2002 (orv) - Nun ist es also vorbei, das große Leichtathletikspektakel im Münchner Olympiastadion, und es war ein gelungenes Fest, hochgelobt von allen Seiten. Einer der Hauptgründe dafür war das in nie erwarteter Anzahl von über dreihunderttausend Fans zählende Publikum mit all seiner Fachkenntnis, Objektivität und Begeisterungsfähigkeit. Treffend dazu meinte Olympiapark Chef Wilfried Spronk: "Die Zuschauer haben für die Leichtathletik mit ihren Füßen abgestimmt." Damit hat der EM-Macher aber nur die Hälfte der Wahrheit ausgesprochen. Die Fans haben auch mit den Händen und vor allem mit ihrem Herzen abgestimmt, indem sie weniger die Gladiatoren dieser EM und deren Rekorde feierten, als vielmehr jeden der antretenden Sportler, ganz gleich welcher Nation sie angehörten oder welchen Platz sie belegten, mit Beifall überschütteten. Sie haben einfach die Leichtathletik gefeiert mit all ihrer Rasanz und Spannung beim fairen Wettkampf. Damit schwemmten sie quasi mit vielen La Ola Wellen die Miesschreiber der Medien, die im Vorfeld glauben machen wollten, nur eine kleine, schlagkräftige Mannschaft gäbe Sinn für den DLV, als auch die völlig verfehlte Normpolitik des Verbandes selbst, der damit glaubte, Mitläufer und despektierlich bezeichnete deutsche EM-Touristen, die nicht an den Mann, sprich Publikum, zu bringen seien, vom Großereignis fernhalten zu müssen.

Um das ganze Hickhack in der Zeit vor der EM ein wenig verstehen zu können, muss man auch die Hauptakteure und deren Verbindlichkeiten untereinander beim großen sportlichen Spiel, dessen Bedeutung freilich erst durch die finanzielle Variante so groß wird, ein wenig beleuchten. Da wären einmal die Athleten/Innen, die eigentlich wichtigsten Faktoren, so meint man wenigstens. Die wollen zwar alle hin zum Championat, haben meist nichts zu sagen und sollen gefälligst Höchstleistungen am laufenden Band, möglichst in Rekordnähe oder drüber bringen. Da wäre die Öffentlichkeit, sprich Zuschauer im Stadion und in weit größerer Anzahl vor der Glotze, denen man ständig nachsagt, nur dann satt und zufrieden zu sein, wenn die Leistungen permanent steigen, denen man aber auch all zu oft jeglichen Sachverstand abspricht, um sie mit selbsternannten Fachkommentatoren, wie jene bei Eurosport einfach totzuquasseln. Damit kämen wir gleich zu den Medien, die ersteres, nämlich den sportlichen Wettkampf der Athleten, zweiterem dem möglichst immerzu steigendem Publikum, transparent zu machen haben. Blieben noch die Verbände, die für den Organisationsrahmen, die Regeln und deren Einhaltung und die Auswahlkriterien zu sorgen haben. Letzter Faktor im modernen Management von Sportevents sind schließlich die Sponsoren, ohne deren Geld praktisch nichts mehr möglich wäre. Naiv betrachtet wäre also alles in Butter, wenn die oben genannten Faktoren nun einfach konstruktiv zusammen arbeiten würden, um das Ganze wohl gedeihen zu lassen. Wie das aber immer so ist, wenn Geld im Spiel ist, schaut jeder zunächst einmal zunächst selbst auf sich. Da wären die Verbände, die eigentlich pro Athlet sein sollten, um möglichst viele hinzubringen, aber oft genug mit ihrem Herzen in der Hose den fachunkundigen Forderungen der Medien nachgeben, weil jene mit schlechter Berichterstattung die Spezies der Sponsoren wieder madig machen könnten, deren Kohle auch die Funktionäre so gerne in Massen scheffeln wollen. Jene von der berichtenden Zunft verweisen wiederum lautstark ob ihrer oft abstrusen Leistungs- und Rekordverherrlichung auf ihre Kundschaft, die Leser und Zuschauer, die so etwas ageblich sehen, hören und lesen wollen, verschweigen aber tunlichst den wahren Grund ihres Tuns. Da fast sämtliche Medien nicht mehr über den Verkauf ihrer Ware finanziert werden, sondern am Tropf der Werbung hängen, ist nicht bedeutend was der Zuschauer betrachten will sondern eben jenes, was die PR-Chefs von Milka, Telekom, Reisebank, Adidas und wie sie alle heißen, sehen wollen. Die aber brauchen wieder die Einschaltquoten, das heißt möglichst viele an der Glotze, um ihren Erfolg zu sichern. Und da wären wir nun beim großen Reigen dort angekommen, wo die große Chance unserer wunderschönen Sportart liegt, wenn vor allem die Verbände und die Medien die "Abstimmung mit Händen und mit Füßen" richtig deuten und umsetzen. Wenn nun einmal feststeht, dass besagtes Leichtathletikpublikum nicht primär wegen Rekorde, den Meistern und der Höchstleistungen in die Stadien strömt, dann wird es dies wohl auch nicht auf der Mattscheibe sehen wollen. Das heißt im Klartext für die Medien, die Leichtathletik mit all seinen Mitläufern, Exoten und Meisterschaftstouristen ist der Star. Das heißt aber auch für die Verbände, ihr Athletenkontingent voll auszuschöpfen, auch wenn eine Vielzahl davon nur "unter ferner liefen" einkommen werden. Denn erstens sind die Verbände für die Athleten zuständig, zweitens

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EuropameisterschaftenMünchen, 6.-11. August 2002 - EM-Splitter

Europas Leichtathletik präsentiert sich in München von vielen Seiten, nicht nur von der schokoladenen

München, 12. August 2002 (orv) - Man gönnt sich ja sonst nichts - warum nicht eine Woche München als normaler Schlachtenbummler auf Block H im prall gefüllten Münchner Olympiastadion. Als einer, der blutjung und total euphorisiert dreißig Jahre vorher bereits im selben Stadion die unvergesslichen Olympischen Spiele miterleben konnte, werden mir diese Europameisterschaften weit differenzierter im Gedächtnis bleiben.

Die Leistungen.... Es geht auch ohne Weltrekord!

Für mich waren diese Europameisterschaften das deutliche Zeichen dafür, dass die Leichtathletik die Rekordsüchtelei nicht braucht. Alle Europameister/Innen wurden vom fachkundigen Publikum umschwärmt, gefeiert und frenetisch angefeuert, und nicht nur sie, sondern auch jene, die von sogenannten Experten so gerne despektierlich als Exoten oder Mitläufer bezeichnet werden. Die Leistungen dieser Europameisterschaften lassen mit Sicherheit keinen Rückschluss auf gesteigertes europäisches Leistungspotential zu, eher das Gegenteil kann aus den Ergebnislisten herausgelesen werden. Die Gründe aber in einem allgemeinen Verfall der europäischen Leichtathletik zu suchen, wäre mit Sicherheit nicht richtig. Läge einer der Gründe darin, dass die Dopingkontrollsysteme nun besser greifen, wäre dies das schönste Ergebnis diese Championats. Fachkundigen Betrachtern ist es aber auch in München nicht entgangen, dass die nationalen Interessen in Richtung einer konsequenten Dopingbekämpfung noch alles andere als gleich stark ausgeprägt sind. Eines können sich allerdings alle Medienverteter einmal dick in ihrem Handbuch unterstreichen: Das Publikum braucht den Rekord als Stimulanz nicht.

Das Publikum..... Kaum für möglich gehalten - fachkundig, begeistert und in Massen vorhanden

Was ist im Vorfeld nicht alles über das deutsche Publikum geschrieben worden. Gestimmt hat nur wenig. Tatsache ist, ob nun in Stuttgart 1993 oder in München 2002, die Zuschauer strömten trotz widriger Witterungsverhältnisse, trotz fehlendem Tribünendach auf der Gegengeraden in Massen ins Stadion und bewiesen erneut ihre Fachkundigkeit und Unparteilichkeit. Dass natürlich die deutschen Europameister/Innen ein bisschen mehr Applaus bekamen als die anderen, liegt in der Natur der Dinge und wird im nächsten Jahr bei der WM in Paris für französiche Medaillengewinner nicht anders sein.

Die Organisation.... Perfektionismus ist nicht immer das Ei des Kolumbus

Keine Frage, die EM lief nach Weltstandard gemessen, wieder einmal geradezu perfekt ab. Von uns Deutschen erwartet man auch nichts anderes. Im letzten Jahr bei der WM in Edmonton war dennoch noch etwas zu spüren, was der EM in München fehlte. Die Kanadier lösten so vieles unkompliziert aber eben auch charmant und freundlich. Zeigte man in Edmonton sein Ticket einfach beim Eilass vor und wurde mit dem freundlichen Zuruf aus allen Ecken "welcome to the world" empfangen, kam man sich in München wie im Hochsicherheitstrakt vor. Beispiel gefällig: Jeder Besuch begann mit einem mindestens viertelstündigen Anstehen und wurde fortgeführt von einer Leibes- und Taschenvisitation, ausgeführt von einem Fußballstadienkontrollsystem, das nicht begreifen wollte, dass Leichtathletikfans etwas anderes sind als Hooligans. Den Kindern dabei ihre mitgebrachten Cola-Dosen abzunehmen war in diesem Zusammenhang völlig daneben. Den Hinweis auf den 11. Septemer des vergangenen Jahres mag ich da schon gar nicht gelten lassen. Bei der zeitraubenden Kontrolle wurde eben dennoch so ungenau getastet und gesucht, dass man jedes Bömbchen, sofern man es nur gewollt hätte, ins Stadion hätte bringen können.

Die deutsche Mannschaft...... Hauptsache, man ist zufrieden

Acht Titel waren es 1998 in Budapest, und immerhin 23 Medaillen. 15 bis 18 Mal Edelmetall hatten Deutschland Oberfunkionäre im Vorfeld prognostiziert. Zwei Europameistertitel und 18 Medaillen sind bei der EM im eigenen Lande herausgekommen. "Wir sind zufrieden, es hätte vielleicht der eine oder andere Europameister mehr sein können...", lautete das Statement der DLV-Führung. Ich glaube, dass es sich hier die Verbandsgremien ein wenig leicht machen. Es bröselt gewaltig am leichtathletischen Guthaben der deutschen Vereinigung, die nun auch wieder schon über zehn Jahre zurückliegt und immer noch Früchte trägt. "Schau an, die Alten...", ließ Trainer Springstein angesichts der beiden Silbernen von Heike Meißner und Gritt Breuer verlauten und hatte damit gar nicht unrecht. Die Leistungsträger waren in der Regel wirklich wieder die alten, wenn man einmal von Ingo Schultz absieht. Und der ist nun wirklich kein Kind des systematischen deutschen Förder- und Sichtungssystems. Den Verantwortlichen sollte eigentlich klar sein, dass die Alarmglocken deutlich zu hören sind, in München eben noch etwas leiser, weil der Abschwung vom Heimvorteil doch ein wenig gebremst

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Süddeutsche Meisterschaften für Männer/Frauen und Jugend BWalldorf, 3./4. August 2002 - Bericht

Bettina Freiwald holt über 400 m Hürden Silber / Sabine Schnurrer wird mit dem Hammer Dritte

2002-08-04_sueddeutsche_aktive_bericht Walldorf, 4. August 2002 (orv) - Recht wacker schlug sich das kleine Aufgebot der Oberpfalz bei den diesjährigen Süddeutschen Meisterschaften in Walldorf. Bettina Freiwald (TV Amberg) gelang über 400 m Hürden der B-Jugend mit 63,92 als Zweite ebenso der Sprung auf's Treppchen wie der Wiesauerin Sabine Schnurrer, die den Frauenhammer bis auf 46,29 schleuderte und damit Dritte wurde. Trotz feiner 11,57 und 11,50 reichte es für die Obertraublinger B-Jugendlichen Sandra Pfeffer und Lena Matula im Dreisprung letztendlich nur zu Rang vier und fünf. Fünfte wurden auch der B-jugendliche Hochspringer Andreas Gmeiner (LAC Tirschenreuth) mit 1,89 und Stabhochspringerin Moni Siegfried (SWC Regensburg) mit 3,20 in der selben Altersklasse. Mittelstrecklerin Kathrin Schönfeld vom gleichen Verein hatte bei den Frauen ein ganz schnelles 800 m Finale erwischt. Trotz einer ausgezeichneten 2:10,82 reichte es am Ende nur zu Platz sechs. Ebenso erging es Speerwerfer Stephan Seeck (LG Domspitzmilch Regensburg), der mit einem 65er Wurf gerade noch das Männer-Finale als Achter erreichte und sich mit seinem letzten Wurf (66,53) noch bis auf Rang sechs vorarbeitete. Dreispringer Stefan Sailer (SV Obertraubling) lag mit seinen 14,13 noch einen Rang dahinter. Völlig von der Rolle beendete Susie Falkenstein (LG Domspitzmilch Regensburg) das 1500 m Finale der Frauen als Neunte mit 4:47,11 und hatte am Ende auch so recht keine Erklärung für ihren danebengegangenen Lauf.

Euregio Leichtathletikfest Freilassing, 3. August 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Athlet sorgt in Freilassing für eine der besten Leistungen/ Franz Leidl mit Bestleistung

2002-08-03_euregio_bericht Freilassing, 3. August 2002 (orv) - Obwohl hochkarätige Konkurrenz aus Österreich und Tschechien zum diesjährigen Euregio-Leichtathletikfest nach Freilassing gekommen waren, fanden nur wenige der bayerischen Asse ins südostbayerische Grenzgebiet. Eines davon war der Domspitzmilch-Diskuswerfer Markus Tschiers, der für seine ausgezeichneten 54,41 auch gleich noch den ausgelobten Goldbarren mit nach Hause nehmen konnte. Ein anderer Hochkaräter kam mit Sebastian Hallmann (LAC Quelle Fürth/München) direkt vom Höhentrainingslager in St. Moritz und war mit seiner 1000 m Zeit von 2:24,08 überhaupt nicht zufrieden, weil die versammelte Mittelstreckenprominenz mit dem späteren Sieger Jason Stewart (LAC Quelle Fürth/München - 2:23,78) das Tempo in Runde eins unnötig verschleppt hatte. Für das heimische Highlight sorgte natürlich Eva Trost (LG Rupertiwinkel), die die 800 m quasi im Alleingang mit 2:07,82 deutlich für sich entschied. Im Sprint der Männer sorgten zwei Österreicher für die besten Ergebnisse. Staatsmeister Thomas Purkrabek (Union Salzburg) ließ sich die 100 m in 10,62 nicht nehmen und über die doppelt so lange Distanz war Thomas Scheidl (LLC Wien) in 21,44 nicht zu schlagen. Meeting-Macher Hermann Reitschuh beklagte vor allem die Tatsache, dass trotz idealer Witterungbedingungen lediglich 250 Athleten/Innen gemeldet hatten. In dem etwas nah liegendem Ingolstädter MeetIN und den zum gleichen Zeitpunkt im Badischen stattfindenden Süddeutschen Meisterschaften sah er vor allem die Ursachen für den Teilnehmerschwund. Dem zahlenmäßig geringen, zumeist aus Jugendlichen bestehenden Aufgebot der LG Domspitzmilch merkte man natürlich auch schon die Abnützungserscheinungen einer langen erfolgreichen Saison an. Einer ihere Besten, Stephan Wittl, war mit guten Vorsätzen angereist, musste dann aber unmittelbar vor dem 400 m Finale passen, weil ihn eine Darmgrippe in der Woche vorher so geschwächt hatte, dass sein Einsatz einfach nicht mehr sinnvoll erschien. Seinem Teamkollegen Franz Leidl gelang indessen doch noch mit 22,96 als Dritter der 200 m Jugendwertung eine persönliche Bestleistung. Diese verfehlte der B-Jugendliche Andreas Wolski 7./LG Domspitzmilch) mit 24,14 nur knapp, während Hochspringer Andreas Götz (LG Domspitzmilch/SV Lupburg) mit dem Weitspringen (7./5,59/mJA) doch erheblich mehr Probleme hatte. Mittelstrecklerin Eva Ferstl (LG Domspitzmilch/SG Painten) beendete ihre Saison mit Platz fünf in der Jugendwertung über 800 m in 2:31,66.