MeetIN - Abendsportfest in IgolstadtIngolstadt, 31. Juli 2002 - Bericht

MTV-Abendsportfest schafft Anschluss an das reine Einladungsmeeting der letzten Jahre

2002-07-31_meetIN_bericht Ingolstadt, 31. Juli 2002 (orv) - Dort, wo sich sonst Heike Drechsler und co. ein Stelldichein gaben, fand in diesem Jahr ein schmuckes, kleines, aber feines Abendmeeting statt. Ingolstadt, früherer Austragungsort eines der größten Einladungs-Sportfeste im süddeutschen Raum, hat umgesattelt und mit einem weit geringerem Etat ein offenes Abendmeeting mit Leistungen auf durchaus hohem Niveau geschaffen. Bei den Männern sorgte vor allem Oliver König (LAZ Leipzig) für die Highlights. Nachdem er sich über 100 m in excellenten 10,38 noch ein Fotofinish mit Khalid Al-chaidhi (Katar) geliefert hatte, stellte er sich über die doppelt so lange Distanz mit ebenso guten 21,02 als eindeutig Stärkster heraus. Bei den Damen unterbot Nicole Maharens (LG Weser-Bergland) über 200 m mit 23,88 als Einzige die 24 Sekunden und war auch im Sprint mit 12,14 nicht zu schlagen. Für einen weiteren Höhepunkt sorgte Anja Knippel (LAC Erfurt) mit ihrem 800 m-Alleingang in 2:04,29. Über die Stadionrunde schaute mit Stefan Bönisch (LG eintracht Frankfurt) ein echtes Ingolstädter Gewächs in seiner alten Heimat vorbei. Seine 48,06 reichten jedoch nicht gegen den 47,70 laufenden René Breitenstein (TSV Bayer Leverkusen). Über 800 m setzte der Neuseeländer Jason Stewart mit 1:50,55 seine Siegesserie in Bayern fort und die 5000 m wurden eine leichte Spurtbeute von Cleophas Bitok (LG/USC Heidelberg/Kenia), der zum Sieg in 14:35,33 nicht mehr als nötig tat. Mit Christoph Völker (TS Lichtenfels) stellte mit ansehnlichen 7,33 ein Stabhochspringer im fremden Metier Weitsprung die Weichen. Erst auf dem Zielstrich musste sich die Bayerische 400 m-Meisterin Sylvia Mauritz (SV Gendorf) mit 54,64 zu 54,60 ihrer weißblauen Dauerkonkurrentin Andrea Walper (LG Donau-Brenz - siehe Foto) geschlagen geben. Eine Klasse für sich auf den 5000 m war die Kenianerin Leah Malot mit ihren 16:27,08. Gegen Ende des Rennens setzte sich hier Viola Schäffer (LG Erlangen/USA) noch deutlich von der zweiten Kenianerin, Emily Kimuria (17:28,03) ab. Ein feines Rennen zeigte auch die inzwischen 41jährige vielfache deutsche Seniorenmeisterin Kathi Kaufmann (LG Domspitzmilch Regensburg) mit 17:33,24 als Vierte. Die guten Bedingungen im Weitsprung nutzten gleich zwei Bayerinnen zu Sätzen über die Sechs-Meter-Marke. Andrea Tittmann (MTV Ingolstadt) gewann dabei ihr "Heimspiel" mit 6,17 deutlich gegen die Garmischerin Astrid Ziemendorf (6,06). Für das kleine Häuflein Domspitzmilch-Athleten gab`s vor allem im 5000 m-Lauf Grund zur Freude. Neben Katharina Kaufmann steigerten sich auch Eva Karg (18:11,88), Andrea Stengel (18:12,37), Natascha Leptihn (19:07,04) und die B-Jugendliche Eva Ferstl (19:24,87) zu Saisonbestleistungen. Der gleichaltrige Andreas Wolski (LG Domspitzmilch) blieb über 100 m mit 11,99 ertmal unter zwölf Sekunden und Max Bosse (LG Domspitzmilch), der gleichen Altersklasse angehörend, feierte über die Stadionrunde mit 54,70 ein vielversprechendes Debut. Sein Teamkollege Wolfgang Gassner gewann die Jugendwertung mit 52,95. Die Straubingerin Regina Schnurrenberger zeigte als Nachwuchssiegerin über 1000 m mit 2:52,27 ein feines Rennen. Auf der gleichen Strecke blieb Johannes Graf (LG Domspitzmilch/SG Waldetzenberg), noch den B-Schülern angehörend, bei einem für ihn etwas unglücklichen Rennverlauf, mit 3:11,20 etwas unter Wert.

Commonwealth Games Manchester, 29. Juli 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Stabhochspringerin feiert in Manchester mit übersprungenen 4,10 größten Erfolg

Manchester, 31. Juli 2002 (orv) - Manchester, 31. Juli 2002 (orv) - Iris Hill (LG Domspitzmilch/England) hat bei den diesjärigen Commonwealth-Spielen in Manchester den Sprung in die Medaillenränge geschafft. Mit 4,10 ersprang sie sich hinter den beiden Australierinnen Tatiana Grigorieva (4,35) und Kym Howe (4,15) die Bronzemedaille, die sie mit den höhen- und fehlversuchsgleichen Bridgid Isworth (Australien) und Stephanie Mccann (Kanada) teilen musste. Der Sprung auf's Treppchen kommt einer kleinen Sensation gleich. Ursprünglich nur als Neunbeste gemeldet musste sich das Domspitzmilch-Ass im englischen Nationaltrikot nur der australischen Übermacht beugen. Wie ihr Teamkollege Florian Schönbeck hat auch sie die internationale Norm für die Europameisterschaften in München, scheiterte aber letztendlich an der nationalen britischen Norm von 4,25. Im Freudentaumel über das völlig überraschende Edelmetall nahm sie diese Tatsache dann aber recht gelassen, weil sie schon im Vorfeld ihre gesamte Jahresplanung auf Manchester abgestimmt hatte.

Bayerische Mehrkampfmeisterschaften 2002Wunsiedel, 27./28. Juli 2002 - Bericht

Männer Zehnkampf-Mannschaft holt einziges Gold bei den Bayerischen Mehrkampfmeisterschaften

Wunsiedel, 27. Juli 2002 (orv) - Nicht ganz das, was sie sich vorgestellt hatten, erreichten die Mehrkämpfer der LG Domspitzmilch Regensburg bei den Bayerischen Mehrkampfmeisterschaften in Wunsiedel. Lediglich in der Mannschaftswertung des Männer-Zehnkampfes gab es für die Regensburger mit 18.916 Punkten das erwartete Gold. Ihr Bester, Ulf Böhrnsen, biss sich erwartungsgemäß mit guten 6819 Punkten am Erlanger André Röttger (7014 P.) die Zähne aus und auch für Junior Andreas Udvari reichte es am Ende nicht zum Sieg. Im abschließenden 1500 m Lauf fing ihn Volker Gutgesell (TS Lichtenfels) noch ab und hatte schließlich mit 6594 zu 6513 Zählern das bessere Ende. Eine weitere Bronzemedaille holte die Ambergerin Kathrin Widder mit 4644 Punkten im Siebenkampf der Juniorinnen. Ulf Böhrnsen, wie auch die beiden Domspitzmilch-Junioren Andreas Udvari und Andreas Lindenmeier hatten den ersten Tag noch ausgezeichnet beendet. Böhrnsen lag nach 11,63 - 6,61 - 12,27 - 1,93 - 52,50 knapp hinter dem späteren Meister, Udvari (11,29 - 6,70 - 13,26 - 1,78 - 51,78) und Lindenmeier (11,46 - 6,62 - 11,49 - 1,93 - 51,73) führten die Juniorenwertung klar an. Nachdem Ulf Böhrnsen am zweiten Tag (15,66 - 37,85 - 4,40 - 48,17 - 4:49,89) seine Stärken im Stabhochsprung nicht ganz aussielen konnte und André Röttger dort mit Ach und Krach seine Anfangshöhe von 4,00 doch noch schaffte, war klar, dass der Mittelfranke trotz einer soliden Leistung des Regensburgers nicht mehr einzuholen war. Bei den Junioren baute dann Andreas Lindenmeier mit dem Stab einen "salto nullo", was ihn in der Endabrechnung bis auf Rang sieben zurückwarf (16,13 - 35,70 - o.g.V. - 26,33 - 5:10,30 = 5584 P.). Vor dem 1500 m Lauf hatte hingegen Andreas Udvari noch einen deutlichen Vorsprung, den er mit schwachen 5:31,05 verspielte, wobei er am zweiten Tag mit 15,82 - 37,84 - 4,30 und 42,36 nicht so recht in Schwung gekommen war. Benny Quitter (LG Domspitzmilch/ProAthletics Markt Schwaben) beendete den Zehnkampf als Männer-Achter mit 5140 Punkten (11,80 - 5,85 - 10,86 - 1,57 - 54,81 - 16,75 - 30,28 - 3,00 - 31,57 - 5:08,51). Hinter der überlegenen Juniorensiegerin Ursula Neumair (LAC Quelle Fürth/München - 5089 P.) fehlten Kathrin Widder (TV Amberg) auf Platz drei mit 4644 Zählern (15,35 - 1,57 - 10,05 - 26,10 - 5,07 - 35,88 - 2:32,64) nur wenige Punkte für Silber.

Karwendel Berglauf (WM Qualifikation)Mittenwald, 28. Juli 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Langstrecklerin wird beim Karwendel-Berglauf Zweite hinter Rony Lindner

2002-07-28_karwendel_berglauf_bericht Mittenwald, 28. Juli 2002 (orv) - Ellen Schöner (LG Domspitzmilch Regensburg) ist bei den ersten offiziellen Berglauf Weltmeisterschaften am 15. September in Innsbruck dabei. In einer superschweren Qualifikation über 11 Kilometer und 1400 Höhenmeter musste die Regensburgerin beim Karwendel Berglauf nur Romy Lindner (LG Vogtland), die das Rennen souverän in 1:17:22 gewann, ziehen lassen. Als Zweite lag die Domspitzmilch-Läuferin im Ziel mit 1:19:01 deutlich vor der ebenfalls für die WM nominierten Stefanie Buss (ASC Neuss/Rosellen - 1:20:31). Die zweite Läuferin der LG Domspitzmilch Regensburg, Gabi Reindl, erreichte als Zehnte mit 1:27:35 den Gipfel. "Das Gemeine an dem Lauf ist, dass sich die eh schon happigen 1400 Höhenmeter auf lediglich neun Kilometer der Laufstrecke verteilen, weil das erste Stück flach ist", äußerte sich Ellen Schöner im Vorfeld zur WM-Qualifikationsstrecke. Da die ganz steilen Läufe sowieso nicht so ihre Sache sind, war sich der Blondschopf gar nicht so sicher, bei den am 15. September in Innsbruck stattfindenden ersten offiziellen Berglauf-Weltmeisterschaften dabeizusein. Eine Sommergrippe hatte ihr zudem die Woche davor heftig zugesetzt. Im Rennen selbst war von den Negativfaktoren dann wenig zu merken. Ihre Nationalmannschaftskollegin und ständige Zimmergenossin bei internationalen Wettbewerben Romy Lindner hatte an diesem Tag die Nase zwar deutlich vorn, angesichts der Tatsache, dass Platz zwei oder drei nie in Gefahr war, blieb dies für Ellen Schöner bedeutungslos. Nun wartet auf sie ein heißer Herbst. Am 1. September will sie in Oberstdorf Bayerische Berglaufmeisterin werden, die Woche drauf geht's direkt aus dem Nachtdienst heraus zu den Deutschen Straßenlaufmeisterschaften über 10 km nach Salzgitter und vierzehn Tage nach der Berglauf-WM will sie in Berlin mit ihren Teamkolleginnen der LG Domspitzmilch den im letzten Jahr gewonnenen Titel im Marathon verteidigen.

Zehnkampf-Länderkampf USA-Deutschland Walnut/USA, 27./28. Juli 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Athlet sammelt 7869 Punkte / Peter Hargasser drittbester Deutscher

2002-07-28_mk_usa_bericht Walnut/USA, 28. Juli 2002 (orv) - Die US-Zehnkämpfer haben den Vergleichskampf mit dem deutschen Zehnkampf-Team in Walnut mit 39.908 Zählern für sich entschieden. Die deutsche Truppe kam auf insgesamt 37.817 Zähler. Überragender Akteur der Veranstaltung war Tom Pappas. Der derzeit Zweite der Weltjahresbestenliste sammelte an den zwei Tagen insgesamt stolze 8.431 Punkte und legte damit die Basis für den Teamerfolg der US-Amerikaner. Mit großem Abstand kämpfte der Rest um die weiteren Plätze. Dabei hatten mit Chad Smith (7.880), Stephen Moore (7.878) und Phil McMullen (7.872) drei weitere US-Boys das bessere Ende auf ihrer Seite, ehe mit Florian Schönbeck (LG Domspitzmilch Regensburg - 7.869) knapp dahinter der beste Deutsche folgte. Routinier Kip Janvrin (7.847) verwies Lars Albert (7.812) auf Rang sieben. Peter Hargasser (7.418) wurde vor Sascha Mäder (7.404) und Jörg Goedicke (8.314) Neunter, während Andre Niklaus nach einem Salto Nullo im Stabhochsprung mit dem 14. Rang Vorlieb nehmen musste. Nach einem eher verhaltenem ersten Tag, bei dem nur der Weitsprung mit neuer Saisonbestmarke von 7,23 herausragte, setzte Florian Schönbeck am zweiten Tag noch zur großen Verfolgungsjagd an und hätte um ein Haar bis auf den überlegenen Sieger Tom Pappas fast noch alle Amerikaner eingeholt. Sein Teamkollege Peter Hargasser zeigte als drittbester Deutscher mit seinen 7418 Zählern eine solide Leistung, wobei er seine Stärken über die Hürden mit 14,46 nicht recht zur Geltung bringen konnte. Die Einzelleistungen von Florian Schönbeck lauteten 11,31 - 7,23 - 13,09 - 1,85 - 50,18 - 14,69 - 43,56 - 5,11 - 61,26 - 4:31,77, jene von Peter Hargasser 10,99 - 6,92 - 13,42 - 1,88 - 50,87 - 14,46 - 40,01 - 4,51 - 58,24 - 5:03,21.

Bayerische Mehrkampfmeisterschaften Wunsiedel, 27./28. Juli 2002 - Vorschau

Bayerische Mehrkampfmeisterschaften mit kleinen Feldern / Kathrin Widder will Titel verteidigen

Regensburg, 25. Juli 2002 (orv) - Wenn man in Bayern vom Mehrkampf auf hohem Niveau spricht, kommt man um die Domspitzmilch-Athleten nicht herum. So zählen auch in diesem Jahr wieder einige Mehrkämpfer der LG zum Favoritenkreis auf den einen oder anderen Landestitel, wenn die Vielseitigkeitskünstler am Wochenende ihre Bayerischen Meister/Innen in Wunsiedel ermitteln, obwohl mit Peter Hargasser und Florian Schönbeck Regensburgs Beste gar nicht verfügbar sind, weil sie für Deutschland den traditionellen Länderkampf in den USA bestreiten. Eigentlich wäre der im letzten Jahr sich auf 7086 Punkte steigernde Ulf Böhrnsen (LG Domspitzmilch/ProAthletics Markt Schwaben) die logische Konsequenz, wäre da nicht ein völlig unberechenbarer André Röttger (LG Erlangen) der zu guten Zeiten den 8000 Punkten schon sehr nahe gekommen war. Der Dritte 7000-Punkte-Athlet bei den Männer, Wolfgang Hübl, ebenfalls von der LG Domspitzmilch kommend, sollte auf Grund seines arbeitsintensiven Studienabschlusses wohl kaum in der Lage sein, ins Titelrennen eingreifen zu können, wenn er denn überhaupt antritt. Bei den Junioren will Andreas Udvari (LG Domspitzmilch/ProAthletics Markt Schwaben) nach seinen guten Ansätzen bei den Bayerischen Einzelmeisterschaften natürlich ganz nahe an die 7000er-Grenze, die er als Jugendlicher, dort aber noch mit leichteren Wurfgeräten und kleineren Hürden, schon einmal geschafft hat. Gelingt ihm das, sollte auch der Lichtenfelser Volker Gutgesell nur minimale Chancen haben, dem Regensburger den Kuchen zu vermasseln. Auf einen Ausrutscher der beiden ist Andreas Lindenmeier (LG Domspitzmilch/ProAthletics Markt Schwaben) angewiesen, wenn er sich Gold ausrechnet. Ansonsten sollte der heuer sehr stabil gewordene Nachwuchs-Mehrkämpfer einiges mehr zu bieten haben, als die bisher zu Buche stehenden 6326 Punkte. Mit ihm Team der LG Domspitzmilch ist auch noch Benny Quitter (LG Domspitzmilch/ProAthletics Markt Schwaben), dessen erkärtes Ziel es ist, möglichst nahe an die 6000 heranzukommen. Mit Kathrin Widder (TV Amberg) hat die Oberpfalz im Siebenkampf der Juniorinnen ein weiteres heißes Eisen im Feuer. Alles andere als eine erfolgreiche Titelverteidigung wäre hier eine Überraschung. Im Nachwuchs machen dem Verband wohl die dünnen Felder die meisten Sorgen. Einst Grundlage für viele Einzeldisziplinen, dümpelt der Nachwuchsmehrkampf immer mehr in Richtung Exotendisziplin, wobei sich das Wegbrechen der wenig lukrativen aber arbeitsintensiven Mehrkampfmeetings auf unterer Ebene allmählich deutlich als Hauptursache bemerkbar macht. Für einen jungen Athleten/In ist es heutzutage gar nicht mehr einfach einen qualifizierten Wettkampf zu finden, wenn er solchen braucht, um die für die höheren Titelkämpfe erforderlichen Normen zu erfüllen.

DLV-Testwettkampf Hammerwurf Stadtsteinach, 27. Juli 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Athletin verbessert sich in Stadtsteinach auf 64,81

2002-07-27_stadtsteinach_hammer Stadtsteinach, 27. Juli 2002 (orv) - Nach der Devise "Wettkampf ist das beste Training" beendeten die drei für die EM qualifizierten deutschen Hammerwerferinnen ihren letzten Vorbereitunglehrgang für die Europameisterschaften beim letzten Wettkampf in Stadtsteinach mit drei neuen persönlichen Jahresbestleistungen. Susanne Keil (LG Eintracht Frankfurt) gwann mit 67,78 vor Andrea Bunjes (SV Holtland) mit 67,57 und Manuela Priemer (LG Domspitzmilch Regensburg) mit 64,81. Vierte wurde die deutsche Vizemeisterin Simone Matthes (LG Bayer Leverkusen), deren Hammer 63,72 m weit flog. Dies sollte den drei EM-Starterinnen Susanne Keil, Andrea Bunjes und Manuela Priemer wohl den letzten Schub Richtung München geben mit dem schönen Nebeneffekt, dass wirklich die besten Drei aus Deutschland in die bayerische Landeshauptstadt reisen. Gerhard Priemer, Vater und Heimtrainer der einzigen weißblauen Europameisterschaftsstarterin, freute sich besonders über die gute Serie seiner Tochter, die neben zwei ungültigen Versuchen auch noch Würfe mit 64,36, 64,34 und 63,03 zu bieten hatte.

Bayerisches Talentzentrum Regensburg, 21. Juli 2002 - Bericht

Landesverband würdigt die Nachwuchsarbeit der Regensburger Leichtathletik Gemeinschaft

2002-07-26_talentzentrum Regensburg, 27. Juli 2002 (orv) - Nachdem bereits die "Freunde der Leichtathletik", eine Fördergruppierung ehemaliger deutscher Spitzenathleten, anlässlich der Bayerischen Juniorenmeisterschaften die systematische Aufbauarbeit der LG Domspitzmilch bundesweit anerkannt und prämiert hatten, durften die beiden für den Nachwuchs verantwortlichen Trainerinnen Doris Scheck und Steffi Pietsch bei den Bayerischen Meisterschaften im Regensburger Uni-Stadion eine weitere Würdigung entgegen nehmen. Der Bayerische Leichtathletik Verband ernannte die LG Domspitzmilch zum Landestalentzentrum.

Karlsfelder Läufercup Karlsfeld, 24. Juli 2002 - Bericht

Starke Vorstellung von Susie Falkenstein und Susi Lutz beim Karlsfelder Läufercup

2002-07-24_karlsfeld_lc02_30002002-07-24_karlsfeld_lc02_3000 Karlsfeld, 25. Juli 2002 (orv) - Die eine könnte eigentlich die Mutter der anderen sein. Fakt ist, dass ziemlich genau 21 Lebensjahre zwischen Susi Lutz, der Jüngeren, gerade einmal fünfzehn geworden, und Susie Falkenstein, der Älteren, liegen. Gelaufen sind die Domspitzmilch-Mittelstrecklerinnen beim Karlsfelder Läufercup wie die Wiesel. In ihrem ersten 3000 m Rennen überhaupt zauberte das LG-Nesthäkchen gleich einmal feine 10:35,41 auf die Kunststoffbahn und war damit über zwanzig Sekunden schneller als ihre um ein Jahr ältere Teamkollegin Eva Ferstl (10:57,50), ihrerseits heuer schon bei den nationalen Nachwuchstitelkämpfen gestartet und zweifache Landestitelträgerin auf dieser Distanz. Susie, die Ältere, biss im schnelleren Lauf gewaltig auf die Zähne, um zu zeigen, dass man auch als Deutsche Seniorenmeisterin der W35 noch unter zehn Minuten laufen kann, genauer gesagt exakt 9:56,42, einer Zeit, der nur wenige Bayerinnen mächtig sind. Damit gewannen die beiden natürlich souverän ihre Altersklassenwertungen und auch im Gesamteinlauf aller weiblichen Teilnehmerinnen lag das Domspitzmilch-Trio deutlich auf den ersten drei Plätzen. Während Susi Lutz sich nun in die verdienten Ferien verabschiedet, heißt Susie Falkenstein nächstes Ziel Süddeutsche Meisterschaften am ersten Augustwochenende im badischen Walldorf. Dort soll's über die 800 m wieder möglichst nah an die 2:11 herangehen und auch auf der 1500 m Strecke ist mit dem Fallen der 4:30-Barriere ein klares Ziel ausgemacht. Mit am Start in Karlsfeld waren auch noch die Domspitzmilch-Läufer Benedikt Schäffer (mJB) und Frank Eckert (M30 - 9:55,38). Das Duell der beiden entschied mit 9:52,50 als Erster seiner Altersklasse der Jugendliche knapp für sich.

Bayerische Meisterschaften für Männer, Frauen, SchülerklassenRegensburg, 20./21. Juli 2002 - Bericht

Viele Überraschungsieger / Jugend drängt nach vorn / Manuela Priemer mit aufsteigender Form

2002-07-21_blv_aktive_bericht Regensburg, 21. Juli 2002 (orv) - Regensburg war an diesem Wochenende für Bayerns Leichtathleten eine Reise wert. Bei den wie immer mustergültig von der LG Domspitzmilch Regensburg ausgerichteten Bayerischen Meisterschaften für Männer, Frauen und die Schülerklassen sorgte Lokalmatadorin Manuela Priemer (LG Domspitzmilch Regensburg) aus bayerischer Sicht mit ihrem Hammerwurf auf 62,54 für das herausragende Ergebnis. Auffallend war, dass der mittelfränkische Großclub LAC Quelle Fürth/München seine jahrelange Führungsstellung aufgeben musste und die Teams vom Gastgeber LG Domspitzmilch Regensburg, vom LAZ Kreis Würzburg und des TSV Gräfelfing bei der Titelvergabe ordentlich mitmischen konnten. Die Sprinter waren zunächst einmal die Hauptnutznießer des idealen Leichtathletikwetters. Abgesehen von einer halben Stunde Gewitterregen am Sonntag konnten Bayerns schnelle Männer und Frauen den günstigen Rückenwind und die warmen Temperaturen in einen richtigen Leistungsschub umsetzen. Titelverteidiger Marc-Oliver Schmidtchen (TSV Gräfelfing) musste zwar über 100 m eine knappe Niederlage gegen Laszlo Barath (LG Amper Würm) einstecken, revanchierte sich aber dann über 200 m mit tollen 21,42. Peter Hargasser (LG Domspitzmilch) holte sich hier Bronze mit 21,82, nachdem er schon am Vortag in einer rein Regensburger Entscheidung über 110 m Hürden mit 14,09 seinen hier stark verbesserten Teamkollegen Florian Schönbeck (14,35) und Christian Wotruba (ESV 27 Regensburg - 14,68) niederhalten konnte und auch im Weitsprung mit 7,11 und Silber nicht weit vom Titel weg war. Florian Schönbeck ließ als neuer Bayerischer Meister im Stabhochsprung sogar 5,31 auflegen, gewann aber dann doch "nur" mit 5,20. Titelverteidiger Gregor (LG Domspitzmilch) erkämpfte sich Platz drei mit 4,90 vor seinem Teamkollegen Ulf Böhrsen, der neuen Hausrekord mit 4,80 sprang. Auch mit Diskus und Speer schnupperten Domspitzmilch-Athleten an Gold. Markus Tschiers musste mit der Zwei-Kilo-Scheibe bei 52,96 knapp dem Doppelmeister mit Kugel und Diskus, Norbert Demmel vom TSV Unterhaching, den Vortritt lassen und Stephan Seeck holte hinter Oliver Mehl (LG 90 Kreis Ebersberg - 70,17) und Helmuth Maryniak (FC Passau - 68,48) mit 67,22 Bronze. Das gleiche Edelmetall gab es auch für den Obertraublinger Martin Hoibl im Dreisprung (14,35), wo der Fürther Hrvoje Verzi mit 15,96 für eine der besten Meisterschaftsleistungen sorgte. Hoibls Mannschaftskollege Stefan Sailer wurde Fünfter mit 14,02. Vom feinsten war auch der Hochsprung von Frank Niklas (LAC Quelle Fürth/M.) mit sehr guten 2,15 vor dem Tirschenreuther Josef Reiter (2,04). Der Jugendliche Andreas Götz (LG Domspitzmilch) ergatterte hier Rang fünf mit 1,95. Da wollten natürlich auch die einheimischen Läufer nicht nachstehen. Über 5000 m verpasste Thomas Schmid (LG Domspitzmilch) in einem mitreißenden Finale mit neuem Hausrkord von 14:34,96 gegen den Fürther Habib Boukechab nur hauchdünn den Sieg, über 10.000 m konnten die auf Platz drei und vier einlaufenden Dennis Pyka (31:07,85) und Wolfgang Kohnen (31:32,23 - beide LG Domspitzmilch) lange mit dem Führungsduo Manfred Dusold (LG Bamberg - 30:41,98) und Thomas Straßmeir (LC Aichach -30:46,35) mithalten. Auf den beiden Mittelstrecken bissen sich alle an Doppelmeister Jason Stewart (LAC Quelle Fürth) die Zähne aus. 2002-07-21_blv_aktive_bericht Bei den Frauen zeigte die Jugendliche Annika Hohneiser (LAZ Kreis Würzburg) mit piksauberen 11,97 und 24,38, wo es im bayerischen Sprint in Zukunft lang geht. Auf den Mittelstrecken dagegen war Altmeisterin Eva Trost (LG Rupertiwinkel) mit 2:07,66 (800 m) und 4:40,74 (1500 m) nicht zu schlagen. Über 5000 m und auf der doppelt so langen Distanz ließen Christine Döllinger (LAC Quelle Fürth - 16:43,74) und Monika Schuri (LG Wehringen - 35:28,52) nichts anbrennen. Dahinter sahnten vor allem Regensburger Läuferinnen die Medaillen ab. Silber und Bronze gab's für Kathrin Schönfeld (SWC Regensburg-800 m/1500 m), Silber allein für Susie Falkenstein (LG Domspitzmilch/1500 m) und Urgestein Katharina Kaufmann (LG Domspitzmilch), die sich auf völlig unerwartete 36:15,71 über die 10.000 m steigerte. Den Medaillenregen vervollständigten die beiden Juniorinnen Eva Karg und Barbara Wörner mit Gold und Silber über die gleiche Distanz in ihrer Altersklasse. Das Ausrufezeichen setzte auf den Mittelstrecken aus lokaler Sicht schließlich Nesthäkchen Susi Lutz (LG Domspitzmilch), die bei ihrem 2000 m Sieg in der W15 mit einem fulminanten Antritt und der hervorragenden Zeit von 6:46,44 ihre Gegnerinnen zu Statisten machte. In den Sprüngen und über die Hürden vermisste man schmerzlich Karin Ertl, die nach ihrer verpassten EM-Qualifikation gleich gar nicht antrat. Für das beste Ergebnis sorgte hier aber wieder eine Mehrkämpferin. Andrea Tittmann (MTV Ingolstadt) holte sich den

...

Bayerische Meisterschaften für Männer/Frauen/SchülerklassenRegensburg - Uni-Stadion, 20./21. Juli 2002 - Vorschau

Über 1300 Meldungen für die Bayerischen Meisterschaften der Männer, Frauen, Schülerklassen

2002-07-20_blv_aktive_02_hauptvorschau Regensburg, 15. Juli 2002 (orv) - Nach vier Jahren werden im Regensburger Uni-Stadion an diesem Wochenende wieder einmal die Bayerischen Leichtathletik Meister/Innen gekürt. Über 1000 Athleten/Innen mit über 1300 Nennungen sorgen bei den mit den Landesschülermeisterschaften gekoppelten Titelkämpfen der Männer und Frauen für ein randvolles Programm bis in den Samstag- bzw. Sonntagabend hinein. Obwohl einige Stars aus der weißblauen Szene aus den verschiedensten Gründen fehlen werden, kann man durchaus in allen Wettbewerben spannende Wettbewerbe auf hohem Niveau erwarten. Die Ausrichtung liegt erneut in den bewährten Händen der LG Domspitzmilch in Zusammenarbeit mit dem LA-Kreis/Bezirk Oberpfalz, dem Sportamt der Stadt Regensburg und dem Sportzentrum der Uni. Im Sprint der Männer ist die Situation nach dem Wettkampfunfall von Titelverteidiger Marc-Oliver Schmidtchen (TSV Gräfelfing) beim Meeting in Germering offener denn je. Erholt sich der Gräfelfinger wieder, geht die Titelvergabe über 100/200 m nur über ihn. Ansonsten stehen auf der kürzeren Distanz der noch B-Jugendliche Joachim Welz (TSV Schongau) oder vielleicht auch der letztjährige deutsche Jugendmeister Hansi Fischer (LAC Quelle Fürth/München) parat. Auf der doppelt so langen Strecke haben Viertelmeiler Ingmar Ipach (TSV Gräfelfing), der bayerische Hallenmeister Christian Wotruba (ESV 27 Regensburg) und sogar der bayerische Zehnkampfmeister und Lokalmatador Peter Hargasser (LG Domspitzmilch) hervorragende Chancen, ganz vorne zu landen. Über die 400 m wird natürlich im Lager der Regensburger Senkrechtstarter Stephan Wittl, derzeit bei der Junioren-WM beschäftigt, schmerzlich vermisst. Mit einer 49,50 könnten daher die Eckl-Brüder aus Straubing zu Meisterehren kommen. Auf den Mittelstrecken 800 m und 1500 m führt kein Weg an den Fürthern Jason Stewart und Christian Knoblich vorbei, Titelverteidiger German Hehn (LG Domspitzmilch) ist verletzt und muss zuschauen. Über 5000 m muss Favorit Habib Boukechab (LAC Quelle Fürth/München) schon auf's Tempo drücken um die heuer auf 14:42 und 14:49 verbesserten Thomas Schid (LG Domspitzmilch) und Konrad Kufner (LG Passau) entscheidend abhängen zu können. Auch über die doppelt so lange Distanz werden es mit Dennis Pyka und Wolfgang Kohnen zwei Domspitzmilch-Läufer sein, die den erneuten Triumph von Daniel Pickl (LG Rupertiwinkel) am ehesten verhindern können. 2002-07-20_blv_aktive_02_hauptvorschau Die kurze Hürdenstrecke steht ganz im Zeichen der beiden Domspitzmilch-Zehnkämpfer Peter Hargasser und Florian Schönbeck, die daneben auch noch den Weitsprung und den Stabhochsprung dominieren sollten, dort zusammen mit Altmeister und Teamkollegen Gregor Neumann. Im Dreisprung sollte eigentlich Hrvoje Verzi (LAC Quelle Fürth/M.) eine Bank sein, seine Leistungen bei der DM werfen aber für den einzigen bayerischen 16-Meter-Springer Fragen nach der derzeitigen Form auf. Die Entscheidung im Hochsprung sollte zwischen den beiden Fürther 2,14-Springern Markus Rehak und Frank Niklas fallen. Altmeister Oliver Dück, nun im Trikot des FC Passau, sollte das Kugelstoßen genauso beherrschen wie Alexander Sporrer (Werfer Club 95 München) das Hammerwerfen, möglichst dann mit einer Leistung weit jenseits der sechzig Meter. Mit dem Diskus hat in dieser Saison Lokalmatador Markus Tschiers (LG Domspitzmilch) bei 55,20 am weitesten geworfen und Helmut Maryniak (1. FC Passau) hat bisher als einziger den Speer über siebzig Meter geschleudert, was allerdings noch nicht heißen soll, dass damit Meister und Vizemeister des letzten Jahres, Oliver Mehl (LG 90 Kreis Ebersberg) und Stephan Seeck (LG Domspitzmilch), sich einfach so in ihr Schicksal ergeben werden. Die Jugendliche Annika Hohneiser (LAZ Kreis Würzburg) sollte im Sprint der Frauen ungefährdet sein. Auch in der Staffel darf sich das favorisierte Quelle-Quartett gegen die jungen Würzburgerinnen keinen Fehler erlauben. Die Saisonbeste über die Stadionrunde mit und ohne Hürden kommt von der LG Donau-Brenz und heißt Andrea Walper. 2002-07-20_blv_aktive_02_hauptvorschau Wer die 800 m und 1500 m gewinnen will, muss gegen Eva Trost (LG Rupertiwinkel) eine Zeit unter 2:09 und unter 4:30 anbieten können. Für die drei Regensburger Protagonistinnen Kathrin Schönfeld (SWC), Katharina Zeitler (LLC Marathon) und Susie Falkenstein (LG Domspitzmilch) ein mächtig hartes Brot, um zu Hause ganz nach oben zu klettern. Ähnliche Brocken haben auch Titelverteidigerin Helene Eidenberger (LG Domspitzmilch) über 5000 m und Ellen Schöner (LG Domspitzmilch) über 10.000 m mit Christine Döllinger (LAC Quelle Fürth) und Monika Schuri (LG Wehringen) aus dem Weg zu räumen, um im heimischen Uni-Stadion zu Titelehren zu kommen. Mehrkämpferin Sabine Krieger (MTV Ingolstadt) wird sich gleich dreimal heiße Duelle liefern. Über die Kurzhürden sollte Berit Wiacker von der DJK SG Ingolstadt als stärkste Gegnerin

...

IAAF/CocaCola World Junior Championships

Kingston 2002 Aktualisiert am 04.11.2002

JWM-Impressionen aus Jamaika von Lars Birger Hense hier klicken Kingston, 18. Juli 2002

JWM-Impressionen aus Jamaika von Till Helmke hier klicken Kingston, 16. Juli 2002

JWM-Impressionen aus Jamaika von Lars Birger Hense hier klicken Kingston, 16. Juli 2002

JWM-Impressionen aus Jamaika von Till Helmke hier klicken Kingston, 13. Juli 2002

JWM-Impressionen aus Jamaika von Lars Birger Hense hier klicken Kingston, 12. Juli 2002

JWM-Impressionen aus Jamaika von Till Helmke hier klicken Kingston, 10. Juli 2002

DLV Aufgebot Junioren WM Kingston hier klicken Kingston, 16.-21. Juli 2002

BLV Jugend GalaSchweinfurt, 13. Juli 2002 - Bericht

Fünf Achtungserfolge bei der nationalen BLV Jugend Gala in Schweinfurt

2002-07-14_blv_jugendgala_bericht Schweinfurt, 13. Juli 2002 (orv) - Bestens zu verkaufen wusste sich der Oberpfälzer Leichtathletik Nachwuchs bei der nationalen BLV Jugend Gala in Schweinfurt. In den mit DLV-Kaderathleten gespickten Nachwuchswettbewerben standen am Ende fünfmal Jugendliche aus Bayerns kleinstem Bezirk ganz oben auf dem Treppchen. Allen voran die Hochspringer: Sandra Pfeffer (SV Obertraubling) gewann bei der weiblichen Jugend B mit guten 1,67, Andreas Götz (LG Domspitzmilch/SV Lupburg) scheiterte als A-Jugendlicher bei einer Sieghöhe von 1,96 als einziger erst bei zwei Metern und der Tirschenreuther Andreas Gmeiner bewältigte bei der B-Jugend hervorragende 1,93, nur einen Zentimeter unter seiner persönlichen Bestleistung liegend. Sieg Nummer vier und fünf steuerten Maxi Tschiers (LG Domspitzmilch/ProAthletics Markt Schwaben) bei der A-Jugend mit 49,17 und die um ein Jahr ältere Alexandra Lohwasser (DJK Neustadt/WN) im Kugelstoßen mit 13,51 bei. Eine Woche vor den Bayerischen Meisterschaften in Regensburg meldete die letztjährige Vizemeisterin Kathrin Schönfeld (SWC Regensburg) im Einlagerennen der Frauen über 800 m mit Hausrekord von 2:10,10 Titelansprüche an. Susie Lutz (LG Domspitzmilch) will bei den an gleicher Stelle zum selben Termin stattfindenden Landesschülermeisterschaften über die zwei Runden ebenfalls auf's Treppchen. Mit ihrer erneuten persönlichen Bestleistung von Schweinfurt in 2:18,66 ist dies durchaus realistisch. Ganz oben bei der B-Jugend stand indessen erneut die Straubingerin Regina Schnurrenberger mit excellenten 2:11,92. Eine, die in diesem Jahr mit Verletzungen viel Pech hatte, ist die Amberger 400 m Hürdenläuferin Bettina Freiwald. Mit den 63,20 und Platz zwei geht es nun aber wieder bergauf. Ihre Teamkollegin Anna Walter blieb bei der wJB über 400 m in 59,69 als Vierte abermals unter einer Minute. Darunter, nämlich unter den fünf Minuten, blieb auch ertmals die B-Jugendliche Eva Ferstl (LG Domspitzmilch/SG Painten) mit 4:58,62 über 1500 m. Ihre Teamkolleginnen Eva Karg (LGR/SpVgg Wolfsbuch) und Evi Heil vollbrachten selbiges als Vierte und Fünfte bei den Frauen mit 4:53,86 und 4:58,06. Hürdenläuferin Lena Matula (SV Obertraubling) blieb über die 100 m Hürden der wJB mit 14,91 im Vorlauf und 14,86 als Fünfte des Endlaufes erneut zweimal unter fünfzehn Sekunden. Den selben Rang in der gleichen Altersklasse belegte die Ensdorferin Alina Schmidt im Stabhochsprung mit 3,20. Christian Ficks (DJK SB Regensburg) B-Jugend-Hammer flog auf 43,12, einer Weite, die für Platz vier reichte. Für die beiden jugendlichen Domspitzmilch-Langstreckler Florian Rothe (mJA - 9:33,68) und Benedikt Schäffer (mJB - 9:48,66) war der 3000 m Lauf etwas zu schnell, für ihren der Männerklasse angehörenden Teamkollegen Rudi Salzberger aber genau richtig, um in 8:57,06 erstmals in diesem Jahr unter neun Minuten zu bleiben. Nachwuchs-Sprinter Andreas Wolski (LG Domspitzmilch) verbesserte sich über 100 m und 200 m auf 12,05 und 24,04.

Deutsche Seniorenmeisterschaften / Britische TrialsKevelaer/Birmingham, 12.-14. Juli 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Mittelstrecklerin gewinnt überlegen 800 m und 1500 m der W35

2002-07-14_dm_senioren_bericht Kevelaer, 14. Juli 2002 (orv) - Das Ein-Frau-Aufgebot der LG Domspitzmilch Regensburg fuhr bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften im niederrheinischen Wallfahrtsort Kevelaer einen hundertprozentigen Erfolg ein. Susie Falkenstein (LGR/ProAthletics Markt Schwaben) holte sich in der W35 überlegen die Titel über 800 m und 1500 m. Zunächst hängte die Studienrätin am Freitag mit 2:14,44 ihre Gegnerinnen um nahezu fünf Sekunden ab. Beim zweiten Titelrennen am Sonntag genügte ihr eine scharfe Schlussrunde, um auch hier mit 4:45,31 überlegen Gold nach Regensburg zu holen. Ihre Teamkollegin Iris Hill (LG Domspitzmilch/Jahn) feierte indessen im britischen Birmingham einen großen Erfolg. Mit der Höhe von 4,15 erprang sie sich mit dem Stab Platz zwei der britischen Meisterschaften, die zugleich als Trials für die EM in München gewertet wurden. Den Sprung ins britische Europameisterschaftsteam vergab sie knapp mit drei gerissenen Versuchen über die vom britischen Verband recht athletenfreundlich angesetzte nationale Norm von 4,25. Bleibt Domspitzmilch-Zehnkämpfer Florian Schönbeck nur anzuraten, sich entsprechend eine Britin anzulachen. Mit seinen bei der deutschen Ausscheidung in Ratingen erzielten 8023 Punkten wäre er den Europacupsiegern von der Insel allemal gut genug gewesen, um in München antreten zu dürfen.

EM-NominierungRegensburg, 11. Juli 2002 - Kommentar

Deutschlands Mehrkampf-Europacupsieger bettelt um Normengnade

2002-07-11_em_nom_komm1 Regensburg, 11. Juli 2002 (orv) - Österreich hat sie nicht und Spanien auch nicht, beim Europacupgewinner Großbritannien gibt es sie auch nicht. Die Spezies ist derzeit genau dreizehnmal in Europa vertreten. Die Rede ist von den 8000 Punkte-Zehnkämpfern unmittelbar im Vorfeld der Leichtathletik-Europameisterschaften in München. Wir in Deutschland haben gleich drei davon, Sebastian Knabe aus Halle, Mike Maczey und den Regensburger Florian Schönbeck, die mit ihren 8099, 8104 und 8023 Punkten die Plätze zehn, neun und zwölf in der europäischen Rangliste zieren. Alles in Butter könnte man sagen, die Mehrkämpfer sind gerüstet, haben ihre Hausaufgaben für die kontinentalen Meisterschaften im eigenen Land gemacht. Leider haben die Zehnkämpfer die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Und der ist in diesem Falle der eigene Verband, der im eigenen Land anscheinend aus eigenen Reihen nur vom Feinsten an den Start gehen lassen will. 8180 Punkte muss hierzulande der (die) König(e) der Leichtathletik im Vorfeld sammeln, genau so viele wie für die WM im Vorjahr und die Olympischen Spiele 2000, um im Olympiastadion zu München im Trikot mit dem Adler antreten zu dürfen. Das haben bis dato in Europa nur fünf geschafft, darunter mit Ach und Krach gerade einmal auch Ex-Weltrekordler Tomas Dvorak aus der Tschechischen Republik. Wenigstens einer der deutschen Zehnkämpfer, nämlich Sebastian Knabe, darf in der bayerischen Metropole trotzdem ran, weil der DLV aus unerfindlichen Gründen seine "Kindernorm", wie sie der renomierte Sportjournalist Robert Hartmann erst kürzlich in einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung bezeichnet hat, bis zum "zarten" Alter von 24 Jahren gelten lässt. Dies ist für Florian Schönbeck umso schwerer zu verstehen, weil er sich die Chance seines Sportlerlebens mit einem astreinen dritten Platz, lächerliche 70 Punkte hinter Knabe und 40 Punkte hinter dem doch noch in letzter Sekunde nominierten Mike Maczey, bei der Ratinger EM-Ausscheidung redlich verdient hat. Die anderen Nationen werden sich totlachen, wenn ihre Athleten im Stadion um Ruhm, Medaillen und Ehre kämpfen, derweil Bayerns derzeit einziger Mehrkämpfer von Format - der ebenfalls aus Bayern kommende Topmann Stefan Schmid schaffte nach einer Verletzungspause die EAA-Norm nicht - draußen auf dem Parkplatz die Autos der Funktionäre bewacht, wie er es schon einmal beim Weltcupfinale vor ein paar Jahren getan hat. Wenn der Zehnkampf am Mittwoch, den 7. August am Morgen beginnt, werden wahrscheinlich nur die Mehrkampfinsider im Stadion sein und keiner wird darunter sein, der sich nicht über drei deutsche Zehnkämpfer freuen würde, ganz gleich ob sie letztendlich vorne, in der Mitte oder ganz hinten landen werden. Dort sollten sie natürlich nach dem Willen der verantwortlichen Funktionäre keineswegs landen, schließlich sollte ein deutscher Athlet/In Endkampfqualitäten, heißt unter den letzten Acht landend, nachweisen können. Kopfschüttelnd wird man dann über den einen oder anderen wieder herfallen, der diesem Anspruch nicht gerecht werden konnte. Die eigenen Planungsfehlern bzw. Fehleinschätzungen wird man dann wahrscheinlich schon wieder verdrängt haben. Trainingsmethodisch war es jedenfalls keineswegs zu erklären, dass man die angeblichen "Looser" von Ratingen schon vierzehn Tage später ins kalte, windige polnische Bydgoszcz geschickt hat, um ihnen eine zweite Chance zu geben. Genutzt hat sie dort strenggenommen keine(r), weil sie ernsthaft auch gar keine echte war. Der positive Nebeneffekt, dass dort in Polen Florian Schönbeck für den DLV den Europacup miterrang, mag für die Funktionäre ein willkommenes Highlight gewesen sein, als Athlet, der in vierzehn Tagen zwanzigmal hochkonzentriert ran musste, hatte er bisher davon nichts. Noch wäre es Zeit, etwas, was so gar keinen Sinn macht, einfach zu revidieren. Damit tun wir Deutsche uns aber besonders schwer. Was einmal geschrieben steht, wird nicht gleich wieder verändert, auch dann nicht, wenn die Realität das Ganze beinahe zur Farce macht. Wo kämen wir da hin, müssten wir doch glatt über den Schatten springen, einem Schatten, der eigentlich so gar nicht athletenfreundlich aussieht. Angesichts der Tatsache, dass der deutschen Leichtathletik allmählich die Athleten/Innen, zumindest solche mit internationalem Format, ausgehen, sollte man zu den wenigen, die sich hierzulande für die olympische Kernsportart Nummer eins noch sprichwörtlich die "Haxen" ausreißen, besonders freundlich sein.