Domspitzmilch Gala Regensburg, 15. Juni 2002 - Bericht

Manuela Priemer unter Wert geschlagen / Claudia Gesell im Alleingang 2:03,94/Erste Gala ohne Regen

2002-06-15_domspitzmilch_gala02 Regensburg, 15. Juni 2002 (orv) - Eine schmerzliche Niederlage fing sich Hammerwerferin Manuela Priemer (LG Domspitzmilch Regensburg) bei ihrem Heimspiel im Regensburger Uni-Stadion ein. Mit 65,05 hängte Andrea Bunjes (SV Holtland), eine ihrer schärfsten Konkurrentinnen um die begehrten drei deutschen EM-Plätze, die Regensburgerin nicht nur deutlich ab, sondern blieb auch gleichzeitig ein zweites Mal über dem vom DLV geforderten Normwert von genau 65 Meter. Nach ihrer famosen deutschen Jahresbestzeit von Kassel (2:01,51) lieferte Claudia Gesell (TSV Bayer Leverkusen) nur einen Tag später in einem rasanten Alleingang mit 2:03,94 ihre zweitbeste Saisonleistung ab. Jan Schindziellorz (LAC Quelle Fürth/München) zeigte mit zwei sauberen Läufen über die 110 m Hürden in 13,74 und 13,81, dass seine einmalige Norm-Erfüllung von 13,50 keine Eintagsfliege sein sollte. Der derzeitigen Nummer zwei des deutschen Frauenspeerwurfs, Dörthe Friedrich von der LG Karlsruhe, fehlten im Uni-Stadion trotz ansprechender 58,53 immer noch über drei Meter in Richtung München. Trotz drohender Gewitterwolken am Beginn der Domspitzmilch-Gala konnten die Leichtathletikfans diesmal ihre Regensachen eingepackt lassen. Der mäßige Westwind sorgte zudem bei idealen sommerlichen Temperaturen für den leistungsfördernden Rückenwind im Sprint und ebenso gewünschten Gegenwind bei den Würfen. So ließen denn die Topergebnisse auch nicht lange auf sich warten. Das erste Ausrufezeichen setzte Andrea Bunjes, die den Hammer im vierten Versuch endlich über die 65-Meter-Marke setzte und nun optimistisch in Richtung EM schaut. Für eine tief enttäuschte Lokalmatadorin Manuela Priemer blieb nach nicht berauschenden 60,68 zumindest die Erkenntnis, dass in drei Wochen bei der DM in Wattenscheid die Karten nochmals neu gemischt werden. Schließlich ist sie immer noch die Nummer drei in deutschen Landen. 2002-06-15_domspitzmilch_gala02 Bezeichnend für die Situation im Sprint ist, dass ausgerechnet ein Zehnkämpfer die idealen Voraussetzungen in eine deutliche Steigerung umsetzen konnte. Noch schöner war es für den Ausrichter, dass der Athlet Peter Hargasser hieß, der mit famosen 10,76 immerhin den deutschen Jugendmeister des letzten Jahres, Hansi Fischer vom LAC Quelle Fürth/ München (10,85), in die Schranken wies. Über 200 m demonstrierte der Tscheche Jan Mazanec aus dem grenznahen Domazlice mit piksauberen 21,59 einsame Klasse. Die beiden Mittelstrecken standen ganz im Zeichen zweier Domspitzmilch-Athleten. Zunächst ließ German Hehn über 1500 m in einem erbitterten Kampf gegen die Uhr mit neuer Saisonbestmarke von 3:50,79 seinem Teamkollegen Thomas Schmid, der allerdings ebenfalls Hausrekord lief (3:55,22), nicht den Hauch einer Chance. Leider wird der Regensburger Altmeister diesmal bei der DM fehlen, weil die Konkurrenz für die geforderten 3:48,50 einfach zu schwach war. Hart kämpfen musste auch Dennis Pyka (LG Domspitzmilch Regensburg) über die doppelt so lange Distanz, diesmal aber gegen handfeste Gegner, die dem Regensburger durchaus den Sieg vermiesen wollten. In einem mitreißenden Finish hatte der aber am Ende dennoch mit 8:26,93 die Nase vorn. Im Speerwurf der Männer musste Oliver Tschunke (LG Wipperfürth) bis zum letzten Versuch warten, ehe das Gerät dann mit 71,79 über die ersehnte 70-Meter-Marke flog. Domspitzmilch-Werfer Stephan Seeck blieb leider bei 62,04 hängen. Besser machte es sein Teamkollege Markus Tschiers, der den Diskus auf neue Saisonbestmarke von 55,10 schleuderte und so nebenbei auch gleich einen neuen Oberpfalzrekord aufstellte. 2002-06-15_domspitzmilch_gala02 Im Sprint der Frauen blieb die Jugendliche Carmen Maderer (LAC Quelle Fürth/München) vor allen älteren Jahrgängen. Zunächst gewann sie die 100 m in 12,40, dann unterbot sie auf der doppelt so langen Strecke mit 24,89 erstmals die 25 Sekuden, lag da aber nur vier Hundertstel vor der ebenfalls noch jugendlichen Nina Will (LG Erlangen). Über die 100 m Hürden zeigte die deutsche Jugendmeisterin des letzten Jahres, Berit Wiacker (SG DJK Ingolstadt) mit 14,07 und 14,09 Aufwärtstrend in Richtung 13er-Zeiten. Über 800 m drehte sich natürlich alles um Claudia Gesell. Zunächst sorgte das Straubinger Nachwuchstalent Regina Schnurrenberger 300 m lang für eine ideale Pace. Die Leverkusenerin konnte so auch wunschgemäß mit ca 59 Sekunden die letzte Runde einläuten. Auf der Gegengeraden musste sie jedoch dem dort herrschenden Gegenwind Tribut zollen und in der Zielkurve merkte man ihr dann doch an, dass ihr nach dem tollen Rennen des Vortages letztendlich noch die Spritzigkeit für Zeiten unter zwei Minuten fehlte. Dahinter verkaufte sich Kathrin Sonntag (LG Staufen) mit 2:09,70 als Zweite mehr als gut. 2002-06-15_domspitzmilch_gala02 Die beiden Stabhochsprünge blieben bei der Domspitzmilch Gala ein wenig unter den Erwartungen. Bei den Frauen versuchten sich die Pragerinnen Michaela Boulova (3,80) und Lucie Palasova (3,70) vergeblich an den

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DLV Junioren Gala Mannheim, 15./16. Juni 2002 - Bericht

Völlig verpatzter Start verhindert zunächst deutliche Steigerung über 400 m im Einzelstart - Mit einer faszinierenden Startrunde in inoffiziellen 46,7 legt er den Grundstuck für die 3:08,08 der DLV-Staffel, die damit deutlich unter dem Richtwert von 3:10 bleibt

2002-06-15_mannheim_dlvjungala Mannheim, 15. Juni 2002 (orv) - Bei der Junioren Gala in Mannheim verpasste Stephan Wittl den Start zum 400 m Einzel-Lauf total. In einer furiosen Aufholjagd gelang ihm dennoch mit 47,95 als zweitbester deutscher Jugendlicher sein zweiter Lauf unter der 48-Sekunden-Barriere. Schneller war nur der Franzose Panel Brice mit 47,14 und Thomas Wilhelm (SC Neubrandenburg) mit 47,71. Der Starter wartete sehr lange im gerade nachlassenden Regen von Mannheim. Zu lange für den auf Bahn fünf im Startblock kauernden Stephan Wittl. Nach kurzem Zucken fiel der Dietfurter noch vor dem Schuss aus den Blöcken und - blieb einfach stehen, in Erwartung des zweiten Schusses. Der Starter hatte indessen Wittls Fehlverhalten übersehen, das Rennen nahm seinen (fast) geordneten Lauf. Mit einem Rückstand von ca. zehn Meter startete der Regensburger eine wilde Verfolgungsjagd, musste der aber eingangs der Zielgeraden Tribut zollen. Weit unter Wert geschlagen blieben bei ihm die Uhren bei 47,95 stehen. Lediglich Panel Brice, mit einer Bestzeit unter 47 Sekunden angereist, und der schon in Jena vor im liegende deutsche Jugendhallenmeister Thomas Wilhelm lagen noch vor ihm. Experten am Rande der Bahn hätten dem Domspitzmilch-Mann bei regulärem Start durchaus eine Siegchance eingeräumt. Den ganzen Frust des ersten Tages legte der Domspitzmilch-Youngster dann als Startläufer der 4x400 m-Staffel mit inoffiziell gestoppten 46,7 ab. Dies war der Grundstock für die excellenten 3:08,08 der vier Jamaica Kanditaten. Wenig später teilte DLV-Trainer Wolfram Ruth den vier glücklichen Jungs die WM-Qualifikation mit. Anfang Juli werden nun Thilo Ruch, Kambhe Gaba, Thomas Wilhelm und Stephan Wittl die Koffer für Jamaica packen, vorausgesetzt dass sie auch bei den Deutschen Jugendmeisterschaften wieder unter den besten Vier liegen.

Geschichte der Oberpfälzer LeichtathletikSchwandorf, 15. Juni 2002 - Bericht

Hartmut Schweitzer hat in mühevoller Kleinarbeit 100 Jahre Oberpfälzer Leichtathletik festgehalten

2002-06-15_oberpfalz_geschichte Bei der Domspitzmilch Gala in Regensburg übergab Hartmut Schweitzer, der frühere Präsident des Bayerischen Leichtathletik Verbandes, eine Umfangreiche Zusammenstellung über die Entwicklung der Olympischen Kernsportart in der Oberpfalz an den Bezirksvorsitzenden Herbert Rosenbeck. Nachdem der Ehrenvorsitzende des BLV Bezirkes Oberpfalz im vergangenen Jahr die Entwicklung der Leichtathletik zwischen 1945 und 2001 aufgezeichnet hatte, zeigte er jetzt die Entwicklung vor 1945 auf. In seiner 383 Seiten umfassenden Zusammenstellung Leichtathletik in der Oberpfalz von 1896 bis 1945 wird anhand von Zeitungsartikeln die Entwicklung nach gezeichnet. Dabei kommen einige beachtliche Tatsachen an das Licht. Wer könnte sich vorstellen, dass Oliver Kahn Deutschland nicht nur als Torwart im Nationalteam Vertritt sondern auch als Leichtathlet das Trikot mit dem Adler überstreift. In den 30er Jahren war dies Realität. Hans Jakob von Jahn Regensburg, zwischen 1930 und 1939 Torwart der Fußballnationalmannschaft startet 1933 beim Leichtathletik Länderkampf Schweiz Deutschland, in Basel, im Hochsprung. Er war auch Bayerischer Meister im 110m Hürdenlauf.

Deutsche Berglaufmeisterschaften Zell am Harmersbach, 9. Juni 2002 - Vorschau

Medaillenchancen für Team und für Ellen Schöner bzw. Juniorin Eva Karg in der Einzeldisziplin

2002-06-09_dm_berg_vorschau Regensburg, 5. Juni 2002 (orv) - Zell am Harmersdorf, mitten im malerischen Schwarzwald, ist in diesem Jahr Austragungsort der Deutschen Berglaufmeisterschaften. Wenn die nationale Elite die zehn Kilometer lange Tortur mit exakt 700 Höhenmetern in Angriff nimmt, sind auch die drei Domspitzmilch-Vizemeisterinnen des letzten Jahres dabei. Damals eroberte sich Ellen Schöner den zweiten Platz bei den Frauen ebenso wie Eva Karg bei den Juniorinnen. Mit im Team bei der dritten Silbermedaille war Gabi Reindl zu der sich heuer mit Andrea Scharrer eine ganz erfahrene Athletin auf diesem Gebiet hinzugesellt. Wenn es den Berg hinauf geht haben Domspitzmilch-Athletinnen immer hohe Erwartungen. Schließlich hat ihre Nummer eins, Ellen Schöner, in der Einzelwertung schon so ziemlich alles gewonnen, was es national zu gewinnen gibt. Der bei etlichen Welt- und Europameisterschaften eingesetzten Bergspezialistin fehlt eigentlich nur noch das Einzel-Gold bei Deutschen Meisterschaften. Dieser Metallfarbe gilt auch in diesem Jahr die Zielsetzung, zumal die Titelkämpfe auch noch Ausscheidungswettkampf für die nur ein knappes Monat später stattfindenden Europameisterschaften sind. Doch im Berglauf zählt eben neben Können auch ein bisschen Glück dazu. Die recht unterschiedlichen Streckenprofile passen manchmal etwas besser, manchmal aber auch etwas schlechter. Im letzten Jahr bei der Premiere gleich Zweite bei den Juniorinnen, will Eva Karg (LG Domspitzmilch/SpVgg Wolfsbuch) diesmal ähnliches wenn nicht sogar mehr erreichen. Nach zwei Silbermedaillen der letzten beiden Jahre möchte das Frauenteam natürlich liebend gerne wieder einmal ganz oben stehen. Dazu wird dann auch eine starke Vorstellung von Gabi Reindl und Andrea Scharrer notwendig werden. Letztere zeigt nach längerer Pause eindeutigen Aufwärtstrend und war vor Jahren schon einmal im Meisterteam, erstere hofft, ihr kleines Formtief von der Senioren-WM überwunden zu haben, um sich vielleicht am Berg erstmals Mannschaftsgold umhängen zu lassen.

Bayerische Meisterschaften für Junioren und Jugend BVaterstetten, 8./9. Juni 2002 - Bericht

Weitere Goldmedaillen für Domspitzmilch-Juniorinnen, Sandra Pfeffer und Christian Wotruba

2002-06-09_blv_junioren_jugendb Vaterstetten, 9. Juni 2002 (orv) - - Der noch 17-jährige Stephan Wittl (LG Domspitzmilch/TSV Dietfurt) drückte den Bayerischen Junioren- und B-Jugendmeisterschaften in Vaterstetten mit seinem überragenden 200 m-Sieg in 21,56 in der Juniorenklasse den Stempel auf. Am Vortag hatte er bereits mit zwei tollen Endspurts zunächst der Sprintstaffel mit Richard Pfüller, André Neger und Franz Leidl in 42,59, dann der 4x400 m-Jugendstaffel mit Wolfgang Gassner, Johannes Wild und Franz Leidl mit 3:26,27 zum Sieg verholfen. Weiteres Staffelgold für die LG Domspitzmilch Regensburg gab es für die 4x400 m Juniorinnen Christiane Wildgruber, Kathi Karl, Miriam Panzer und Barbara Wörner (4:16,53). Gold für den ESV 27 Regensburg holte Hürdensprinter Christian Wotruba in 14,80, gleiches Metall ging auch an Dreispringerin Sandra Pfeffer (wJB-SV Obertraubling) mit 11,65. Weitere Domspitzmilch-Silbermedaillen schafften Andreas Udvari (LGR/ProAthletics Markt Schwaben) im Stabhochsprung (4,60) und André Neger über 200 m (22,25). Der Jugendliche Max Tschiers (LGR/ProAthletics Markt Schwaben) schleuderte den Männer-Diskus auf 43,19 und wurde Dritter bei den Junioren. Gleiches gelang Hochspringer Andreas Götz (LG Domspitzmilch/SV Lupburg -1,98), der die 2,01 nur hauchdünn riss. Domspitzmilch-Nesthäkchen Susi Lutz steigerte sich als Vierte der wJB über 800 m auf 2:19,43. Nach drei abermals recht untauglichen Versuchen, seine Problemstelle, die Startphase in den Griff zu bekommen, hakte Stephan Wittl seine 100 m-Einsätze eher unzufrieden ab. Ohne diese für ihn lästige Vorübung zu völlig losgelöstem Dahinstürmen riss er dann zunächst die 4x100 m-Staffel mit einem faszinierenden Endspurt aus dem Feuer. Kurz darauf rollte er in der 4x400 m-Staffel aus aussichtsloser Position die gesamte mitlaufende Juniorenkonkurrenz auf, um auch hier wieder als Erster über den Zielstrich zu sprinten. Etwas müde vom Vortag entledigte der Dietfurter sich der Vorlaufpflicht mit einem lockeren Einlaufen in etwas über 22 Sekunden, um dann im Endlauf mit neuem furiosem Jugend-Oberpfalzrekord von 21,56 so richtig auszupacken, was ihm dann auch den Ehrenpreis, eine EM-Eintrittskarte für München, einbrachte. Viermal Silber wanderte in die nördliche Oberpfalz durch die beiden Hochspringer Josef Reiter (LAC Tirschenreuth - 2,01/Jun.) und Andreas Gmeiner (LAC Tirschenreuth - 1,88/mJB), sowie Alexandra Lohwasser (DJK Neustadt/WN - Kugel -13,97/Jun.) und Kathrin Widder (TV Amberg - Drei - 11,40/Jun), eine weitere holte sich Stabhochspringerin Moni Siegfried (SWC Regensburg) mit 3,40 bei der wJB. Eine Plakette aus Bronze ging an Dreispringerin Lena Matula (SV Obertraubling) mit 10,92 in der gleichen Altersklasse. Das sich im kleinsten BLV-Bezirk Oberpfalz leichtathletisch einiges rührt, zeigen weitere gute Platzierungen. Mehrkämpfer Andreas Udvari bewies seine Vielfältigkeit mit Kugel (6./13,21) und Diskus (5./38,12), die beiden Domspitzmilch-Sprinter André Neger und Stephan Wittl standen im 100 m-Finale (5. bzw. 7. mit 11,07/11,22), Juniorin Maria Fröhler (LLC Marathon) erkämpfte sich Rang fünf über die 400 m (59,29), auf dem selben Rang landete Alexandra Lohwasser beim Diskuswerfen (38,66). Ihr Bruder Andreas sammelte bei den B-Jugendlichen mit Kugel und Diskus Platz vier (14,31) und sieben (37,13) ein. Vierte wurde Sandra Pfeffer im Hochsprung mit 1,61, einen Platz schlechter finishte Bettina Freiwald (TV Amberg) über 400 m Hürden der wJB (69,13), die ihre Medaillenchancen durch einen Sturz an der letzten Hürde verspielte. Für den jugendlichen SWC-Sprinter Thomas Erhardt reichten seine 24,56 (VL 24,01) zu Rang sechs, seine Teamkollegin Franziska Schwan würde über 400 m bzw. 800 m bei der wJB mit 63,43 und 2:25,16 Siebte und Achte. Immerhin im Endkampf standen Hammerwerfer Christian Fick (DJK SB Regensburg - 7./36,07) und Speerwerferin Johanna Wilfling (SV Obertraubling - 7./34,76). Die 3x800 m Schülerinnenstaffel des TV Amberg mit Sarah und Andrea Heuberger sowie Eva Schober) verpasste eine Medaille nur knapp (4./38,52), der Mädchen-Sprintstaffel des selben Vereins gelang mit 50,89 Platz sieben. die beiden jungen Domspitzmilch-Langstreckler Eva Ferstl und Benedikt Schäffer (beide LGR/SG Painten) hielten sich als Neunte und Elfter mit 5:04,32 und 4:27,67 wacker. Beim Stabhochsprung überquerte der außer Konkurrenz mitspringende Gregor Neumann (LG Domspitzmilch), inzwischen der M35 angehörend, erstmals in dieser Saison excellente 5,00.

Deutsche Berglaufmeisterschaften Zell am Harmersbach, 9. Juni 2002 - Bericht

Teamgold für die Frauen/ Ellen Schöner holt Bronze / Juniorinnen-Silber für Eva Karg

2002-06-09_dm_berg Zell am Harmersbach, 9. Juni 2002 (orv) - Die Langstrecklerinnen der LG Domspitzmilch Regensburg holen bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften in Zell am Harmersbach mit Gold für das Team in der Besetzung Ellen Schöner, Eva Karg und Gabi Reindl, Silber für Juniorin Eva Karg und Bronze für Ellen Schöner in der Frauen-Einzelwertung einen kompletten Medaillensatz ab. Claudia Lokar (TuS Sythen - 47:20), vor wenigen Jahren noch Marathonläuferin aus der absoluten deutschen Spitze, lag im Ziel fast zwei Minuten vor der Silbermedaillengewinnerin Tina Walter (DJK Schwäbisch Gmünd - 49:15) und der Vorjahreszweiten Ellen Schöner (50:11). Juniorin Eva Karg konnte mit ihrem abermaligem zweiten Rang in 53:08 ihren Vorjahreserfolg wiederholen, nur knapp eine Minute hinter der neuen Meisterin Lisa Reisinger vom SSC Hanau-Rodenbach. In der Teamwertung drehten die Regensburgerinnen diesmal den Spieß um und siegten knapp aber sicher in 2:38:08 zu 2:38:41 vor ihrem Dauerkonkurrenten, dem ASC Rosellen-Neuss. Gegen Claudia Lokar war an diesem Tag einfach kein Kraut gewachsen. Mit riesigem Vorsprung von beinahe zwei Minuten schüttelte die ehemalige 2:28 Marathonläuferin alles ab, was am Brandenkopf gewinnen wollte. Unter ihnen auch Domspitzmilch-Ass Ellen Schöner, die nach eigener Aussage "nicht ihren besten Tag erwischt hatte", aber dennoch fünf Sekunden vor der WM-Teilnehmerin Stefanie Buss (ASC Rosellen-Neuss) und über fünf Minuten vor der ehemaligen Vizeweltmeisterin Birgit Sonntag-Unterberg (OSC Berlin) lag. Letztere war auf den zehn Kilometern mit beschwerlichen sieben hundert Höhenmetern derart von der Rolle, dass selbst Juniorin Eva Karg und die beiden Domspitzmilch-Läuferinnen Gabi Reindl (12./54:05) und Andrea Scharrer (13./54:15) an ihr vorbeizogen. Während Eva Karg und Gabi Reindl mit dem Gewinn der Teamwertung zu ihrer ersten DM-Mannschaftsgoldmedaille kamen, konnte Andrea Scharrer als leerausgehende vierte des Teams den Titelverlust verschmerzen. Sie war bereits vor drei Jahren im Meisterteam und freute sich riesig über ihre Rückkehr in die Berglaufelite nach einem Babyjahr. Ellen Schöner hat sich nun zunächst einmal für die deutsche Mannschaft bei der Berglauf-Eurotrophy, den inoffiziellen Berglauf-Europameisterschaften, qualifiziert. Am 6. Juli, wenn in Wattenscheid die deutschen Titel auf der Bahn vergeben werden, versucht sie in Mallorca für Deutschland Edelmetall mit einer hoffentlich starken Mannschaft an Land zu ziehen.

Int. Bayerische Junioren- und B-JugendmeisterschaftenVaterstetten, 8./9. Juni 2002 - Vorschau

Junioren und B-Jugendliche International ausgeschriebene Landesnachwuchsmeisterschaften in Vaterstetten ohne ausländische Gäste

2002-06-08_blv_junioren Regensburg, 2. Juni 2002 (orv) - Nach einem im letzten Jahr mit gemischten Gefühlen aufgenommenen Versuch, die Landesmeisterschaften für die Juniorenklasse international auszuschreiben, bleibt der diesjährige zweite Versuch ohne tauglichen Vergleich. Die ausländischen Gäste sind einfach weggeblieben, die Nachwuchsmeisterschaften sind somit wieder fest in bayerischer Hand, wie es die gleichzeitig stattfindenden Titelkämpfe der B-Jugend schon immer waren. Der Oberpfälzer Nachwuchs wird es in Vaterstetten dennoch schwer haben, auf dem obersten Treppchen zu stehen. Noch am ehesten ist dies den beiden Jugendlichen Alexandra Lohwasser (DJK Neustadt/WN) mit der Kugel und Stephan Wittl (LG Domspitzmilch/TSV Dietfurt) über 200 m in der Juniorenklasse zuzutrauen. Auch die Sprintstaffel der LG Domspitzmilch mit Jochen Schweitzer, André Neger, Franz Leidl und Stephan Wittl wollen mit einer Zeit möglichst unter 42 Sekunden an der Favoritenstellung von Quelle Fürth kratzen. Aussichtsreichster Kandidat auf Gold bei den B-Jugendlichen ist der Tirschenreuther Hochspringer Andreas Gmeiner sowie die beiden Obertraublinger Dreispringerinnen Sandra Pfeffer und Lena Matula. In der Juniorenklasse machen sich neben Stephan Wittl natürlich auch die weiteren Domspitzmilch-Sprinter Hoffnungen auf Edelmetall, vor allem André Neger, der über 200 m schon eine Nennleistung von 21,96 aufweisen kann. Einen Medaillenplatz kann man ebenso Hochspringer Andreas Götz (LGR/SV Lupburg) zutrauen. Die beiden Mehrkämpfer Andreas Udvari und Andreas Lindenmeier (beide LGR/ProAthletics Markt Schwaben) gehören nicht nur in den Würfen, sondern vor allem im Stabhochsprung, dort zusammen mit ihrem Teamkollegen Bastian Feldmeier zu den Aspiranten auf Edelmetall. Solche Hoffnungen macht sich Maxi Tschiers (LGR/ProAthletics) im Diskuswerfen, wenn auch dort nur auf Bronze. Mehr will Christian Wotruba (ESV 27 Regensburg) über die 110 m Hürden. Doch dazu muss er erst Justin Dyett (Quelle Fürth), immerhin schon 14,09 gelaufen, besiegen. Der Wernberger Rainer Schuster steht zwar über 1500 m an erster Stelle der Nennliste, sollte es aber dennoch bei der Dichte der Leistungen schwer haben, ganz vorne zu landen. Drei heiße einheimische Eisen gehen bei den Juniorinnen an den Start. Maria Fröhler (LLC Marathon) hat sich noch nicht entschieden, ob sie über 400 m oder 800 m das Treppchen erstürmen will, für Christiane Wildgruber (LG Domspitzmilch/ProAthletics) geht der Weg dahin nur über die 400 m Hürden. Zusammen mit Katharina Karl, Andrea Werner und Miriam Panzer will sie noch in der 4x400 m-Staffel mitmischen. Bei den B-Jugendlichen haben außer Andreas Gmeiner eigentlich nur noch der SWC-ler Thomas Erhardt im Sprint und Christian Fick (DJK SB Regensburg) im Hammerwerfen vordere Platzierungschancen. Bei den Mädchen schaut die Lage etwas besser aus. Zu den Topfavoritinnen im Dreisprung zählen die Obertraublingerinnen Sandra Pfeffer und Lena Matula, im Stabhochsprung sind Moni Siegfried (SWC Regensburg) und Alina Schmidt (DJK Ensdorf) Medaillenanwärterinnen, auf der Mittelstrecke schielen die beiden Domspitzmilch-Mädchen Susi Lutz (800 m) und Eva Ferstl (1500 m) an einem guten Tag ebenfalls in Richtung Stockerl. Einen Vorderplatz kann man Speerwerferin Johanna Wilfling (SV Obertraubling) zutrauen. Für die nach Vaterstetten ausgelagerte 4x400 m-Staffel der Jugend A ist das Domspitzmilch-Quartett Wolfgang Gassner, Johannes Wild, Franz Leidl und Stephan Wittl sogar in die Favoritenrolle gerutscht.

Oberbayerische Seniorenmeisterschaften mit RahmenwettbewerbenBad Aibling, 8. Juni 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Mehrkämpfer steigert seine persönliche Bestleistung im Diskuswerfen auf 46,80

Bad Aibling, 8. Juni 2002 - Im Rahmen der oberbayerischen Seniorenmeisterschaften in Bad Aibling unterzog sich der Zehnkämpfer Florian Schönbeck einem letzten Test vor dem Mehrkampfmeeting in Ratingen, das am 15./16. Juni stattfindet. Im Diskuswurf stellte er mit 46,80m eine persönliche Bestleistung auf und geht zuversichtlich in den EM-Qualifikationswettkampf in Ratingen: "Ich habe heute konstant geworfen. Das gibt mir die nötige Sicherheit für den Zahnkampf. In Ratingen sind die 47m fällig" äußerte sich der Athlet nach dem Wettkampf. Auch sein Vereinskollege Markus Tschiers bot eine ansehnliche Leistung. Satte 53,34m schleuderte er den Diskus trotz erheblicher Adduktorenprobleme. "Wenn ich gesundheitlich topfit bin, kann ich sicher an die 56m werfen" ließ Markus Tschiers verlauten.

Bayerncup Endkampf 2002Freising, 12. Mai 2002 - Vorschau

Sowohl das Domspitzmilch-Männer- als auch das Frauenteam reisen als Titelverteidiger nach Freising

2002-06-05_bayerncup_vorschau Regensburg, 6. Mai 2002 (orv) - Bayerncup heißt für die Männer der LG Domspitzmilch Regensburg seit fünf Jahren Titelverteidigung. Genau so lange sind die Athleten des Regensburger Renommierclubs als Team im Freistaat Spitze, wenn auch "Goliath" Quelle Fürth praktisch immer als Bundesligist fehlte. Die Franken haben sich zumindest teammäßig zunächst einmal überall zurückgezogen, am Bayerncup selbst hätten sie indessen auch bei bester Motivation nicht teilnehmen können, weil ihnen ganz einfach die Qualifikation fehlt. So sollte der Weg zum bayerischen Mannschaftsgipfel am Sonntag im Freisinger Stadion erneut nur über die Domstädter führen, deren Frauen im letzten Jahr sogar den Doppelschlag perfekt machten. War dies damals im heimischen Uni-Stadion bereits eine faustdicke Überraschung, käme ähnliches im Jahre 2002 wohl genauso unerwartet. Für Teamchef Kurt Ring gilt es im Vorfeld des einzigen wirklichen Mannschaftskampfes der Saison im Individum "Leichtathlet/in" Gruppendynamik zu wecken. Trotzdem muss er auch heuer wieder auf einige Stars verzichten. Florian Schönbeck und Peter Hargasser machen bei der ersten Mehrkampf-EM-Quali in Italien exakt zum selben Zeitpunkt Jagd auf die 8000 Punkte. Dennis Pyka will in Dessau mit einer 10.000 m Zeit möglichst unter 29:30 wieder unter die besten Fünf bei der DM kommen und German Hehn bekam "Sondergenehmigung" für einen schnellen 1000 m Lauf in Pliezhausen. In Dessau, bei der 10.000 m-DM startet auch noch Juniorin Fakja Hofmann, die heuer bereits mit Platz sechs und fünf im Cross und auf der Halbmarathondistanz glänzte. Beinahe hätten auch noch die Werfer gefehlt, die mit Markus Tschiers und Stefan Seeck, bzw. der nicht bayerncupbeeinträchtigten Manuela Priemer beim Werfer-Normwettkampf in Halle starten. Der ist jedoch bereits am Samstag und so können die unverzichtbaren Jungs den Bereich Wurf am Sonntag in Freising abdecken. Im Sprint vertraut man dem Vorjahressieger André Neger trotz Abiturstress erneut, die Staffel sollen Sebastian Wittmann, Jochen Schweitzer und der auch für Hürdensprint und Weitsprung vorgesehene Bernhard Floder vervollständigen. Über 400 m wird Youngster Stephan Wittl sein diesjähriges Saisondebüt geben, die 800 m bestreitet Thomas Schmid und über 5000 m wird Wolfgang Kohnen an den Start gehen. Für die letzte Disziplin, dem Hochsprung, steht der bayerische Jugendmeister Andreas Götz zur Verfügung. Die Frauenmannschaft stellt sich fast von alleine auf. Für den Sprint steht Anja Hassmann zur Verfügung, die 400 m und Kurzhürden wird Christiane Wildgruber übernehmen, Weit- und Hochsprung ist Sache der Werner-Schwestern Andrea und Yvonne. Alle vier bestreiten auch die Staffel. Das Paket Wurf und Stoß deckt Susanne Aures ab, der Part über 1500 m wird von Susanne Falkenstein übernommen. Für die Mädels gibt es dabei eigentlich nur die Devise "durchkommen" und schauen, was die Gegner machen.

Pfungstädter Abendmeeting Pfungstadt, 5. Juni 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Mittelstrecklerin verbessert ihre diesjährige Bestleistung in Pfungstadt auf 4:32,09

2002-06-05_pfungstadt Pfungstadt, 5. Juni 2002 (orv) - Susie Falkenstein (LG Domspitzmilch/ProAthletics Markt Schwaben) hat es auch heuer wieder geschafft. Beim Pfungstädter Abendmeeting erreichte die Regensburgerin über 1500 m als Erste das Ziel und unterbot mit 4:32,09 sicher die Qualifikationsnorm für die Anfang Juli in Wattenscheid stattfindenden Deutschen Meisterschaften. In Zeiten der sterbenden Meetings ist es für ambitionierte Athleten/Innen gar nicht mehr so leicht, die oft sehr hohen Qualifikationshürden für die Meisterschaften zu schaffen. Susie Falkenstein (LG Domspitzmilch Regensburg) musste an einem ganz gewöhnlichen Mittwoch bis ins hessische Pfungstadt reisen, um sich erneut ihren ganz individuellen Traum der Teilnahme bei Deutschen Meisterschaften wahr zu machen. In einem Rennen auf Biegen und Brechen bei widrigen Witterungsbedingungen gewann die Domspitzmilch-Läuferin nicht nur mit 4:32,09 die 1500 m beim Pfungstädter Abendmeeting, sondern blieb damit auch fast zwei Sekunden unter den geforderten 4:34,0 für Wattenscheid. Nun kann sie in aller Ruhe die 5000 m bei der Domspitzmilch Gala in Regensburg angehen und auch dort die Norm (17:10) attackieren.

Bayerische A-Jugend MeisterschaftenHof, 1. Juni 2002 - Vorschau

Fakja Hofmann, Alexandra Lohwasser, Tobias Soller, Stephan Wittl und Andreas Götz Titelanwärter

2002-06-01_blv_jgdA_vorschau Regensburg, 26. Mai 2002 (orv) - Ein Mauerblümchendasein will Bayerns kleinster Bezirk, die Oberpfalz, bei den diesjährigen Bayerischen Meisterschaften der Jugend A im oberfränkischen Hof keineswegs führen. Mehr als ein Handvoll von absoluten Sieganwärtern haben sie in ihren Reihen wenn es um die begehrten Landesnachwuchstitel geht. Alexandra Lohwasser (DJK Neustadt/WN) im Kugelstoßen und Fakja Hofmann (LG Domspitzmilch) im zusätzlich ausgetragenem Juniorenrennen über 3000 m können ebenso wie der Obertraublinger Tobias Soller über die 110 m Hürden ihre Titel verteidigen. Im Sprint bieten sich mit Tobias Soller und den beiden Domspitzmilch-Läufern Franz Leidl und Stephan Wittl gleich drei Endlaufkandidaten an. Letzterer ist über 200 m sogar in einer leichten Favoritenrolle gegenüber den beiden Fürthern Moritz Mundschau und Robert Schönborn. Über 400 m bereits 47,70 gelaufen, tritt Stephan Wittl im Interesse höherer Aufgaben erst gar nicht an, vergibt aber dabei einen sicheren Titel für die Oberpfalz. Dort will allerdings sein Teamkollege Franz Leidl mit der hoffentlich ersten 49er-Zeit zumindest eine Bronzemedaille. Ein Platz unter den besten Acht schwebt den drei Mittelstrecklern der LG Domspitzmilch, Johannes Wild (800 m), Oliver Köhler und Florian Rothe (beide 3000 m), vor. Gelingen der Domspitzmilch-Sprintstaffel mit Richard Pfüller, Franz Leidl, Wolfgang Grasser und Stephan Wittl die Wechsel, ist auch hier Edelmetall greifbar. Im Sektor Sprung führt der Hallenmeister Andreas Götz (LG Domspitzmilch) die Nennliste im Hochsprung an, der Eschenbacher Jan Gresser spekuliert im Weitsprung mit einer Medaille. Solches will auch Maxi Tschiers (LG Domspitzmilch) mit Kugel und Diskus erreichen. Mit im Programm sind die 3000 m der B-Jugend, wobei hier die beiden Domspitzmilch-Langstreckler Benedikt Schäffer und Stephan Schnabel ganz gute Platzchancen haben. Bei den Mädchen sollte für Teamkollegin Eva Ferstl, ob nun bei der A-Jugend oder der B-Jugend startend, sogar etwas mehr herausschauen. Überhaupt sind diese 3000 m für die Oberpfalz ein gewisses Highlight. Der ebenso noch stattfindende Juniorinnenlauf sieht in Fakja Hofmann die große Favoritin, mit dem Ziel unter zehn Minuten zu laufen. Teamkollegin Eva Karg hat Medaillenträume, Barbara Wörner und Katharina Karl (alle LG Domspitzmilch) wollen mit Bestzeiten im Vorderfeld landen. Die mit einem Ermüdungsbruch ins Hintertreffen geratene 400 m Hürden Spezialistin Bettina Freiwald (TV Amberg) will über die 200 m wieder Anschluss an die Spitze gewinnen. Über 800 m fehlt leider die Titelverteidigerin Katharina Zeitler (LLC Marathon Regensburg) nach überstandenem Abitur in der Meldeliste. Ganz leichte Hoffnungen auf's Trepperl dürfen sich die beiden noch B-Jugendlichen Moni Siegfried (SWC Regensburg) und Alina Schmidt (DJK Ensdorf) im Stabhochsprung machen. Für die Obertraublingerinnen Sandra Pfeffer und Lena Matula sieht es im Dreisprung sogar noch besser aus. An einem guten Tag kann eine von den beiden sogar gewinnen. Im Kugelstoßen heißt die klare Favoritin Alexandra Lohwasser, derzeit einzige weißblaue Nachwuchsathletin, die die dreizehn Meter sicher im Griff hat.

Bayerische Jugendmeisterschaften Hof, 1. Juni 2002 - Bericht

Fakja Hofmann, Alexandra Lohwasser, Eva Ferstl und Stephan Wittl holen Gold

2002-06-01_blv_jgda_bericht Hof, 1. Juni 2002 (orv) - Dreimal standen Athleten der LG Domspitzmilch Regensburg bei den Bayerischen Jugendmeisterschaften im oberfränkischen Hof auf dem obersten Treppchen. Stephan Wittl gewann die 200 m in 21,84, Fakja Hofmann siegte über 3000 m der Juniorinnen mit 10:07,07 und Eva Ferstl war als Erste über die gleiche Distanz bei der A-Jugend mit 10:57,45 im Ziel. Das Kugelstoßen der weiblichen Jugend A dominierte die Neustädterin Alexandra Lohwasser mit neuem Hausrekord von 13,98 m. 400 m Newcomer Franz Leidl (LG Domspitzmilch Regensburg) durchbrach auf dem Silberplatz mit 49,46 erstmals die Fünfzig-Sekunden-Schallmauer. Eine weitere Silbermedaille ging an Hochspringer Andreas Götz (LG Domspitzmilch Regensburg) mit 1,94 m. Stephan Wittl komplettierte seinen Medaillensatz mit Platz drei über die 100 m (11,10) und Rang zwei mit der 4x100 m-Staffel. Der Dietfurter bewies zunächst mit den 100 m, dass der Start immer noch nicht sein Ding ist. Erst auf den letzten Metern überholte er seinen Teamkollegen Franz Leidl - letztendlich mit 11,21 guter Sechster - schob sich sogar noch mit seinem gewohnt fulminanten Endspurt mit neuem Hausrekord von 11,10 auf einen Trepperlplatz. Sieger Joachim Welz (TSV Schongau - 10,76) und der Zweite Moritz Mundchau (LAC Quelle Fürth/München - 10,90) waren da aber schon weit enteilt. Der lief dem Regensburger im 200 m Endlauf zunächst auch einmal auf der ersten Hälfte auf und davon, ehe der Domspitzmilch-Mann auf den letzten dreißig Metern gut fünf Meter gut machte und an dem verdutzten Fürther mit neuer offizieller Bestzeit von 21,84 vorbeiflog. Sein Mannschaftskollege Franz Leidl hätte dann beinahe über 400 m gegen den absoluten Topfavoriten René Bauschinger (LAC Quelle Fürth) für eine echte Sensation gesorgt. Wie entfesselt lief er die Zielgerade hinunter und mit einer Steigerung von gut einer halben Sekunde auf nunmehr 49,46 noch fast auf den Mittelfranken auf. Nur zehn Minuten später jagte der selbe Domspitzmilch-Sprinter in der 4x100 m Staffel die Fürther erneut, die sich mit 43,21 gegen 43,59 wiederum knapp ins Ziel retten konnten. Die Regensburger freuten sich in der Besetzung Richard Pfüller, Stephan Wittl, Wolfgang Gassner - zuvor schon guter 200 m-Zehnter mit 23,77 - und Franz Leidl über die unerwartete "Silberne" genauso, noch dazu weil sie damit auch noch die Quali für die Jugend-DM gelaufen waren. 3000 m weiblich war dann für die LG Domspitzmilch ein weiteres Highlight. Souverän verteidigte Fakja Hofmann mit neuem Hausrekord von 10:07,07 ihren Titel bei den Juniorinnen und eine gesundheitlich angeschlagene Eva Karg (LGR/SpVgg Wolfsbuch) erkämpfte sich Bronze und dies mit persönlicher Bestzeit von 10:23,21. Wenig dahinter stürmte Teamkollegin Eva Ferstl (LGR/SG Painten) als überlegene A-Jugend-Erste mit 10:57,45 ins Ziel. 3000 m männlich fiel etwas moderater aus. Oliver Köhler (LGR/TSG Laaber) wurde bei der A-Jugend Neunter mit 9:33,52, Benedikt Schäffer (LGR/SG Painten) belegte den selben Rang bei der B-Jugend mit 9:56,35. Mittelstreckler Johannes Wild (LG Domspitzmilch) bewältigte die 800 m als Elfter mit 2:06,69. Hochspringer Andreas Götz (LGR/SV Lupburg) hatte mit seinen 1,94 diesmal das Glück nicht auf seiner Seite. Sieger Felix Rahm (SC Memmelsdorf) war einfach drei Zentimeter besser. Der noch B-Jugendliche Andreas Gmeiner (LAC Tirschenreuth) landete mit 1,89 auf Platz sechs. Maxi Tschiers (LG Domspitzmilch/ProAthletics Markt Schwaben) Kugel flog zunächst auf 14,58 (6.), sein Diskus bohrte sich im einzigen gültigen Versuch bei 47,79 (4.) in die Erde. Nach ihrem überlegenen Sieg mit der Kugel, bei dem Alexandra Lohwasser eigentlich nur noch die Vierzehn vor dem Komma fehlte, steigerte sie sich auch im Diskus auf 39,39. Die beste Platzierung der Obertraublinger Mädel schaffte Sandra Pfeffer mit Bronze und Hausrekord von 11,39 im Dreisprung, Teamkollegin Lena Matula, ebenfalls noch B-Jugendliche, blieb hier mit ihren 10,76 (5.) etwas unter Wert, genauso wie die beiden Speerwerferinnen Johanna Wilfling (SV Obertraubling - 6./34,62) und Stephanie Prunhuber (SC Eschenbach - 7./31,60). Alina Schmidt (DJK Ensdorf) wurde im Stabhochsprung Fünfte mit 3,20. Der haushohe Hürdenfavorit Tobias Soller (SV Obertraubling) konnte wegen einer Aduktorenverletzung erst gar nicht antreten.

Südostbayerische Meisterschaften im StabhochsprungWasserburg, 30. Mai 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Oldie schlägt in Wasserburg die gesamte Konkurrenz mit 4,96

2002-05-30_wasserburg_stab Wasserburg, 31. Mai 2002 (orv) - Gewonnen hat Gregor Neumann (LG Domspitzmilch Regensburg) in Wasserburg bei den Südostbayerischen Meisterschaften im Stabhochsprung mit seinen excellenten 4,96 zwar nicht, weil er als Regensburger dort nur außer Konkurrenz starten darf, geschlagen hat er sie aber alle, angefangen von seinen alten Spezl'n und Teamkollegen Florian Schönbeck (4,86) und Peter Hargasser (4,76) bis zu den Jungspunten Adreas Udvari (4,46) und Andreas Lindenmeier (beide LG Domspitzmilch/ProAthletics Markt Schwaben - 4,26), von denen sich ersterer nun auch "Südostbayerischer Meister" nennen darf, weil Markt Schwaben eben nicht nur zur LG Domspitzmilch, sondern auch zu Oberbayern gehört. In einem Alter, wo andere bereits Dauergast beim Orthopäden sind, schwingt sich der Regensburger Stabartist erneut in diesem Jahr zu großen Höhen. Nachdem ihm ein Zwicken im "Wadl" in letzter Zeit ein wenig Schwierigkeiten gemacht hatte, dachte man schon, der Gregor wird jetzt seinen 37 Lenzen Tribut zollen müssen. Selbst Teamchef Kurt Ring traute dem Frieden nicht ganz, als Gregor Neumann noch am Montag im Training Höhen bis 5,20 ankündigte und das spätestensten bis zur Domspitzmilch Gala am 15. Juni im heimischen Uni-Stadion. 5,20 deshalb, weil er das noch nie gesprungen ist, weil das eben auch die Norm für die Deutschen Meisterschaften ist, und weil schließendlich der 15. Juni die letzte Gelegenheit ist, sich dafür termingerecht zu qualifizieren. So ist es denn auch nicht der Sieg über seine ehemaligen Zehnkampfkollegen Florian Schönbeck und Peter Hargasser, die sich ihre Niederlage mit trotzdem immer noch respektablen Höhen voll aus dem Training heraus einhandelten, als vielmehr die Lust auf fünf Meter und mehr, die den gar nicht einmal so viel trainierenden Feierabend-Springer so motiviert und dem Spruch "Der Wille kann Berge versetzen" wieder einmal Sinn gibt, zumal es sich bei dem Berg nur um eine Latte handelt, die eben auf einer Höhe von fünf Metern und zwanzig Zentimetern liegen bleiben soll mit dem Gregor und all seiner Erfahrung drüber.

Nationales Jugendmeeting mit U20-WM-QualifikationswettkämpfenJena, 25. Mai 2002 - Vorschau

Erste Junioren-WM-Qualifikation in Jena/ Domspitzmilch-Sprintstaffel will DM-Norm plus Rekord

2002-05-25_jena_vorschau Regensburg, 22. Mai 2002 (orv) - Für die beiden Toptalente Tobias Soller (SV Obertraubling) und Stephan Wittl (LG Domspitzmilch/TSV Dietfurt) wird's am Samstag im Jenaer Ernst-Abbé-Stadion erstmals in dieser Saison ernst. Beide wollen im Thüringischen die Norm für die U20-WM in Jamaica knacken. Mit dabei ist die 4x100 m Sprintstaffel der LG Domspitzmilch, die es nicht nur auf die DM-Norm von 42,20 abgesehen hat, sondern gleich auch noch den Uraltrekord von 41,85 brechen will. Zuvor schon geht Zehnkämpfer und Hürdenspezialist Peter Hargasser auf die Jagd nach einer Zeit unter vierzehn Sekunden. Die Reise nach Jena tritt mit Franz Leidl ein weiterer jugendlicher Langsprinter der LG Domspitzmilch mit an. WM-Erfahrung haben sie schon beide bei der letztjährigen U18-WM in Debrecen gesammelt. Tobias Soller schaffte da sogar Platz fünf mit ausgezeichneten 13,60. Die würden dicke für Jamaica reichen, aber damals ging's eben noch über die B-Jugend-Hürden mit weit kürzeren Abständen. Diesmal muss der Obertraublinger zwar nur 14,40 packen, die aber über die wesentlich höheren Männerhürden. Für ihn ist es dann auch gleich der Start in die neue Saison, weil bei ihm eine hartnäckige Muskelverhärtung bisher jeglichen Wettkampf verhindert hat. Ganz anders ist Stephan Wittl mit seinen 47,70 von Freising eingestiegen. Nun fehlen dem Domspitzmilch-Youngster exakt noch vier Zehntelsekunden. 47,30 muss er laufen, um das Einzelticket zumindest schon einmal vorzubuchen. Als Hintertürchen bliebe ihm noch die 4x400 m-Staffel, welches aber noch ganz fest zu ist, da seine deutschen Mitkonkurrenten auf der Stadionrunde derzeit verletzt oder noch nicht in Form sind. Mal sehen, ob sich in Jena weitere Langsprinter anbieten. Sicher gehört sein Teamkollege Franz Leidl noch nicht zu jenen. Die Norm für die Jugend-DM hat er jedoch mit 50,13 auch gleich auf Anhieb geknackt und in Jena soll's erstmals unter die fünfzig Sekunden gehen, möglichst weit, versteht sich. Peter Hargasser (LG Domspitzmilch), eigentlich Zehnkämpfer, so nebenbei aber auch ein excellenter Hürdenläufer, hat beim ersten Zehnkampf gleich eine ordentliche 14,10 über die 110 m Hürden auf die Kunststoffbahn gebracht. Ohne den Rest des Zehnkampfes macht er sich im Einlagerennen über die Kurzhürden berechtigte Hoffnungen auf seinen ersten "13er" diese Jahres. In der ebenfalls als Einlagewettbewerb ausgetragenen 4x100 m-Staffel soll er dann das Sprintquartett der LG Domspitzmilch Regensburg zur DM-Norm von 42,20 führen. Insgeheim hofft man aber auf eine Zeit die in der Nähe des gültigen Uralt-Oberpfalzrekordes von 41,85 liegt, möglichst vielleicht sogar noch drunter. Die Basis dafür müssen Sebastian Wittmann am Start, André Neger auf der Gegengeraden und Jochen Schweitzer in der zweiten Kurve legen, möglichst mit perfekten Wechseln.

Steffi Fuchs GedächtnissportfestDinkelsbühl, 25. Mai 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Mehrkämpfer sammelt beim Fuchs-Gedächtnissportfest 3232 Punkte

Dinkelsbühl, 25. Mai 2002 (orv) - Am Ende hatte der ehemalige Bayerische Zehnkampfmeister Stefan Ritschel vom TSV Schwabmünchen im Fünfkampf beim Dinkelsbühler Steffi-Fuchs-Gedächtnissportfest Punkten knapp die Nase vorn. Mit 3233 Punkten war er genau um einen Zähler besser als Ulf Böhrnsen von der LG Domspitzmilch. Beide wechselten sich von Disziplin zu Disziplin mit der Topleistung ab. Nach Ritschels 11,4 konterte Ulf Böhrnsen (11,9) mit 6,26 zu 6,09 im Weitsprung. Die Kugel des Schwabmünchners flog dann auf 12,45, der Domspitzmilch-Mann ließ 11,69 folgen. Der Hochsprung gehörte wieder ganz dem Regensburger (1,89), für den späteren Sieger blieb die Latte auf 1,74 liegen. Merklich unter Form laufend reichten Stefan Ritschel über 400 m dann 52,6, um sich Ulf Böhrsen (53,1) gerade noch vom Leib halten zu können.