7. Nationales Jugend-Meeting Jena, 25. Mai 2002 - Bericht

Starke Vorstellung der Regensburger Sprinter mit 41,75/ Stephan Wittl mit 48,19 knapp geschlagen

2002-05-25_jena_bericht Jena, 25. Mai 2002 (orv) - Die Sprintstaffel der LG Domspitzmilch Regensburg nutzte eine der wenigen guten Chancen, die Norm für die Deutschen Meisterschaften Anfang Juli in Wattenscheid zu laufen. Im Jenaer Ernst-Abbe-Stadion löschten Sebastian Wittmann, André Neger, Jochen Schweitzer und Peter Hargasser mit einem furiosen Rennen den Uralt-Oberpfalzrekord aus dem Jahre 1984 mit 41,75 um drei Hundertstel, unterboten aber damit die geforderten 42,20 für die DM deutlich. Stephan Wittl (LG Domspitzmilch/TSV Dietfurt) handelte sich gegen den Deutschen Jugendhallenmeister Thomas Wilhelm (SC Neubrandenburg) mit 48,19 zu 48,05 eine knappe Niederlage unter allerdings sehr schlechten Umfeldbedingungen ein. Tobias Soller kam mit Gegenwind und Männerhürden gar nicht zurecht und war dann auch mit seinen 15,22 recht unzufrieden. Es hatte im Jenaer Stadion alles so schön begonnen. Die zehn Minuten Verspätung, mit der der erste Wettbewerb, die Sprintstaffeln, im Abbe-Stadion gestartet wurden, registrierte man angesichts der Tatsache, dass die "Schweitzer-Buben" einen neuen Rekord gelaufen waren, im Regensburger Lager kaum. Den störenden Gegenwind notierten allerdings die Hürdensprinter mit nicht gerade berauschenden Zeiten in ihrer ersten Serie. Peter Hargasser (LG Domspitzmilch) lief trotzdem noch 14,45, Christian Wotruba (ESV 27 Regensburg) und Tobias Soller (SV Obertraubling) blieben jedoch bei 15,26 und 15,22 hängen. Für den Obertraublinger ganze acht Zehntel über der WM-Norm, was ihn dann auch wohl veranlasste bei der zweiten Serie gar nicht mehr anzutreten. Zumindest der ESV-ler machte es dann in Durchgang zwei bei nun gutem Rückenwind mit 14,93 besser. Dies hätte wohl auch für Peter Hargasser gegolten, wäre er nicht in die letzte Hürde getreten und gestürzt. Möglichst nahe an die Junioren-WM-Norm von 47,30 heran wollte auch Stephan Wittl über 400 m. Mit 48,19 lief er letztendlich auch gegen den amtierenden Jugendmeister Thomas Wilhelm ein beherztes Rennen, doch irgendwie war bei allen Viertelmeilern, vom großen Bastian Swillims (46,91), immerhin heißer EM-Kandidat, bis zum jungen Dietfurter die Luft raus, nachdem sie über eine Stunde im Startbereich auf ihr Rennen warten mussten. Auch der zweite Domspitzmilch-Jugendliche Franz Leidl blieb unter diesen Umständen als Zehnter mit 50,26 immerhin im Bereich seiner persönlichen Bestzeit. In der der Staffel noch top, mussten die schnellen Domspitzmilch-Männer dann über die Einzeldisziplin ein wenig mit dem Schicksal hadern. Zunächst erwischte es Jochen Schweitzer mit einer kleinen Verletzung beim Einlaufen, dann fabrizierte André Neger bei einem völlig überforderten Starter zwei Fehlstarts und musste ausscheiden. Lediglich Sebastian Wittmann nutzte die jetzt besseren Windbedingungen zu feinen 11,12 sec.

Hammerwurf EM-Normwettkampf Leichlingen, 25. Mai 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Hammerwerferin übertrifft EM-Norm in Leichlingen mit 64,28 m

2002-05-25_leichlingen Nach Susanne Keil und Andrea Bunjes hat mit Manuela Priemer nun die dritte deutsche Hammerwerferin beim EM-Qualifikations- und Test-Wettkampf in Leichlingen die Normvorgabe des DLV für die Europameisterschaft in München erfüllt. Sie holte sich dort mit 64,28 Metern den Sieg vor Andrea Bunjes (63,08 m) und der Leverkusenerin Simone Mathes (62,89 m), die ebenfalls noch auf den EM-Zug aufspringen möchte. Bei der weiblichen Jugend A war es die talentierte Betty Heidler, die mit einer Weite von 59,04 Metern das Geschehen bestimmte.

MehrkampftestRatingen, 25. Mai 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Zehnkämpfer gewinnt eines der beiden Einlagerennen über 110 m Hürden

2002-05-25_mehrkampftest_ratingen Bei einem Testwettkampf der Zehnkämpfer in Ratingen setzte sich im Kugelstoßen David Mewes (15,28 m) vor Matthias Spahn (14,02 m) und Stephan Zeyen (12,86 m) durch. In den zwei Hürdenläufen waren Sebastian Knabe (14,41 sec) und Florian Schönbeck (14,72 sec) am schnellsten. Matthias Spahn wurde jeweils Zweiter (14,87/14,76 sec). Die Topstars Tomas Dvorak, Erki Nool und Frank Busemann, die am Freitagabend auf dem Ratinger Marktplatz gemeinsam mit den anderen Mehrkämpfern der Öffentlichkeit präsentiert wurden (siehe Reportage), griffen nicht in das Geschehen ein. Zehnkampf-Stars in Ratingen auf Antrittsbesuch Neugierig hatten sich am Freitag einige Besucher auf dem Ratinger Marktplatz eingefunden, um Weltklasse-Zehnkämpfer einmal hautnah erleben zu können. Der Bundestrainer hatte geladen und die Mehrkampf-Asse waren bereitwillig gekommen, um ihre Sportart und das anstehende Meeting zu promoten. Erki Nool und Tomas Dvorak auf Antrittsbesuch in Ratingen Locker aufgebaut war das Programm. Bei einem Glas Bier und umgeben von jungen Autogrammjägern plauderte man über kommende Wettkämpfe oder liess Vergangenes Revue passieren. Moderator Volker Boix hatte alles fest im Griff und bat jeden einmal einzeln vor das Mikrofon. Matthias Spahn etwa, von der DSHS Köln, hofft dieses Jahr in den 8000er-Club zu kommen. Den U23-Junioren entwachsen, wird die Sache nicht einfacher für ihn, denn: Ich bin jetzt im Haifischbecken, meinte der deutsche Juniorenmeister von 2000. Ebenfalls auf die 8000 Punkte zusteuern will Stephan Zeyen, der vor drei Jahren zum letzten Mal in Ratingen war. Mein erster Tag war damals traumhaft, am zweiten hat mir die Kraft gefehlt, erinnert sich der junge Athlet vom TuS Jena. 1999 hatte auch David Mewes sein bisher erfolgreichstes Jahr. Mit 8107 Punkten wurde er Dritter in Ratingen und qualifizierte sich für die WM in Sevilla. An diese Leistungen möchte er gerne wieder anknüpfen.

Deutsche Spitze über Ratingen an die Weltklasse heranführen

Bei der Vorstellung der Teilnehmer wird eines schnell klar. Ratingen verfolgt eine andere Strategie als die Traditionsveranstaltung in Götzis. Wir wollen ein Meeting für unsere Athleten machen und dazu wenige, aber dann natürlich die besten internationalen Zehnkämpfer einladen, erklärt Bundestrainer Claus Marek. So soll die deutsche Spitze langsam wieder an die Weltklasse herangeführt werden. Nachdem die Cheerleader der Langenfeld Longhorns in der Pause gekonnt die Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnten und spektakuläre Artistik darboten, waren schon bald wieder die Mehrkämpfer im Blickpunkt, von denen einige sicherlich auch als Dressmen durchgehen würden.

EM-Norm heiss begehrt

Florian Schönbeck von der LG Domspitz Regensburg stand Rede und Antwort. Für ihn ist das Ziel ganz klar: Ich will die Norm für die Europameisterschaften. Auf 8127 Punkte steht seine Bestleistung, er müsste also noch 53 Punkte drauf packen. Gleiches hat Stefan Drews vor, der im letzten Jahr mit 8049 Zählern deutschen Zehnkampfmeister der Junioren wurde. Sehr gespannt dürften die Ratinger auch wieder auf Sebastian Knabe sein. Gut in Erinnerung geblieben sind seine neun Bestleistungen aus dem letzten Jahr, die ihm einen Start in Edmonton bescherten. Nach einem guten ersten Tag, habe ich mich bei den 110 Meter Hürden mit meinem Gegner verhakt, erklärt der angehende Bankkaufmann sein Missgeschick bei der Weltmeisterschaft in Kanada. Als jüngster Teilnehmer und damit in den Genuss 8070-Norm, kommt André Niklas von der LG Nike Berlin. Er wurde 2001 U23-Europameister in Amsterdam und war Dritter bei der Junioren-WM in Chile. Er wird sich an die erfahrenen Cracks um Mike Maczey und Frank Busemann orientieren können. Mike Maczey ist ein alter Bekannter in Ratingen. Nach einigen Problemen zu Beginn des Jahres glaubt er noch nicht, an seine Bestleistung von 8461 Punkten herankommen zu können. 2001 war ein Übergangsjahr für ihn: Da bin ich Vater geworden, erklärt er stolz.

Frank Busemann schöpft Kraft

Frank Busemann blickt zufrieden auf eine erfolgreiche Hallensaison zurück. Der deutsche. Rekord im Siebenkampf gibt mir wieder Kraft für die nächsten zwei Jahre. Die Jungs sollten sehen, dass ich noch da bin , gießt er schon mal ein bisschen Öl ins Feuer. Aber der Sunnyboy ist nachdenklich geworden: Die Zeit läuft gegen mich, ich gehe stramm auf die 30 zu. Gerne möchte ich wieder in den Bereich von 8800 Punkte kommen, dieses Jahr ist erst mal wieder Durchkommen angesagt. Ob das die zwei internationalen Stars geschreckt hat? Bevor es zum 10-Gänge-Bankett in gemütlicher Atmosphäre ging, erklärten Tomas Dvorak und Erki Nool, warum sie sich für Ratingen entschieden haben. Ratingen passt besser in meine Vorbereitungszeit, meint der Olympiasieger aus Estland. Nicht anders sieht es der tschechische Weltmeister: Ich habe zwei Wochen mehr Zeit für die Vorbereitung und bin froh mal etwas Neues

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Senioren-WeltmeisterschaftenRiccione/Italien, 25. Mai 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Langstrecklerin gewinnt mit 36:40 auch noch Silber in der Einzelwertung

2002-05-25_wm_senioren_riccione Riccione, 25. Mai 2002 (orv) - Kathi Kaufmann ist Mannschaftsweltmeisterin der Seniorinnen (W40). Im italienischen Adria-Bad Riccione lief die Domspitzmilch-Langstrecklerin die 10 km in hervorragenden 36:40 und holte sich damit verdient Gold mit der deutschen Mannschaft und Einzel-Silber in ihrer Altersklasse W40. Teamkollegin Gabi Reindl kam über die selbe Distanz in der W35 nicht gut zurecht und beendete das Rennen mit 39:30 auf Platz neun. Bessere Bedingungen hätten die TeilnehmerInnen des 10-Kilometer-Rennens im Rahmen der 6. Senioren-Weltmeisterschaft im Straßenlauf in Riccione kaum antreffen können. Angenehme Temperaturen und eine flache Streckenführung entlang der Strandpromenade und quer durch die Fußgängerzone ermöglichten ein schnelles Rennen, das der Schweizer Stephane Schweickhardt (M 40) in 29:47 Minuten für sich entschied. Mit über einer Minute Rückstand traf der Irländer Richard Mulligan (M40) ein, gefolgt vom Deutschen Johann Hopfner (M45), der trotz gesundheitlicher Probleme seinen Weltmeistertitel mit über einer Minute Vorsprung ins Ziel lief. Bei den Männern des deutschen Teams konnten ebenfalls Peter Lessing (M 60) in 35:41 Minuten und Otto Ludzuweit (M 80) in 1:08:50 Stunden einen ersten Platz erzielen. Silber gab es für Peter Kiefl (M 50, 33:20 Minuten), Alfred Hermes (M55, 34:34 Minuten) sowie Albrecht Olbrects (M 85, 1:10:12 Stunden). Bei den Frauen waren die Damen des DLV der Altersklasse W 60 unschlagbar. Überlegen belegten Rona Friedrichs in 42:00 Minuten, Marlis Schröder in 42:58 Minuten und Barbara Wolf in 43:53 Minuten die Plätze eins bis drei. Auch wenn erst im Laufe des heutigen Tages die Mannschaftswertung von Seiten des Veranstalters bekannt gegeben werden kann, ist den drei Damen neben ihren Einzelmedaillen auch noch eine Gold-Medaille in der Mannschaftswertung sicher. Auch die deutschen Athletinnen der Altersklasse M 40 zeigten international Klasse. Marie-Luise Heilig-Duventaste holte sich in 36:17 Minuten die Goldmedaille, vor Katarine Kaufmann (36:40 Minuten). Zwei weitere erste Plätze belegten Inge Fuhr in der Altersklasse W 70, in 51:38 Minuten sowie Elfriede Falke (W 80, 1:31:51 Stunden). Neun DLV-Mannschaften holten über zehn Kilometer Medaillen Nach den sehr guten Einzelergebnissen im 10-Kilometer-Straßenlauf fiel auch die Mannschaftswertung dementsprechend aus. Vier Gold- und fünf Silbermedaillen sprechen für sich. Überragend war die Leistung der Deutschen Athletinnen der Altersklasse W 60. Mit einem Vorsprung von knapp 35 Minuten deklassierten Rona Frederiks, Marlis Schroeder und Babara Wolf ihre Konkurrentinnen in einer Zeit von 2.08.51 Stunden. Ebenso erfolgreich war das Team der W 40. Marie-Luise Heilig Duventaster, Katharina Kaufmann und Sieglinde Flexeder in nur 1.52.19 Stunden. Bei den Männern setzten sich Johann Hopfner, Gerhard Flexeder und Wilhelm Schüttler in nur 1.38.37 von der Konkurrenz der M 45 ab. Auch in der M60 konnten Peter Lessing, Harald Popig und Manfred Bublitz in 1.52.06 Stunden die Goldmedaille gewinnen.

Weitere Mannschaftsmedaillen:

W 45 2. Platz 2.06.16 Stunden Elisabeth Gebauer, Inge Pfauser, Bärbel Paul

W 50 2. Platz 2.06.42 Stunden Brigitte Ziegler, Hannelore Bezold, Ingrid Koal

W55 2. Platz 2.10.36 Stunden Roswitha Schäffler, Gabriele Rost, Heidelore Bensch

M50 2. Platz 1.42.30 Stunden Peter Kiefl, Franz Herzgsell, Franz Schmidt

M65 2. Platz 2.10.35 Stunden Konrad Baumann, Wolfgang Hilgert, Alfred Dera

Deutsche Meisterschaften über 10.000 mDessau, 11. Mai 2002 - Hintergrundbericht

Der Domspitzmilch-Langstreckler handelt sich zum zweiten Mal schuldlos eine Disqualifikation ein

2002-05-24_pyka_disqu Regensburg, 24. Mai 2002 (orv) - Eigentlich ist Dennis Pyka ein netter Kerl. Als der in München in der Reisebranche tätige Feierabend-Langstreckler im letzten Jahr zur LG Domspitzmilch kam, wusste er noch nicht, dass er bald darauf zu einem der Geächteten der Leichtathletik-Verbände werden würde. Dabei will der gebürtige Aachener in seiner knapp bemessenen Freizeit nur laufen, und das möglichst stressfrei. Trotzdem hat's den Neu-Regensburger nun beinahe mit einer zweiten Disqualifikation erwischt. Nachdem er 2001 im Vorfeld der Regensburger Crossmeisterschaften sogar fünf Tage lang vom europäischen Verband (EAA) gesperrt worden war, handelte er sich diesmal im Anschluss an seinen sechsten Platz bei den Deutschen Meisterschaften über 10.000 m auf der Bahn eine unverschuldete Disqualifikation ein, die aber bereits wieder zurückgenommen wurde. Irgendwie ist der sympathische Rheinländer anscheinend immer dann zur Stelle, wenn es Knatsch mit Funktionären gibt, obwohl er das im Grunde gar nicht will. So auch bei den Dortmunder Hallenmeisterschaften im Februar 2001, als er sowieso schon viel zu spät in die Halle kam und nicht mitbekam, dass im Dunstkreis des Falles Baumann Böses im Schwange war. Die vom Verband etwas ungeschickt ausgelegten Handzettel über drohende Sperren bei einem Start mit Dieter Baumann hatte der Langstreckler übersehen. Seine Freude über den unerwarteten achten Platz wechselte am nächsten Tag in bloßes Unverständnis. Er, der Feierabend-Profi, hatte sich eine Sperre eingehandelt. Gott sei Dank hatte sich das Ganze dann doch noch zu Guten gedreht. Drei Stunden vor seinem ersten Auftritt in Regensburg anlässlich der Deutschen Crossmeisterschaften wurde die Sperre von der EAA wieder ausgesetzt. Er konnte starten. 2002 fehlte dem wackeren Sportsmann im Frühjahr noch die Norm für die Deutschen Meisterschaften im Stadion und zwar über die 5000 m. Jene über die doppelt so lange Distanz hatte er bereits, weil seine 29:34 vom letzten Jahr auf Grund des vorgezogenen Meisterschaftstermin über die 10.000 m eben auch in der neuen Saison reichten. Für die bei den richtigen Meisterschaften stattfindenden 5000 m hatte er zwar die Richtzeit von 14:15 im alten Jahr unterboten, den dazu nötigen fünfzehnten Platz in der deutschen Bestenliste aber um zwei Sekunden und zwei Plätze verfehlt. Als einer, der schrecklich gerne beim Fest der Leichtathleten dabei ist, sah er Schwieriges auf sich zukommen. Da war der 11. Mai mit der 10er-DM - da war aber auch Koblenz, die einzige reelle Möglichkeit, die Norm zu laufen, schon 12 Tage später. Ein fast unmögliches Unternehmen für die Beine eines "Fast-Freizeitsportlers". Also beantragte der Athlet via seines Vereins bei DLV-Cheftrainer Dr. Schubert brav eine Sondergenehmigung. Schließlich wollte er ehrlich sein und bei Angabe des Normwertes nicht betrügen. Man ist letztendlich doch immer fairer Sportsmann. Die Sondergenehmigung wurde abgeleht, so was stünde eben nur Kaderathleten im nationalen Interesse zu. So weit so gut. Also lief der brave Sportsmann Dennis, ordentlich und richtig gemeldet, bei den Deutschen Meisterschaften über 10.000 m im Dessauer Stadion auch brav seine 25 Runden und wurde mit Platz sechs belohnt. Die Woche drauf erfuhr DLV-Wettkampfwart Volker Wollschläger zwischen Tür und Angel von der abgelehnten Sondergenehmigung über 5000 m. Dieser, ein Funkionär der in Stresssituationen schon gern mal etwas durcheinander bringt, fackelte nicht lange, setzte sich an den Schreibtisch und disqualifizierte den armen Domspitzmilch-Läufer völlig ungerechtfertigt nachträglich für die 10.000 m, ohne Nachforschungen bei Verein oder Landesverband, aber auch ohne den müßigen Griff zur deutschen Bestenliste. Peinlich wurde das Ganze dann erst noch, als Dennis Pyka besagten Herrn auf Folgendes aufmerksam machen musste. Nicht er, der Läufer im Regensburger Trikot hatte gefehlt, sondern einige andere, die bei Normangabe geschummelt hatten, nicht einmal raffiniert aber eben doch, unter ihnen auch Vizemeister Oliver Dietz. Natürlich will der Domspitzmilch-Läufer jetzt keine Disqualifikation des Zweiten, der sich diesen Erfolg mit einer Bombenzeit von 28:46 redlich verdient hat. Der DLV, der sich im übrigen bei Dennis Pyka und der LG Domspitzmilch sofort entschuldigte und die Disqualifikation zurücknahm, hat aber nun durchaus ein Problem am Hals, wenn er seine realitätsfremden, athletenunfreundlichen Beschlüsse ordnungsgemäß ausgeführt haben will. Da hilft eigentlich gar nichts - entweder den Schummlern in Zukunft einen Freibrief ausstellen oder eben seinen Vizemeister nachträglich zu disqualifizieren. Eigentlich ist beides unmöglich.

Mini-Internationales in KoblenzKoblenz, 23. Mai 2002 - Bericht

17:00,01 für die Domspitzmilch-Juniorin/ Dennis Pyka 18. mit 14:25,56/Thomas Schmid läuft 14:40

2002-05-23_koblenz Koblenz, 25. Mai 2002 (orv) - Mit einem mutigen Auftritt hat die Großengottenerin Melanie Schulz nach ihrem Titelgewinn bei den Deutschen 10.000-Meter-Meisterschaften in Dessau vor knapp zwei Wochen nun auch beim "Mini-Internationalen" in Koblenz durchaus überzeugt. Es war der erwartete Zweikampf über 5000 Meter zwischen Melanie Schulz und Sabrina Mockenhaupt bis wenige Runden vor Schluss. Dann konnte sich der Blondschopf langsam lösen und schliesslich einen Vorsprung von rund zwanzig Metern herauslaufen. In 15:31,67 Minuten verpasste sie die DLV-Norm über diese Strecke für ihren Jahrgang (15:30 min) nur hauchdünn. Sabrina Mockenhaupt erreichte nach 15:34,93 Minuten das Ziel und zog trotz allem ein positives Fazit: "Es geht wieder aufwärts, ich bin sehr zufrieden. Ich habe heute endlich mal gekämpft." Ein besonderes Kabinettstückchen lieferte Fakja Hofmann (LG Domspitzmilch) in diesem Rennen. Eigentlich als zufällige Zuschauerin angereist, schnappte sie sich ein paar Laufschuhe und ein T-shirt und knackte mit einer Steigerung ihrer persönlichen Bestzeit um exakt 37 Sekunden mit 17:00,01 auf Anhieb die Norm für die Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid. Der Schweizer Christian Belz siegte bei den Männern auf den 5000 Metern, nachdem er sich lange Zeit mit Michael May (TSV 04 Leverkusen) und Sebastian Hallmann (LAC Quelle Fürth/München) einen Dreikampf geliefert hatte. Letztlich erarbeitete er sich aber doch einen Vorsprung und gewann in 13:34,08 Minuten. Der Leverkusener Michael May wurde Zweiter (13:40,54 min) vor Sebastian Hallmann vom LAC Quelle Fürth/München, der nach 13:41,66 Minuten die Ziellinie erreichte. Die EM-Norm konnte diese beiden deutschen Athleten allerdings nicht gefährden. Auch Dennis Pyka LG Domspitzmilch) muss auf eine zweite Chance in Kassel warten. Seine 14:25,56 als elftbester Deutscher auf Platz 18 waren für die angepeilte DM-Norm 10,24 Sekunden zu langsam. Für Thomas Schmid (LG Domspitzmilch) sprang als Dritter des C-Laufes ein neuer Hausrekord in 14:41,45 heraus, rund 11 Sekunden schneller als bisher.

Internationales Pfingstsportfest Rehlingen, 20. Mai 2002 - Bericht

Ingo Schultz steigt mit 46,30 in die Saison ein / German Hehn verpasst DM-Norm um drei Sekundenu

2002-05-20_rehlingen Freude hatten die 4000 Rehlinger Leichtathletik-Fans mit Boris Henry. Er jagte seinen Speer auf 86,42 Meter. "Ich habe mit einer Weite von mehr als 85 Metern gerechnet", so der Saarbrückener, "es ist noch früh in der Saison, man wird in den nächsten zwei, drei Wochen sehen, was diese Leistung wert ist. Wenn ich mich bis zur EM nicht verletze, kann das ein sehr gutes Jahr für mich werden." Als Zweiter verpasste Peter Blank mit 82,24 Metern noch die DLV-Norm für München (82,50 m). Bei seinem ersten 400-Meter-Rennen in diesem Jahr verließ der Vize-Weltmeister Ingo Schultz als Sieger die Bahn. Dabei ging er das Rennen gewohnt flott an. Auf den letzten Metern fehlten dann noch etwas die Reserven, trotztdem setzte er sich am Ende in 46,30 Sekunden vor dem zeitgleichen Briten Tim Benjamin und dem jungen Wattenscheider Bastian Swillims (46,36 sec) durch. Die Stadionrunde der Frauen ging an Birgit Rockmeier. Sie brachte eine Zeit von 52,72 Sekunden auf die Uhr und bezwang die Leverkusenerin Anke Feller (53,07 sec). "Diese Zeiten waren okay", urteilte die Zuschauerin Shanta Ghosh über ihre Kolleginnen. Die Nigerianerin Chioma Ajunwa war mit einer Zeit von 11,19 Sekunden über die 100 Meter am schnellsten. Dahinter schafften die Deutschen Gabi Rockmeier (11,29 sec) und Melanie Paschke (11,30 sec) den Sprung auf das Treppchen. Domspitzmilch-Mittelstreckler German Hehn wollte in Rehlingen die 1500 m-Norm für die Deutschen Meisterschaften knacken. Als Vierter des B-Laufes verpasste er die geforderten 3:48,50 mit 3:51,74 genauso wie alle anderen des hauptsächlich mit Deutschen besetzten Rennens auch.

Int. ErzgebirgsmeetingThum, 19. Mai 2002 - Bericht

Kleine Domspitzmilch-Delegation hielt sich im strömenden Regen tapfer/ Tschechische Gäste dominierten

2002-05-19_thum Thum, 19. Mai 2002 (orv) - Das Erzgebirgs-Meeting im sächsischen Thum hatte am Pfingstsonntag leichtathletisch einiges zu bieten. Im anfangs strömenden Regen zeigte sich so mancher Star aus der internationalen Spitzenszene von der besten Seite. Für das absolute Topergebnis sorgten bei nicht gerade für diese Disziplin leistungsfördernden Witterungsbedingungen zwei tschechische Hochspringer. Am Ende lag Tomas Janku mit 2,26 drei Zentimeter vor seinem Landsmann Svatoslav Ton. Den Sprint holte sich der Ghanese Eric Nkansah mit 10,65, der Deutsche 800 m-Meister René Herms (Asics Pirna) stieg über 400 m mit 48,06 in die Saison ein. Sein Teamkollege Franek Haschke musste sich über 1500 m knapp dem Kenianer Cleophas Bitok mit 3:46,86 zu 3:46,48 geschlagen geben. Ex-Weltrekordler Tomas Dvorak (Tschechien) zeigte sein Können als 110 m Hürden-Sieger (14,42) und mit dem Speer (63,23). Dort lag er jedoch deutlich hinter seinem Landsmann Miroslav Guzdek (77,70). Als Dritter hielt sich der Wattenscheider Christian Nicolay mit 73,97 achtbar. René Sacks (LAZ Leipzig) Kugel flog ausgezeichnete 19,34 weit, in der Abrechnung war dies jedoch gegen die Weltklasseleistung des Slowaken Milan Haborak (20,82) viel zu wenig. Bei den Frauen sprintete die Erfurterin Nancy Kette die 200 m in guten 24,60. Auch hier entwickelte sich das Kugelstoßen zu einem hochklassigen Wettkampf. Am Ende konnte die anwesende WM-Zweite Nadine Kleinert-Schmitt Nadine Beckel (Schweriner SC) zum Sieg gratulieren, die mit 17,99 beinahe einen Meter vor Kathleen Kluge (Hallesche LF - 17,06) lag. Vierte wurde die Bayerin Karin Wurm (LG LK Roth) mit 15,83. Eine kleine Delegation der LG Domspitzmilch Regensburg schnupperte ebenfalls sächsische Luft. Für den jugendlichen Hochspringer Andreas Götz war die Anfangshöhe von 1,88 auch gleichbedeutend mit seinem Endergebnis auf Platz zwei. Andreas Fruhmann belegte mit neuem Hausrekord von 4:10,36 Rang fünf im 1500 m-Lauf der Männer, musste dabei aber sehr viel alleine laufen, weil es dem Feld einfach an der nötigen Leistungsdichte fehlte. Ähnlich erging es seinem Teamkollegen Benedikt Schäffer bei der B-Jugend. Als Achter lief er mit 4:25,70 dennoch auch persönliche Bestleistung. Wenig Glück hatte Christiane Wildgruber bei ihrem gegenwindbeinträchtigten 100 m-Vorlauf in 13,33, weil nachher schon wieder das angeschlagene Bein zwickte.

Flutlichtmeeting - Int. Jall-SportfestEschenbach/München, 18. Mai 2002 - Bericht

Gute Ergebnisse beim Eschenbacher Flutlichtmeeting und Münchner Jall-Sportfest

2002-05-18_flutlicht_eschenbach Eschenbach/München, 18. Mai 2002 (orv) - Absolutes Topergebnis des Eschenbacher Flutlichtmeetings waren die 2,08 des Fürther Hochspringers Markus Rehak, mit denen er nich nur den Stadionrekord um glatte sechs Zentimeter überbot, sondern sich auch für die Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid qualifizierte. Den Sprung zu den Deutschen Jugendmeisterschaften haben auch die beiden Domspitzmilch-Youngster Susi Lutz über die 1500 m der B-Jugend mit 4:51,88 und Franz Leidl mit 50,14 über die 400 m der A-Jugend auf Anhieb geschafft. Zu vier hochwertigen Siegen kamen Domspitzmilch-Athleten auch beim traditionellen Ludwig-Jall-Gedächtnissportfest in München. Markus Tschiers verbesserte dabei seinen Saisonrekord mit dem Diskus um fast zwei Meter auf nunmehr 54,18, dahinter steigerte sich Zehnkämpfer Florian Schönbeck auf sehr gute 46,37. Peter Hargasser gewann die 200 m in 22,28, steuerte als Dritter eine persönliche Bestleistung mit der Kugel (14,00) bei und schleuderte den Diskus erneut über vierzig Meter (40,38), knapp hinter seinem Teamkollegen Andreas Udvari (40,74). Der lag im Stabhochsprung trotz für ihn sehr guten 4,50 deutlich hinter einem wie entfesselt springenden Ulf Böhrnsen (LG Domspitzmilch/ProAthletics Markt Schwaben), der seinen Hausrekord mit 4,70 auslöschte. Langsam in Schwung kommt auch Speerwerfer Stephan Seeck mit Sieg Nummer vier in 66,43. Dass in Bayern Stabhochsprung eine Domspitzmilch-Angelegenheit ist bewies das Münchner Ergebnis erneut. Ohne ihrer besten Vier überquerten mit Ulf Böhrnsen, Andreas Udvari, Sebastian Pauker (4,20) und Andreas Lindenmeier (4,00) weitere vier Athleten die vier Meter, Benni Quitter sprang 3,40. Auf der Suche nach Stabilität ließ Florian Schönbeck nach seiner tollen Diskusleistung im Speerwerfen (3./57,56) und mit der Kugel (13,28) wieder eher mäßige Leistungen folgen. Sein jüngerer Teamkollege Andreas Lindenmeier fand auch mit dem Diskus (35,10/pBL) und über 200 m (23,47) zu guter Form. Mit Wolfgang Hübl testete ein anderer Domspitzmilch-Zehnkämpfer in seiner Heimat Eschenbach. Seine Bilanz war mit 1,85 (Hoch), 13,65 (Kugel) und 35,92 (Diskus) eher durchwachsen. Mit 6,96 schrammte Lokalmatador Achim Kaufmann (SC Eschenbach) diesmal knapp an den sieben Metern vorbei, Mario Banczyk (ATS Mitterteich) übertraf mit dem Speer die fünfzig Meter (52,60). Bei den Frauen dindet Maria Fröhler (LLC Marathon Regensburg) nach einem Sprinttest in 13,16 mit ihren 59,35 über die Stadionrunde langsam wiederzur alten Form zurück. Im Sprungbereich glänzte Wiebke Höfers (LG Hersbrucker Alb) mit 1,64 im Hochsprung und rang dann auch noch im Weitsprung die Ambergerin Kathrin Widder mit 5,58 zu 5,56 knapp nieder. Im abschließenden 1500 m-Rennen machte ein konsequent aufs Tempo drückendes Domspitzmilch-Trio mit Fakja Hofmann, Andrea Stengel und Eva Karg erfolgreich Jagd auf neue persönliche Bestmarken, wobei Fakja Hofmann und Andrea Stengel mit 4:48,21 und 4:49,82 sogar noch unter 4:50 blieben. Trotz einer Steigerung Eva Kargs auf 4:53,06 konnte die Domspitzmilch-Juniorin die gemeinsam mit ihr im Rennen mitlaufende Schülerin Susi Lutz am Ende nicht mehr halten. Mit glänzenden 4:51,88 qualifizierte sich das Domspitzmilch-Nesthäkchen nun endgültig für die Deutschen B-Jugendmeisterschaften. Kurz zuvor hatte ihr Teamkollege Franz Leidl im ersten 400er der Saison die 50-Sekunden-Schallmauer mit neuem Hausrekord von 50,14 noch hauchdünn verpasst, die Zeiten seiner Teamkollegen Wolfgang Gassner (53,10) und Johannes Wild (54,65) können sich ebenfalls sehen lassen. Franz Leidl gewann auch gleich noch den Sprint mit neuer Bestleistung von 11,31, wolfgang Gassner blieb hier mit 11,98 erstmals unter zwölf Sekunden. Im Jugendbereich sorgten Sperwerfer Christian Gläsel (LG Fichtelgebirge) mit 53,13 und Andreas Lohwasser (DJK Neustadt/WN), noch der B-Jugend angehörend, mit 13,43 (Kugel) und 36,63 (Speer) für die besten Ergebnisse. Bei den B-Schülern gewann Johannes Graf (LGR/SG Waldetzenberg) die 1000 m in 3:16,09. Helena Niedermeier (LG Domspitzmilch) schaffte über 400 m der wJB 64,82, die einheimische Steffi Prunhuber schleuderte den A-Jugend-Speer auf 30,18. Die Wettbewerbe der weiblichen Jugend B wurden aber vor allem von den guten Ergebnissen der Obertraublinger Mädchen mitbestimmt. Lena Matula bewältigte die 100 m in 13,19, scheiterte mit 15,01 erneut um eine Hundertstel an der DM-Norm und flog im Weitsprung auf 5,21. Noch weiter ging es bei Teamkollegin Sandra Pfeffer mit ihren 5,41, den Sprint beendete sie mit 13,33. Speerwerferin Johanna Wilfling erzielte gute 32,50. Bei den Schülerinnnen verpasste über 100 m Elke Gehr (LG Domspitzmilch/SV Lupburg) mit 13,61 nur den Sieg, weil sie kurz vor dem Ziel ins Straucheln kam, Mannschaftskollegin Steffi Schiwek wurde Dritte mit 13,69.

Hammerwurf - NormwettkampfWiesau, 18. Mai 2002 - Bericht

Susanne Keil gewinnt ein weiteres Mal Qualifikationswerfen in Wiesau

Nicht geklappt hat es für Manuela Priemer im heimischen Ring. Beim Hammerwurf-Normwettkampf in Wiesau kam sie auf Platz vier mit 59,93 m gar nicht zurecht. Den Wettkampf gewann Seriensiegerin Susanne Keil (LG Eintracht Frankfurt) mit 65,22 vor der überraschend starken Simone Mathes (TSV Bayer 04 Leverkusen) mit 64,84 und Andrea Bunjes (SV Holtland - 62,98)

Internationale Deutsche Hochschulmeisterschaften Groß-Gerau, 17./18. Mai 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Juniorin bleibt mit 10:51,89 deutlich unter elf Minuten

Groß-Gerau, 17. Mai 2002 (orv) - Barbara Wörner (LG Domspitzmilch/ProAthletics Markt Schwaben) wird bei den Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften Vierte über die 3000 m mit guten 10:51,89 min. Damit blieb die Mathematik-Studentin der Regensburger Uni in ihrem ersten Lauf nach einer dreijährigen Pause über die 3000 m gleich wieder unter elf Minuten und nur wenige Sekunden über ihrer Bestzeit. Nachdem zwei Studienkollegen kurzfristig abgesagt hatten entwickelte sich Barbara Wörners Wettkampftrip ins Hessische zur Stressaktion. Nach stundenlanger Fahrt auf verstopften Autobahnen kam sie doch recht erschöpft erst eine halbe Stunde vor dem vorverlegten Start im Groß-Gerauer Stadion an. In dem von der Würzburgerin Kristin Lessel (LG Karlstadt) mit 10:17,92 gewonnenen Rennen konnte die Regensburgerin, zudem Jüngste im Viererfeld, zwar keine ihrer Gegnerinnen bezwingen, zog sich aber mit ihrer Leistung bestens aus der Affäre. Hürdensprinter Christian Wotruba (ESV 27 Regensburg) verpasste das Stockerl nach einem verhaltenen Vorlauf von 15,27 mit seinem vierten Platz in 14,88 ebenfalls denkbar knapp.

Bayerncup-EndkampfFreising, 12. Mai 2002 - Bericht

Frauen landen auf Platz drei / Stephan Wittl steigt mit 47,70 in die Saison ein

2002-05-12_bayerncup_bericht Freising, 12. Mai 2002 (orv) - Programmgemäß holte sich das Männerteam der LG Domspitzmilch Regensburg mit 107 Punkten deutlich vor Gastgeber LAG Mittlere Isar (99 Punkte) zum sechsten Mal in Reihe den Bayerncup. Bei den Frauen lag am Ende die LG Erlangen mit 46 Zählern knapp vor der LG 09 Landshut und dem keineswegs enttäuschenden Titelverteidigerinnen von der LG Domspitzmilch Regensburg. Für die besten Einzelleistungen sorgten Marc-Oliver Schmidtchen (TSV Gräfelfing) mit seinen 10,78 im Sprint, Diskuswerfer Markus Tschiers (LG Domspitzmilch Regensburg) mit 52,54 und ein alles überragendes 400 m-Duell, in dem der Jugendliche Stephan Wittl (LG Domspitzmilch Regensburg) mit excellenten 47,70 gegen den stark verbesserten Ingmar Ipach (TSV Gräfelfing - 47,47) knapp den Kürzeren zog. Mit zwei Einzelsiegen durch Markus Tschiers und Hürdenläufer Bernhard Floder (14,87) setzte sich der Titelverteidiger sofort an die Spitze des elf Mannschaften starken Feldes und gab diese auch gegen den sich zäh wehrenden Gastgeber von der LAG Mittleren Isar nicht mehr ab. Nach zweiten Plätzen im Sprint durch André Neger (11,13), Kugelstoßer Wolfgang Hübl (13,56) und dritten Plätzen von Hochspringer Andreas Götz (1,93) bzw. Speerwerfer Stephan Seeck (60,18) lagen die Regensburger weiter klar auf der Siegerstraße. Daran konnten auch der vierte Platz von Bernhard Floder im Weitsprung (6,72) und der fünfte Rang von Thomas Schmid über 800 m (2:01,19) nichts mehr ändern. Zum absoluten Höhepunkt einer unter starken organisatorischen Mängeln leidenden Veranstaltung kulminierte der 400 m-Lauf. Der als eigentlicher Favorit ins Rennen gegangene Deutsche Jugendvizemeister Stephan Wittl (LG Domspitzmilch) musste sich trotz einer eklatanten Steigerung seiner Bestzeit auf 47,70 an diesem Tag dem noch stärkeren 23jährigen Ingmar Ipach, der sich mit seinen 47,47 gleich um eineinhalb Sekunden verbesserte, geschlagen geben. Eingangs der Zielgeraden hatte der Domspitzmilch Youngster den Gräfelfinger eigentlich schon geschnappt, der entscheidende Kick, den Gegner auf den letzten Metern doch noch niederzuringen, fehlte ihm bei seinem Saisondebüt aber noch. Mit zwei abschließenden Siegen über die 5000 m durch Wolfgang Kohnen (15:29,54) und die 4x100 m-Staffel in der Besetzung Sebastian Wittmann, André Neger, Jochen Schweitzer und Bernhard Floder machten den Cup-Gewinn für die Domstädter endgültig klar. Bei den Domspitzmilch-Damen sorgten Anja Hassmann im Sprint (3./13,03), Christiane Wildgruber (5. 100 m Hürden/ 16,42 - 3. 400 m/ 61,12), Mittelstrecklerin Susie Falkenstein (3. 1500 m/ 4:41,19) die Werner-Schwestern Yvonne im Hochsprung (3. mit 1,58) und Andrea (6. mit 4,83) sowie Werferin Susie Aures mit einem Speerwurfsieg (44,64) und zwei zweiten Plätzen mit Kugel (10,49) und Diskus (37,31) für einen sicheren dritten Platz. In den Rahmenwettbewerben gefielen zunächst die beiden Sprinter Stephan Wittl und Sebastian Wittmann (beide LG Domspitzmilch) mit 11,22 bzw. 11,23, die über 1500 m siegreiche Schülerin Susi Lutz (LG Domspitzmilch) lief bis auf eine Sekunde mit ihren 4:55,04 an die Jugend-DM-Norm heran, ihre Teamkollegin Eva Karg siegte bei den Frauen mit 4:55,28. Für die B-Jugendliche Stephanie Maschke (LG Domspitzmilch) blieben die Uhren über 400 m bei 64,00 stehen, Mannschaftskollegin Helena Niedermeier, noch der Schülerinnenklasse angehörend, lief 64,90. Bester Regensburger Nachwuchs-Mittelstreckler war Oliver Köhler (LGR/TSG Laaber) mit 4:21,53. Der Jugendliche Wolfgang Gassner (LG Domspitzmilch) feierte über 200 m mit feinen 23,86 einen guten Einstand.

Stadtmarathon Regensburg Regensburg, 12. Mai 2002 - Bericht

Volkmar Retzer wird Neunter mit persönlicher Bestzeit von 2:42:07

2002-05-12_regensburg_stadtmarathon Regensburg, 12. Mai 2002 (orv) - Der Wettergott meinte es diesmal gut mit den über 6000 Teilnehmern beim Regensburger Stadtmarathon, darunter auch die Domspitzmilch-Athleten Gaby Pfandorfer, Angela Heinzel, Rita Ferstl und Volkmar Retzer. Bei angenehmen Langstreckentemperaturen unter einem bewölktem Himmel blieb Gaby Pfandorfer als beste Regensburgerin und Gesamtvierte mit 2:56:56 Stunden deutlich unter der Drei-Stunden-Grenze. Ihre Teamkollegin Angela Heinzel (LG Domspitzmilch/TRISTAR) schaffte als Elfte mit 3:13:28 Stunden sogar noch einen neuen Hausrekord. Ebenfalls persönliche Bestleistung lief Rita Ferstl (LG Domspitzmilch/SG Painten) mit 3:29:35. Für den einzigen Domspitzmilch-Läufer Volkmar Retzer sprang am Ende ebenfalls eine neue Bestzeit von 2:42:07 heraus, womit er sich immerhin auf Platz neun des Gesamteinlaufes schob und ebenfalls bester Regensburger wurde. Natascha Leptihn, seit März im Langstreckenkader der LG Domspitzmilch mittrainierend, wurde über die Halbmarathondistanz Fünfte mit 1:27:25.

Werfertage in HalleHalle, 11. Mai 2002 - Bericht

Mit 63,22 lief es für die Domspitzmilch-Athletin nicht ganz nach Plan

Halle, 11. Mai 2002 (orv) - Nicht ganz nach Plan lief es für die Hammerwerferin Manuela Priemer (LG Domspitzmilch Regensburg) bei den Normwettkämpfen in Halle. Hinter der mit über 67 Metern siegreichen Susanne Keil (LG Eintracht Frankfurt), einer Polin und der weitengleichen Andrea Bunjes (SV Holtland) belegte sie mit 63,22 Platz vier und blieb damit knapp unter der EM-Norm für München. Ein Beinbruch ist dies jedoch noch lange nicht, weil erstens zwei weitere Normwettkämpfe im heimischen Wiesau (18.5.) und Regensburg (15.6.) vor der Tür stehen und zweitens die Karten erst nach der DM in Wattenscheid endgültig gemischt werden. Speerwerfer Stephan Seeck (LG Domspitzmilch) stieg mit ordentlichen 63,19 in die Saison ein, hat aber noch einen weiten Weg in Richtung DM-Qualifikation (70 m) vor sich.

Deutsche Meisterschaften 2002 über 10.000 mDessau, 11. Mai 2002 - Bericht

Juniorin Vierte mit 36:11,34 / Dennis Pyka Sechster mit 30:08,12

2002-05-11_dm10000m_dessau_02 Dessau, 11. Mai 2002 (orv) - Mit einem vierten Platz für Juniorin Fakja Hofmann in neuer persönlicher Bestzeit von 36:11,84 und einem sechsten Rang für Dennis Pyka in 30:09,09 konnten die beiden Domspitzmilch-Langstreckler bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften über 10.000 m die Erwartungen voll erfüllen. In dem von Alexander Lubina (TV Wattenscheid) vor dem Gerbrunner Oliver Dietz gewonnenen Rennen musste der Regensburger Langstreckler schon bald alleine seine Runden drehen. Nach einem Gewitterguss kam zudem störender Regen dazu. So war es am Ende nicht verwunderlich, dass die Uhren für ihn ca dreißig Sekunden über seiner aus dem letzten Meisterschaftslauf stammenden Bestzeit von 29:34 bei 30:09,09 stehen blieben. Trotzdem war der Domspitzmilch-Athlet nach seinem fünften Platz des Vorjahres diesmal mit Rang sechs ebenfalls vollauf zufrieden. 2002-05-11_dm10000m_dessau_02 Für die junge Domspitzmilch-Athletin standen die Zeichen im Vorfeld absolut nicht im grünen Bereich. Nach zwei mehr oder weniger unbefriedigend verlaufenden Zehnern auf der Straße entschied sich Fakja Hofmann erst im letzten Moment für einen Start in Dessau. Abermals zeigte sie dann welche Talente einerseits in ihr noch schlummern, anderseits welches Motivationswunder sie ist. Wie Phoenix aus der Asche zauberte sie als Vierte einen neuen persönlichen Hausrekord von 36:11,84 auf's Kunststoffoval und blieb dabei nach ihrem sechsten Platz im Cross und dem fünften auf der Halbmarathondistanz zum drittenmal unter den sechs Besten Deutschlands.