MinimarathonRegensburg, 11. Mai 2002 - Bericht

Oliver Köhler, Benedikt Schäffer und Eva Ferstl holen Einzelsiege über 4,2 km und fahren mit nach Berlin

Regensburg, 11. Mai 2002 (orv) - Für die in großer Anzahl erschienenen Zuschauer war die bisweilen recht heiß vom Himmel scheinende Maiensonne äußerst angenehm. Die etwa fünf hundert Kinder und Jugendlichen kamen dafür aber beim nun schon traditionellen Minimarathon am Start- und Zielbereich des Regensburger Stadt-Marathons ganz schön ins Schwitzen. Nachdem bei den jüngeren Jahrgängen bis einschließlich einem Alter von dreizehn Jahren der Kelheimer Jonas Perfoll (Run&bike Kelheim) allen anderen über 2,1 km nicht den Hauch einer Chance ließ und den Zweiten, Johannes Graf (LG Domspitzmilch/SG Waldetzenberg) deutlich distanzieren konnte, beherrschten im abschließenden Rennen über 4,2 km drei Domspitzmilch-Youngster ihre Gegnerschaft nach Belieben. Ohne sich voll verausgaben zu müssen, überquerten zunächst Oliver Köhler (LG Domspitzmilch/TSG Laaber) als A-Jugend-Sieger und Benedikt Schäffer (LG Domspitzmilch/SG Painten) als B-Jugendsieger gemeinsam Hand in Hand den Zielstrich. Schon bald danach kam dort auch schon das erste Mädchen, Eva Ferstl (LG Domspitzmilch/SG Painten), noch der B-Jugend angehörend, an. Auf Platz zwei landete die gleichaltrige Marina Nagler vom Ausrichter LLC Marathon Regensburg. Alle vier konnten sich über die gewonnene Reise zum Berlin-Marathon 2002 freuen. Für die jungen Läufer/Innen der LG Domspitzmilch ist dies natürlich von besonderem Interesse, weil Ende September bei Deutschlands größtem Marathon auch die Deutschen Meister/Innen ermittelt werden und die Damen der LG Domspitzmilch dort ihren im letzten Jahr in Frankfurt gewonnenen DM-Titel verteidigen werden.

Zehnkampf in ItalienItalien, 11./12. Mai 2002 - Bericht

Peter Hargasser liegt mit 3847 Punkten vor Florian Schönbeck mit 3756 Zählern

2002-05-11_zehnkampf_italien Italien, 11. Mai 2002 (orv) - Mit recht durchwachsenen Ergebnissen beendeten die beiden Domspitzmilch-Zehnkämpfer den ersten Tag des Normmehrkampfes in Italien. Nach verhaltenem Start über 100 m mit 11,42 für Florian Schönbeck und 11,28 für Peter Hargasser lieferten sich die beiden einen spannenden Kampf im Weitsprung, den der erfahrenere und ältere Florian Schönbeck mit guten 7,16 zu 7,10 für sich entscheiden konnte. Während Peter Hargasser mit der Kugel (13,50), 1,88 im Hochsprung und 49,98 über die 400 m mit weiteren soliden Leistungen weitermachte, ließ Florian Schönbeck leider bereits im Kugelstoßen keine 14er-Weite (13,80) folgen. Seine Problemdisziplin, der Hochsprung, misslang ihm auch an diesem Tag mit 1,79 gründlich, ehe er sich mit den abschließenden 50,31 für die Stadionrunde wieder einigermaßen fangen konnte. Demzufolge liegt auch sein Teamkollege Peter Hargasser mit 3847 Punkten nicht nur deutlich vor ihm (3756) sondern auch auf neuem Bestleistungskurs in Richtung 7700 Zählern. Diesen Weg ging Peter Hargasser am zweiten Tag konsequent weiter. Nach neuer Jahresbestzeit über 110 m Hürden mit schon lange nicht mehr gelaufenen 14,10 stand beim Diskus endlich die Vier ganz vorne (40,55), der Stabhochsprung gelang mit 4,70 ebenfalls befriedigend, der Speer flog wieder einmal über die sechzig Meter (60,65) und sogar seine Zitterdisziplin, die 1500 m, stellten diesmal kein Hindernis mehr dar. Mit 4:56,09 Punkten vollendete er damit seine neue persönliche Bestleistung von 7629 Punkten auf Platz sieben. Dabei störte ihn wenig, dass am Ende ihn Teamkollege Florian Schönbeck doch noch abfing. Der Blondschopf konnte seine Enttäuschungen des ersten Tages mit soliden Leistungen am zweiten Tag ausgezeichnet wegstecken. 14,63 über die Hürden, 44,46 mit dem Diskus, 5,10 mit dem Stab, 60,01 (Speer) und 4:38,12 über die abschließenden 1500 m ergaben dann doch noch 7775 Zähler und Rang sechs. In der österreichischen Metropole Wien lief Domspitzmilch-Langstrecklerin Helene Eidenberger als Dritte der Staatsmeisterschaften über 10.000 m mit 35:37,21 zum erstenmal unter 36 Minuten und zeigte damit deutlichen Aufwärtstrend. Team kollege German Hehn belegte in dem vom Tschechen Lukas Vydra gewonnenen 1000 m-Lauf von Pliezhausen (2:24,91) Rang sieben mit 2:29,54.

Bayerische Jugend- und Schülermannschaftsmeisterschaften Bayerische Hindernismeisterschaften 2002Regensburg, 9. Mai 2002 - Bericht

Zirka fünf hundert Mädels und Jungs bei den Nachwuchsteammeisterschaften im Uni-Stadion

2002-05-09_djmm_bericht Regensburg, 9. Mai 2002 (orv) - Es waren zwar nur drei Rennen am Schluss der Bayerischen Jugend- und Schülermannschaftsmeisterschaften zu Christi Himmelfahrt im Regensburger Uni-Stadion, doch die boten nochmals feinsten Laufsport, besser als fast alle anderen Leistungen der beinahe siebenstündigen Veranstaltung. Allen voran die erst siebzehnjährige Straubingerin Regina Schnurrenberger als neue Meisterin der weiblichen Jugend B mit excellenten 4:59,15 über die 1500 m Hindernis. Das Titelrennen über die doppelt so lange Männerdistanz entwickelte sich am Ende zum Friedberger Vereinsduell zwischen Alexander Wex und Stephan Stahl, das letzterer im vierten Meisterschaftsanlauf mit guten 9:06,26 zu 9:08,30 für sich entscheiden konnte. Christian Pomp (TSV Dinkelsbühl) hieß der Meister über die 2 km der mJA. Dem letztjährigen Junioren-WM-Teilnehmer reichten 6:10,68, um sicher vor Daniel Fischer (TSV Ostheim - 6:20,57) zu liegen. Gar nicht weit dahinter erreichte der Titelträger der mJB, Hannes Patzke (LG Kreis Ansbach), mit ausgezeichneten 6:23,29 das Ziel. Für den Regensburger Lokalmatadoren Stephan Schnabel (LG Domspitzmilch/TSV Dietfurt) platzten hier nach einem bösen Sturz am Zielgeradenhindernis alle Medaillenträume, auch die ersehnte DM-Norm bei Platz fünf und 6:59,17 war weit entschwunden. Seine Teamkollegin Eva Ferstl (LG Domspitzmilch/SG Painten) sah unmittelbar vorher bei der weiblichen Jugend B lange Zeit wie eine sichere Zweite aus, wurde dann aber eingangs der letzten Runde bei 5:29,59 doch noch um neun Sekunden auf Platz vier verdrängt. Der eigentliche Haupteil der Titelkämpfe, die Bayerischen Jugend- und Schülermannschaftsmeisterschaften waren eine gelungene Veranstaltung für beinahe fünf hundert begeisterte Mädels und Jungs, die herausragenden Einzelergebnisse konnte man dann aber lediglich an einer Hand abzählen. Immerhin dürfen sich bei der Jugend das LAZ Kreis Würzburg (weiblich) und die LG Fichtelgebirge (männlich) jetzt Bayerischer Mannschaftsmeister 2002 nennen, bei den Schülerklassen erkämpften sich die Titel der TSV Wasserburg (weiblich) und die LAG Mittlere Isar (männlich). Vor allem die Sprinterinnen des LAZ Kreis Würzburg sorgten für eine der wenigen Highlights. Bei über zwei Meter pro Sekunde störenden Gegenwind ließ Annika Hohneisser mit 12,55 nichts anbrennen und verwies ihre Teamkollegin Eva Störrlein mit auch noch guten 12,78 deutlich. Bei den Schülerinnen lief deren Teamkollegin Tamara Lukas mit 12,73 die schnellste Zeit, wobei hier die Passauerin Shari Morris mit 12,83 das Nachsehen hatte. Im Bereich der männlichen Jugend sorgte vor allem der Name Simon Ruckdeschel von der LG Fichtelgebirge für Qualität und dies im Besonderen mit seiner Stabhochsprungleistung von 4,60 m. Vater Albert Leidl vom FC Passau scheint seinen beiden Töchtern einiges seines Speerwurftalents vererbt zu haben. Die siebzehnjährige Tamara schleuderte das Jugendgerät auf formidable 42,86, die erst fünfzehnjährige Sarah kam mit dem Schülerspeer immerhin auch schon auf 36,96 m. Zwei Hochsprungergebnisse der Mädchen konnten sich ebenfalls sehen lassen. Bei der weiblichen Jugend überquerte Kerstin Falk (TS Herzogenaurach) 1,63 bei den Schülerinnen schaffte ihre Mannschaftskameradin Kerstin Schreck 1,64. Für das beste Ergebnis bei den Schülern sorgte Diskuswerfer Tom Bechert (LAG Mittlere Isar) mit einem mächtigen Wurf bis auf 44,79 m hinaus.

Bayerischer DJMM/DSMM-Endkampf mit HindernismeisterschaftenRegensburg, 9. Mai 2002 - Vorschau

Bayerischer DJMM/DSMM-Endkampf an Christi Himmelfahrt im Regensburger Uni-Stadion mit Hindernismeisterschaften

2002-05-06_djmm_vorschau Regensburg, 6. Mai 2002 (orv) - Wenn es um die Bayerischen Mannschaftstitel des Leichtathletik-Nachwuchses geht, dann heißt das im Fachjargon DJMM/DSMM-Endkampf und der findet in diesem Jahr an Christi Himmelfahrt im Regensburger Uni-Stadion statt. Ab 11 Uhr werden dann 22 Jugend- und Schülermannschaften vom Sprint über den Lauf, die Hürden, den Sprung und den Wurf versuchen, möchlichst viele Punkte zu sammeln, um am Ende als Team ganz vorne zu stehen. Die beiden Leichtathletik-Großmächte LAC Quelle Fürth/München und Gastgeber bzw. Ausrichter LG Domspitzmilch Regensburg fehlen dabei in den Starterlisten. Bei den Regensburgern will man dem Nachwuchs einfach einmal eine Woche lang eine "Auszeit" gönnen, wobei sicher ein Großteil der Youngster auf der Seite der Kampfrichter und Helfer stehen wird, weil Serienveranstalter LG Domspitzmilch eben auch nicht unerschöpfliche Organisationsquellen hat. Bei den Fürthern sollten zumindest die ertsgenannten Gründe eine gewichtige Rolle für ihr Fernbleiben spielen. Ganz ohne Teilnahme kommen die Athleten/Innen der LG Domspitzmilch Regensburg dann doch nicht davon. Da das Uni-Stadion derzeit als einzige bayerische Leichtathletik-Anlage im Besitz von für Frauen und Männer geeigneten höhenvariablen Hindernissen ist, werden am selben Tage auch die weißblauen Hindernismeister/Innen aller Klassen gesucht. Bei der männlichen Jugend B wird Stephan Schnabel (LGR/TSV Dietfurt) sein Debüt über die 2000 m Hindernis geben, bei der weiblichen Jugend B geht Eva Ferstl (LGR/SG Painten) über 1500 m erstmals über die "Böcke". In dieser Altersklasse sollte die Straubingerin Regina Schnurrenberger (FTSV) für das herausragende Ergebnis der gesamten Hindernismeisterschaften sorgen. Die Läufe finden im Anschluss an den DJMM/DSMM-Endkampf gegen 18 Uhr statt.

Nationales Rolf-Watter-Sportfest 2002Regensburg, 5. Mai 2002 - Vorschau

Erstes großes weißblaues Kräftemessen / über 400 Athleten werden erwartet

2002-05-05_watter_02_vorschau Regensburg, 2. Mai 2002 (orv) - Das Regensburger Rolf-Watter-Sportfest wird immer mehr zur dick unterstrichenen Stelle im Notizbuch vieler bayerischer Topathleten. Im Mittelpunkt des heuer ausnahmsweise am Sonntag im Regensburger Uni-Stadion stattfindenden Traditionsmeetings stehen die Läufe und Sprints, wobei letztere über die "krummen" Disziplinen 80 m, 150 m und 400 m ausgetragen werden. Stargast bei den Männern ist über 3000 m sicher der EM-Kandidat über 5000 m, Sebastian Hallmann (LAC Quelle Fürth/München), mit einer gemeldeten Bestzeit von 7:53 min. Wenn sich der bayerische Hallenmeister Christian Wotruba (ESV 27 Regensburg) doch noch zum Start entschließt kommt's im Sprint zum Gigantenduell der drei diesjährigen Landeshallenmeister von 60 m bis 400 m, weil Lokalmatador Stephan Wittl (LG Domspitzmilch) und Johannes Fischer (LAC Quelle Fürth/München) auf jeden Fall antreten werden, wobei die beiden Letztgenannten im vergangenen Jahr immerhin Teilnehmer der U18- bzw U20-Juniorenweltmeisterschaften waren. Natürlich testen auch die starken Mehrkämpfer der LG Domspitzmilch Regensburg, Florian Schönbeck und Peter Hargasser, unmittelbar vor der ersten EM-Quali in Italien, ihre derzeit ausgezeichnete Form im heimischen Stadion. Vielleicht hat Trainer Wolfgang Frenzl dann auch noch sein stärkstes Pferd, Karin Ertl vom LAC Quelle Fürth/München, immerhin schon Halleneuropameisterin im Mehrkampf, im Gepäck. Die Wettkämpfe beginnen um 12.30 Uhr mit einigen technischen Disziplinen. Auf der Rundbahn wird's erstmals ab 12.45 Uhr spannend, wenn Landestrainer Andreas Knauer seine besten Langhürdler über die 300 m testet und zwar ungewöhnlicherweise beim offiziellen 400 m Hürdenstart beginnend. Für weitere zwei Stunden gehört dann die Bahn den Sprintern für ihre Läufe über 80 m und 150 m. Nachdem fast die gesamte bayerische Elite mit sämtlichen Kadern gemeldet hat, wird's gleich recht heiß um die berühmte "Brustbreite" hergehen. Punkt 15.45 Uhr kommt der nächste Höhepunkt mit dem Rolf-Watter-Gedächtnislauf über 800 m. Etwa zum selben Zeitpunkt wird die Fünfte der U18-Junioren-WM, Simone Langhirt (LG Landkreis Würzburg) wohl die von ihr so heiß ersehnten vier Meter im Stabhochsprung angehen, ehe die Sprinter auch noch zum "Stehertest" über 300 m ran müssen. Krönender Abschluss eines kurzweiligen Sonntagnachmittags sollen dann ab 17 Uhr die 3000 m-Läufe aller Klassen werden, wobei im männlichen Bereich gleich eine halbe Hundertschaft aus den verschiedenen Landeskadern hinter Sebastian Hallmann Jagd auf die begehrten Bestleistungen macht. Bei den Damen, die im übrigen ihrer Leistung entsprechend in die jeweiligen Männerläufe eingeordnet werden, muss zu allererst die Junioren-WM-Teilnehmerin Johanna Braun (LAG Mittlere Isar) genannt werden. Sie will hier in Regensburg unter 9:40 laufen und mit ihren Gegnerinnen ebenso Katz und Maus spielen, wie sie das schon bei den Deutschen Crosslaufmeisterschaften Anfang März nur wenige Meter neben der Rundbahn an gleicher Stelle getan hat. Unter zehn Minuten will natürlich auch Lokalmatadorin Susie Falkenstein (LG Domspitzmilch) bleiben. Schade dass ihre Teamkollegin Ellen Schöner aus beruflichen Gründen nicht da sein kann.

Nationales Rolf-Watter-Sportfest Regensburg, Universitätsstadion, 5. Mai 2002 - Bericht

Fürther gewinnt 3000 m Lauf in tollen 8:04,34 / Matthias Amm neuer Watter-Preisträger über 800 m

2002-05-05_watter_bericht1 Regensburg, 5. Mai 2002 (orv) - Mit einem einsamen Solorennen im letzten Wettbewerb, den 3000 m der Männer, setzte der Fürther Sebastian Hallmann mit dem neuen Meeting- und Stadionrekord einem bestens besetzten Rolf-Watter-Meeting die Krone auf. Sein Teamkollege Matthias Amm gewann den Rolf-Watter-Gedächtnispreis über 800 m mit ebenfalls guten 1:54,80. Altstar Toni Riepl (LG Landkreis Kelheim) schlug im Hochsprung erneut die wesentlich jüngere Konkurrenz mit ansprechenden 2,08. Im Stabhochsprung überquerte der Zweibrückener Ralph Schmidt fünf Meter und über 110 m Hürden bestach Lokalmatador Peter Hargasser (LG Domspitzmilch Regensburg) mit 14,35 bei Gegenwind. Für die besten Leistungen auf den krummen Strecken sorgten Robert Dollinger (TSV Burghaslach) über 80 m (8,96), Alin Cucu (TSV Gräfelfing) über 300 m mit 35,06 und der Jugendliche Moritz Mundschau (LAC Quelle Fürth) über 150 m mit 16,58. Bei den Frauen ragten die beiden Mittelstreckenergebnisse von Kathrin Schönfeld (SWC Regensburg - 800 m/2:11,33) und Viola Schäffer (LG Erlangen/USA - 3000 m/9:38,97) heraus. Im Sprint setzen sich Anja Wurm (LAC Quelle Fürth) über 80 m in 10,08, Andrea Walper (LG Donau-Brenz) über 150 m bzw. 300 m mit 18,64 und 40,40 durch. Die besten technischen Leistungen zeigten die Ambergerin Kathrin Widder im Dreisprung mit 11,55 sowie Melanie Eckert (LAC Quelle Fürth) mit 46,17 im Speerwerfen. Bis auf wenige Meter standen Zuschauer, Betreuer und Aktive beim abschließenden 3000 m Lauf entlang der Bahn und feuerten einen wie entfesselt losstürmenden Sebastian Hallmann frenetisch an. Nach 2:38 für die ersten 1000 m war sogar eine Zeit unter acht Minuten möglich, verständlicherweise fehlte dem Ismaninger nach langer Verletzungspause noch die nötige Tempohärte, um ein Rennen umzusetzen, dass man so in Bayern auf der Bahn lange nicht mehr gesehen hatte. Im über dreißig Mann starken Verfolgerfeld entbrannten indessen heißeste Positionskämpfe. Nachdem der Vorstoß von Christian Dirscherl (MTV Pfaffenhofen) nach gut zwei Drittel der Distanz verpufft war, sah der Kölner Philipp Legath bereits wie ein sicherer Zweiter aus, musste sich aber dann in Endfight doch noch dem bravourös kämpfenden Altmeister German Hehn (LG Domspitzmilch Regensburg) in 8:23,80 zu 8:25,06 geschlagen geben. Dahinter führte mit Thomas Schmid (8:30,42 - persönliche Bestleistung) ein weitere Domspitzmilch-Läufer immerhin nochmals 20 Athleten unter 9 Minuten ins Ziel, darunter auch die beiden A-Jugendlichen Christian Pomp (TSV Dinkelsbühl - 8:42,39) und Sebastian Heger (LG Amper-Würm - 8:49,80), aber auch noch die beiden B-Jugendlichen Hannes Patzke (TSV Ansbach - 8:49,76) bzw. Martin Friedrich (LG Passau - 8:55,93). Gute äußere Bedingungen, eine gewohnt flotte Ausrichtung durch die LG Domspitzmilch und eine erneute Steigerung des Meldeergebnisses gestalteten das diesjährige Rolf-Watter-Gedächtnismeeting zu einem echten Leichtathletikfest. Nicht nur die Gäste aus dem gesamten bayerischen Raum, sondern auch die regionalen Größen, aber insbesondere der Regensburger Leichtathletiknachwuchs machte von sich reden. Der letzte Test vor dem als inoffizielle erste EM-Qualifikation der Mehrkämpfer titulierte Zehnkampf in Italien gelang den beiden Domspitzmilch-Athleten Florian Schönbeck und Peter Hargasser recht formitabel. Zunächst zeigten sie im 80 m Lauf mit 9,06 (Hargasser) und 9,27 Spritzigkeit, dann demonstrierten sie über die Hürden bei nicht gerade idealem Gegenwind mit 14,35 und 14,67 (Schönbeck) schon beinahe Hochform, wobei hier mit Bernhard Floder (14,72) ein weiterer LGR-Athletik Tendenz nach oben zeigte. Florian Schönbecks Achillesferse bleibt der Hochsprung. Seine 1,80 waren gegen seine Teamkollegen, dem jugendlichen, abiturgestressten Andreas Götz (1,94) und Wolfgang Hübl (1,85), zu wenig, entsprachen aber auch gar nicht seinen eigenen Vorstellungen. Bei den Mädchen verfehlte die am Regensburger Stützpunkt trainierende noch B-Jugendliche Regina Schnurrenberger (FTSV Straubing) über 3000 m die Zehn-Minuten-Schallmauer mit 10:00,61 nur denkbar knapp. Mit Eva Ferstl (LG Domspitzmilch Regensburg - 10:47,96) schaffte noch eine weitere Athletin gleich auf Anhieb die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften. Juniorin Eva Karg und Debütantin Andrea Stengel (beide LG Domspitzmilch) konnten sich mit 10:23,36 und 10:27,99 ebenfalls bestens mit Hausrekorden in Szene setzen. Bei den Männer steigerte Wolfgang Kohnen (LG Domspitzmilch) seine Bestzeit erheblich auf nunmehr 8:44,68. Die Sprungergebnisse von Gregor Neumann (LG Domspitzmilch - Stabhoch/4,60) und Stefan Sailer (SV Obertraubling - Drei 13,07/Weit 6,84) können sich sehen lassen. Noch besser waren allerdings die beiden Stabhochsprungleistungen im Jugendbereich von Simone Langhirt (LAZ Kreis Würzburg) mit 3,60 und Simon Ruckdeschel

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Bayerische Meisterschaften für Langstaffeln 2002Friedberg, 1. Mai 2002 - Bericht

Rege Beteiligung bei den Bayerischen Meisterschaften für Langstaffeln im schwäbischen Friedberg

2002-05-01_blv_langstaffeln Friedberg, 1. Mai 2002 (orv) - Die bayerischen Leichtathleten eröffneten ihre Bahnsaison mit den Landesmeisterschaften für Langstaffeln im schwäbischen Friedberg. Neuer Titelträger über 3x1000 m bei den Männern wurde das Quelle-Trio Dominik Erhardt, Matthias Amm und Jason Stewart aus Fürth, die mit 7:25,45 erwartungsgemäß Titelverteidiger LG Domspitzmilch Regensburg (Jean-Jacques Faurie, Thomas Schmid, German Hehn - 7:38,86) deutlich abhängten. Bei den Frauen siegte die LG 09 Landshut über 3x800 m in der Besetzung Sandra Summer, Sandra Englisch und Margit Kleis mit 7:08,59 vor den Juniorenmeisterinnen von der LG Domspitzmilch Regensburg (Barbara Wörner, Eva Karg, Katharina Karl - 7:25,05), die durch einen bösen Sturz ihrer Startläuferin allerdings schon zu Beginn des Rennens viel Zeit eingebüßt hatten. Sowohl bei der männlichen Jugend A als auch bei den Junioren hieß der Meister LAC Quelle Fürth/München. Nachdem die Nummer eins und zwei der Quelle Staffel gegen die Domspitzmilch-Läufer Jean-Jacques Faurie und Thomas Schmid bereits einen großen Vorsprung herausgelaufen hatten, ließ Domspitzmilch-Schlussläufer German Hehn zunächst die übrige Konkurrenz herankommen, um sich dann auf den letzten zwei hundert Metern durch einen vehementen Antritt die Silbermedaille doch noch mehr als deutlich zu holen. Bei den Frauen hätte zumindest zeitweise das Juniorinnen-Team der LG Domspitzmilch das Rennen offen halten können, wäre da nicht der böse Sturz von Startläuferin Barbara Wörner am Ende der ersten Runde dazwischengekommen. Geistesgegenwärtig sprang die Regensburgerin mit blutigen Knien wieder auf und eilte dem Feld nach. Zusammen mit ihren Teamkolleginnen Eva Karg und Katharina Karl konnte sie sich am Ende doch noch über Juniorinnen-Gold freuen. Zu einer weiteren Bronzemedaille kam das Team der LG Domspitzmilch über 3x800 m der weiblichen Jugend B. Nachdem Startläuferin Eva Ferstl als Zweite des gemeinsamen Jugendlaufes der weiblichen Jugend A und B die Regensburgerinnen in eine gute Position gebracht hatte, verlor Helena Niedermeier, geschwächt durch allergiebedingtes Asthma, im Mittelstück doch wieder etwas an Boden. Schlussläuferin Susi Lutz, wie Helena Niedermeier noch der Schülerinnenklasse angehörend lief mit einem bravourösem Rennen noch fast auf den Silberplatz auf. Bei den Junioren schaffte der TSV Detag Wernberg mit Stefan Pirker, Rainer Schuster und Andreas Giedl mit 7:47,48 einen zweiten Platz über 3x1000 m. Knapp am Treppchen vorbei lief als Vierte die 3x1000 m A-Jugendstaffel der LG Domspitzmilch Regensburg mit Oliver Köhler, Benedikt Schäffer und Stephan Schnabel in der Zeit von 8:18,05.

BahneröffnungenEschenbach, Wasserburg, Albershausen, 1. Mai 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Zehnkämpfer präsentieren sich in hervorragender Frühform

Eschenbach/Wasserburg/Albershausen, 1. Mai 2002 (orv) - Bei den traditionellen Bahneröffnungen in Eschenbach und Wasserburg sorgten einige Domspitzmilch-Athleten bei durchaus angenehmen Frühjahrsbedingungen für bemerkenswerte Saisoneinstiege. Im Oberbayerischen scheiterte Peter Hargasser nach übersprungenen 4,85 im Stabhochsprung nur hauchdünn an den fünf Metern und bewältigte zudem seine Spezialdisziplin 110 m Hürden mit erstaunlichen 14,19. In Eschenbach zählten die 4,60 von Oldie Gregor Neumann im Stabhochsprung, aber auch der Weitsprung von Lokalmatador Achim Kaufmann (SC Eschenbach) mit 7,11 zu den Höhepunkten. Die noch Jugendliche Alexandra Lohwasser (DJK Neustadt/WN) verbesserte sich dort mit Kugel und Diskus auf beachtliche 13,28 und 38,02. Im schwäbischen Albershausen stieg Florian Schönbeck mit ordentlichen 7,13 im Weitsprung und 14,98 über die Hürden in die Saison ein. Eschenbach konnte natürlich die meisten der Oberpfälzer Leichtathleten, darunter auch viele Regensburger begrüßen. Die Sprintentscheidungen bei Männern und Frauen waren hier in Familienhand. Zuerst gewann Jochen Schweitzer die 100 m in 11,32 vor Teamkollege Wolfgang Hübl (11,57 - auch noch 13,33/37,76 mit Kugel und Diskus), dann holte sich Schwester Anja Hassmann (alle LG Domspitzmilch Regensburg) den Sieg mit 12,93 vor den beiden gelernten Mittelstrecklerinnen Katrin Schönfeld (SWC Rgbg. - 12,96) und Maria Fröhler (LLC Marathon Rgbg. - 12,97), die sich dann aber über die 200 m in 26,47 schadlos hielt. Zwei Wurfergebnisse können sich beim starken Geschlecht ebenfalls sehen lassen: Gregor Neumann beförderte den Diskus gleich auf 41,48 und Markus Gallistl (LG Domspitzmilch/SV Altenstadt) überzeugte im Speerwurf mit guten 57,26. Bei den Frauen feierte die Ambergerin Kathrin Widder einen Doppelsieg im Weitsprung und Speer mit 5,47 bzw. 38,78. Für die besten Ergebnisse des männlichen Nachwuchses sorgte Andreas Lohwasser (DJK Neustadt/WN) mit 13,38 und 39,01 (Kugel/Diskus) bei den B-Jugendlichen. Beim weiblichen Nachwuchs sorgte das ewige Stabhoch-Duell der nun B-Jugendlichen Alina Schmidt (DJK Ensdorf) gegen die SWC-lerin Moni Siegfried für reichlich Spannung, wobei die Ensdorferin diesmal mit 3,30 zu 3,20 die Oberhand behielt. Sandra Pfeffer (SV Obertraubling) landete als 16jährige im Weitsprung immerhin bei 5,39. Auch einige Athleten/Innen aus den Schülerklassen fielen positiv auf. Beim 1000 m-Zweikampf setze sich der Neustädter Michael Grau mit guten 3:00,33 gegen den Lappersdorfer Michael Lehle (3:00,80) durch, bei den Dreizehnjährigen waren die beiden Domspitzmilch-Youngster Johannes Graf und Moritz Routil mit ebenso hervorzuhebenden 3:09,32 sogar bis auf die Hundertstel gleich schnell. Das Burglengenfelder Multitalent Stefan Axinger siegte im Speerwurf und Stabhochsprung mit hochwertigen 43,52 und 3,30. Manuel Ziegler (DJK Neustadt/WN) ganze 10 Jahre alt landete im Weitsprung schon bei fünf Metern und der gleich alte Stefan Matula (SV Obertraubling) bewältigte die 60 m Hürden mit erstaunlichen 10,06. Bei den Mädchen besiegte die 13jährige Elke Gehr (LG Domspitzmilch/SV Lupburg) die bis zu zwei Jahre ältere Konkurrenz mit beachtlichen 13,23 über 100 m und gewann ihre Konkurrenz im Hochsprung mit 1,45. Die Eschenbacherin Anika Schmidt, auch nur ein Jahr älter, überzeugte mit 5,05 und 1,55 im Weit- und Hochsprung. In Wasserburg blieb mit Bernhard Floder ein dritter Domspitzmilch-Hürdensprinter in 14,81 unter der 15-Sekunden-Schallmauer, Nachwuchsmehrkämpfer Andreas Udvari (LG Domspitzmilch/ProAthletics Markt Schwaben) gefiel mit 15,63 über die Hürden und 4,45 im Stabhochsprung. Noch einmal 10 Zentimeter höher sprang sein Mannschaftskamerad Ulf Böhrsen.

Bayerische Marathonmeisterschaften Schwangau, 28. April 2002 - Bericht

Bayern-Vizemeisterin im Marathon Andrea Stengel gewinnt Viertelmarathon in Weiden mit ausgezeichneten 39:52 min

Schwangau/Weiden, 28. April 2002 (orv) - Mikki Hirt (LG Domspitzmilch Regensburg) konnte ihr anvisiertes Ziel, Bayerische Marathonmeisterin 2002 zu werden, nicht ganz realisieren. Der doch recht schwere und extrem hügelige Kurs des Bannwald-Marathons in Schwangau kam ihr nicht recht entgegen. In 3:00:52 Stunden konnte sie die vermeintlich schärfste Konkurrentin, Anke Härtl von der LG Rödental (3:05:36) in Schach halten, musste aber letztendlich die neue Überraschungsmeisterin Sabine Hock (TV Haibach - 3:00:26) um 26 Sekunden ziehen lassen, obwohl sie zwischenzeitlich bereits in Führung gegangen war. Bei den Männern gewann Peter Forster (MRRC München) in ebenfalls mäßigen 2:40:06 vor seinem Teamkollegen Burckhardt Summer. Beim Weidener Halbmarathon überraschte Andrea Stengel (LG Domspitzmilch Regensburg) auf der ebenfalls ausgetragenen Viertelmarathondistanz über ca 10,5 km mit einem Sieg in hervorragenden 39:52 min.

Wiesauer Werfertag Wiesau, 27. April 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Hammerwerferin übertrifft bereits im ersten Wettbewerb Qualifikationsnorm

2002-04-27_wiesau_werfertag Wiesau, 27. April 2002 (orv) - Beim Werfertag in Wiesau feierte Manuela Priemer von der LG Domspitzmilch Regensburg gleich einen Einstand nach Maß in die EM-Saison. Ihr Hammer landete bei 64,53 m, exakt 53 Zentimeter weiter, als vom DLV für die Europameisterschaftsteilnahme gefordert. Mit dieser Leistung steht die gebürtige Wiesauerin in Deutschland derzeit hinter Susanne Keil (LG Eintracht Frankfurt) an zweiter Stelle. Für eine weitere hervorragende Leistungen sorgte Mark Newton (UAC Kulmbach), der den A-Jugend-Hammer auf 69,58 m schleuderte und damit deutlich über den geforderten 67 m für die Junioren-WM in Jamaica blieb. Ein guter Einstand gelang auch den Jugendlichen Alexandra Lohwasser (DJK Neustadt/WN) mit 13,32 im Kugelstoßen, Patrick Werner (TG Würzburg) im Diskuswurf der männlichen Jugend B mit 54,73 und Maxi Tschiers (LG Domspitzmilch/ProAthletics Markt Schwaben) mit 53,62 im Speerwerfen, der allerdings verletzungsbedingt auf seine Paradedisziplin Diskus verzichten musste. Der Wettergott meinte es zwar mit den Werfern nicht gerade gut, abhalten konnte dies Manuela Priemer, eine der wenigen bayerischen Trumpfkarten für eine Europameisterschaftsteilnahme, nicht, gleich im ersten Wettkampf der Saison 64,53 m zu werfen. Was Vater und Trainer Gerhard Priemer aber noch optimistischer stimmte, war die Tatsache, dass ein ungültiger Versuch noch deutlich weiter hinter der Qualifikationsnorm landete und zudem seine zweite Athletin, Sabine Jaik (TB Jahn Wiesau) mit 47,56 die Norm für die DM schaffte. Aus Oberpfälzer Sicht müssen vor allem noch die Leistungen der Lohwasser-Geschwister genannt werden. Alexandra blieb mit der Kugel nur wenige Zentimeter unter ihrem Hausrekord und schleuderte den Diskus auf 37,62. Bruder Andreas bewältigte beide Geräte der B-Jugend mit 12,87 (1.) und 35,96 (2.). Veit Rauscher (SV Obertraubling) begann die Saison, erstmals als A-Jugendlicher, mit 12,56 (Kugel), 34,23 (Diskus) und 45,36 (Speer). Eine feine Leistung bot auch Christian Fick (DJK SB Regensburg) mit 43,36 im Hammerwurf der mJB, wobei er aber gegen den glänzend aufgelegten Sebastian Gerl (LG Fichtelgebirge - 56,20) keine Siegchance hatte. Zu zwei Siegen kam die Obertraublinger B-Jugendliche Johanna Wilfling mit Kugel (9,43) und Speer (34,63).

Oberpfzer HalbmarathonmeisterschaftenAmberg, 21. April 2002 - Bericht Ergebnisse

Oberpfalzmeisterin Teilnehmerrekord beim Amberger Halbmarathon / Silke Fersch und SzibiSczlufczyk Bezirksmeister

Mit 410 Finishern feierte der AmbergerHalbmarathon, zugleich Bezirksmeisterschaften der Oberpfalz, einen neuenTeilnehmerrekord. Für die beste Leistung des Tages sorgte dabeiLokalmatadorin Silke Fersch (CIS Amberg), die sich den Titel mit neuerBestmarke von 1:20:30 Stunden sicher vor den Regensburgerinnen AndreaStengel (LG Domspitzmilch Regensburg - 1:23:03) und Constanze Bohnsack (LLCMarathon Regensburg - 1:31:56) holte. Bei den Männern reichten SzibiSczlufczyk (LLC Marathon Regensburg) bei etwas windigen, aber sonst idealenVerhältnissen 1:12:23 zum Einzeltriumph. Platz zwei sicherte sich TriathletMarkus Dippold (TB Weiden - 1:13:46) vor dem Neukirchener Alfred Rahm mit1:13:59. Den Mannschaftstitel holte sich bei den Frauen CIS Amberg mit SilkeFersch, Edith Wiedemann (1:35:10) und Dorle Schobert (1:39:18) mit derGesamtzeit von 4:34:58 vor dem LLC Marathon Regensburg mit 4:48:55. Bei denHerren triumphierte der RSC Neukirchen mit Rahm, Gernot Kranl (1:15:03) undManfred Rubenbauer (1:15:12).Silke Fersch setzte damit ihren eklatanten Formanstieg fort. Bereits am 1.April war sie Dritte des Bozener Marathonlaufes in der Klassezeit von2:49:00 geworden. Auch für die Zweitplatzierte, Andrea Stengel von der LGDomspitzmilch Regensburg, bedeuteten die 1:23:03 eine Steigerung ihrerpersönlichen Bestleistung um fast zwei Minuten.

Bayerische Straßenlaufmeisterschaften 2002 über 10 kmEbershausen, 14. April 2002 - Nachbetrachtung

Kritische Betrachtung der Bayerischen Straßenlaufmeisterschaften aus der Sicht eines Beteiligten

Ebershausen, 14. April 2002, Bayerische Straßenlaufmeisterschaften 2002 über 10 km. Nach zweieinhalbstündiger Fahrt Eintreffen auf holprigem Feldweg, rechts eine Herde Angus-Rinder, dahinter das Festzelt. Wo gibt's die Startunterlagen, wo ist der Start, wo kann man sich umziehen? - zwei Fußballerkabinen für über zwei hundert Läufer/Innen - eigentlich wie immer, man weiß, man ist richtig. Eine Stunde später, so um Elf herum Start der Männer- und Seniorenklasse, am Ende werden 163 das Ziel erreichen, der letzte, fast achtzigjährig, gerade noch rechtzeitig, um die 63 Frauen genau zur Mittagszeit auf die Reise zu schicken. Jedes Mal Geschiebe am gerade einmal straßenbreiten Start. Irgendwann gelingt der dann doch. Nach wenigen Sekunden sind die Läufer weg. Einmal huschen sie noch nach fünf Kilometer vorbei, dazu einige nichtssagende Kommentare des schlecht informierten Sprechers, die eh keiner versteht, weil die Beschallung hinten und vorne nicht ausreicht. Zweimal für wenige Sekunden Spannung, die Sieger/Innen kommen. Und bayerische Sieger/Innen sind nicht die schlechtesten, gehören hier an diesem Tag zumindest im Vorderfeld zur nationalen Spitze mit Bestzeiten weit unter dreißig Minuten bei den Männern. Heute handeln sie eher nach der Devise "der Sieger hat immer recht" und bleiben fast geschlossen meist über eine Minute über ihren Bestmarken. Ebershausen ist eben nicht Düsseldorf, Würzburg oder Berlin. Nach der Einsamkeit des schwäbischen Provinzstraßennetzes weder Stimmung noch Siegerinterviews. Der Kampf der über zwei hundert verschwitzten Leiber beiderlei Geschlechts um die acht Duschköpfe, zwei davon eiskalt, sechs siedend heiß, beginnt. Wer hier falsche Scham zeigt, hat von vornherein verloren. Die Einnahme der Frauen-Duschen durch das männliche Geschlecht kann auch durch besondere Raffinesse nicht verhindert werden. An Siegerehrungen, eine Stunde nach dem jeweiligen Lauf, glaubt bei solchen Anlässen so wie so keiner mehr. Ebershausen hält sich daran. Besonders Aufmerksame bemerken fünf Minuten vor dem Männerstart die hektische Suche der Offiziellen nach einem Einlaufgericht. Zwei Individuen, des Lesens und Schreibens einigermaßen mächtig, wären notwendig gewesen für die richtige Reihenfolge der Ankommenden. Knapp zweihundertdreißig Nummern in zwei Läufen, gut gestückelt für's Aufschreiben, ein Klacks für jeden Dorflaufveranstalter. Die zwei hatte man aber vorher nach Hause geschickt. Das unvermeidliche nimmt nun wieder seinen Lauf. Die Lautsprecheranlage im Bierzelt wartet drei Stunden auf ihre Benützung. Es muss ja nicht gleich eine Siegerehrung sein. Ein Lokalreporter der Süddeutschen Zeitung, einer der wenigen verbliebenen Presseleute, die noch von Läufen wie in Ebershausen berichten, hat Angst seine 80 Zeilen nicht füllen zu können. Dann plötzlich Unruhe vor dem Zelt. Aushang der Männerliste mit dem offiziellen Hinweis "man möge doch bitte so nett sein, gleich Protest einzulegen, damit man die Liste bereinigen könne". Doch noch etwas Neues heuer. Inzwischen hat das Gros der Wettkämpfer ohne Urkunden, Medaillen und Ergebnisprokoll Ebershausen in Richtung Heimat verlassen. Wenigsten dem örtlichen Veranstaltungsleiter ist dies peinlich: "Alles sch.... gelaufen!" Keiner nimmt mehr Notiz davon. Man ist froh, wieder einmal bayerische Meisterschaften im Straßenlauf hinter sich gebracht zu haben. Auf der Suche nach den Ergebnissen im Internet findet man auch den ersten Eintrag im Forum des BLV, genau um 19:43 Uhr gepostet. Der endet mit dem Satz: "Liebe Veranstalter - sorry, aber euer Lauf war Sch...." Herwig Leiter, BLV Breitensportwart, in dessen Ressort diese Meisterschaften fallen, bemüht sich tags darauf im Gästebuch um Schadensbegrenzung. Schnell ist mit Allgäu-timing der Schuldige ausgemacht. Eigentlich hätte dies alles schon im Vorfeld seinem Team mit Laufwart Lippert an der Spitze auffallen müssen, auch das mit den zwei Fußballkabinen. Schwamm drüber - jeder kann einmal Fehler machen, im Falle von offiziellen Meisterschaften der BLV-AG Breitensport sogar immer wieder. Die Dummen sind dabei die örtlichen Ausrichter, die meist Herzblut geben und fast nie wissen, auf was sie sich einlassen.

Randnotiz: Entgegen der Regelungen des DLV werden im bayerischen Landesverband die Meisterschaften außerhalb des Stadions nicht vom Wettkampfwesen, sondern von der AG Breitensport unter Führung ihres Laufwarts organisiert und durchgeführt. Dies gilt ab nächstem Jahr allerdings nicht mehr für die Landescrossmeisterschaften.

Bayerische Straßenlaufmeisterschaften 2002 über 10 kmEbershausen, 14. April 2002 - Bericht

Bayerische 10 km-Meisterschaften waren in keiner Beziehung ein Highlight

2002-04-14_blv_10km_stra Ebershausen, 14.4.2002 (orv) - Am Ende standen zwar mit Viola Schäffer (LG Erlangen) und Oliver Dietz (TSV Gerbrunn) bei den diesjährigen Bayerischen Straßenlaufmeisterschaften über 10 km zwei am obersten Treppchen, mit denen man durchaus rechnen konnte. So recht überzeugend war das Ganze bei Siegerzeiten von 35:17 und 30:46 aber dann doch nicht. Bei eigentlich recht angenehmen Lauftemperaturen auf einer nicht gerade leistungsfördernden 5 km-Runde im schwäbischen Ebershausen machten weder Lokalmatadorin Monika Schuri (TV Wehringen - 2./35:48) und die gesundheitlich angeschlagene Titelverteidigerin Ellen Schöner (LG Domspitzmilch Regensburg - 3./36:05) bei den Frauen, noch Habib Boukechab (LAC Quelle Fürth - 2./30:54) und Dennis Pyka (LG Domspitzmilch Regensburg - 3./30:59) bei den Männern den neuen Meistern das Siegen schwer. Beide Mannschaftstitel gingen an die LG Domspitzmilch Regensburg, die bei den Frauen das Kunsstück fertigbrachte, noch zwei weitere Teams auf Platz zwei und vier zu platzieren. Überlegene Seniorenmeister wurden Hans Hopfner (Salzachtal) als Gesamteinlauffünfter und Anke Härtl (W35/LG Rödental - 37:09) bzw. Katharina Kaufmann (W40/LG Domspitzmilch Regensburg - 37:14) als Gesamtfünfte und Sechste. Die ganze Veranstaltung litt erneut unter erheblichen Organisationspannen. Als nach ca. drei Stunden die ersten Männerergebnisse mit dem offiziellen Hinweis "man möge doch zur richtigen Ergebnisfindung von Seiten der Läufer Protest einreichen" am Tableau erschienen, war wieder einmal ein Meisterschaftstag, verantwortet vom völlig überforderten BLV-Laufwart Alfred Lippert, den Bach hinabgelaufen. Ein Großteil der anwesenden Teilnehmer/Innen hatte da indessen schon längst Ebershausen ohne Siegerehrung, Medaillen oder einem Ergebnisprotokoll verlassen, dafür aber pro Meldung stattliche 12 Euro berappt. Darunter auch eine insgesamt nicht recht ins Rollen kommende Damenmannschaft der LG Domspitzmilch. Als sich beim Frauenrennen eine Dreiergruppe mit den letztendlich drei Medaillengewinnerinnen schon bald nach vorne absetzte, schien auch für die Meisterin der letzten drei Jahre, Ellen Schöner, alles nach Plan zu laufen. Als aber dann die Amerikanerin Viola Schäffer bei Kilometer sechs konsequent die Entscheidung suchte, war's um den an diesem Tag nicht fiten Domspitzmilch-Blondschopf sehr schnell geschehen. Platz drei in indiskutablen 36:05 reichten ihr aber immerhin noch zum erneuten Teamtriumph mit der ebenfalls indifferent auftretenden Juniorin Fakja Hofmann (4./36:47) und der gewohnt solide und stark auftretenden Altmeisterin Kathi Kaufmann. Der stand aber noch bevor sich Team zwei mit Susie Falkenstein (8. und 2.W35 - 37:20), Gabi Reindl (10. und 3.W35 - 37:46) und Gaby Pfandorfer (13. und 2.W40 - 38:01) auf dem Silberplatz und Team drei mit Eva Karg (38:15), Mikki Hirt (38:27) und Barbara Wörner (41:34) nur 18 Sekunden hinter dem Dritten LG Karlstadt als Vierte postiert hatten, außer jeder Diskussion. W40-Vizemeisterin Gaby Pfandorfer fuhr dagegen mit der Erkenntnis nach Hause, dass es manchmal einfacher ist Deutsche Mannschaftsmeisterin bei den Frauen (siehe Halbmarathon-DM vor drei Wochen) zu werden als bei "Bayerischen" mit einer Einzel-Silbermedaille ins eigene Seniorinnenteam zu kommen. Für den wohl überlegendsten Titel der Meisterschaften überhaupt sorgten nämlich diesmal ihre Kolleginnen Kaufmann, Falkenstein und Reindl. Bei dem Männern vergab Dennis Pyka bereits auf dem ersten Kilometer mögliche Siegchancen. Die restlichen neun konnte er seinen Rückstand von ca. 10 Sekunden zwar stets konstant halten, ein Aufschließen zum Führungsduo gelang ihm indessen nicht mehr. Für ein knappes, aber am Ende dennoch sicheres Teamgold sorgten schließlich seine stabil laufenden Mannschaftskollegen Wolfgang Kohnen (9./ 31:48) und Rudi Salzberger (32:28). Bei den älteren Herrschaften holten sich Irmgard Griesbeck (LLC Marathon Regensburg - 46:02) als W55-Zweite und Hans Dyka (SWC Regensburg - 49:36) als M70-Dritter ebenfalls Edelmetall.

10000m - Cup StraubingLohhof, 4.April 2002 - Kurzbericht

Domspitzmilch-Läuferin gewinnt 10.000 m- Cup in Straubing

Gerade recht für einen letzten Test vor den Bayerischen 10 km-Straßenlaufmeisterschaften am kommenden Wochenende in Ebershausen kam für Gabi Reindl (LG Domspitzmilch Regensburg) das erste Rennen des FTSV-Läufer-Cups über 10.000 m in Straubing. Bei schwierigen äußeren Bedingungen mit böigem Wind dominierte sie das Rennen über die 25 Bahnrunden und lag am Ende mit ihrer Laufzeit von 37:44,50 min. deutlich vor Angelika Heinzel (Tristar Regensburg/40:12,20 min.). In Ebershausen hofft Gabi Reindl nun auf eine nochmalige Leistungssteigerung und damit eine vordere Platzierung.

Deutsche Straßenlaufmeisterschaften Halbmarathon und Jugend 10 kmSchotten, 23. März 2002 - Bericht

Domspitzmilch-Mannschaftstriumphe für Frauen, Seniorinnen /Hofmann und Karg Fünfte und Sechste

2002-03-23_dm_halbmarathon Regensburg, 24.3.2002 (orv) - Grandioses Auftreten der Domspitzmilch Damen bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften im hessischen Schotten: Als völlig überraschende Dritte der Frauen-Wertung kratzt Ellen Schöner mit neuem Bezirksrekord von 1:16:26 sogar am Einzeltitel, den sich schließlich die Rostocker Favoritin Ulrike Maisch mit 1:15:45 vor der Juniorenmeisterin Romy Spitzmüller (LAZ Leipzig - 1:16:16) in einer spannenden Entscheidung holt. Das Frauenteam der LG Domspitzmilch Regensburg mit Ellen Schöner, der stark verbesserten Juniorinnen-Fünften Fakja Hofmann (1:19:50) und der W40-Zweiten Gaby Pfandorfer (1:21:45) bleibt als einzige Mannschaft mit 3:58:02 unter vier Stunden und siegt überlegen vor dem ASC Darmstadt und dem zweiten Domspitzmilch-Team mit der Junioren-Sechsten Eva Karg (1:22:15), Mikki Hirt (1:22:41) und der W35-Fünften Gabi Reindl (1:23:15). Bei den Männern holt sich der nach langer Verletzungspause wieder ins Geschehen eingreifende Serienmeister Carsten Eich (LG Braunschweig) mit sehr guten 1.03:33 den Titel vor dem Fürther Embaye Hedrit, der sich auf feine 1:03:50 steigerte. Die Teamwertung ging ebenfalls nach Braunschweig. Einen der überlegendsten Siege feierte das Seniorinnenteam der LG Domspitzmilch mit Gaby Pfandorfer, Gabi Reindl und Bettina Strobl, die in 4:17:45 nicht nur in der selben Besetzung des Vorjahres ihren Titel souverän verteidigten, sondern auch gleich einmal vierzehn Minuten zwischen sich und den nächsten legte. Pech hatte das Juniorinnenteam mit Fakja Hofmann, Eva Karg und der toll depütierenden Katharina Karl (1:32:43), die nur deswegen nicht Deutscher Meister wurden, weil kein weiterer gemeldeter Verein drei Nachwuchsläuferinnen an den Start bringen konnte. Wie aus einem Guß präsentierte sich das Frauenteam der LG Domspitzmilch bei den nationalen Halbmarathonmeisterschaften um den Nidda-Stausee im Naturpark Vogelsberg. Gleich zu Beginn der äußerst spannenden Frauenentscheidung setzte sich eine zirka 15-köpfige Spitzengruppe deutlich vom übrigen Feld ab, in ihr auch die beiden Regensburgerinnen Ellen Schöner und Fakja Hofmann. Während die Juniorin dem für sie viel zu hohem Anfangstempo nach zwei Drittel der Strecke Tribut zollen musste, dies aber mit einer weiteren geschickten Renneinteilung und einer tollen Steigerung auf nie erwartete 1:19:50 großartig abfing, konnte Ellen Schöner die auch für sie flotte Pace spielerisch halten. Anfangs der letzten von vier zu laufenden Runden nützten Ulrike Maisch und Romy Spitzmüller eine kleine Unaufmerksamkeit des Pulks zum entscheidenden Vorstoß. Dahinter hielt Ellen Schöner mit einem lang gezogenem Spurt die wesentlich höher eingeschätzte Fürtherin Christine Döllinger im Kampf um Bronze nieder. Ihre Teamkolleginnen Gaby Pfandorfer, Eva Karg und Mikki Hirt hatten indessen in den Verfolgergruppen harte Führungsarbeit geleistet, letztendlich gesellte sich auch noch die am Ende stark auflaufende Gabi Reindl dazu. Der Lohn waren dann bestzeitennahe Leistungen für Pfandorfer, Reindl und Hirt, eine dreiminütige Steigerung für Eva Karg und eine neue Bestleistung von Andrea Stengel, die sich knapp dahinter auch noch über 1:24:49 freuen konnte, damit den Grundstock für den guten sechsten Platz von Team drei unter immerhin 22 angetretenen Mannschaften legte. Auch die übrigen Domspitzmilch-Athleten verkauften sich prächtig. Bei den Männern schrammte Wolfgang Kohnen mit 1:10:35 knapp an seiner persönlichen Bestleistung vorbei, Teamkollege Rudi Salzberger steigerte dagegen seinen Hausrekord um eine halbe Minute auf nunmehr 1:11:21. Im Rennen der männlichen Jugend B über 10 km gefiel der Benedikt Schäffer (LGR/SG Painten) mit schönen 36:09, seiner Teamkollegin Eva-Maria Ferstl gelang über die selbe Distanz bei der weiblichen Jugend B sogar der Sprung auf Rang 14 mit genauso beachtlichen 41:25.