Neuzugänge 1 - LG Domspitzmilch RegensburgRegensburg, 25. November 2001

Regensburger holen eine der wenigen bayerischen Optionen für dieEuropameisterschaften

- Die EM- und WM-Teilnehmerin von 98/99 ManuelaPriemer wird in der Europameisterschaftssaison 2002 das Trikot der LGDomspitzmilch Regensburg überstreifen. Damit kehrt die gebürtige Wiesauerinin ihre Oberpfälzer Heimat zurück. Nachdem sie beim fränkischenRenommierclub LAC Quelle Fürth/München in den letzten beiden Jahren nichtmehr so gut zurecht kam, erhofft sie sich bei den Regensburgern neueMotivation und einen deutlichen Leistungsschub über ihre Bestleistung von66,30 hinaus, verbunden natürlich mit einer Qualifikation für dieEuropameisterschaften in der Landeshauptstadt München.

Kiefner-Foto - Katharina Kaufmann

Ihre internationale Karriere begann die von ihrem Vater Gerhard trainierteAthletin mit zwanzig Jahren, als sie sich nach einer Bronzemedaille bei denDeutschen Meisterschaften für die EM in Budapest qualifizierte und dort mit59,47 beinahe als Zehnte den Endkampf erreichte. Obwohl im Jahr drauf nurVierte der nationalen Titelkämpfe, reichte es für Manuela Priemer trotzdemfür die WM in Sevilla. Diesmal flog das 4 kg-schwere Gerät über zwei Meterweiter auf 61,99, was in der Endabrechnung Platz vierzehn bedeutete. Bei denJunioren-Europameisterschaften U23 gelang ihr mit 62,38 alsBronzemedaillengewinnerin dann sogar der Sprung aufs Treppchen. Genau ausdiesem Jahr stammt auch ihre persönliche Bestleistung von 66,30.

Lumpige 39 Zentimeter fehlten ihr im Olympiajahr 2000 mit einer Bestleistungvon 65,61 für den Sprung auf den fünften Kontinent. Der DeutscheJuniorentitel, nach dem B-Jugend-Sieg 1995 der zweite nationale Titel, warda wenig Trost. Auch im WM-Jahr 2001 wollte der Hammer nicht über dieverflixten 66 Meter fliegen, die Saison schloss Manuela Priemer mit 64,97ab, womit sie in Deutschland zusammen mit Bianca Achilles (TSV Bayer 04Leverkusen) auf Rang drei liegt, in Europa auf Platz 25 und in der Welt aufPlatz 36.

Die Chancen für eine Teilnahme bei den Europameisterschaften haben sich auszweierlei Gründen erhöht. Zum einen wird die vom DLV geforderte Norm imeigenen Land sicher irgendwo bei nur 64 Metern liegen, zum anderen ist dieDeutsche Meisterin und Rekordhalterin Kirsten Münchow schwanger und fälltsomit als Konkurrentin für das Team aus. Für die ganze Region wäre natürlichein EM-Coup der Wiesauerin ein Schub nach vorne, für die LG Domspitzmilcheine echte Belohnung für die excellente Leichtathletik-Arbeit der letztenJahre.

Kiefner-Foto - Katharina Kaufmann

Neuzugänge 2 - LG Domspitzmilch RegensburgRegensburg, 25. November 2001

Regensburger Erfolgsteam wird zum Athletenmagneten - ProAthletics MarktSchwaben kommt als neuer Partner hinzu

Mit deutlichen Verstärkungen geht dasLeichtathletik-Team der LG Domspitzmilch Regensburg in die neue Saison. Diegravierendste Veränderung bringt der neue Verein in der LG Domspitzmilch,ProAthletics Markt Schwaben mit sich. Die Münchner Vorstädter, im letztenJahr mit dem TSV Wasserburg im Verbund, sehen in der RegensburgerLeichtathletik Gemeinschaft eine wesentlich bessere Perspektive, dieRegensburger Macher aus dem Stammhaus haben damit endlich deutlich den Fußin der stark flukturierenden Münchner Szene. Über zwanzig Neuzugängesprechen eine deutliche Sprache vom guten Ruf, den derzeit dieDomspitzmilch-Leichtathletik in Bayern hat.

Zum Domspitzmilch Zehnkampf-Team bringen die Markt Schwabener den DM-ZehntenUlf Böhrnsen ein, der immerhin knapp über 7000 Punkte stehen hat. FrischesBlut kommt von der LG München mit dem Bayerischen Jugendmeister von 2000,Andreas Udvari, der neben seinen 7141 Punkten auch noch 11,10 auf 100 mmitbringt und somit eine wichtige Verstärkung auch für dieJuniorensprintstaffel sein sollte. Mehrkämpfer sind auch Junior AndreasLindenmaier, Benjamin Kwitter und Josef Weiß, die vor allem von deretablierten Meisterriege lernen wollen.

Heimlich und leise wird die LG Domspitzmilch auch zur Werfer-Hochburg.Garant dafür sollte Markus Tschiers sein, in seinen besten Jahren ein 60m-Diskuswerfer. Er kommt von der LAG Mittleren Isar, soll die MarktSchwabener als Trainer in Schwung bringen und will natürlich so nebenbeiauch noch die 2 kg-Scheibe möglichst nahe an die 60 m werfen. Mitgebrachthat er seinen Bruder Maximilian, erst 17 Jahre alt, im C-Kader des DLV undeiner der hoffnungsvollsten deutschen Nachwuchswerfer.

Stefan Wimmer (Markt Schwaben) ist ein hervorragender Weitspringer mit einerBestleistung von 7,27, im Stabhochsprung hat er die fünf Meter auch schongeknackt. Auf Grund familierer und beruflicher Belastungen kann er seinergroßen Liebe, dem Zehnkampf, derzeit nicht nachkommen, über 7000 Punkte hater hier auch schon geschafft. Sein Teamkollege Sebastian Pauker kann mit demStab gut umgehen. 4,50 sollten noch nicht sein letztes Wort sein.

Aus Neumarkt kommen die beiden Jugendlichen Johannes Wild (1000 m in 2:44)und Franz Leidl, der immerhin 11,38 und 51,06 über 100 m und 400 m stehenhat und dem die LG-Trainer eine satten Sprung nach vorne zutrauen. Nochschneller als er war Sebastian Wittmann, der vom LAC Quelle Fürth/Münchenkam. Seine Bestleistungen stehen bei 10,90 und 22,12 (100/200 m).

Christiane Wildgruber kommt vom Team Wendelstein und wurde im letzten Jahrimmerhin mit einer 62er-Zeit Jugend-DM-Achte über 400 m Hürden. 400 m flachläuft die noch B-Jugendliche Stephanie Maschke (vom TSV Kareth-Lappersdorf)die mit ihren 61,16 gar nicht mehr weit zur DJM-Norm von genau sechzigSekunden hat. Teamkollegin Helena Niedermeier, nächstes Jahr erst der W15angehörend, ist gleich mitgekommen. Sie hat in ihrem ersten Wettkampfjahrbereits gute 2:29,66 über die 800 m erzielt. Mittelstrecklerin BarbaraWörner kommt von der LAG Mittleren Isar, studiert seit heuer in Regensburgerund stellt mit ihren 4:46 über die 1500 m eine deutliche Verstärkung fürsJuniorinnenteam dar. Auch die starke Läuferinnen-Truppe der LG Domspitzmilcherhält Zuwachs. Zum einen kommt von der LAG Mittleren Isar SusanneFalkenstein, vielfache Bayerische Meisterin über 800 m (PB 2:10) und 1500 m(PB 4:26), zum anderen vom TB Weiden Marathonläuferin Andrea Stengel, diesich bereits heuer unter den Fittichen von Coach Kurt Ring auf unter dreiStunden (2:59:50) gesteigert hat.

Auch Michael Hock von der TG Trossingen arbeitet schon seit einem halbenJahr mit dem erfahrenen LG-Trainer zusammen. Der jetzt in München arbeitende26-jährige Langstreckler verbesserte sich prompt um über vier Minuten auf2:30:06 im Marathon und will im nächsten Jahr im Domspitzmilch-Trikotdeutlich unter 2:30 Stunden bleiben.

Für die jugendlichen Mittelstreckler der LG Domspitzmilch kommen dieKader-Triatleten vom Sportgymnasium Jena Philipp Schober (beheimatet inVohenstrauß) und Florian Rothe (in Kipfenberg/Altmühltal zu Hause) geraderecht. Sie sollen das Mannschaftsergebnis bei den DeutschenCrossmeisterschaften im heimischen Uni-Gelände aufbessern.

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Vielleicht war's der beste Kumpel, der Dich einfach mitgenommen hat, vielleicht auch Dein Arzt, der auf Grund Deines nicht gerade begeisternden körperlichen Zustands Dir zu etwas sportlicher Betätigung geraten hat. Der Anlässe gibt es viele, mit dem Laufen zu beginnen, und eh man sich versieht, wird eine regelmäßige Beschäftigung daraus. Der Ehrgeiz steigt, schon steht man an der Startlinie und das Joggerfieber hat wieder einmal voll zugeschlagen. Der Schritt zum regelmäßigen und geplanten Training ist nun nur noch ein ganz kleiner. Große Ziele, der erste Marathon sind schnell beschlossene Sache und werden alsbald tatkräftig angegangen. Für all diejenigen, die hier noch etwas unerfahren sind, möchte ich die fünf wichtigsten Trainingsperioden einer Jahresplanung aufzeigen.

1. Regenerationsperiode Einige werden jetzt sofort protestieren:" Wir wollen doch laufen und uns nicht ausruhen!" "Habt ihr schon jemals aus einer ausgequetschten Zitrone recht viel Saft herausgeholt?" Nur ein ausgeruhter, völlig erholter Körper ist in der Lage, den Streß einer ganzjährigen Leistungsbelastung auszuhalten. Gönnt euch deshalb einmal im Jahr einen richtigen Urlaub, in dem sich Körper und Seele so richtig relaxen können. Aktiv soll er schon sein, vier Wochen Höhentrainingslager sind aber hier das wohl verkehrteste, was man machen kann. Macht euren Kopf frei von der Lauferei, denkt an die Kenianer, die elf Monate im Jahr Weltrekorde planen, aber auch jedes Jahr vier bis sechs Wochen nichts anderes tun, als faulenzen.

2. Grundlagentraining Und nun kann's also losgehen. Gemach, Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden, und wer sich jetzt schon ständig die Peitsche gibt, wird wie ein Haus ohne Fundamente schon bald zusammenbrechen. 12 bis 14 Wochen normaler Dauerlauf, gewürzt mit einer gehörigen Portion an Regenerationsläufen (flaches Gelände, höchstens 50 Minuten lang und mit Puls unter 130), Kraftausdauerübungen (Laufen im hügeligen Gelände, Treppensprünge, Fitnessstudio) und sehr, sehr viel Stretchingübungen (täglich) sind nun angesagt. Viele haben mit dem Begriff "normaler Dauerlauf" so ihre Probleme und laufen viel zu schnell. Denkt an Dieter Baumann und an dessen Slogan "Seit ich langsamer laufe, bin ich schneller geworden." Da ist auf jeden Fall was dran. Schaut euch mal die Tabelle im Abschnitt Trainingsformen an und kontrolliert dann euren Körper dementsprechend. Übrigens, wenn Du 65-70 % im normalen Dauerlaufbereich und 30-35 % im Regenerationsbereich trainierst, kannst Du einen optimalen Formzuwachs erwarten. Wenn überhaupt Wettkämpfe, sollten diese unter dem Motto "Teilnehmen ist wichtiger als siegen" ablaufen. Eine sportärztliche Untersuchung könnte jetzt auch nicht schaden.

3.AusdauerverbesserungEs läuft glänzend im Training. Das Pensum wird mit links weggesteckt. Zeit, den Körper einmal ein wenig zu reizen. Jetzt sollte man schon etwas mehr über sich wissen. Bei welcher Belastung werde ich "blau", fachmännisch ausgedrückt, wann übersäuere ich? ist hier nun die entscheidende Frage. Die aerob-anaerobe Schwelle kann man heute schon sehr genau messen oder berechnen. Leistungsdiagnostiker oder erfahrene Lauftrainer können Dir dazu einiges sagen. Ein Besuch lohnt sich allemal. Einmal in der Woche sollte man nun im Bereich dieser Schwellengeschwindigkeit trainieren. Trainingsformen gibt's dafür viele, die Möglichkeiten vom Tempodauerlauf, über Fahrtenspiele bis hin zu extensiven Tempoläufen sind mannigfaltig. Läufer, die nun schon regelmäßig "Sternchen sehen oder Schaum vorm Mund haben" sind hier fehl am Platz. Das alles ist zwar anstrengend, muß aber immer noch "locker vom Hocker" gemacht werden. Mehr als 5-10 % des Gesamtwochenumfangs sollte dafür nicht verwendet werden. Pauschale Herzfrequenzangaben sind mit Vorsicht zu genießen. Der Schwellenpuls schwankt individuell sehr stark. 12-14 Wochen, aufgelockert durch Crosswettkämpfe und kürzere Straßenkonkurrenzen sollten hier investiert werden. Für die etwas Erfahreneren könnte ein ausgewachsener Halbmarathon am Ende der Periode als Bestätigung der frisch hinzugewonnenen Form ein erstes i-Tüpfelchen darstellen. Wer sich jetzt ein wenig müde von den Wettkämpfen fühlt, sollte durchaus den Mut zu einer kleinen Regenerationsphase von ca 14 Tagen mit ruhigen Dauerläufen haben.

4. Verbesserung der ÜbersäuerungsfähigkeitWenn man sein Jahrestraining ordentlich im Oktober begonnen hat, sind wir bereits im April/Mai des darauffolgenden Jahres angelangt. Tempoläufe sind nun angesagt. Der Pulsmesser gibt hier im anaeroben Bereich nichts mehr her, Erfahrungen mit der /den Renngeschwindigkeiten sind nun gefragt. Wer hier wirklich effektiv arbeiten will, der kommt nicht herum, Leute, die damit umgehen können, um Rat zu fragen. Tempoarbeit ist unbestritten ein Mittel schnell und gezielt in Form zu kommen, kann aber bei unsachgemäßem Gebrauch teuflisch danebengehen. Viele werden sich jetzt sagen, was soll ich mit den schnellen Läufen, ich will doch nur längere Distanzen läufen. Nun, die Abhängigkeit

...

 

Trainingsform

 

Trainingsziel

 

Herz-

frequenz

 

Belastung

 

Gefühlsmäßiges Intensitätsempfinden

Durchführungshinweise

 

Ruhiger DL

Regeneration

120-130

geringer als 65%

SW-Tempo

Ruhige Atmung, Gespräch jederzeit möglich, keine Ermüdung während des gesamten Trainings-

höchstens 1 Stunde, flache Geländestruktur

 

Mittlerer DL

Formerhaltung

Grundlagen-

ausdauer-

entwicklung

130-145

70-90%

SW-Tempo

Tempo kann ohne großen Willens- und Energie-aufwand  über die ganze Strecke gehalten werden-

Dauer 45-90 Minuten

 

Flotter DL/

Tempo-DL

Ausdauerent-

wicklung

150-165

95-105%

SW-Tempo

Mit Ein- und Auslaufen vor- und nachbereiten. Es bedarf hoher Konzentration, um das Tempo über die gesamte Strecke zu halten, aber das Tempo sollte so gewählt werden, daß es keine großen Geschwindigkeitseinbrüche gibt.

Dauer 20-50 Minuten

 

Langer DL

Ausdauer-

entwicklung/

Fettstoffwechsel-

training

 

120-135

ca 70%

SW-Tempo

Dauer ist entscheidender als Tempo, da der Fettstoffwechsel erst nach ca. 60 Minuten einsetzt und bei geringer Intensität am ökonomischsten arbeitet. Das Tempo sollte immer eine Unterhaltung zulassen.

Dauer 80-150 Minuten

 

Fahrtspiel

Spezielle

Ausdauer-

entwicklung

150-170

90-105%

SW-Tempo

Mit Ein- und Auslaufen. Belastungsstrecken und Laufpausen werden entweder  durch Gelände oder Zeitintervalle bestimmt.

Dauer 30-50 Minuten

Tempo bei längeren Belastungen um die 100% SW, bei kürzeren um die 105% SW, Laufpausen um die 80-85% SW-Tempo.

siehe Winzerer Höhen Programme-

 

Extensiver TL

Spezielle

Ausdauer-

enwicklung

150-165

 

ca.105%

SW-Tempo

Tempo sollte möglichst für alle Läufe gleich gehalten werden. Laufpausen (Tempo ca. 80% SW) bei HF 140.

Beispiele 8x1000 m mit abw. 200/400 m LP =

10 km -  3-4 x 2000 m mit 600 m LP

 

Intesive TL

Stehvermögen

(Laktat-Toleranz)

bis zu

maximal

höher als

110%

Läufe dienen nicht der allgemeinen Ausdauerentwicklung und werden auch  nicht nach  SW-Belastung berechnet. Belastung richtet sich nach aktuellem Renntempo auf bestimmten Strecken.

siehe Tempolauf/Bahnprogramme

 

* Herzfrequenzen sind individuell stark unterschiedlich und können daher nur als grober Anhaltspunkt dienen.

Eine Bestimmung der ind. anaerob/aeroben Schwellenbelastung ist dringend von Zeit zu Zeit anzuraten (siehe Berechnungsmodus).

 Anschließend sollte die ind. HF bei den verschiedenen Belastungsstufen  bestimmt werden. Beispiel: Laufen auf der Bahn im 60%igem SW-Tempo mit HF-Bestimmung über Pulsmesser, dann 70%ig usw.

1) Die Atmung Welchen Unsinn habe ich schon über das Atmen beim Laufen gehört oder gelesen. Dabei ist die Sache mit dem Schnaufen eine ganz einfache, weil der Körper sich ganz automatisch die Luft holt, die er für die entsprechende Belastung braucht. Eins erscheint mir dennoch wichtig, es zu erwähnen. Manche kommen auf die Idee, ausschließlich durch die Nase zu atmen. Die Folge ist eine Brustatmung, die zur Pressatmung wird. Luft holen durch den leicht geöffneten Mund führt dagegen zur entspannenden Bauchatmung. Unerfahrene sollten zumindest auf ein kräftiges Ausatmen achten, um lästiges Seitenstechen zu vermeiden.

2) Das Lauftempo Die meisten Läufer/innen laufen in der Regel viel zu schnell. Der Ermüdungseffekt ist dabei natürlich ein hoher, die innere Befriedigung eine große - man spürt ja schließlich, dass man was getan hat. Der Trainingseffekt ist im Gegensatz dazu aber ein unvergleichlich geringerer. Wie schnell und wie langsam man wirklch laufen sollte und wie man das kombinierenmüsste, wissen die Profis bei den Lauftreffs und in den Vereinen. Der Weg dorthin lohnt sich vor allem für dieblutigen Anfänger allemal.

3) Die TrainingspartnerNatürlich ist es schöner mit einem gleichgesinnten Partner durch die Gegend zu laufen. Man sollte sich aber schon von vornherein drauf verständigen, dass man bei dem bevorstehenden Lauferlebnis eben Partner und nicht Gegner ist. Sonst kommt der Schwächere all zu leicht unter die Räder und der könnten auch Sie sein. Laufen mit ungleich Stärkeren oder Schwächeren ist nur etwas für erfahrene Läufer~ innen, die in der Lage sind, das Vermögen des anderen richtig einzuschätzen, um dann auch selbstverantwortlichrichtig handeln zu können.

4) Die BekleidungWas die Leute so alles beim Laufen anziehen, ist abenteuerlich. Aber selbst jene, die sich im Fachhandel betreffs Funktionsbekleidung bestens beraten lassen, neigen dazu, viel zu viel anzuziehen. Der dadurch entstehende Hitzestau fördert weder das Wohlfühlen noch die Laufleistung. Selbst an der Frostgrenze kann man mit einem Funktionshemd und einer Goretexjacke darüber bestens laufen, obwohl man beim Herumstehen frösteln würde. Kaufen Sie sich Laufsocken, die absolut passen. Stofffalten im Schuh führen unweigerlich zur Blasenbildung. Läufer/innen, die bevorzugt bei Nacht auf öffentlichen Straßen trainieren, ist eine Oberbekleidung mit fluoriszierenden Teilen zu empfehlen.

5) Das Umziehen Lauftreffs beginnen und enden nicht immer dort, wo Dusche und Umkleidekabine in der unmittelbaren Nähe sind. Steht man dann nachher herum und sei es nur zum Stretchen, riskiert man sehr schnell einen Infekt. Der Körper, von der so eben geleisteten Anstrengung geschwächt, ist in solchen Momenten am anfälligsten. Wenn man zu Frösteln beginnt, ist es meistens zu spät. Also runter mit dem nassen Zeug und rein in trockene Klamotten - das Duschen, unmittelbar nach dem Laufen hilft zudem bei der ersten wichtigen Regeneration und verschafft ein zusätzliches Wohlgefühl. Achten Sie auf ihre nassen Haaransätze. Empfindlichen Personen ist ein vollständiges Trockenfönen der Haare zu empfehlen.

6) Die LaufschuheWas wird bloß für ein Kult mit den Laufschuhen betrieben. Unübersehbar die Anzahl der Modelle, Hightec und Design inbegriffen. Passen muss er, der Schuh, ein blasenfreies Laufen gewähren und einem das Gefühl geben, dass man bei jedem Schritt durchaus noch den Kontakt mit Mutter Erde aufnimmt. Viel wichtiger erscheint mir jedoch, dass Problemläufer (Fußanomalitäten, Verletzungsanfälligkeiten etc.) zu einem seriösen orthopädischen Schumacher gehen, dort eine Laufbandanalyse anfertigen und eine individuelle Einlegesohle anpassen lassen. Für Schuh und Einlegesohle gilt auch: nicht erst, wenn beides sich in die Bestandteile auflöst, sollte man es austauschen. Nach spätestens einem bis eineinhalb Jahren ist beides sprichwörtlich ausgelatscht.

7) Das TrainingsgeländeOft muss ich mich schon wundern. Da laufen mir wahre Horden von Lauftreffgruppen über den Weg, alle bestens gemanagt und umsorgt. Sie laufen mir aber immer auf den selben Strecken über den Weg, tagaus tagein auf gleichen Pfaden, wie von einem inneren Zwang getrieben. Freunde, öfter einmal Strecke und Gelände wechseln erhöht nicht nur das Wohlgefühl, sondern kann sich auch durchaus positiv auf die Form auswirken. Es muss nicht immer der Asphalt unter den Schuhen sein. Trampelpfade, Gras und Naturwege sind für die Statur eh viel gesünder. Die Luft ist dort zusätzlich viel sauerstoffreicher, weil der Sauerstoffverpester Nummer eins, das Auto, hier weniger anzutreffen ist.

8) Die Fitness Runner's hiqh besteht bei vielen Enthusiasten vor allem darin, zu laufen, zu laufenund zu laufen. Das allgemeine Fitnesstraining entfällt meistens gänzlich, um' s unvermeidliche Stretchen drückt man sich auch meistens. Die Gestalten, die unsere Volksläufe mit den aberwitzigsten Laufstilen, werden immer skurriler. Viele der Läufer/innen sind muskulär soverkürzt bzw. schwach ausgeprägt, dass oft schmerzhafte und

...

1. November 2001 - Wer kennt sie nicht, die ständig herumsausenden, meist leicht gereiztenOrganisationsleiter einer Veranstaltung. Ohne sie geht nichts, sie haltendie Fäden zusammen. Um nun den Stress für jene, die unsere Läufe und unsereMeetings so nötig brauchen, etwas zu mildern, hat Willy Wahl,BLV-Laufsport-Funktionär, anlässlich des BLV-Lauf-Workshops ein hilfreichesPapier unter die Leute, sprich Laufveranstalter gebracht, was aber durchausallgemeinen Charakter für alle Veranstaltungen hat. Er fordert, dieVerantwortung für die Veranstaltung auf einzelne Teams zu verteilen.Im einzelnen hat er folgende Teams genannt:

2001-11-01_team Team Meldungen/Nachmeldungen - Annahme der Voranmeldungen, Erfassen im Auswertungsprogramm, Herrichten derStartunterlagen, Entwurf von Nachmeldeformularen, Ausgestaltung desStartunterlagenstandes, Ausgeben der Startunterlagen, Annahme derNachmeldungen

2001-11-01_team Team EDV/Ergebnisdienst - Eingabe der Ergebnisse, Erstellung der Urkunden und Ergebnislisten,Organisation der benötigten Geräte und Urkunden, ev. Urkundenentwurf undDruckvergabe - eine enge Kooperation mit dem Team Meldungen ist von Vorteil.

2001-11-01_team Team Siegerehrung- Entwicklung eines Ablaufplans, Erstellung der Siegerehrungshonorationsliste(alle jene, die die Ehrungen vornehmen), Auswahl des Siegerehrungsortes undder günstigsten Zeit (im Zielbereich, ca 30 Minuten nach Beendigung desWettbewerbes ist anzustreben, externe Siegerehrungsveranstaltungen ziehendie Veranstaltung nur unnötig in die Länge), Organisation der Beschallungund entsprechenden Ausschmückung

2001-11-01_team Team Zeitnahme - Checkup der elekronischen Geräte rechtzeitig vor Beginn, Aufbau derZeitmessanlage, Absperren des Ziel- und Messbereichs, Organisationkompetenter Einlaufrichter (mindestens zwei unabhängige Teams zu zweiPersonen, unabhängiges Diktiergerät, ev. mitlaufende Videokamera,mitlaufende Handstoppung mit Drucker (bei Läufen die bessere Methode)

2001-11-01_team Team Zielaufbau/Ausschilderung/Absperrungen/Verpflegung - Organisation und Anbringen eines Ziel- und Starttransparentes, großzügigeGestaltung des Startbereiches bzw. gute Absicherung des Zielbereiches,Vermeiden enger Zielkanäle (aufstauende Läuferschlangen erzeugen Gedrängeund erhöhen die Fehlerquote), Anbringen von Absperrungen, Beschilderung derAnfahrtswege und Parkplätze, Aufbau von Verpflegungsstationen, Organisationder Getränke, Becher und des Abfalls

2001-11-01_team Team Öffentlichkeitsarbeit- Aquirierung von Inseraten, Erarbeitung von Sponsoren, Betreuung derSponsoren bei der Veranstaltung und Anbringen der Werbetransparente bzw. derWerbeunterlagen

2001-11-01_team Team Sprecher/Information- Ausbildung bzw. Anstellung eines geeigneten Sprechers, Versorgung mit Infosvor und während der Veranstaltung, Ausstattung mit drahtlosen Mikros undausreichenden Lautsprechern, Einrichten und Betreuen von Informationsstellen

Deutsche Marathon-MeisterschaftenFrankfurt, 28. Oktober 2001 Ergebnisse

Ellen Scher, Mikki Hirt und Kathi Kaufmann holen souverän den Teamtitelbei den Frauen

Bei den Deutschen Marathonmeisterschaften inFrankfurt holten die drei Domspitzmilch-Damen Ellen Schöner, Mikki Hirt undKatharina Kaufmann mit einem riesigen Vorsprung von über 25 Minuten auf denZweiten, den TUS Griesheim, mit 8:29:43 Stunden erneut den Titel nachRegensburg. Dahinter sprang für Team zwei mit Gaby Pfandorfer, SophieBerkmiller und Gabi Reindl in 9:04:30 auch noch Bronze heraus. Das tolleGesamtergebnis rundete die Seniorinnenmannschaft mit Kaufmann, Pfandorferund Reindl als Deutsche Seniorenmeister ab. Den Grundstock für den Erfolglegten die beide Bestzeiten laufenden Ellen Schöner als Einzel-Siebte mit2:47:18 und Mikki Hirt als Einzel-Zehnte mit 2:48:42, Kathi Kaufmannbrauchte als W40-Vierte 2:53:43. Gaby Pfandorfer, Sophie Berkmiller und GabiReindl landeten mit ihren 2:59:05, 3:01:01 und 3:05:26 in der W35 auf denRängen sechs, acht und neun. Mit der Weidenerin Andrea Stengel blieb eineweitere Oberpfälzerin in 2:59:50 unter drei Stunden. W35-Läuferin BettinaStrobl (LG Domspitzmilch/Run&bike Kelheim) beendete das Rennen mit ihrerzweitbesten Leistung von 3:24:59.

Kiefner-Foto - Mikki Hirt

Nach Gold 1997 in Regensburg, Gold und Silber 1998 in Frankfurt, zwei MalSilber 2000/01 in Hamburg und Duisburg stand das konstanteste und bestedeutsche Marathonvereinsteam, die LG Domspitzmilch Regensburg, beimEuro-Marathon in Frankfurt erneut ganz oben. Angesichts der Tatsache, dassbeim einheimischen Ausdauerevent, dem Stadtmarathon, immerhin einer aus derdeutschenTop-ten-Liste, gerade einmal dreißig bis vierzig Männer diemagischen drei Stunden bezwingen, ist das Auftreten der Domspitzmilch-Damengeradezu gigantisch. Nicht weniger als sieben Damen blieben in derMainmetropole im Dunstkreis dieser Barriere, zum Teil sogar erheblichdarunter, eingeschlossen der Weidenerin Andrea Stengel, die seit demFrühjahr unter den Fittichen von Teamchef Kurt Ring trainiert und das sehrerfolgreich.

Die ihr schon seit längerem zuständige Führungsrolle hat nun endlich auch imMarathon Ellen Schöner an sich gerissen. Dazu musste sie sich aber schon ummehr als zwei Minuten steigern, weil Teamkollegin Mikki Hirt gleich dreiMinuten auf ihren Hausrekord von Frankfurt 98, dem letzten Titelgewinn aufder längsten Strecke, drauflegte. An allen drei Titeln war Kathi Kaufmannbeteiligt, wer sonst. Nicht mehr ganz mit dem Schwung der 90er-Jahre konntesie sich dort, wo ihre lange Erfolgssträhne 1994 begann, nochmals somotivieren, dass trotz Muskelkrämpfe mit 2:53 eine mehr als achtbare Zeitherauskam.

Es zeugt von dem unvergleichlichen Teamgeist, dass sich Marathongrößen wieGaby Pfandorfer und Sophie Berkmiller trotz des einen oder anderenWeh-Wehchen oder beruflich bedingten Trainingseinschränkungen klaglos fürdas B-Team zur Verfügung stellten, in dem Gabi Reindl nach siebenjährigerPause fast wieder dort anschloss, wo sie aufgehört hatte. Es hat nicht vielgefehlt und der Doppeltriumph von 98 wäre erneut fällig gewesen.

Kurzmeldung - MarathonmeisterschaftenFrankfurt am Main - 28. Oktober 2001

Seniorinnen siegen ebenfalls

Bei den deutschen Marathonmeisterschaften in Frankfurt beanspruchten gleich beide Frauenteams Stockerlplätze für sich.Ganz oben stand das Team um Ellen Schöner (Einzelleistung 2h 47min), dem noch Mikki Hirt (2h 48min) und Kathi Kaufmann (2h 53min) angehörten.Zwei Plätze dahinter kam schon die zweite Mannschaft der LG Domspitzmilch.Auch das Seniorinnenteam der LG kann mit einer Goldmedaille im Gepäck nach Hause reisen. Wir gratulieren ganz herzlich!

Vorschau - Deutsche Marathon-MeisterschaftenFrankfurt, 28. Oktober 2001 Teilnehmer

LG Domspitzmilch-Frauen wollen bei den Deutschen Marathonmeisterschaftenwieder ganz oben stehen

Am Sonntag beim Euro-Marathon Frankfurt fälltnun endgültig der Vorhang zu den Deutschen Meisterschaften des Jahres 2001.Wenn um 11 Uhr rund zehntausend Laufbegeisterte auf die beschwerlichen 42Kilometer gehen sind auch über tausend Athleten/Innen dabei, die sich um dieletzten Deutschen Meistertitel des Jahres streiten. Bei den Männern trautman Sebastian Bürklein (TV Wattenscheid) am ehesten den Sieg zu und hofftbei günstigen Bedingungen auf eine Endzeit von 2:14 Stunden. DieseEntscheidung wird aber eindeutig vom Frauenfeld in den Schatten gestellt.Dort kämpfen Melanie Kraus (TSV Bayer Leverkusen), Luminita Zaituc (LGBraunschweig), Claudia Dreher (Naumburg) und Petra Wassiluk (LG EintrachtFrankfurt) nicht nur um den Sieg und eine Zeit unter 2:30, sondern auch nochgleich um die Qualifikation für die nächstjährigen Europameisterschaften inMünchen. Auch die LG Domspitzmilch Regensburg ist mit seinen Assen EllenSchöner, Kathi Kaufmann, Sophie Berkmiller, Gaby Pfandorfer, Mikki Hirt undGabi Reindl am Start und hofft in der Teamwertung auf Edelmetall.

Frankfurt ist für die Regensburgerinnen ein gutes Pflaster. Dort sorgten siebei der 98er-DM für eine besondere Rarität. Team eins holte sich damals alsTitelverteidiger erneut die Goldmedaille, Team zwei landete auf demSilberplatz. Der legendäre Satz bei der damaligen Siegerehrung "Wo liegtdenn eigentlich LG Domspitzmilch?" wird natürlich so nicht mehr fallen.Schon längst gehören die Ausdauerkünstlerinnen von der Donau zumMeisterschafts-Establishment und spätestens nach den letzten DeutschenCrossmeisterschaften wissen die meisten, wo sie die LG Domspitzmilchansiedeln müssen. Die Frage nach der Lage der LG Domspitzmilch hat dennochBedeutung hinsichtlich ihrer Platzierung. So recht mit dem DeutschenMeistertitel hat's im letzten Jahr, aber auch heuer noch nicht geklappt.

Edelmetall hatten die wackeren Damen allemal zu Hauf um den Hals, nur ebenGold fehlt seit längerem. So hofft man denn auch mit dem guten Omen vonFrankfurt und ein wenig Glück beim Saisonfinale doch noch ganz oben zustehen. Qualität werden die Domspitzmilch-Langstrecklerinnen, die im übrigenmit dem gesamten Meisterteam von 98 anreisen, auf jeden Fall abliefern. DasTop-Quintett mit Zeiten plus/minus einigen Sekunden oder Minuten über oderunter 2:50 sollte eine Zeit um die 8:30 Stunden möglich machen, und damitstand man bei den Marathonmeisterschaften noch immer auf dem Treppchen.Komplettiert wird die Fünfercrew von der wiedererstarkten Gabi Reindl, diezwar den einmalig ausgeglichenen Standard der anderen fünf nicht ganz haltenkann, aber die Drei-Stunden-Marke auch nicht weit verfehlen sollte. Gelingtdies, wird man auch noch Team zwei sehr weit vorne finden. An einenDoppelsieg wie 98 ist aber dennoch nicht zu denken.

Kommentar zur unbarmherzigen Regelauslegung bei den BayerischenStranlaufmeisterschaftenRegensburg, 22. Oktober 2001

Vom unsäglichen Misserfolg der AG Breitensport, gute Meisterschaftenausrichten zu wollen

Tatort Geiselhöring, ein verregneter Vormittag auf menschenleeren Straßen.Wieder einmal waren Bayerns beste Straßenläufer in die niederbayerischeLäuferhochburg gekommen um Meisterschaftstiefpunkte zu erleben. Eineuntaugliche Pendelstrecke, von der die Niederbayern schon aus alterGewohnheit nicht lassen wollen, dazu ein Start- und Zielbereich, der vieleWünsche offen ließ. Alle fünf Minuten etwas Leben, wenn die Läufer undLäuferinnen wieder einmal vorbeihuschten. Dazwischen einfach nichts, weildem Sprecher eben auch nichts mehr einfiel. Die Siegerehrung entwickelt sicherneut zur Geduldsprobe bis in den frühen Abend hinein. Macht nichts,Geiselhöring liegt zwar nicht gerade an den Magistralen desFreistaates, aberdie Sportler von Alzenau, Berchtesgaden oder Immenstadt sind derlei ja schongewohnt, wenn sie denn überhaupt noch kommen.

Keiner aber sollte sagen, dass die übereifrigen Funktionäre der AGBreitensport im Landesverband nicht alles getan hätten, um mit "ihren Meisterschaften endlich das Prädikat "von gut zu top" zu erreichen. DerBeweis: Dem fadenscheinigen Gerücht, mit den leichtathletischen Regeln soihre Probleme zu haben, boten sie an jenem Sonntag keck die Stirn. DerVorfall: zwei Schüler, genauer gesagt eine Schülerin und ein Schüler des vonihnen wenig geliebten Großvereins LG Domspitzmilch Regensburg hatten imströmenden Regen und der Aufregung unmittelbar vor dem Start ihre Trikotsbeim Herausholen aus der regenschützenden gemeinsamen Tasche verwechselt.Der Faux pas wurde noch während des Rennens bemerkt und in der EDV lautlosund schnell berichtigt. Problem gelöst dachten alle. Von wegen, schon zehnMinuten später steckte ein überkorrektes Schiedsgericht die Köpfe zusammenund disqualifizierte in unbarmherziger Weise die beiden Pechvögel ohne sievorher gehört, noch befragt zu haben. Niemand hatten sie benachteiligt, dieFolgen aber waren groß. Futsch war der Mannschaftstitel für die kleinenRegensburgerinnen, die nachrückenden Berchingerinnen konnten sich jedochauch nicht freuen, weil ihr Titel, den sie auf dem grünen Tisch gewonnenhatten, plötzlich auch in Frage stand. Sie waren nämlich durch die Umständenur mehr das einzige Team in der Wertung und dadurch auch nicht mehrmeisterschaftswürdig.

Dass die Funktionäre bei der irgendwann später unter Ausschluss derÖffentlichkeit stattfindenden Siegerehrung die Medaillen für den Nachwuchsschlicht und einfach vergessen hatten, sei nur am Rande erwähnt. So ist abereinmal das Leben. Die einen, sprich Schüler, bringen Leistung, machen einenFehler und werden so um den Lohn ihrer Arbeit gebracht. Die anderen, sprichFunktionäre, lassen diese Leistung permanent vermissen, machen auch Fehler,und das in regelmäßiger Folge und kommen ungestraft davon.

Der Wille zum Bessermachen sollte bei den "Breitensportmachern" da sein. Mitflammenden Herzen forderten Verbandsobere noch beim tags zuvorstattfindenden Workshop bei auszurichtenden Veranstaltungen Teamfähigkeitein. Genau diese fehlt ihnen selbst. Mit penetranter Hartnäckigkeitverweigern sie der AG Wettkampfwesen den Zugriff auf die Meisterschaftenaußerhalb des Stadions. Bleibt die Frage offen, für was eine AGWettkampfwesen überhaupt da ist, wenn sie für ihre ursächliche Arbeit nichtbenutzt wird.

So geht's bei den Oberrepräsentanten des Landes-Breitensports schließendlichnicht nicht mehr um die Frage, ob sie die Meisterschaften außerhalb desStadions besser ausrichten wollen, sondern vielmehr um das Grundproblem,dass sie es nicht besser können.gez. Kurt Ring

(Artikel mit Angabe des Verfassers geben ausschließlich dessen persönliche Meinung wieder.) Hier können sie Ihre Meinung dazu abgeben

Vorbericht - Bayerische 10 km-MeisterschaftenRegensburg, 17. Oktober2001

LG Domspitzmilch mit guten Aussichten bei den Bayerischen Meisterschaftenüber die 10 km

Kiefner-Foto - Dennis Pyka Geiselhöring beschließt den diesjährigenReigen der Landesmeisterschaften. In der niederbayerischen Läuferhochburgwerden am Sonntag die Bayerischen Straßenlaufmeisterschaften über 5 km derSchülerklassen, 7,5 km der Jugend B und 10 km der übrigen Klassen bis hin zuden Senioren ausgetragen. Wenn um 11 Uhr der erste Startschuss fällt, zähltauch die Ausdauerelite der LG Domspitzmilch Regensburg zu den heißenFavoriten. Mit Ellen Schöner stellen die Regensburger sogar dieTitelverteidigerin und auch bei den Männern sollte der Fünfte der DeutschenMeisterschaften auf der Bahn, Dennis Pyka (LG Domspitzmilch Regensburg), zuden Top-Titelanwärtern zählen.

Unmittelbar vor den Deutschen Marathonmeisterschaften in Frankfurt, wo dieDomspitzmilch-Langstrecklerinnen erneut ganz vorne landen wollen, kommt derTest im nahen Geiselhöring gerade noch einmal als kleine Tempospritze recht.Neben Ellen Schöner wird sicher auch wieder Kathi Kaufmann (LG DomspitzmilchRegensburg) in der W35 gut mitmischen, ebenso Juniorin Fakja Hofmann (LGDomspitzmilch), die nur deshalb um einen sicheren Titel gebracht wird, weilder Landesverband die Strecke 2001 für ihre Altersklasse nichtausgeschrieben hat. Mit Gabi Reindl, Bettina Strobl und Eva Karg im Verbundsollten die Regensburgerinnen auch in den Mannschaftswertungen der Frauenund der Seniorinnen nichts anbrennen lassen.

Den Teamtitel wollen die Domspitzmilch-Herren natürlich auch. Dafür fahrensie neben Dennis Pyka mit den Dritten der Bahnmeisterschaften, WolfgangKohnen und seinen kaum schwächeren Mannschaftskollegen Rudi Salzberger,Jean-Jacques Faurie und Thomas Krebs schärfste Geschütze auf. Gelingt TanjaNotz (LG Domspitzmilch/LC Pentling) gegenüber den Deutschen Meisterschafteneine leichte Steigerung, sollte sie bei der weiblichen Jugend A ebenfalls inMedaillennähe kommen. Selbiges haben auch Stephan Schnabel (LGDomspitzmilch/TSV Dietfurt) und M15-Mann Benedikt Schäffer (LGDomspitzmilch/SG Painten) über 7,5 km bzw. 5 km vor. Bei den Schülerinnenschickt die LG Domspitzmilch Regensburg mit der 15jährigen Eva Maria Ferstl(LG/SG Painten) ein heißes Eisen ins Rennen. Zusammen mit den beiden14jährigen Susi Lutz und Lissy Routil soll in der Teamwertung sogarEdelmetall herauskommen.

Bericht - Lauf um den Adlersberger TurmAdlersberg, 3. Oktober2001 Ergebnisse

Überlegene Siege für Rudi Salzberger und Gabi Reindl (beide LG DomspitzmilchRegensburg)

Mit Rudi Salzberger und Gabi Reindl (beide LGDomspitzmilch Regensburg) holten sich die Favoriten die Gesamtsiege beimtraditionellen Lauf um den Adlersberger Turm. Trotz ungewöhnlich hoherOktobertemperaturen verfehlte der überlegene Männersieger auf der 11,8km-Schleife rund um das beliebte Regensburger Ausflugsziel die nur wenigenvorbehaltene "Dreißiger-Zeit" mit 40:29 lediglich knapp und unterstrichdamit seine derzeit hervorragende Spätform. Knapp vier Wochen vor denDeutschen Marathonmeisterschaften gelang auch der Damengewinnerin GabiReindl mit 50:52 ein gutes Rennen. Mit elf Siegen stellte die LGDomspitzmilch Regensburg das erfolgreichste Team.

Kaiserwetter herrschte dieses Jahr am Regensburger Bierberg, nachdem sichkurz vor dem ersten Startschuss die letzten Nebelschwaden verzogen hatten.Was den zahlreichen Zuschauern nach einem verregneten September gerade rechtkam, brachte den Laufbegeisterten vor allem in den hinteren Reihen docherhebliche Probleme. So mancher schnappte am Ende des kräftezehrendenZielanstieges mit fast hundert Metern Höhenunterschied dann doch erheblichnach Luft und viele blieben spontan am Zielstrich direkt unter demAdlersberger Turm zunächst einmal nur erschöpft stehen. Solch Ungemachstörte den überlegenen Sieger Rudi Salzberger wenig. Schon nach 5,4 km hatteer alle Kurzstreckenfinisher abgehängt und zog fröhlich winkend in diezweite Schleife, um dann nach vierzig Minuten völlig relaxt am Turm wiederanzukommen.

Ähnlich souverän gestaltete seine Teamkollegin Gabi Reidl bei den Frauen dasRennen. Am Ende hatte sie fast eine Minute Vorsprung vor Doris Vieracker (LGDomspitzmilch/SG Waldetzenberg), die sich ihre 51:50 auf Grund ihresderzeitigen "Schmalspurtrainings" eigentlich gar nicht zugetraut hätte. Diegrößte Fangemeinde konnte sie jedenfalls für sich verbuchen, weil die überzwanzigköpfige Kinderschar ihre Waldetzenberger Trainerin natürlich amstärksten anfeuerte, nachdem sie zuvor bereits in den Schülerklassen für deneinen oder anderen Erfolg gesorgt hatten.

Streckenrekord lief der B-Jugendliche Stephan Schnabel (LG DomspitzmilchRegensburg/TSV Dietfurt) auf der 5,4 km-Mittelstrecke zwar nicht ganz, mitseinen dennoch sehr guten 20:22 schnupfte er jedoch alle weitaus älterenTeilnehmer deutlich. Ebenso souverän gestaltete sein TrainingskumpelBenedikt Schäffer (LG Domspitzmilch/SG Painten den Schülerlauf über die zweiKilometer mit 6:29, direkt verfolgt von Eva Ferstl (LG Domspitzmilch/SGPainten), die mit ihren 7:15 nicht nur alle weiteren Jungs zurückließ,sondern auch gleich noch einen neuen tollen Streckenrekord aufstellte.Mit knapp zwei hundert Teilnehmern hat sich der Lauf trotz seiner dochhappigen Bergauf-bergab-Struktur als beliebtes Insiderrennen derRegensburger Roadrunner etabliert.

Bericht - Deutsche 10 km-MeisterschaftenBonn / Troisdorf, 23. September 2001 Ergebnisse

Ellen Scher und Fakja Hofmann mit Bestleistungen unter Top-ten / LG-Juniorinnen-Team Dritter

Kiefner-Foto - Fakja Hofmann Die ersten Deutschen Meisterschaften über 10 km auf der Straße haben gehalten, was sie versprochen hatten. Bei idealen äußeren Bedingungen war ein Großteil der deutschen Langstreckenspitze bei der Meisterschaftspremiere in Troisdorf am Start. Bei den Männern rang Junior Tereffe Desaleng (LG Eintracht Frankfurt) in genau 29 Minuten den sich schon als Sieger wähnenden Wattenscheider Carsten Schütz nieder, der sich mit seinen Kollegen Sebastian Bürklein (3./29:03) und Alexander Lubina (4. bzw. 2. der Junioren/29:18) mit dem Mannschaftstitel schadlos hielt. Das mitfavorisierte Team des LAC Quelle Fürth/München landete trotz eines fünften Platzes von Embaye Hedrit (29:21) mit nur einer Sekunde Rückstand auf die zweite Mannschaft des TV Wattenscheid auf einem unglücklichen Bronzeplatz. Bei den Frauen erlief sich Siegerin Lumitita Zaituc (LG Braunschweig) in der letzten Runde mit 32:40 einen komfortablen Vorsprung gegen Petra Wassiluk (ASC Darmstadt/33:04) und Claudia Dreher (TV Naumburg/33:19). Trotz erneut guter 35:06 reichte es für Domspitzmilch-Ass Ellen Schöner gerade noch für Rang 10. Teamkollegin Fakja Hofmann lief bei den Juniorinnen auf Platz acht einkommend mit 36:30 ebenfalls Hausrekord. Zusammen mit der Dritten der W40-Wertung, Katharina Kaufmann (37:32), belegten die Regensburgerinnen einen undankbaren vierten Platz hinter Braunschweig, Nike Berlin und Rostock. Bei den Seniorinnen triumphierte Kathi Kaufmann dann aber erneut mit der W35-Achten Gaby Pfandorfer (38:28) und der W-35-Zehnten Gabi Reindl (39:24) mit einem überlegenen Sieg in der Mannschaftswertung. Bronze gab?s auch noch für das Juniorinnenteam mit Fakja Hofmann, Eva Karg (17./38:24) und Tanja Notz (44:14). "Ersatz-Seniorin" Bettina Strobl (LG/Run&bike Kelheim) steigerte sich auf 41:51.Der keineswegs so schnelle Kurs machte auch Ellen Schöner erheblich Schwierigkeiten, der man ihren Berglauf-WM-Einsatz vor allem anfangs noch anmerkte. Die Regensburgerin hatte zudem das Pech, immer wieder Löcher im großen Feld der Damen zulaufen zu müssen. Trotz einer vehementen Aufholjagd scheiterte sie wieder hauchdünn an der angepeilten 35-Minuten-Grenze. Juniorin Fakja Hofmann zeigte trotz schwacher Trainingsleistungen im Vorfeld eine überragende Einzelleistung und war mit völlig überraschend kommenden 36:30 fast um eine Minute schneller als bisher auf der Straße. Urgestein Kathi Kaufmann merkte man ihre längere Meisterschaftsabstinenz doch noch ein wenig an, mit ihren 37:32 ist sie jedoch auch wieder stark im Kommen, während die beiden Mit-Seniorinnen Gaby Pfandorfer und Gabi Reindl sich ein wenig beim Anfangstempo vergriffen und am Ende diesem Umstand deutlich Tribut zollen mussten. Juniorin Eva Karg nutzte die DM-Plattform für einen erneuten Beweis ihres diejährigen Leistungssprunges, obwohl ihr der Halbmarathon des letzten Wochenendes doch noch ein bisschen in den Knochen steckte.

Kurzmeldung - Deutsche 10 km-MeisterschaftenBonn/Troisdorf - 22. September 2001

Seniorinnen - und Juniorinnenteam belegen Stockerlplatz

Bei den Deutschen 10km- Mesterschaften in Bonn / Troisdorf, die dieses Jahr Premiere auf der Stra feierten, erliefen sich die Damen der LG Domspitzmilch gute Platzierungen.Dr.Ellen Schöner belegte bei den Frauen den 10. Platz (35,06 min) über die 10km- Distanz. Bei den Juniorinnen kam Fakja Hofmann auf Platz 8 ( 36,30 min) ein. Katharina Kaufmann meldete sich mit dem 3. Platz (37,32 min) in der W40 wieder zurück und Gabi Pfandorfer kam in der W35 mit Platz 8 (38,28 min ) auch noch unter die Top-Ten.Die Mannschaftswertung der W35 entschieden Gabi Pfandorfer, Gabi Reindl und Bettina Strobl klar für sich. Erfreulich war auch der 3. Platz des Juniorenteams um Fakja Hofmann, Eva Karg und Tanja Notz. Auch das Frauenteam war mit seinem 4. Platz weit vorne dabei.

Bericht - Domspitzmilch KehrausRegensburg, 22. September 2001 Ergebnisse

Lockerer Saisonausklang am Weinweg/ Stephan Wittls erster 400 m Hürden-Versuch

Florian Schönbeck (LG Domspitzmilch Regensburg) beendete die diesjährige Bahnsaison mit einem hervorragendem Fünfkampfergebnis. Mit 3564 Punkten ließ er auf der heimischen Anlage am Weinweg seinem alles andere als schwachen Teamkollegen Peter Hargasser (3182 P.) nicht den Hauch einer Chance und dürfte sich damit auch in der deutschen Bestenliste ganz oben platzieren. Zusammen mit dem kurzfristig für den verletzten Bernhard Floder eingesprungenen Markus Dollinger (2510 P.) sammelten die Regensburger auch in der Mannschaftswertung ausgezeichnete 9256 Zähler. Bei einem ersten Versuch über die 400 m Hürden schaffte Stephan Wittl (LG Domspitzmilch/TSV Dietfurt) mit 57,94 eine Zeit, die ihn bei den Bayerischen Meisterschaften dieses Jahres in seiner Altersklasse ebenfalls auf einen Medaillenrang gebracht hätte.

Kiefner-Foto - Peter Hargasser

Natürlich hatten die Domspitzmilch-Asse beim Ausklang nicht mehr die Form der Saisonhöhepunkte. So sind auch die 6,57 bzw. 6,70 von Florian Schönbeck und Peter Hargasser in der ersten Disziplin des Mehrkampfs gleich erklärt. Spätestens beim Speerwurf aber merkte man, dass der Deutsche Zehnkampfmeister des letzten Jahres nach einer verkorksten Saison etwas gut machen wollte. Mit 58,48 nahm er seinem Konkurrenten aus dem eigenen Lager immerhin mehr als zehn Meter (47,74) ab. Der revanchierte sich über 200 m mit 22,62 zu 23,50. Als Schönbecks Diskus aber auf formidable 44,77 flog war's bei 37,65 für den diesjährigen Dritten der Deutschen Meisterschaften mit der Gegenwehr geschehen. Florian Schönbeck finishte mit ordentliche 4:47,24 für die 1500 m, Peter Hargasser durchlitt diese in 5:20,95 in echter Zehnkämpfermanier.Gerade einmal vierzehn Tage im Training, ging Jungtalent Stephan Wittl einfach zum Probieren seine Spezialstrecke, die Stadionrunde, an, diesmal aber mit zehn ungewohnten Hindernissen auf der Bahn. Mit denen kam er dann einmal besser, einmal schlechter zurecht, offenbarte aber, wenn man das eine schon recht gut kann (400 m), das andere (Hürden) sicher noch perfektionieren will, dass auch hier für die Zukunft durchaus Perspektive zu sehen ist. Mit seinen 57,94 kann er auf jeden Fall jetzt schon mit den Besten seiner Altersklasse in Bayern mithalten. Für seinen Teamkollegen, Mittelstreckler Stephan Schnabel, war der ordentliche Versuch mit 64,75 eher ein Richtungshinweis auf zukünftiges Hindernislaufen, dann aber über 2000 Meter.

Stetig nach oben geht's auch mit der jungen Stabhochspringerin Moni Siegfried (W15/ SWC 46 Regensburg). Diesmal war erst bei 3,25 Schluss, in ihrer Altersklasse immerhin Bezirksrekord. Genauso hoch sind die 2:19,62 von der gleichaltrigen Barbara Utzmeier (LG Chiemgau-Süd) über die 800 m einzuschätzen.Ansonsten tummelten sich noch gut fünfzig Athleten/Innen mit der nicht mehr ganz so knallharten Wettkampfeinstellung, mit der man in der Regel Meisterschaften gewinnen oder Rekorde aufstellen will, auf dem ausnahmsweise einmal sonnigem Leichtathletik-Terrain herum und ließen die Bahnsaison 2001, die für die Regensburger Leichtathleten gewiss keine schlecht war, locker ausklingen.