Bezirkscrossmeisterschaften Neustadt/WN, 10.2.2001 - Bericht - Ergebnisliste

Elke Lorenz, Thomas Krebs und Szibi Slufczyk werden ihrer Favoritenrolle gerecht

2001-02-10_cross Neustadt/WN, 10.2.2001 Mit souveränen Siegen setzten sich bei den diesjährigen Bezirksmeisterschaften im Crosslauf im nordoberpfälzischen Neustadt/WN die Favoriten durch. Auf einem schwierigen Waldkurs gewann Szibi Slufczyk (LLC Marathon Regensburg) die acht Kilometer lange Hauptstrecke in 27:32 vor Rudi Salzberger (LG Domspitzmilch Regensburg/Jahn), auf der Mittelstrecke der Männer und bei den Damen (beides 4 km) dominierten die beiden Titelverteidiger von der LG Domspitzmilch Regensburg, Thomas Krebs und Elke Lorenz, mit 15:30 und 18:03. Erfolgreichster Verein war die LG Domspitzmilch Regensburg mit acht Titeln.

Szibi Slufczyk setzte auf der Langstrecke wie gewohnt sofort auf die Tempokarte und rang seinem zähen Verfolger Rudi Salzberger schon in der ersten von vier zu laufenden Runden einen minimalen Vorsprung ab, den er bis ins Ziel auf eine halbe Minute ausbauen konnte. Weitere eineinhalb Minuten dahinter erkämpften sich Alfred Rahm (RSC Neukirchen) und Maximilian Stadler (LLC Marathon Regensburg) Platz drei und vier. Die Mannschaftswertung ging zusammen mit Thomas Noell überlegen an den LLC Marathon Regensburg.

Eine kleine Tempoverschärfung in der zweiten Runde genügte dem hochüberlegenem Domspitzmilch-Läufer Thomas Krebs um auf der Mittelstrecke gegen Andreas Giedl (TSV DETAG Wernberg) und Florian Segerer (LLC Marathon Regensburg) alles klar zu machen.

Das mit Spannung erwartete Duell zwischen der Titelverteidigerin bei den Frauen, Elke Lorenz, und der Jugendlichen Katharina Zeitler (LLC Marathon Regensburg) machte nur anfangs den Eindruck, eines zu werden. Im selben Maße, wie Elke Lorenz immer mehr zu ihrem Schritt fand und letztendlich hervorragend finishte, brach die LLC-lerin ein und musste sogar noch die ausgezeichnet laufende W30-Siegerin Andrea Stengel (TB Weiden) an sich vorbeiziehen lassen. Der Mannschaftstitel ging hier an die LG Domspitzmilch Regensburg mit Elke Lorenz, der knapp hinter Katharina Zeitler einlaufenden Juniorin Eva Karg (LGR/SpVgg Wolfsbuch) und der W35-Siegerin Gabi Reindl (LGR/Jahn).

Ganz im Gegensatz zur gar nicht ins Rennen findenden Jugendsiegerin machte deren männliches Pendant, Wendelin Macht (SGS Amberg), mit einem Riesenvorsprung und guten 16:17 einen ganz anderen Eindruck. Den B-Jugendtitel holte sich Stefan Schnabel (LG Domspitzmilch/TSV Dietfurt) in 17:52, der zusammen mit seinen Teamkollegen Sebastian Deisenrieder (3./LGR/TSV Riedenburg) und dem "fremdgehenden" Langsprinter Stefan Wittl (5./LGR/TSV Dietfurt) gleich zum Doppelmeister aufstieg.

Eine Zwei-Klassen-Gesellschaft demonstrierten die beiden Domspitzmilch-Schüler mit Meister Benedikt Schäffer (8:07/LGR/SG Painten) und Daniel Bauer (8:25/LGR/TSV Dietfurt) gegenüber dem übrigen Nachwuchsfeld. Teamkollegin Eva Ferstl (LGR/SG Painten) war bei den Mädchen mit 9:16 über die 2,2 km genauso flott drauf und lag am Ende sogar vor einem Großteil der Buben.

Mit Bernhard Träger (M30/TV Floß), Michael Knott (M35/WSV Schönsee), Dieter Bauer (M40/SC Waldthurn), Gerhard Härtl (M45/TB Jahn Wiesau), Siegmund Höcherl (M50/DJK Beucherling) und Franz Götz (M55/LLC Marathon Regensburg) setzten sich bei den Altersklassen bekannte Namen durch.

 

Wahl zum Sportler der OberpfalzAmberg, 10.2.2001 - Stadttheater - Bericht

Anke Conradi, Florian Schbeck und Domspitzmilch-Staffel

Favoriten bei Damen/Herren setzten sich durch Überraschendes Votum bei den Teams

Amberg, 10.2.2001 Es ist schon zur guten Sitte geworden: Jedes Jahr im ausgehenden Winter kürt der BLSV-Bezirk Oberpfalz seine "Sportler des Jahres". In diesem Jahr konnte Bezirksvorsitzender Josef Lobenhofer sogar Milleniums-Sportler, nämlich die aus dem Jahre 2000, vorstellen. Im vollbesetzten Amberger Stadttheater wurden mit den Stimmen des fachkundigen Publikums bei den Damen und Herren die Favoriten Anke Conradi (DJK SB Regensburg) und Florian Schönbeck (LG Domspitzmilch Regensburg) zu den Sportlern des Jahres gewählt. Bei den Mannschaften hingegen gabs eine faustdicke Überraschung. Fast alle hatten vorher auf den Fußballregionalligisten SSV Jahn Regensburg 2000 getippt, am Ende stand die Nachwuchs 4x100 m-Staffel der LG Domspitzmilch Regensburg ganz oben.

Flott moderierte Bezirksvorsitzender Josef Lobenhofer durch ein Gala-Programm mit sehenswerten Showeinlagen hiesiger Sportgruppen im festlich geschmückten Amberger Stadttheater. Bei den Damen waren mit der Olympiareiterin Dr. Annette Wyrwoll und der Paralympics-Siegerin Anke Conradi zwei Hochkaräter neben Bahnengolferin Corina Reinisch, Karate-Meisterin Astrid Simmel und Badminton-Ass Steffi Müller in die Endausscheidung gekommen. Als das Amberg Stadtoberhaupt letztendlich das riesengroße Kuvert mit dem Namen der Sportlerin des Jahres 2000 öffnete, war die Überraschung wenig groß. Wieder einmal hatte sich Anke Conradi auch beim Publikumsvotum eindeutig gegen die Olympionikin Dr. Annette Wyrwoll durchgesetzt und freute sich riesig über die erneut zu Teil gewordene Ehre.

Beim starken Geschlecht musste sich Weltklasse-Zehnkämpfer und Deutscher Meister Florian Schönbeck mit dem Ausnahmeradler Markus Wilfurth, Gewichtheber Philipp Hecht aus Roding, dem Kegelweltmeister Andreas Schwaiger aus Schwandorf und dem Ass im Behinderten-Skisport, Ludwig Wolf, auseinandersetzen. Auch hier fiel die Wahl eindeutig für den Domspitzmilch-Recken aus, der auf die Frage nach seiner größten Enttäuschung 2000 dann so gar nichts anfangen konnte, schnell einmal die verpasste Olympiachance hervorkramte, dies aber sofort relativierte, weil bei drei weiteren Weltklassezehnkämpfern in Deutschland trotz 8127 Punkten eine reelle Möglichkeit doch nicht gegeben war.

In Kaderstärke, dreißig Mann hoch mit Trainer und Co-Trainer waren sie im eigenen Mannschaftsbus nach Amberg angereist, die Regional-Liga-Kicker des SSV Jahn Regensburg 2001 und keiner im restlos besetzten Saal des Amberger Theaters möchte so recht zweifeln, wer am Ende als Sieger von der Bühne gehen würde. Ihre Kontrahenten, die Keglerinnen der SG Walhalla, frischgebackene Zweitligisten, die jugendlichen Wasserballer des SV Weiden, die Nachwuchssprinter der LG Domspitzmilch Regensburg und die Weltranglisten- und WM-Elften im Tanzen Grit und Marcus Hubert von den Happy Shakers Regensburg waren doch alle mehr oder weniger im Amateur- oder Randsport-Lager zu situieren. Als das Kuvert mit der Mannschaft des Jahres aufgemacht wurde, waren dann die meisten baff. Völlig überraschend hatten sich die Jugendsprinter der LG Domspitzmilch Regensburg mit Christian Henfling, Alexander Ried, Andre Neger, Jochen Schweitzer und Stefan Wittl in der Gunst des Publikums gegen König Fußball durchgesetzt.

Riesengroß war natürlich die Freude bei Leichtathletik-Bezirksvorsitzendem Herbert Rosenbeck über den Totalerfolg seiner zwei Nominierten aus der olympischen Kernsportart Nummer eins. Für die LG Domspitzmilch Regensburg ist diese Ehrung sicher auch ein besonderer Lohn für aufopferungsvolle Pionierarbeit in Sachen Leichtathletik, wobei die Verantwortlichen wohl nur kurz feiern werden können, weil mit der Ausrichtung der Deutschen Crossmeisterschaften am ersten März-Wochenende im Regensburger Uni-Gelände schon der nächste Höhepunkt ihrer Vereinsgeschichte auf sie wartet.

Wintercrosslauf Geiselhing Geiselhöring, 13.1.2001 - Bericht

Siege für Thomas Krebs, Elke Lorenz und Gabi Reindl in Geiselhöring

Elke Lorenz Kiefner-Foto Geiselhöring, 13.1.2001 Die starke Domspitzmilch-Armada und ein gut aufgelegter Manfred Dusold beherrschten den Wintercrosslauf in Geiselhöring. Über die acht Kilometer lange Hauptstrecke hielt der Bamberger Manfred Dusold Lokalmatador Ralf Preissl (TV Geiselhöring) sicher in Schach. Auf der halb so langen Distanz hatte dessen Clubkollege Erich Weinzierl gegen das Regensburger Domspitzmilchtrio mit Sieger Thomas Krebs, sowie Rudi Salzberger und Bernhard Westermeier keine reellen Chancen. Auf beiden Strecken bei den Damen setzten sich Elke Lorenz und Gabi Reindl (beide LG Domspitzmilch Regensburg/Jahn) sicher durch. Im Nachwuchsbereich zeigte Benedikt Schäffer (LG Domspitzmilch/SG Painten) bei seinem überlegenen Sieg über die zwei Kilometer der M15 die überzeugendste Leistung. Mit neun Siegen in den verschiedenen Altersklassen schöpfte die LG Domspitzmilch Regensburg den Rahm von einem gelungenen Crossauftakt 2001 bei herrlichem, aber auch frostigem Winterwetter ab.

Obwohl er den zäh kämpfenden Lokalmatadoren Ralf Preissl einige Runden im Schlepptau hatte, ließ Crossspezialist Manfred Dusold (LG Bamberg) nie Zweifel über seinen Sieg aufkommen. M40-Haudegen Herbert Eckmüller (LG Wolfstein) hielt hinter den beiden Führenden die übrige Konkurrenz ebenfalls sicher in Schach, ein Verfolgungsduo mit dem Geiselhöringern Werner Forstner und Karl Haack gelang trotz wilder Aufholjagd in der letzten Runde der Anschluss nicht mehr.

Auf der Mittelstrecke mühte sich Erich Weinzierl zwei Runden lang vergeblich, dem starken Domspitzmilch-Trio mit Thomas Krebs, Rudi Salzberger und Bernhard Westermeier Paroli bieten zu können. Als der ständig führende Krebs nach zirka der Hälfte der Distanz konsequent anzog, war es um den Geiselhöringer geschehen, der dann auch die beiden übrigen Regensburger tatenlos vorbeiziehen lassen musste.

Im selben Lauf diktierte etwas dahinter Siegerin Elke Lorenz das Frauenfeld nach Belieben und hängte die allerdings bravourös laufende Juniorin Eva Karg (LG Domspitzmilch/SpVgg Wolfsbuch) deutlich ab. Diese kam mit einem noch größerem Vorsprung auf die Dritte, Belinda Kufner vom WSV Viechtach ins Ziel. Das anfangs wie ein harter Zweikampf aussehende Duell zwischen Inge Pfauser (LLC Marathon Regensburg) und Gabi Reindl entschied die Domspitzmilch-Läuferin letztendlich deutlicher als erwartet. Die LLC-lerin konnte sich jedoch mit dem Klassensieg in der W45 tröst.

Im Nachwuchsbereich über die 4 km überzeugte Jugend-A-Sieger Matthias Böhm (LG Domspitzmilch/SG Painten) nach seiner starken Silvesterleistung mit sicherem Vorsprung vor Team kollege Wilfried Bottesch (LG/TRISTAR) erneut, bei der mJB fanden die beiden Domspitzmilch-Jungs mit dem stark laufenden Sebastian Deisenrieder (LG/TV Riedenburg 3.) und dem gesundheitlich angeschlagenen Stefan Schnabel (LG/TSV Dietfurt 4.) in den beiden Viechtachern Bernd Resinger und Arnold Witka ihre Meister. Bei den Mädchen lag Tanja Saltinger (LG/TV Riedenburg) in Front.

Über die zwei Kilometer lange Schülerstrecke lief der blendend aufgelegte M15-Sieger Benedikt Schäffer die übrige Konkurrenz in Grund und Boden. Auch Teamkollegin Eva Ferstl konnte in der W15 niemand gefährden.

Das Kelheimer Duell bei den B-Schülern entschied Fabian Zwickl knapp gegen Florian Strobl (beide LG Domspitzmilch/Run&bike Kelheim) für sich.

Bericht - SilvesterläufeSeubersdorf, 31. Dezember 2001 Ergebnisse Seubersdorf Ergebnisse Amberg Ergebnisse München

Gaby Pfandorfer und Dennis Pyka gewinnen in München / Seubersdorf mit über600 Teilnehmern der größte in der Region

Mit eindrucksvollen Siegen rundete einGroßteil der Regensburger Laufasse bei den verschiedenen Silvesterläufeneine tolle Saison 2001 ab. Beim größten bayerischen Event, dem mit über 2300Teilnehmern besetzten Lauf im Münchner Olympiapark gewannen Gaby Pfandorferund Dennis Pyka (beide LG Domspitzmilch Regensburg) über schwierig zulaufende zehn Kilometer. Den Sieg in Sandharlanden über die selbe Distanzholte sich Bernhard Westermeier vom gleichen Team. Bei den Läufen inNeuburg, Bogen, Dorfen, Seubersdorf und Amberg standen mit KatharinaKaufmann (6,1 km in 22:24), Gabi Reindl (9 km in 34:57), Barbara Wörner (8km in 34:29), Eva Karg (5km in 19:55) und Fakja Hofmann (5km in 19:16)weitere Domspitzmilch-Läuferinnen ganz oben. Die Hauptläufe der Männergewannen in Amberg Tobias Hösl (DETAG Wernberg) und in Seubersdorf RobertZwickl (LLC Marathon Regensburg), wobei hier die Mittelstrecke mit dembayerischen Halbmarathonmeister Thomas Götz als Sieger noch stärker besetztwar.

In München sorgten über zwei tausend Roadrunners für das größte weißblaueLaufspektakel. Eis, Schnee und Kälte konnten Dennis Pyka nicht abhalten, beica sechs Kilometern seinen ärgsten Widersachern Stephan Stahl (LAC QuelleFürth/München) und Peter Soukop (Tschechien) die Fersen zu zeigen und mit32:30 sicher die 10 km zu gewinnen. Wolfgang Kohnen (LG Domspitzmilch) wurdein 33:08 Vierter. Für eine faustdicke Überraschung sorgte seine TeamkolleginGaby Pfandorfer, die nicht nur mit 38:33 unter diesen Verhältnissen eine fürsie überragende Zeit hinlegte, sondern auch noch ihre zukünftigeTeamkollegin Susie Falkenstein (39:01) sicher in die Schranken weisenkonnte. Die hatte ihre harte Trainingswoche doch noch nicht so rechtweggesteckt und möchte erst in der Halle zur Hochform auflaufen.

Mit wiederum über 600 Läufer/Innen erwies sich der Seubersdorfer Lauf alserneut teilnehmerstärkster der Region. Auf der fünf Kilometer langenMittelstrecke musste der amtierende bayerische Halbmarathonmeister ThomasLang (LG Erlangen), hier für den Triathletikclub ATSV Kallmünz antretend,bis zum Schluss hart kämpfen, um den Domspitzmilch-Läufer Rudi Salzbergernoch knapp abweisen zu können. Thomas Lang hatte die gesamte Strecke übergeführt, konnte aber den zäh kämpfenden Regensburger erst am Zielberg mitknapp zwei Sekunden entscheidend abhängen. Bei den Frauen setzte sichDomspitzmilch-Juniorin Eva Karg (LG/SpVgg Wolfsbuch) durch. Auf derLangstrecke der Männer über 9,6 Kilometer gelang den Läufern des LLCMarathon Regensburg ein Dreifacherfolg: Robert Zwickl siegte in 33:01überlegen vor seinen Teamkollegen Markus Kerscher und Peter Kozlowski.Im Nachwuchsbereich dominierten vor allem die Athleten/Innen der LGDomspitzmilch Regensburg. Mit 8:45 und 9:46 waren die Paintner BenediktSchäffer und Eva Ferstl als Sieger/In der M/W15 auf den schwierig zulaufenden 2,6 km die weitaus schnellsten. Achtungserfolge feierten KatharinaKarl (LG Domspitzmilch/TV Etterzhausen) als Dritte über die 5 km der Frauenmit 20:53, nur ganz knapp hinter der LLC-lerin Michaela Riel und DorotheeGroßmann (LG Domspitzmilch) als W20-Siegerin und Gesamtzweite auf den 9,6 kmmit 41:36.

In Amberg kämpften über drei hundert Laufbegeisterte um die Treppchenplätze.Beim Hauptlauf der Männer über 7,5 km machte der ehemalige DeutscheJuniorenmeister Tobias Hösl (TSV Detag Wernberg) mit seinen Konkurrentenkurzen Prozess und hatte am Ende mit 24:47 beinahe ein ganze MinuteVorsprung vor Lokalmatador Markus Reindl (SGS Amberg). Bei den Frauen setztesich Juniorin Fakja Hofmann sicher mit fünf Sekunden gegen die erneut starkeUrsensollerin Silke Fersch (CIS Amberg) durch. Jugendsiegerin ReginaSchnurrenberger (FTSV Straubing), immerhin der deutschen Spitzenklasseangehörend, lag mit 20:17 da schon deutlich zurück. In den Schülerklassenkam mit Ines Weinzierl (TV Geiselhöring) ein Mädchen zeitgleich mit demstärksten Jungen ins Ziel.

In Bogen ließ bei schwacher Beteiligung Gabi Reindl ihrer stärkstenKonkurrentin Heidi Stalla-Willer (TV Geiselhöring) nicht den Hauch einerChance, während in Sandharlanden Bernhard Westermeier mit dem KelheimerDuathleten Stadler und dem Mettenheimer Christian Schütz zwei harte Brockenniederhalten konnte. Sie läuft und siegt weiterhin, Katharina Kaufmann vonder LG Domspitzmilch. Beim traditionellen Silvesterlauf in Neuburg lagenerneut alle weiblichen, teilweise erheblich jüngeren Konkurrentinnendeutlich zurück.

Regensburger Nikolauslauf Regensburg, Oberer Wrd - Sonntag 3.12.2000 - Bericht - Ergebnisliste

Katharina Kaufmann und Manfred Dusold gewinnen Hauptstrecken/ Rekordteilnehmerzahl

Der diesjährige Nikolauslauf der LG Domspitzmilch Regensburg wird als echter Hit in die Annalen eingehen: Bei idealen Laufbedingungen stellte sich ein Rekordteilnehmerfeld von nahezu 250 Laufbegeisterten dem Starter. Mit Manfred Dusold (LG Bamberg) und der Lokalmatadorin Kathi Kaufmann (LG Domspitzmilch/Jahn) holten sich zwei wahre Meister ihres Fachs die Siege auf der Hauptdistanz über 10 km mit hervorragenden 31:47 und 38:36. Schnellste auf der halb so langen Mitteldistanz waren zwei Jugendliche vom LLC Marathon Regensburg: Katharina Zeitler brauchte als Siegerin der wJB nur 18:53 Minuten und Teamkollege Florian Segerer spurtete in 17:12 den Männersieger Stefan Scholler (LG Domspitzmilch/Jahn) und den in 17:20 einkommenden Gewinner der mJB, Oliver Köhler von der LG Domspitzmilch/TSG Laaber nieder. Mit fast 250 Nennungen traten so viele Nikoläuse wie in keinem Jahr zuvor am Oberen Wöhrd an, wobei die Hauptstrecke über die sechs schnell zu laufenden Runden nicht weniger als 102 Finisher aufwies.

Das Feld der Langstreckler hätte in diesem Jahr so manchen Landesmeisterschaften gut getan. Der Bayerische Marathonmeister des Vorjahres, Manfred Dusold hatte gemeldet ebenso wie Altmeister Hans Hopfner (TG Salzachtal), der Crosstitelträger von 98, Szibi Slufczyk (LLC Marathon Regensburg) und die beiden zur Landesspitze zählenden Lokalmatadoren Bernhard Westermeier und Rudi Salzberger (beide LG Domspitzmilch/Jahn). Mit im Feld befand sich auch Bergspezialist Herrmann Schwürzinger vom WSV Viechtach. Wie nicht anders erwartet drückten die beiden Topfavoriten Manfred Dusold und Hans Hopfner gleich gehörig aufs Tempo und vergrößerten Runde für Runde stetig ihren Vorsprung vor einem Verfolgerquartett mit Szibi Slufczyk, Bernhard Westermeier, Rudi Salzberger und Herrmann Schwürzinger. Als der derzeit in hervorragender Form laufende Bamberger Mitte der letzten Runde antrat, war es auch um Altmeister Hopfner geschehen. Crossfuchs Szibi Slufzcyk ließ sich ebenfalls auf keine Spurtentscheidung ein und setzte sich rechtzeitig auf Platz drei ab. Dahinter gelang Rudi Salzberger wieder ein erfreulicher Erfolg gegen den erneut verbesserten Teamkollegen Bernhard Westrmeier. Bei den Frauen war die einsam Runde für Runde drehende Serienmeisterin Kathi Kaufmann eine Klasse für sich.

Drei Runden lang belauerten sich die beiden Jugendlichen Oliver Köhler und Florian Segerer zusammen mit Mittelstreckler Stefan Scholler. Eingangs der kurzen Zielgeraden auf der Lieblstraße wehrte dann der Marathonese im Stil eines Alten noch souverän den Schlussangriff des langsam wieder in Fahrt kommenden Domspitzmilch-Mannes Stefan Scholler ab. Nur Sekunden dahinter überquerte der stark verbesserte Laaberer B-Jugendliche Oliver Köhler den Zielstrich.

Solcher Konkurrenz musste sich die Deutsche B-Jugend-Vizemeisterin über 1500 m, Katharina Zeitler vom LLC, nicht erwehren. Ohne ernsthaft gefordert zu werden, brauchte sie sicher nicht ihr Letztes geben, um dennoch ausgezeichnete 18:53 abzuliefern. Die Bayerische Juniorenmeisterin im Halbmarathon, Eva Karg von der LG Domspitzmilch/SpVgg Wolfsbuch, blieb als Frauensiegerin auch noch unter der 20-Minuten-Barriere.

Besonderes lieferten auch die Schüler-Jahrgänge ab. Während bei den Schülerinnen die Bayernmeisterin Marina Nagler (LLC Marathon Regensburg) mit 6:20 sicher gegen Alexandra Höller (TSV 1861 Mainburg) und Eva Ferstl (LG Domspitzmilch/SG Painten) gewann, lieferten sich die beiden Buben der LG Domspitzmilch, Stefan Schnabel (LG /TSV Dietfurt) und Benedickt Schäffer (LG/SG Painten) einen erbitterten Fight bis ins Ziel und waren mit 5:40 für den Dietfurter und 5:41 für den um ein Jahr jüngeren Paintner so schnell, wie schon lange keine Schüler mehr auf den 1,66 km der Wöhrd-Runde gelaufen.

Neben den Schokoladen-Nikoläusen konnten alle Teilnehmer auch in diesem Jahr den auf 152 Seiten angewachsenen Laufkalender der LG Domspitzmilch Regensburg kostenlos mit nach Hause nehmen, um sich in der Vorweihnachtszeit gleich wieder auf die neue Saison 2001 mit ihren vielen regionalen und überregionalen Events bis hin zu den Deutschen Crossmeisterschaften im März im Regensburger Uni-Gelände einstimmen zu können.

Halbmarathon in Okayama/Japan - Sonntag 3.12.2000 - Bericht

Domspitzmilch-Lferin steigert sich bei Einladungslauf in Japan auf 1:17:04

2000-12-03_lgdr_olarte_japan_bericht Als die Einladung zum internationalen Halbmarathon im japanischen Okayama im Oktober in den Münchner Briefkasten flatterte, biss Alexandra Olarte, die kleine Kolumbianerin im Regensburger Domspitzmilch-Dress, erneut auf die Zähne und quälte sich vier weitere harte Wochen, um den Japanern eindrucksvoll die Qualitäten der bayerischen Milch zu übermitteln. Dies gelang ihr mit einer deutlichen Steigerung ihrer bisherigen Bestleistung über die Halbmarathon-Distanz um über drei Minuten auf ganz excellente 1:17:04 in eindrucksvoller Weise.

Möglich geworden war der ungewöhnliche Trip bei der Berglauf-WM in Bergen/Chiemgau, wo der Mann der Ex-Weltmeisterin Zathorska als europäischer Manager des fernöstlichen Laufevents händeringend nach einer Teilnehmerin aus Südamerika suchte und bei der LG Domspitzmilch Regensburg fündig wurde. Wer die ehrgeizige kleine Läuferin kennt, weiß natürlich, dass diese nicht "just for fun" ins ferne Japan jetten würde. Eisern verlängerte die von der Berg-WM doch etwas enttäuschte Alexandra Olarte ihre Saison und setzte mit der neuen Bestleistung von 1:17:04 jener noch ein besonderes i-Tüpfelchen auf. Damit führt sie nicht nur die interne Vereinsreihenfolge im gewiss nicht schwachen Domspitzmilch-Team an, sondern nimmt auch Platz zwei in der Bayerischen Bestenliste 2000 ein.

Deutsche Crossmeisterschaften Wetter/Ruhr, Samstag/Sonntag, 2./3.12.2000 - Bericht

Silber für Seniorinnen/ Jeweils Bronze für Langstecken- und Mittelstreckenteam

Mit Sebatian Hallmann (LAC Quelle Fürth/München) und Irina Mikitenko (LG Eintracht Frankfurt) holten sich die Favoriten die Langstreckentitel bei den Deutschen Crossmeisterschaften in Wetter/Ruhr. Die Olympiafünfte aus Frankfurt hatte eine Stunde vorher bereits überlegen die Mittelstrecke bei den Frauen gewonnen. Etwas überraschend konnte Jan Fitschen (TV Wattenscheid) auf der kürzeren Distanz bei den Männern den noch jugendlichen bundesdeutschen Hoffnungsträger Wolfram Müller aus Pirna in Schach halten. Die Damen der LG Domspitzmilch Regensburg holten in den Mannschaftswertungen der Frauen sowohl über die Langstrecke als auch über die Mittelstrecke Teambronze, einmal mit Ellen Schöner, Elke Lorenz und Sophie Berkmiller , das andere Mal mit Schöner, Lorenz und Andrea Scharrer. Am Tag darauf gelang den Domspitzmilch-Seniorinnen mit der Einzelsechsten der W35, Sophie Berkmiller, Gaby Pfandorfer und Gaby Reindl noch einmal Team-Silber.

Für das gesundheitlich stark angeschlagene Regensburger Damenhäufchen – Ellen Schöner und Sophie Berkmiller waren mit starken Erkältungen angereist – reichte es damit zu keiner der drei Titelverteidungen, was aber im Endeffekt auch gar nicht erwartet wurde. Zunächst schlug sich Ellen Schöner auf den wenig crossigen 3,8 km der Mittelstrecke als Zehnte noch recht achtbar innerhalb eines Teilnemerfeldes, dass deutlich stärker besetzt war als im Vorjahr. Positiv aus Regensburger Sicht war außerdem, dass Elke Lorenz (LG Domspitzmilch/Jahn) als 16. endlich den Sprung ins nationale Vorderfeld machte, dort, wo Sophie Berkmiller in den letzten Jahren stets zu finden war. Für die wackere Allgäuerin im LG-Trikot war Wetter 2000 indessen nicht unbedingt das Highlight. Gesundheitlich angeschlagen und mit Trainingsrückstand belastet kam sie als 23. verständlicherweise nicht recht in Schwung, tat aber alles um erhofftes Mannschafts-Bronze abzusichern.

Kurzentschlossen stellten sich mit Ellen Schöner, Elke Lorenz und Andrea Scharrer eine Stunde später drei von der Mittelstrecke auch noch auf den 7,2 Kilometern der Langstrecke. Die Plätze 13, 19 und 22 reichten erneut wie im Vorjahr zum dritten Platz, wobei das in der zweiten Hälfte des Wettkampfjahres meisterschaftstechnisch pausierende Domspitzmilch-Urgestein Kathi Kaufmann hier doch schmerzlich vermisst wurde.

Wie wertvoll das Flaggschiff der vergangenen Jahre für das Regensburger Team ist, mussten die Seniorinnen am zweiten Tag der Meisterschaften feststellen. Obwohl Sophie Berkmiller mit Platz sechs in der W35 über ihr derzeitiges Leistungsvermögen hinauswuchs, reichten die Ränge 12 und 17 von Gaby Pfandorfer und Gaby Reindl nicht, um den Titel vom Vorjahr zu verteidigen. Der Rückstand auf die neuen Meisterinnen von der LG Hilden war mit 26 Punkten deutlicher als erwartet, die bayerische Konkurrenz von der LG Nürnberg und der LG Reischenau-Zusamtal wurde jedoch sicher abgewehrt.

Damit ist das unsinnige Kapitel der Spätherbstmeisterschaften abgeschlossen. Regensburg am 3./4. März des nächsten Jahres sollte wieder ein echtes und würdiges nationales Championat bieten. Darüber war sich nicht nur die fünfköpfige Organisationscrew der LG Domspitzmilch anlässlich iher Schnuppertour im Westen der Republik einig, sondern auch alle Querfeldein-Enthusiasten, die sich endlich wieder echte Meisterschaften der gesammten "Cross-Familie" wünschen.

Deutsche Crossmeisterschaften Wetter/Ruhr, Samstag/Sonntag, 2./3.12.2000 - Vorbericht

Domspitzmilch-Team reist als dreifacher Titelverteidiger nach Wetter an der Ruhr

© Theo Kiefner-Bilder: Sophie Berkmiller Kaum ist die Cross-Saison angelaufen, gehts in Wetter an der Ruhr schon wieder um nationale Titel. Zum letzten Mal im Spätherbst finden dort die Deutschen Crossmeisterschaften statt, ehe man 2001 in Regensburg wieder mit dem Frühjahrsrhythmus beginnt. Nachdem die Damen der LG Domspitzmilch Regensburg vor ziemlich genau einem Jahr in Viersen mit drei Titelgewinnen durch Sophie Berkmiller in der W35 und die beiden Teams in der W35 und bei der Frauen-Mittelstrecke eine ihrer erfolgreichsten Crossmeisterschaften erlebten, lassen sie es sich nicht nehmen, ihre Titel zu verteidigen, obwohl dies heuer kaum möglich sein sollte.

Flaggschiff Ellen Schöner geht erneut direkt aus dem Nachtdienst ins schwere Crossgeläuf und trifft sowohl auf der Mittelstrecke als auch auf der Langstrecke auf Gegnerinnen besonderen Kalibers. Vor allem die Olympiafünfte Irina Mikitenko (LG Eintracht Frankfurt), die auf beiden Strecken gemeldet ist und - wenn sie antritt -beide wohl auch gewinnen wird, ist mindestens eine Nummer zu groß für die Vorjahresfünfte aus Regensburg . Selbst Klasseläuferinnen, wie die ersten drei des Vorjahreschampionats Sonja Oberem, Melanie Kraus und Sylvia Nußbeck (alle TSV 04 Leverkusen), sollten gegen die kleine Frankfurterin ohne Chancen sein. Das Regensburger Team setzt auf der Mittelstrecke neben Ellen Schöner auch noch die Vorjahreselfte Sophie Berkmiller und Elke Lorenz ein. Zusammen mit Andrea Scharrer wollen Ellen Schöner und Elke Lorenz eine Stunde später auch noch die Langstrecke packen. Sophie Berkmiller konzentriert sich indessen tags darauf auf ihre Titelverteidigung in der W35. Die Chancen für das Domspitzmilch-Ass sind jedoch nicht die besten, da sie auf Grund einer schmerzhaften Handverletzung in den letzten Wochen nur eingeschränkt trainieren konnte. Die besten Aussichten bestehen daher in der Mannschaftswertung der Seniorinnen, wo zusammen mit Gaby Pfandorfer und Gaby Reindl zumindest eine winzige Möglichkeit auf einen Titel besteht.

Bei den Männern sollte es in diesem Jahr in der Königsdisziplin, der Langstrecke über 10,5 Kilometer, zur Wachablösung kommen. Kronprinz Sebastian Hallmann (LAC Quelle Fürth/München) hat schon beim Crosscup in Darmstadt mit einem überzeugenden Sieg vor Titelverteidiger Rainer Wachenbrunner (LG Nike Berlin) mehr als deutlich angezeigt, dass er in diesem Jahr erstmals ganz oben stehen will, und das, wenn möglich, zudem mit seinem Team vom LAC Quelle, in dem auch der Waldmünchner Jochen Rückerl steht.

Bei den Mittelstrecklern nimmt Titelverteidiger Rüdiger Stenzel (TV Wattenscheid) nach einer völlig verpatzten Bahnsaison und verpassten Olympiateilnahme über 1500 m einen erneuten Anlauf. Auch die Mannschaftswertung sollte eine klare Sache für die Wattenscheider sein.

Am Ende eines strapaziösen Wettkampfjahres sind zwar etliche Asse scharf, vielleicht auf den Zug zur Cross-EM im Malmö/Schweden aufzuspringen, die erweiterte Spitze wie auch die Masse hat diese Sandwich-Titelkämpfe, drei Monate vor Regensburg 2001erneut links liegen gelassen und die Maßnahme des Verbandes, die Meisterschaften nach einem Experiment von drei Jahren wieder ins Frühjahr zu legen, voll bestätigt.

Nordbayerische Crossmeisterschaften Burghaslach, 11.11.2000 - Bericht

Katharina Zeitler, Alexandra Olarte und das Domspitzmilch-Herrenteam gewinnen

Burghaslach war diese Jahr Schauplatz der Nordbayerischen Crossmeisterschaften. Drei Wochen vor den letzmals im Spätherbst stattfindenden nationalen Titelkämpfen verirrten sich nur wenige der weißblauen Querfeldein-Cracks ins Fränkische, lediglich die Läufe der männlichen Jugend A/B und der Schüler waren qualitativ bestens besetzt. Zu leichten Meisterehren kamen Katharina Zeitler (LLC Marathon Regensburg) bei der weiblichen Jugend B und das Männerteam der LG Domspitzmilch Regensburg in der Besetzung Rudi Salzberger, Bernhard Westermeier und Stefan Eger. In der Einzelwertung hatte Manfred Dusold (LG Bamberg) die Nase vorn. Bei den Frauen siegte Alexandra Olarte (LG Domspitzmilch/Jahn) letztendlich ebenfalls überlegen, nachdem ihr die noch jugendliche Spitzenläuferin Agnes Wahler (LG Karlstadt) lange Paroli geboten hatte.

Im Hauptlauf der Männer über vier Runden und acht Kilometer gab sich Marathonspezialist Paul Sichermann (LG Ansbach) auf weichem Wiesengeläuf alle Mühe, den Crossspezialisten Manfred Dusold abzuhängen. Der indessen blieb ständig auf Tuchfühlung und brachte letztendlich das Rennen überlegener als angenommen nach Hause. Der lange Zeit zur Spitze Kontakt haltende Szibi Szlufczyk (LLC Marathon Regensburg) musste in der letzten Runde noch einmal alles geben, um den extrem stark aufkommenden Rudi Salzberger (LG Domspitzmilch/Jahn) noch in Schach halten zu können. Nachdem Teamkollege Bernhard Westermeier bereits auf Rang sechs einlief, reichte der 21. Platz von Stefan Eger zum überraschenden Mannschaftstitel, für den bereits 39-jährigen, stets im Schatten der Großen stehenden Domspitzmilch-Läufer ein Geschenk der besonderen Art. Der LLC Marathon wurde mit Sclufczyk, Lars Olaf Helm und Thomas Noell hier Zweitert.

Für Alexandra Olarte kam das Rennen gerade recht, um noch einmal eine Tempospritze vor dem Anfang Dezember in Japan stattfindenden Halbmarathon zu setzen. Die lange in ihrem Windschatten laufende Agnes Wahler hätte fast ein wenig zu viel des Guten getan. Am Schluss war der Vorsprung vor der auf Platz drei einkommenden Elke Lorenz (LG Domspitzmilch/Jahn) ein äußerst knapper.

Fast der gesamte Kader aus dem nordbayerischen Bereich war bei der männlichen Jugend A und B am Start. Als positives Zeichen konnte man werten, dass auch einige Oberpfälzer bei den Leuten waren. Andreas Giedl (TSV Detag Wernberg), Thomas Eichermüller (TV Amberg) und Stefan Pirker (TSV Detag Wernberg) belegten bei den Älteren die Plätze drei bis fünf, Oliver Köhler (LG Domspitzmilch/TSG Laaber) schaffte bei den Jüngeren Platz sechs. Bei den Schülern gelang Benedikt Schäffer (LG Domspitzmilch/SG Painten) ein beachtlicher dritter Platz in der M14, bei der M15 belegten Stefan Schnabel (LG Domspitzmilch/TSV Dietfurt) und Sebastian Deisenrieder (LG/TV Riedenburg) die Plätze vier und sechs, Philipp Reichl (LLC Marathon) wurde hier Achter. In der Teamwertung reichte es für die Domspitzmilchjungs hinter Bayernmeister TSV Ansbach zum Vizetitel. Mit Platz zwei bei den Elfjährigen durch Florian Strobl und Platz drei bei den Zwölfjährigen durch Julian Schäffer ließ der Domspitzmilch-Nachwuchs auch bei den Jüngsten aufhorchen. Kompakt war ebenfalls die Vorstellung der vierzehnjährigen Eva Ferstl mit ihrem vierten Platz, in der W15 gewann die Ambergerin Bettina Freiwald sogar.

In den Seniorenklassen lagen Detlev-Ronaldo Taube (4. M40), Udo Reichl (3. M45), Wolfgang Seutter von Loetzen (5. M45 alle LLC Marathon), sowie Bettina Strobl (Run&bike Kelheim 4. W35) im Vorderfeld, in der Mannschaftswertung M40/45 gabs für die drei LLC-ler zusätzlich Bronze.

Bayerische Halbmarathonmeisterschaften Schweinfurt, 17.9.2000 - Bericht - Ergebnisse

Gaby Pfandorfer vierfache Landesmeisterin Eva Karg gewinnt Juniorentitel im Halbmarathon

©Kiefner-Foto Gabi PfandorferDieter Ranftl (LC Buchendorf) und Gaby Pfandorfer (LG Domspitzmilch Regensburg/Jahn) heißen die letzten Bayerischen Meister im Jahr 2000. Der Buchendorfer erwies sich auf der Halbmarathondistanz als Stärkster einer Fünfergruppe und siegte mit guten 1:08:28 knapp vor dem Ansbacher Paul Sichermann (1:08:33) und Michael Braun (TV Geiselhöring – 1:09:01). Der Regensburger Wolfgang Kohnen (LG Domspitzmilch/Jahn) schaffte mit persönlicher Bestleistung von 1:09:29 Rang vier. In einem einsamen Rennen gegen die Uhr setzte sich Gaby Pfandorfer mit persönlich hervorragenden 1:22:13 sicher gegen die W40-Siegerin Rosy Kremser (TSV Mindelheim – 1:23:10) und ihre Teamkollegin Mikki Hirt (1:26:02) durch. Mit dem zusätzlichem W35-Titel und den Mannschaftserfolgen in der Frauen- und Seniorinnenklasse stieg Gaby Pfandorfer zur erfolgreichsten Läuferin der Meisterschaften auf. Den Mannschaftstitel bei den Männern gewann der TV Geiselhöring vor der LG Domspitzmilch Regensburg. Beide Vereine stellten auch die Juniorensieger: Eva Karg (LG Domspitzmilch Regensburg/SpVgg Wolfsbuch) und Volkmar Kiefl (TV Geiselhöring benötigten für ihre überlegenen Siege 1:29:34 bzw. 1:13:27. Vater Peter Kiefl sorgte in der M50-Altersklasse mit 1:14:07 für das dritte Geiselhöringer Gold.

Das Rennen war noch keinen Kilometer alt, als sich eine Fünfergruppe mit allen Favoriten vom übrigen Feld absetzte. Am Ende entschied die größere Spurtkraft des um ein Jahr jüngeren Dieter Ranftl gegen die Kampfkraft des 35jährigen Paul Sichermann. Marathon-Haudegen Michael Braun schüttelte dahinter den ob des vierten Platzes keineswegs unglücklichen Wolfgang Kohnen auf den letzten beiden Kilometern ab. Der Regensburger freute sich vor allem über seinen ersten Lauf unter 1:10 Stunden. Trotz einer eklatanten Steigerung von Rudi Salzberger (LG Domspitzmilch/Jahn) auf 1:12:23 als überraschender Siebter reichte es für die Domstädter dennoch nicht zum Mannschaftstitel, weil Junior Volkmar Kiefl dem mit Handgips ins Rennen gehenden Sergej Nemcev (LG Domspitzmilch/Jahn – 1:14:35) über eine Minute abnahm und Geiselhörings Nummer zwei, Christian Grundner (1:12:46) lange im Windschatten von Rudi Salzberger bleiben konnte. Ebenfalls ein gutes Rennen lief Robert Zwickl (LLC Marathon) als Zehnter mit 1:12:40, in der Mannschaftswertung gelang zusammen mit dem Zweiten der Juniorenwertung Maximilian Stadler (1:15:42) und Detlef-Ronaldo Taube (8. M40 – 1:16:25) ein fünfter Rang.

Mit dem praktisch letztem Aufgebot – kurzfristig waren auch noch Alexandra Olarte und Sophie Berkmiller ausgefallen – setzen sich die Domspitzmilch-Damen erneut in beeindruckender Manier gegen den Rest Bayerns durch. Neben den Plätzen eins und drei der Spitzenläuferinnen Gaby Pfandorfer und Mikki Hirt sprangen für Eva Karg, Gaby Reindl (LG Domspitzmilch/Jahn – zugleich Dritte W35) und Debütantin Rita Ferstl (LG Domspitzmilch/SG Painten – zugleich W40-Vierte) die Plätze acht bis zehn heraus, wobei Karg und Ferstl neue Hausrekorde mit 1:29:34 und 1:30:28 setzten. Den schaffte Gaby Reindl mit ihren 1:29:45 zwar nicht, dafür aber Einzelbronze und Gold mit der Seniorinnenmannschaft zusammen mit Rita Ferstl und Gaby Pfandorfer. Vierfachsiegerin Gaby Pfandorfer bildete zusammen mit Mikki Hirt und Eva Karg das Frauenteam. Mit Michaela Riel, der Fünften vom LLC Marathon, konnte sich eine weitere Regensburgerin in den Vordergrund schieben . Ihre 1:27:41 waren der Grundstock für Mannschaftsbronze zusammen mit Inge Pfauser (zugleich 5. W45 – 1:36:05) und Stefanie Burger (1:37:36). Zweimal Silber steuerten Irmgard Griesbeck (W50 – 1:42:39) und Brigitte Bäuml (W55 – 1:46:21) bei. Zur LLC-Erfolgsbilanz trug Juniorin Kerstin Rösl eine weitere Bronzemedaille mit 1:38:32 bei. Knapp am Edelmetall vorbei schrammte der LLC mit seiner M40-Mannschaft (Taube, Hallmer, Czypianka) und Platz fünf, sowie mit seiner M50/55-Mannschaft (Feldmeier, Götz, Griesbeck) auf Rang vier.

Dabei sein ist alles für Nachwuchssportler

Domspitzmilch-Jugendlicher wurde zu den Olympischen Spielen nach Sydney eingeladen

Nicht nur die Athleten, die an den Olympischen Sommerspielen in Sydney teilnehmen werden, stehen nun langsam fest, auch Jochen Schweitzer Nachwuchssportler der LG Domspitzmilch Regensburg wird nach Sydney fliegen, um etwas Olympische Luft zu "schnuppern". Seit 1912 finden traditionell an den Spielstätten der Olympischen Spiele Internationale Jugendcamps statt. Sportlich und sozial engagierte Jugendliche aus allen teilnehmenden Nationen kommen hier zusammen, um andere Kulturen verstehen und respektieren zu lernen sowie den Olympischen Geist hautnah zu erleben.

Im Auftrag des NOK für Deutschland ist die Dcutsche Spprtjugend seit den Olympischen Spielen in Helsinki 1952 damit betraut, die Deutsche Delegation für das Olympische Jugendcamp auszuwählen und vorzubereiten.

Vom 12. September bis 4. Oktober werden acht deutsche Jugendliche am Internationalen Olympischen Jugendcamp in Sydney teilnehmen.

Jochen Schweitzer von der LG Domspitzmilch Regensburg freute sich natürlich riesig, Teilnehmer des Olympischen Jugendcamps in Sydney zu sein. Er wurde aus 65 Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren während des VorOlympischen Jugendcamps, das dieses Jahr vom 27. April bis zum 1. Mai in Versmold stattfand, ausgewählt. Auswahlkriterien waren sportliche Leistungen in den verschiedensten Disziplinen sowie soziale, interkulturelle und sprachliche Kompetenz.

Berglauf-Weltmeisterschaften Bergen/Chiemgau, 9.9.2000 - Bericht

Birgit Sonntag holt Silber/ Alexandra Olarte Sechste/ DLV Damen Dritte in der Teamwertung

Kiefner-Foto Alexandra Olarte Der Hochfelln präsentierte sich für die Berglauf-Weltmeisterschaften von der schönsten Seite und die versammelte Weltelite der Damen gab ihm ihr Bestes zurück. Mit neuem Streckenrekord von 49:24 wurde die Schottin Angela Mudge neue Weltmeisterin vor der lange in ihrem Windschatten laufenden Geheimfavoritin Birgit Sonntag (OSC Berlin), die ebenso wie die drittplatzierte Polin Izabella Zathorska mit 49:43 noch unter der alten Bestmarke blieb. Alexandra Olarte (LG Domspitzmilch Regensburg/Jahn) lief mit 51:32 ein gutes Rennen und belegte hinter der Neuseeländerin Melissa Moon und der Italienerin Mathilda Rizza Platz sechs. Mit nur drei Punkten Rückstand auf Teamweltmeister Neuseeland und lediglich einem Zähler auf Vize Italien holten die DLV-Damen in der Besetzung Birgit Sonntag (2.), Gudrun de Pay (11./52:05 TSV Trochtelfingen), Stephanie Buss (15./52:46 ASC Neuss-Rosellen) und Ellen Schöner (20./53:55 LG Domspitzmilch Regensburg/Jahn) Bronze in der Mannschaftswertung.

Nach einer eher verregneten, kalten Woche war es beim Start an der Talstation der Hochfelln-Seilbahn um zehn Uhr fast hochsommerlich warm, kein Wölkchen trübte den diesmal tiefblauen bayerischen Himmel über dem WM-Ort Bergen. Bedingungen, die die kleine Kolumbianerin im Domspitzmilch-Dress, Alexandra Olarte, eigentlich weniger mag. Vielleicht ist dadurch der Tatbestand zu erklären, dass sie sich bis zur Mittelstation auf der etwas flacheren ersten Hälfte der Strecke noch ungewohnt zurückhielt und auf Position 15 bis 20 zusammen mit ihrer Vereinskollegin Ellen Schöner das Unternehmen WM anging. Als es dann in den Bereich der Hochfelln-Scharte, dem extrem steilen und sehr langen Schlussteil mit schlechtem und grobsteinigen Untergrund, ging, trennte sich schnell die Spreu vom Weizen. Die Schottin Angela Mudge verteidigte in ihrer unnachahmlichen Art, tief mit dem Oberkörper nach vorne abtauchend, zäh ihre einmal erlaufene Spitzenposition. Der kurz vor dem Ziel von Birgit Sonntag initiierte zaghafte Schlussangriff verpuffte im Leeren. Dahinter entfachte Alexandra Olarte eine sagenhafte Aufholjagd, lief noch bis auf Rang sechs vor und finishte mit 51:32, einer Zeit die nahe an ihrem persönlichen Hochfelln-Rekord heranreichte. Ein bisschen enttäuscht war die Regensburgerin aber dennoch angesichts der Tatsache, dass sie bei allen anderen Grand Prix Rennen vorher jeweils zwei bis drei Minuten schneller gewesen war als in den Vorjahren, leider aber am Hochfelln gerade nicht.

Kiefner-Foto Ellen Schöner Ihre Clubkollegin Ellen Schöner, die von vorne herein wusste, dass dieser Berg mit seiner außergewöhnlichen Steilheit nicht ihr Ding sein würde, hielt sich außergewöhnlich gut, steigerte sich mit 53:55 auf ungeliebtem Terrain um über zwei Minuten und war rundum zufrieden mit ihrem 20. Platz inmitten der Weltklasse. Zudem erreichten die deutschen Damen ihr Traumziel, endlich einmal auch mit der Mannschaft auf dem Treppchen zu stehen, nachdem sie noch im Vorjahr auf dem undankbaren vierten Patz gelandet waren. Dort in Malaysia hatte Ellen Schöner im DLV-Team als Beste den Ton angegeben, freilich auf dem ihr wesentlich besseren Bergauf-bergab-Kurs, der auch bei der nächsten WM am 15. September 2001 im italienischen Terme di Arta wieder zur Austragung kommen wird, hoffentlich mit Alexandra Olarte und Ellen Schöner in Bestform.

Deutsche Mehrkampfmeisterschaften Wesel, 2./3.9.2000 - Bericht

Domspitzmilch-Mehrkämpfer explodiert mit 8109 Punkten förmlich/ Mannschaft gewinnt Silber

Kiefner-Foto Florian Schönbeck Florian Schönbeck (LG Domspitzmilch Regensburg/Jahn) nutzte bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Wesel die ihm gebotene Siegchance auf eindrucksvolle Weise. Mit phänomenalen 8127 Punkten und fast fünfhundert Punkten Vorsprung wurde der LGR-ler überlegener neuer Deutscher Zehnkampfmeister vor Mark Schumacher (LT DSHS Köln), dessen Team die Mannschaftswertung gewann, und dem Leverkusener Philipp Ibe. Trotz eines doppelten "Salto-nullos" von Wolfgang Hübl und Gregor Neumann (beide LG/Jahn) reichte es für das Domspitzmilchteam in der Besetzung Florian Schönbeck, Bernhard Floder und Wolfgang Hübl doch noch zum überraschenden Mannschaftssilber.

Durchwachsen, eher schlecht wie das Wetter startete Florian Schönbeck in die DM. 11,34 zeigten die Uhren nach dem 100 m-Lauf, der Weitsprung ließ mit einer 6,70er-Weite bis zum zweiten Versuch auch nichts Überragendes erwarten. Doch dann erwachte der Domspitzmilch-Mann mit hervorragenden 7,28 im letzten Anlauf. Mit 14,13 im Kugelstoßen und 1,91 im Hochsprung hatte er sich dann bereits eine 8000er-Basis erarbeitet, an dem bisher führenden Philipp Ibe konnte er aber erst nach persönlicher Bestzeit von 49,07 über 400 m vorbeiziehen. Mit 3984 Halbzeitzählern hatte sich der Regensburger zwar knapp, aber eben mit 14 Punkten mehr die Pole-Position für den zweiten, entscheidenden Tag erkämpft.

Seine drei Teamkollegen Wolfgang Hübl (11,45 6,63 13,22 1,91 51,15), Bernhard Floder (11,65 6,58 12,44 1,85 52,41) und Gregor Neumann (11,87 6,54 11,95 1,76 54,17) lagen hier durchaus ebenso im Soll und auf einem nicht erwarteten Silberkurs.

So wie Florian Schönbeck den ersten Tag beendet hatte, so begann er den zweiten: 14,54 über die Hürden waren neuer Hausrekord. Trotz ordentlicher 42,22 mit dem Diskus musste er aber die Führung noch einmal an Philipp Ibe abgeben. Die Entscheidung, darüber waren sich alle Experten einig, sollte nun im Stabhochsprung fallen. Ibe war dann schnell mit 4,30 am Ende seines Lateins, Florian Schönbeck bei 4,90 allein im Wettbewerb, mit übersprungenen 5,10 nahm Operation "Gold" überdeutliche Konturen an, mit den im dritten Versuch nach ewig wackelnder Latte erfolgreich überquerten 5,20 schien der Traum von den 8000 in greifbarer Nähe. Seine Kollegen hingegen patzten hier überdimensional: Sowohl Gregor Neumann und der sich leicht verletzende Wolfgang Hübl machten einen "salto nullo", was in der Fachsprache o.g.V., sprich ohne gültigen Versuch, und natürlich auch null Punkte bedeutete. Aus der Traum mit Silber oder doch nicht? Die beiden machten mit dem Speer jedenfalls weiter.

Mit jenem warf Florian Schönbeck dann nur einmal. Sein Gerät flog und flog und landete im ersten Versuch bei grandiosen 64,70, über fünf Meter weiter als jemals zuvor. Ab diesem Zeitpunkt sprach keiner mehr von 8000 Zählern. 4:34 war die magische Zeit im abschließenden 1500 m-Lauf für sage und schreibe 8100 Punkten. Mit 4:29,74 war der Regensburger zwar hier 18 Hundertstel langsamer als anno 1999 in Prag, wo ihm ein lumpiges Hundertstel zu den ersehnten 8000 Punkten fehlte. Dank seiner guten Vorleistung standen nun 8127 Punkte auf der Schlussabrechnung. Selbstredend wurde damit Florian Schönbeck mit über 500 Punkten Vorsprung Deutscher Meister, nach Hermann Magerls 72er-Erfolg im Hochsprung der zweite nationale Einzeltitel der Regensburger bzw. LG-Geschichte nach dem Kriege.

Das Mannschaftsdrama nahm letztendlich auch noch ein gutes Ende. Die 20634 Zähler hätten durchaus zwölfhundert mehr sein können, die Silbermedaille konnten sich Florian Schönbeck, Bernhard Floder und Wolfgang Hübl trotzdem noch umhängen lassen. Der Vorsprung auf die Dritten vom TV Norden mit 22 Punkten denkbar knapp. Bernhard Floder (2. Tag: 14,95 32,86 4,20 44,80 4:56,38) wurde mit 6590 Punkten 16. und die beiden "Neunkämpfer" Wolfgang Hübl (2. Tag: 15,69 33,38 o.g.V. 44,79 5:20,04) und Gregor Neumann (2. Tag: 15,96 39,18 o.g.V. 50,03 5:28,18 ) 22. und 23. mit 5917 und 5595 Zählern.

Leserbrief zum Artikel von Gustav Schwenk über Kirsten Münchow in der Zeitschrift "Leichtathletik" Nr. 35 vom 29. August 2000, Seite 17 "Kontrolleure gesucht"

Von der Sorgfalt zur Ohnmacht in eigentlich wichtigen Fragen

Nicht erst der in Regensburg am 7. Juli 2000 bei 68,95 m einschlagende Hammer von Kirsten Münchow hat die Organisatoren der Domspitzmilch-Gala auf die Notwendigkeit einer Doping-Kontrolle gebracht. Schon lange im Vorfeld liefen Gespräche mit dem bayerischen Landesverband in Person von Frau Pratsch zwecks Dopingkontrolleure. Nach etlichen Telefonaten stellte sich heraus, dass es in ganz Bayern für dies Aufgabe nur zwei Ärzte gibt, beide aber am Veranstaltungstag nicht zur Verfügung stehen konnten. Nach einem Telefonat, zirka eineinhalb Wochen vor dem Meeting mit dem DLV-Beauftragten Matthias Blatt wurde ich in Tettnang am Bodensee fündig. Dr. Schwarz erklärte sich bereit, im Falle eines Rekordes die Kontrolle durchzuführen, war aber nur bereit, nach Eintreten des Bedarfsfalles kurzfristig anzureisen. Man einigte sich auf München (Fahrzeit Regensburg-München ca 1 Stunde). Der Kontakt zum Arzt war bereits zehn Minuten nach dem Rekordwurf, also gegen 17.30 Uhr, über Handy geknüpft, das Auto des Veranstalters nebst Fahrerin stand bereit. Frau Münchow entschied sich schließlich für eine Kontrolle in Dortmund, weil sie aus privaten Gründen sowieso dorthin reisen wollte. So weit die richtige Geschichte zur Dopingkontrolle am 7. Juli 2000.

Unterm Strich bleibt jedoch das ungute Gefühl, dass von offizieller Seite viel über Doping bzw. Dopingkontrollen geredet wird, das nötige Instrumentarium zur sinnvollen Umsetzung aber zu fehlen scheint. Fakt ist, dass die Anzahl von Dopingkontrolleuren im süddeutschen Raum mehr als dürftig ist, deren Ausrüstung auch nicht immer den Erfordernissen entspricht. Dr. Schwarz war gerade einmal noch im Besitz eines einzigen Kontrollsatzes. Nicht auszudenken, Steffi Nerius hätte im Speerwerfen am gleichen Tag am selben Ort ähnliche Rekordgelüste verspürt.

Wir von der LG Domspitzmilch Regensburg möchten uns für die Zukunft nicht noch einmal in solche, von uns unverschuldeten Schwierigkeiten begeben. Nach persönlicher Anfrage haben sich bereits drei junge Ärzt/innen aus dem Umfeld von Regensburg bereit erklärt, sich vom DLV als Doping-Kontrollarzt/in anweisen zu lassen, sofern dieser das will. Namen weiterer williger Mediziner werden wir noch in den nächsten Wochen dem Landesverband mitteilen. Wie gesagt, gewollt hätten wir schon, wenn man uns nur gelassen hätte.

gez. Kurt Ring

sportlicher Leiter der LG Domspitzmilch Regensburg und Meeting-Organisator

12./13. August 2000 in Long Island/USA

Florian Schönbeck verhilft Zehnkampf-Team zum Sieg beim USA-Länderkampf

7827 Punkte bedeuten Saisonbestleistung für Domspitzmilch-Athlet

© Kiefner - Foto - Florian Schönbeck" Garden City/Long Island Das deutsche Zehnkampf-Team entschied den Vergleichskampf am vergangenen Wochenende auf Long Island gegen das US National Team mit insgesamt 38.832 zu 38.360 Punkten für sich. Florian Schönbeck (LG Domspitzmilch Regensburg) erwies sich dabei als Gesamtdritter hinter US-Athlet Kip Jarvin (8.029 Punkte) und dem international erfahrenen Klaus Isekenmeier (Leverkusen/7.912 Punkte) als eifriger Punktesammler. Seine 7.827 Punkte bedeuten Saisonbestleistung und sind vor allem aufgrund der schlechten äusseren Bedingungen äusserst beachtlich.

Den ersten Wettkampftag begann Florian Schönbeck mit guten 11,34 sec. über 100 m und der Saisonbestleistung von 7,20 m im Weitsprung. Nach ebenfalls guten 14,22 m im Kugelstossen musste er sich im Hochsprung mit mäßigen 1,85 m zufrieden geben. Im abschließenden 400 m-Lauf zeigte Florian Schömbeck jedoch seine bekannten Kämpferqualitäten und erzielte in 49,07 sec. eine neue persönliche Bestzeit.

Am zweiten Wettkampf-Tag zeigte sich der Domspitzmilch-Mann gut erholt mit 14,68 sec. über die 110m-Hürden und 42,23 m im Diskuswerfen. Beim Stabhochsprung - eigentlich seine Paradedisziplin - brachte Florian Schönbeck seine Teamkollegen dann ganz schön ins Zittern. Seine Anfangshöhe von 4,61 m meisterte er erst im dritten Versuch, konnte aber danach mit 5,11 m wieder einmal voll überzeugen. Mit seinen 55,49 im Speerwurf konnte er ebenso zufrieden sein wie mit den 4:37,25 min. im abschließenden 1.500 m-Lauf bei dem bereits miserable Bedingungen durch Wind und Regen herrschten. Florian Schönbeck hofft nun Anfang September bei den deutschen Meisterschaften in Lage auf gute äußere Umstände, um dort einen erneuten Angriff auf die 8.000-Punkte-Marke zu nehmen.