Männer-, Junioren- und Frauentrios holen Landestitel und knacken mühelos DM-Norm

pfliegerphilipp_blv-langstaffel08_kiefner-fotoAschheim, 8. Mai 2010 –  Die Telis-Staffeln haben in Aschheim ihre Ziele mühelos erreicht: Mit 7:20.45 bzw. 7:24,07 liefen die Regensburger 3x1000 m-Trios bei den Männern (Christophe Chayriguet, Philipp Pflieger, Sebastian Zundler) und Junioren (Felix Plinke, Jonas Zweck, Florian Orth) überlegen die Landestitel nach Hause und lieferten dabei auch gleich noch die diesjährige zweit- bzw. drittbeste deutsche Leistung inklusive der DM-Norm ab. In einem einsamen Rennen gegen die Uhr gelang dies auch Corinna Harrer, Susi Lutz und Christiane Danner, die nun neben dem Meistertitel und der erfüllten Norm ebenfalls Platz zwei mit 6:41,89 in der aktuellen deutschen Bestenliste zieren. Die LG Telis Finanz hatte bei den Männern sogar auf ihre Nummer eins David Fiegen verzichtet, weil dessen Startrecht bei Landesmeisterschaften noch nicht ganz geklärt war. Für ein weiteres gutes Ergebnis sorgten die A-Jugendlichen des TSV Höchstädt, die mit den Zwillingen Bastian und Martin Grau, sowie Marco Kurzdörfer über 3x1000 m feine 7:33,54 erzielten. Titelverteidiger LG Telis Finanz konnte hier wegen einer Verletzung ihres „Mittelmannes“ nicht antreten.

Aschheim sah mit Sicherheit eine der schwächsten Langstaffelmeisterschaften der letzten zehn Jahre. Wären da nicht die Spitzenläufer/Innen der LG Telis Finanz gewesen, wären wohl fast alle Lichter ausgegangen. Ein viel zu langer Veranstaltungsablauf im eigentlich idyllisch gelegenen Stadion sorgte zudem für jede Menge Langeweile. So konnte sich auch die erst am letzten Samstag frisch gekürte Deutsche Jugendmeisterin über die 5000 m und U20-Vize-Europameisterin über die 800 m Corinna Harrer gar nicht motivieren: „Ich bin’s schön langsam satt. Immer nur mit gigantischen Vorsprüngen ganz vorne herumzulaufen, da ist ja eine knappe Niederlage fast noch schöner.“ Ihre weitaus routiniertere Kollegin Susi Lutz sah das pragmatischer: „Immerhin waren wir schneller als im Vorjahr, also abhaken, weitertrainieren und auf die kommenden Höhepunkte konzentrieren.“

Bei den Männern kam’s wenigstens in der Anfangsphase auf Grund des gemeinsamen Laufes mit den Junioren zum vereinsinternen Duell, das nicht ganz unerwartet Felix Plinke im ersten Part für sich entschied. Als dann aber im Mittelteil Philipp Pflieger nach einer Runde ernst machte, war auch hier die Luft raus. Im „Fernduell“ der Schlussläufer schenkten sich zwar Sebastian Zundler und Florian Orth nichts, zu entscheidenden Verschiebungen kam’s aber nicht mehr.

Bei den Männern belegte das Telis-Team 2 mit Jonathan Schaible, Sebastian Reinwand und Gerit Wagner Platz vier (7:52,67) und die Telis-Schülerinnen mit Anne Spickhoff, Franziska Reng bzw. Katharina Baumann schafften mit 7:32,10 Rang fünf, gut fünf Sekunden hinter den neuen Meisterinnen vom TV Bad Kötzting (Mirjam Hofmaier, Lena Fischer, Elisabeth Plötz).