Aschheim sah mit Sicherheit eine der schwächsten Langstaffelmeisterschaften der letzten zehn Jahre. Wären da nicht die Spitzenläufer/Innen der LG Telis Finanz gewesen, wären wohl fast alle Lichter ausgegangen. Ein viel zu langer Veranstaltungsablauf im eigentlich idyllisch gelegenen Stadion sorgte zudem für jede Menge Langeweile. So konnte sich auch die erst am letzten Samstag frisch gekürte Deutsche Jugendmeisterin über die 5000 m und U20-Vize-Europameisterin über die 800 m Corinna Harrer gar nicht motivieren: „Ich bin’s schön langsam satt. Immer nur mit gigantischen Vorsprüngen ganz vorne herumzulaufen, da ist ja eine knappe Niederlage fast noch schöner.“ Ihre weitaus routiniertere Kollegin Susi Lutz sah das pragmatischer: „Immerhin waren wir schneller als im Vorjahr, also abhaken, weitertrainieren und auf die kommenden Höhepunkte konzentrieren.“

Bei den Männern kam’s wenigstens in der Anfangsphase auf Grund des gemeinsamen Laufes mit den Junioren zum vereinsinternen Duell, das nicht ganz unerwartet Felix Plinke im ersten Part für sich entschied. Als dann aber im Mittelteil Philipp Pflieger nach einer Runde ernst machte, war auch hier die Luft raus. Im „Fernduell“ der Schlussläufer schenkten sich zwar Sebastian Zundler und Florian Orth nichts, zu entscheidenden Verschiebungen kam’s aber nicht mehr.

Bei den Männern belegte das Telis-Team 2 mit Jonathan Schaible, Sebastian Reinwand und Gerit Wagner Platz vier (7:52,67) und die Telis-Schülerinnen mit Anne Spickhoff, Franziska Reng bzw. Katharina Baumann schafften mit 7:32,10 Rang fünf, gut fünf Sekunden hinter den neuen Meisterinnen vom TV Bad Kötzting (Mirjam Hofmaier, Lena Fischer, Elisabeth Plötz).