Grenzwertig war’s im Fränkischen schon deshalb, weil die Frühlingswärme so plötzlich zugeschlagen hatte. Das musste letztendlich das bisher im Winter so starke Telis-Laufteam zur Kenntnis nehmen. Während bei den Damen sechs der sieben gemeldeten Läuferinnen mit teilweise noch sehr ansehnlichen Zeiten ins Ziel kamen – lediglich die Deutsche Hindernismeisterin Susi Lutz musste etwa bei Streckenhälfte wegen Seitenstechen die Segel streichen - wurde es für die Herren eine Schlacht der großen Verluste. Nur Mittelstreckler Felix Plinke trotzte den hohen Temperaturen (32:41), der Rest der Telis-Männercrew sah das Ziel nicht.
Die Siegerin hat immer recht. Diese einfache Weisheit stimmte an diesem Tag in allen Belangen. Ohne jegliches Federlesen zermürbte Corinna Harrer schon während der ersten zwei von sechs zu laufenden Runden die weit erfahrenere Bernadette Pichlmeier vollends und machte so den Titelkampf zum einsamen Solorennen. „Heiß war’s und die Zunge klebte mir schon nach ein paar Kilometern im Munde. Aber eigentlich mag ich die Hitze. Wie sich die aber im Gegensatz zu 800 m über 10 km auswirkt, da fehlen mir noch die Erfahrungswerte. Leider hat mein Antritt in der letzten Runde nicht mehr gereicht, unter den 34 Minuten zu bleiben“, so ihr Kommentar zum schwierigen Rennen. Dass es am Ende bei weitem nicht zum Teamrekord reichen würde, war auf Grund der ungünstigen Verhältnisse schon vor dem Startschuss erahnt worden. Unter besseren klimatischen Verhältnissen wäre vielleicht sogar der Bayerische Juniorenrekord (U23) von Julia Viellehner (33:48) für Corinna Harrer drin gewesen, die ihre persönliche Bestleistung gleich mal um etwas mehr als eine Minute steigerte (zuvor 35:03).
Foto:Corinna Harrer läuft mit 34:02 10 km Bestzeit (Volke-Foto)











