Die Regensburger Sparkassen Gala hat von dieser Spezies einige zu bieten

weitzelmichelle3_gala10-kiefnerfotoRegensburg, 24. Mai 2011 (orv) –  Es gab Zeiten, da nahm keiner Notiz von der Leichtathletik in der alten Römerstadt an der Donau. Dies hat sich seit einigen Jahren gründlich geändert. Nicht nur, dass die Regensburger Veranstaltung fast immer mit ihrem besonderen Flair aber auch durch ein konsequentes „Gehen mit der Zeit“ auffielen, sondern auch durch die besondere Güte ihrer derzeitigen Athleten/Innen, jenen von der LG Telis Finanz. Sie haben inzwischen den Steilpass, den die alljährliche Leichtathletik Gala jedes Jahr Anfang Juni im Universitätsstadion vorgibt, aufgenommen. So ist denn inzwischen eine Gala ohne ihre Lokalmatadoren nicht mehr vorstellbar. Sie sind das Salz in der Suppe einer inzwischen exzellenten Veranstaltung.

Allein der Lärmpegel im Stadion verrät, wenn eine/r von ihnen mitmischt im großen Spiel um den Sieg. Das war in den letzten Jahren so, das wird auch heuer so sein. Man mag es Teamchef Kurt Ring, in Personalunion auch noch Meetingdirektor, nachsehen, wenn er bei seinen Mädels und Jungs geradezu ins Schwärmen kommt: „Man wird mit unseren Leuten rechnen müssen. Das sind alle feine Sportsleute, kaum einer älter als 24 Jahre, wir sind wahnsinnig stolz darauf.“ Wen er damit genau meint, ist aus den folgenden Zeilen deutlich herauszulesen. Da wäre zunächst einmal Weitspringerin Michelle Weitzel, in diesem Winter mit ausgezeichneten 6,61 Deutsche Hallenmeisterin geworden, um damit auch gleich ins Nationaltrikot bei den Hallen-Europameisterschaften zu schlüpfen. „Die Anlage in Regensburg ist gut und ich springe gerne vorm eigenen Publikum, zumal es selten so hautnah dran ist, wie im Uni-Stadion“, zeigt sich die junge Hessin im Telis-Trikot optimistisch und denkt wohl insgeheim an den Bereich bis 6,70m.

orthflorian1_gala10-kiefnerfotoLandsmann Florian Orth, seit letztem Jahr ein „Blauer“, erlebte hier schon mehrere Sternstunden. Zuerst mit einer grandiosen 1500 m Bestzeit von 3:40,60 bei der Gala 10, dann als doppelter nationaler Juniorenmeister zwei Monate später an gleicher Stätte. Auch ihm gelang im Winter ein Doppelschlag à la Weitzel: Zuerst wurde er sensationeller Deutscher 1500 m Meister in der Halle, dann vertrat er Deutschland bei der Hallen-EM. Heuer soll am 4. Juni die Norm für die U23-EM fallen. Die steht bei 3:42,00 und im eigenen Lager zweifelt keiner, dass der „Flo“ das schafft. Mit im Rennen auch der Telis-Aufsteiger der noch jungen Saison. Für Felix Plinke, in der Halle völlig überraschender DM-Fünfter, soll es schon ein wenig Richtung 3:45 gehen.

harrercorinna11dmjugend10_kiefnerfotoDorthin zur Junioren-EM nach Ostrawa will auch Coco Harrer. Eigentlich hat sie die Qualifikationsnorm schon als Deutsche Juniorenmeisterin über 10.000 m eingesackt. Auf dieser Strecke will sie bei der EM nicht starten. Über 800 m oder 1500 m will sie sich Europa zeigen. Beste Gelegenheit also, diese Strecken und die dazu nötigen Sollzeiten von 2:04,00 und 4:16,00  bei der diesjährigen Sparkassen Gala anzugreifen, um damit ihrem Aussetzer vom letzten Jahr, als sie über die 1500 m überhaupt nicht zurecht kam, wieder vergessen zu lassen.

lutzsusi3_gala10-kiefnerfotoVom emotionalen Auf- und Ab bei den heimischen Galen kann die Deutsche Hindernismeisterin Susi Lutz inzwischen ein Lied singen. Einmal hopp, einmal top – beim letzten Mal war es aber ein richtiges Top. 9:58,60 ist sie da gelaufen, so schnell wie nie zuvor und erstmals unter zehn Minuten. Heuer soll es noch ein bisschen schneller werden, weil sie zur Universiade nach China will und dafür 9:55 gefordert sind.

fluegel5_dm-10000m2011_stephanfotoDie Hindernisse sind auch die Leidenschaft von Felix Hentschel. Im letzten Jahr hier in Regensburg Deutscher Juniorenmeister mit einer Bestzeit von 8:46,06, schielt der Neu-Regensburger inzwischen Richtung „unter 8:40“. National wäre das hinter dem EM-Siebten Steffen Uliczka Rang zwei. 3000 m ohne Hindernisse sind das Metier eines Julian Flügel. Als Nobody dieses Jahr nach Regensburg gekommen, kommt der Nordhesse gar nicht mehr aus dem Jubeln heraus. Zuerst Fünfter in der Halle, dann Bronze bei der Cross-DM, letztendlich Silber mit einer phänomenalen Steigerung auf 29:36,37 über 10.000 m bei der DM Anfang Mai. Der Junge hat in punkto Laufen derzeit keine Denkverbote und ma kann ihm auch bei der Sparkassen Gala einiges zutrauen.

Fiegen_Gorol1_blv-halle11_kiefnerfotoDavid Fiegens große Zeiten sind schon einige Jahre vorbei. 2006 wurde er in Göteborg strahlender 800 m-Vize-Europameister. Seine Bestzeit steht seitdem bei 1:44,82. Seit zwei Jahren müht er sich nun in Regensburg ab, wieder Anschluss zu finden. „Die Gala kann kommen, David ist wieder in Form“, solche Worte hat man von Vater und Trainer Romain Fiegen schon lange nicht mehr gehört. Ein Silberstreif am Horizont des jahrelang durch Verletzungen gebeutelten Mittelstrecklers tut sich auf.

Einer, den alle gerne im Uni-Stadion gesehen hätten, wird diesmal fehlen. Wenn er auf der Rundbahn jedes Mal in den letzten Jahren um den Sieg kämpfte, sprangen die Zuschauer auf der Tribüne auf. Jedesmal gab er sein „letzte Hemd“. Diesmal muss er zuschauen. Bei einem DLV-Lehrgang im Januar knickte er nach dem Training um, brach sich den Fuß, musste operiert und geschraubt werden und kämpft nun schon seit Monaten zäh und verbissen um sein Comeback. Man wird ihn vermissen, jenen Schwabenpfeil im Telis-Trikot namens Philipp Pflieger, der immer die Langstrecke während der Gala zur Regensburger Sache machte.

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