Telis-Läuferin steigert sich beim Rolf-Watter-Meeting auf ausgezeichnete 9:06,83

Harrer2_watter11_bruesselfotoRegensburg, 21. Mai 2011 (orv) - Erst der absolut letzte Wettbewerb brachte beim traditionellen Rolf-Watter-Meeting im Regensburger Uni-Stadion das Highlight des Tages. Telis-Mittelstrecklerin Corinna Harrer steigerte in einem immer schneller werdenden Rennen ihre bisherige Bestzeit über 3000 m um beinahe 8 Sekunden auf nunmehr 9:06,83 und blieb damit gut vier Sekunden unter der bisherigen deutschen Jahresbestleistung von Maren Kock. "Mir ging's heute bestens, ich freue mich nun auf einen schnellen 1500 m Lauf in Dessau, ehe es bei der heimischen Sparkassen Gala am 4. Juni über die zwei Bahnrunden geht", ihr Statement zum rundum gut gelungenen Rennen. Hürdenläufer Tobias Giehl (LG Würm Athletik) stieg mit einer guten 51,47 in die Saison ein, die noch der B-Jugend angehörende Alexandra Burghardt (LAZ Inn) war sowohl über 100 m als auch über die Hürden mit 11,95 sowie 13,93 eine Klasse für sich. Vom jüngeren Nachwuchs gefiel ebenso 800 m Läuferin Katharina Trost (LG FESTINA Rupertiwinkel) mit 2:10,03 und die erst 13-jährige Jacqueline Sterck (LG Telis Finanz), die mit 5,42 im Weitsprung aufhorchen ließ. Stefanie Perfler, Neu-Regensburgerin und österreichische Jugendmeisterin streifte über 3000 m mit 9:55,26 die U20-EM Norm ihres Landes (9:50,00). Florian Orth (LG Telis Finanz) holte sich über 800 m mit locker herausgelaufenen 1:51,47 den Rolf-Watter-Pokal und Teamkollegin Michelle Weitzel blieb auch ohne Weitsprung diesmal über die Hürden mit 14,37 siegreich. Über 3000 m der Männer schafften die Telis-Läufer mit Felix Hentschel (8:24,83), Felix Plinke (8:25,68) und Jonathan Schaible (8:29,42) einen Sweep.

Orth_watter11_bruesselfotoCorinna Harrer hat inzwischen hohe Ansprüche. Selbstbewusst formulierte sie schon vor dem Rennen: „Ich will Deutschland Ende Juni bei den Team-Europameisterschaften entweder über 3000 m oder 1500 m vertreten.“ Nach ihren 9:14,24 hatte ihr die Deutsche Hallenmeisterin Maren Kock letzten Donnerstag mit einer 9:11 auf der längeren Distanz zunächst einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt setzte die Regensburgerin einen gut gelungenen Konter und widmet sich fortan den kürzeren Distanzen, während die Konkurrentin aus dem Emsland am Mittwoch in Koblenz ins U23-EM-Qualirennen über 5000 m muss. Die Aussichten für Coco Harrer in Richtung Stockholm sehen also derzeit recht gut aus. Zwei weitere Telis-Aspiranten für Stockholm ließen die Katze in Regensburg zumindest nur teilweise aus dem Sack. Weitspringerin Michelle Weitzel konnte beruhigt feststellen, dass ihr Schnelligkeitspotential stabil ist und Florian Orth begnügte sich mit einem leichten Start-Ziel-Sieg auf den für ihn fast zu kurzen 800 m.

Spindler-Weitzel_watter11_bruesselfotoÜberhaupt kommen die Regensburger Vorzeige-Athleten/Innen angesichts der Ergebnisse vom Watter-Meeting schön langsam in Schuss. Der erst 18-jährige Langstreckler Jonas Koller steigerte sich über 3000 m auf 8:42,22 und unterbot damit die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften gleich einmal deutlich. Hürdensprinterin Pamela Spindler testete sich über die Flachdistanzen 100 m und 200 m und notierte beachtenswerte Saisoneinstiege mit 12,20 und 24,71. Hindernis-Meisterin Susi Lutz war mit ihren 9:46,65 auf der Flachdistanz über 7 ½ Runden ebenfalls zufrieden und hofft nun bei der Sparkassen Gala einen ähnlichen Lauf wie im letzten Jahr, als sie dort mit 9:58,60 erstmals unter zehn Minuten blieb, folgen lassen zu können. Das Telis-Siegertrio über 3000 m Hentschel-Plinke-Schaible testete nach sehr langsamen Beginn ebenfalls schon für die nächsten Events und zeigte mit seinen trotz alledem guten Endzeiten noch lange nicht das, was es eigentlich kann. Telis-Neuzugang Steffi Perfler kam im ersten ernsthaften 3000 m Versuch dieser Saison schon ganz nah an die für die U20-Junioren-EM nötigen 9:50 heran. Vielleicht gelingt hier schon nächsten Mittwoch in Koblenz der große Wurf über 5000 m mit einer Zeit unter 17:05.