Telis-Langstreckler nutzen die idealen Bedingungen in Koblenz zu neuen Bestleistungen

koller_grau1_portrait-blv-jugendhalle10-kiefnerfotoKoblenz, 25. Mai 2011 –  Das Mini-Internationale in Koblenz muss einen sehr guten Vertrag mit dem Wettergott haben. Wieder einmal herrschten geradezu ideale Bedingungen für Deutschlands Langstreckler. Diese nutzten auch die Asse der LG Telis Finanz. Allen voran der Deutsche Vizemeister über 10.000 m Julian Flügel, der sich mit seinen 14:05,41 immer mehr an die magische „13“ vor dem Doppelpunkt heranschiebt. In seinem Sog bestätigten auch Jonathan Schaible, Sebastian Reinwand und der Jugendliche Jonas Koller deutlichen Aufwärtstrend.

Am Ende fehlten Jonathan Schaible bei einem Leistungssprung von fast zwanzig Sekunden mit 14:26,63 nur gut eineinhalb Sekunden zur DM-Norm. Für ihn ist das leicht verschmerzbar, weil sein Fokus sowieso auf der U23-Klasse liegt und da ist er deutlich unter der Norm (15:00). Auch für Sebastian Reinwand kamen die von ihm erzielten 14:34,99 nach vielen Problemen im Winter völlig unerwartet. Heftig auch die Fortschritte des erst 18-jährigen Jonas Koller: Mit einem mutigen Tempolauf blieb er erstmals mit 14:51,09 deutlich unter 15 Minuten und zählt nun bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im August zu den Medaillenanwärtern.

„Ich bin natürlich nicht zufrieden“, war das erste Fazit von Hindernismeisterin Susi Lutz zu ihren 16:45,42, nachdem sie im Gegensatz zu einem Großteil der deutschen Elite die Superbedingungen nicht nutzen konnte. Teamkollegin Steffi Perfler, noch der U20 angehörend, musste dem hohen Anfangstempo des A-Laufes Tribut zollen und verpasste deswegen die österreichische U20-EM-Norm (17:05) mit ihren 17:16,25 dieses Mal noch. Mit der neuen Bestzeit war sie allerdings rundum glücklich.

1500 m sind in Koblenz nicht vergleichbar mit den zwölfeinhalb Bahnrunden. Was in den letzten Jahren die Telis-Mädels schafften, packten diesmal die Jungs in einen Doppelsieg. Am Ende überquerten Felix Hentschel und Felix Plinke gemeinsam mit 3:50,41 im „toten Rennen“ den Zielstrich. Anna-Katharina Plinke verbesserte ihre Saisonbestleistung auf 4:48,28.