Geballte Spitzenklasse in knapp vier Stunden – Lokalmatadoren mischen kräftig mit

Unger_Edgar3_gala10_kiefnerfotoRegensburg, 30. Mai 2011 (orv) – Der Countdown läuft. Es sind noch sechs Tage bis zum ersten Startschuss im Regensburger Uni-Stadion. Bereits im Vorprogramm der Sparkassen Gala werden sich über 500 Athleten/Innen tummeln – und das sind nicht die schlechtesten. Wenn man bedenkt, dass man mit einer 21,24 über 200 m nicht mehr ins Hauptfeld kommt, ist dies schon eine Aussage über die Güte des Starterfeldes. Ein Großteil der deutschen Spitze wird sich dann ab 16 Uhr mit internationaler Konkurrenz aus 25 Nationen messen. Als besonderes Schmankerl für Laufbegeisterte wird erstmals ab 19,30 Uhr eine Laufnacht angeboten, wieder gespickt mit etlichen Größen aus der Szene. Hier folgt nun das „who is Who“ der diesjährigen Sparkassen Gala in den einzelnen Disziplinen:

100 m – 4x100 m – So viele schnelle Leute waren noch nie bei der Sparkassen Gala dabei

Yearwood_Ellington2_gala10_kiefnerfotoEs wird heiß hergehen auf der schnellen Regensburger Zielgeraden. Deutschlands schnellste Männer Tobias Unger (10,14), Martin Keller (10,23), Marius Broening (10,24) und Christian Blum (10,26) treffen auf die Briten mit Mark Lewis Francis (10,15), Craig Pickering (10,15) und James Ellington (10,25). Mitmischen wollen auch Österreichs Meister Ryan Moseley (10,18), der Tscheche Jan Veleba (10,23) und der Israeli Dmitriy Glushchenko (10,25). Der Zehnerschnitt der schnellen Männer in Regensburg liegt heuer bei sagenhaften 10,20 Sekunden. Wenn der Wind mitspielt dürfen wir uns auf ein Bestzeitenfestival freuen

Bei den Damen fehlt leider verletzungsbedingt Verena Sailer. Dafür hat Yasmin Kwadwo schon mit der WM-Norm und 11,29 aufhorchen lassen. Sie trifft in Regensburg auf die Britin Laura Turner (11,11), die Tschechin Katerina Cechova (11,42) und die Vietnamesin Vu Thi Huong (11,33).

Bei den Staffeln dürfen wir uns auf ein großes Männer-Duell zwischen Deutschland und Großbritannien hoffentlich im 38er-Bereich freuen. Mit am Start sind auch Nationalstaffeln aus Tschechien, Österreich und Finnland. Bei den Frauen hat Deutschland derzeit große Verletzungsprobleme. Somit scheint der Weg frei für die Britinnen. Auch hier werden Nationalstaffeln aus Tschechien, Österreich und Slowenien, unter anderem auch mit Merlin Ottey an den Start gehen


200 m - Der Langsprint: Kann Sebastian Ernst seine Hallenergebnisse auch im Freien bestätigen?


ErnstSebastian1_200mDas gab’s noch nie in Regensburg: 17 Sprinter haben mit einer Zeit unter 21 Sekunden gemeldet. Darunter auch der deutsche Rekordhalter und Stadionrekordhalter Tobias Unger (20,20/20,48). In der Halle überragte Sebastian Ernst mit seinem deutschen Hallenrekord von 20,42 alle. Wir erinnern uns, jener Sebastian Ernst war schon einmal 2004 ähnlich schnell gewesen. Setzt er sich im Uni-Stadion vielleicht mit einer Zeit unter 20,40 an die Spitze? Die Briten schicken Christian Malcolm (20,38) und Leon Baptiste (20,43) ins Rennen. Bestzeiten unter 20,60 haben auch die vier Deutschen Till Helmke (20,37), Aleixo Platini Menga (20,52), Daniel Schnelting (20,53) und Robert Hering (20,44) anzubieten.

Bei den Frauen haben mit Sabina Veit (Slowenien/22,74) und Abi Oyepitan (Großbritannien/22,85) zwei Ausländerinnen die besten Karten, auch in Richtung Stadionrekord von Birgit Rockmeier (22,95). Die beste Deutsche sollte aus dem Trio Haack-Kedzierski-Dix kommen. Insgesamt haben 14 Frauen unter 24 Sekunden gemeldet.


400 m - Die Stadionrunde: Geballte Frauenpower in der Domstadt

Claudia Hofmann ist in Regensburg schon unter 52 Sekunden gelaufen, Jonna Tilgner auch. Erstere wird’s auch in diesem Jahr versuchen und mit der Amerikanerin Mary Wineberg eine harte Konkurrentin haben. Für die WM verlangt der DLV eine 51,40. Das ist für Deutschlands 400m-Läuferinnen eine ganz große Nummer. Esther Cremer und Janin Lindenberg klopfen auch schon an einer „51“ vor dem Komma an. Immerhin wird die beste Deutsche von Regensburg Deutschland bei der Team-EM in Stockholm vertreten

Bei den Männern geht’s in diesem Jahr etwas ruhiger zu. Trotzdem werden der Belgier Antoine Gillet und der Ire Gordon Kennedy 46er-Zeiten anbieten. Das können aber auch Niklas Zender und Clemens Höfer von der LG Eintracht Frankfurt, Martin Grothkopp und der Erdinger David Gollnow.

800 m: Die Mittelstrecken: Klassefelder mit viel Lokalkolorit

SchemberaRobin2_gala10_kiefnerfotoSelten standen in Regensburg die 800 m so im Fokus: Bei den Herren startet der Vize-Europameister von 2006 David Fiegen sein Comeback. Mit im Rennen sind die ersten Drei der letztjährigen Deutschen Meisterschaften Sören Ludolph, Robin Schembera und Sebastian Keiner. Alle wollen die 1:46 unterbieten. Das illustre Feld wird aufgefüllt mit dem Südtiroler Markus Rifesser, Dmitrjis Jurkevits aus Lettland, Daniel Nghipandulwa aus Namibia und David Mac Carthy aus Irland.

Bei den Frauen führt die Nennliste mit einer 2:00,91 die Vietnamesin Hang Truong Than an. Nur unbedeutend langsamer sind die Tschechin Tereza Capkova, Monika Augustin aus der Schweiz und die Bayerin Karoline Pilawa. Aus Regensburger Sicht ist natürlich interessant, wie weit sich Corinna Harrer nach vorne schieben kann. Geht’s vielleicht schon unter die 2:04? Doch dazu sollten der auf allen Strecken versierten Telis-Läuferin noch die schnellen Rennen im Vorfeld fehlen.

1500 m: Florian Orth will unter die 3:40 und damit zur Junioren-EM

Viele haben das letztjährige Rennen noch gut in Erinnerung, schon vielleicht deshalb, weil der Regensburger Florian Orth mit diesem Lauf seinen Höhenflug startete. Nur vom Kenianer Cornelius Ndiwa knapp geschlagen, blieben für das Telis-Ass vor einem Jahr die Uhren bei 3:40,60 stehen. Beide sind auch heuer wieder am Start, dahinter sollte man den österreichischen EM-Finalisten Andreas Vojta, den deutschen Hindernismeister Steffen Uliczka und Jungstar Marcel Fehr nicht unterschätzen. Für Florian Orth steht in erster Linie die Junioren-EM-Norm von 3:42 im Fokus. Bei der Klasse des Feldes könnte es aber sogar auch unter die 3:40 gehen.

Bei den Frauen erwartet man einen Zweikampf zwischen der österreichischen Juniorin Jennifer Wenth und der Ungarin Livia Toth mit einer Zielzeit von unter 4:15. Die hier ins Rennen gehenden deutschen Mädels sollten nicht eingreifen können, nachdem sich viele davon in der Domstadt eher für die 800 m entschieden haben.

3000 m Hindernis: Wie schlagen sich Susi Lutz und Felix Hentschel?

lutz_sussman1_dm-aktive-kiefnerfotoNachdem der Deutsche Hindernis-Meister Steffen Uliczka die 1500 m vorzieht, könnte für Lokalmatador Felix Hentschel, seines Zeichens Deutscher Vizemeister, der Weg zum Sieg frei werden. Er will natürlich seinen Hausrekord unbedingt von 8:46 Richtung 8:40 oder drunter treiben. Dabei helfen könnten der Österreicher Christian Steinhammer (8:45,46), Leif Schröder-Groenevelt und der Fürther Daniel Götz. Bleibt auch noch die Frage offen: Wie weit haben sich die jungen Wilden um Martin Grau und Benedikt Karus weiterentwickelt?

Bei den Damen verfehlte Verena Dreier die damalige EM-Norm nur ganz knapp. Diesmal soll die Tschechin Lucie Sekanova auf dem Weg unter 9:50 helfen. Telis-Ass Susi Lutz, im letzten Jahr bei der Sparkassen Gala unter 10 Minuten geblieben (9:58,60) will das Kunststück heuer wiederholen. Absolute Geheimfavoritin ist allerdings die derzeit in glänzender Verfassung befindliche Jana Sußmann, 2010 hinter Lutz Deutsche Vizemeisterin

Die Hürden: Nadine Hildebrand und Cindy Roleder wollen diesmal regulär unter 13 Sekunden bleiben

HildebrandNadine4Nadine Hildebrand und Cindy Roleder haben in Weinheim mit einer 12,92 und 12,93 vorgelegt, allerdings noch mit Windunterstützung. Diesmal soll es regulär unter die WM-Norm von 12,96 gehen. Aleesha Barber aus Trinidad und Tobago führt das Feld mit einer 12,85 Nennleistung an. Kandidatinnen auf eine Zeit nahe der 13,00 sind auch Ann-Kathrin Elbe und die österreichische Meisterin Beate Schrott.

Wider Erwarten entpuppten sich die 400 m Hürden der Männer zu einem Top-Wettbewerb. Die beiden besten Deutschen Georg Fleischhauer, am letzten Samstag bereits Bestzeit mit 49,72 gelaufen, und Silvio Schirrmeister (49,86) treffen auf 48,68-Hürdler Isa Phillips aus Jamaica und Kurt Couto aus Mozambique (49,79). Unter die magische Grenze will auch Quentin Seigel, bisher 50,23.

Über 110m Hürden der Männer trifft die fast vollständig versammelte deutsche Männer-Elite aufeinander. Schnellster davon ist Marlon Odom (13,50), dicht gefolgt von Helge Schwarzer (13,54), dem Schnellsten in der Hallensaison, Matthias Bühler (13,55) und Willi Mathiszik (13,56). Vorne dabei sein sollten auch der Tscheche Jan Mazac (13,64) und Erik Balnuweit (13,65).

Langstrecke: Fallen die 8:00 über 3000 m und 14:00 über 5000 m?

Orth_Ndiwa1_gala10_kiefnerfotoMeeting-Direktor Kurt Ring wird jene Wettbewerbe, die er so sorgsam pflegt, mit einem weinenden Auge betrachten. Sein bester Mann Philipp Pflieger, im letzten Jahr mit einer 13:52 unter den ersten Drei, muss wegen eines Fußbruches zusehen. So hofft er natürlich auf einen weiteren Telis-Läufer über 3000 m. Julian Flügel hat über Platz fünf in der Halle, Bronze im Cross und Silber über 10.000 m bei den „Deutschen“ kontinuierlich gesteigert. Nun hofft er, dass der Nordhesse im Telis-Trikot hinter den „Unter-Acht-Läufern“ Rico Schwarz, Sebastian Hallmann und Lukasz Parszcynski möglichst nah an die Acht-Minuten-Schallmauer herankommt.

Über 5000 m werden die Österreicher mit Michael Schmid (14:00,18) oder Georg Mlynek (14:08,10) beziehungsweise die Schweizer Michael Brügger, Ralf Rüfenacht und Christoph Ryffel den Ton angeben. Vielleicht können sie die um zirka 22 Uhr wohl vortrefflichen Bedingungen in eine Zeit unter 14 Minuten ummünzen.

Die Sprünge: Schaffen Lisa Ryzih und Anna Battke die WM-Norm von 4,55?

BattkeAnna6_stabhochIm Stabhochsprung der Frauen wird’s einen großen Dreikampf geben. Die Dritte der letztjährigen Europameisterschaften Lisa Ryzih trifft auf die Engländerin Kate Dennison (4,60) und Anna Battke aus Mainz (4,55). Alle Drei können an einem guten Tag die 4,60m packen. Für Ryzih und Battke wäre dies schon ein erster Schritt Richtung Daegu zur WM

Der Weitsprung der Männer ist in diesem Jahr fast ein reiner Nachwuchswettbewerb. Die Jungs um Marcel Kirstges und Yannick Roggatz wollen mit Weiten jenseits der 7,60m zu den jeweiligen Junioren-EMs. Um zu siegen, müssen sie sich allerdings gewaltig strecken. Die beiden Österreicher Julian Kellerer und Dominik Distelberger sind schon 7,75 und 7,74 m weit gesprungen, auch der Brite John Carr hat eine 7,67 stehen.

Bei den Frauen wird sich im Weitsprung wohl alles um die Deutsche Hallenmeisterin Michelle Weitzel (LG Telis Finanz) drehen. Am letzten Samstag sprang sie in Weinheim einen neuen Hausrekord mit 6,64, tags darauf folgte Platz zwei bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften mit 6,53 und in Regensburg soll ein Sieg möglichst Richtung 6,70 folgen. Mit der Tschechin Jana Koresova (pB 6,65) hat sie allerdings eine harte Nuss zu knacken.

weitzel_m5_foto_chaiDeutschlands derzeit zweite Zwei-Meter-Springerin Meike Kröger gibt sich im Hochsprung die Ehre. Man kann also bei günstigen äußeren Bedingungen wieder Sprünge über 1,90 erwarten. Vielleicht sind auch Nele Hollmann und Melina Brenner in der Lage, zumindest an diese Schallmauer heranzuspringen?

Kein Gala-Wettbewerb, aber bestens besetzt ist der Hochsprung der Männer. Benjamin Lauckner, Sebastian Kneifel, Mateusz Przybylko und Oliver Bräutigam haben alle Hausrekorde zwischen 2,24 und 2,20 stehen. Dahinter lauern mit dem Norweger Kjolv Egeland und Hans von Lieres zwei 2,18-Springer.

Newstelegramm

Pentling/Hohengebraching, 15.10.16
Pentlinger Kirchweihlauf
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Anmeldung


Nittenau, 09.10.16
6. Regentallauf
Ausschreibung
Flyer


Berlin, 09.10.16
ASICS Grand 10


Tübingen, 18.09.16
ERBE-Lauf 2016
Ergebnisse


Altötting, 18.09.16
25. Altöttinger Halbmarathon
Ergebnisse


Ludwigsburg, 17.09.16
Jugendvergleichskampf
Ergebnisse


Hamburg, 11.09.16
DM 10km Straßenlauf
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Kommentar
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Göstl-Fotos
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Forchheim, 04.09.16
Bayer. Marathonmeisterschaften 2016


Berlin, 03.09.16
ISTAF
Ergebnisse


Wetzlar, 28.08.16
Lahnparklauf
Ergebnisse


Rio de Jainero, 05.-21.08.16
Olympische Spiele
Webseite
leichtathletik.de: Anja Scherl
mittelbayerische.de: Anja Scherl
mittelbayerische: Florian Orth
leichtathletik.de: Philipp Pflieger
mittelbayerische.de: Philipp Pflieger
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Livestreams


Neustadt/WN, 05.-07.08.16
29. Neustädter Läufermeeting
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Mönchengladbach, 29.-31.07.16
Deutsche Jugendmeisterschaften + Langstaffeln M/F
Liveergebnisse und Livestream
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