35. Kernberglauf in Jena am 15. Oktober 2011
 
Tancic_jena-okt11_mayerfotoJena, 15. Oktober 2011 (orv) - Nebel am Morgen, strahlender Sonnenschein kurz nach dem Startschuss – so präsentierte sich der Kernberglauf nach zwei verregneten Jahren zur 35. Auflage. 400 Läufer absolvierten eine Strecke von 27 km mit 770 Höhenmetern auf überaus anspruchsvollen Pfaden, die größtenteils so schmal sind, dass ein Überholen nur nach Absprache möglich ist.  Rieke Mayer-Tancic (LG Telis Finanz) belegte dort mit einer Zeit von 2:02:36 Rang zwei hinter Stefanie Wiesmaier aus Kassel.

Abschüssige Passagen wechseln mit steilen Anstiegen und ständig ist höchste Konzentration vom Athleten gefordert, da die schmalen Pfade gespickt mit Wurzeln sind, die teils von den herbstlichen Blättern verdeckt werden. Licht- und Schattenwechsel im Laubwald sorgen für eine weitere Erhöhung des Schwierigkeitsgrades. Eine richtige Zitterpartie aber gibt es an den steilen, karg bewachsenen Muschelkalkhängen der Berge rund um Jena, wenn es auf die verschiedenen Horizontalen geht. So schön der Ausblick ins Tal auch sein mag, der Läufer kann ihn nicht genießen, denn er schaut gebannt auf den 20-30 cm schmalen Pfad, den er entlangläuft – hier ist Schwindelfreiheit gefragt!

Für Rieke Mayer-Tancic ein Lauf genau nach ihrem Geschmack: die Länge der Distanz, gespickt mit den Schwierigkeiten des Trailrunning ist genau der Anspruch, der ihr sehr entgegen kommt. "Zwei Wochen nach dem Marathon in Bregenz waren die Beine zum ersten Mal wieder leicht und das Laufen ging wie Fliegen. Sogar eine Tempoverschärfung auf den letzten 3 km im Talkessel von Jena war möglich und im Ziel war die Vorjahreszeit um etliche Minuten verbessert. Zugleich bedeutete die Zeit von 2:02,36h Gesamtrang 2 bei den Frauen hinter Stefanie Wiesmaier vom Team Salomon mit nur einer guten Minute Rückstand", so ihr positives Fazit.

Übrigens: wer nicht ganz so langes Trailrunning mag, kann auch auf der 15 km Strecke starten. Für diese Möglichkeit entschieden sich dieses Jahr ca. 730 Starter.