Philipp Pflieger, Maren Kock, Jana Soethout, Steffi Volke, Jonas Koller, Julian Flügel am Start

fluegel5_dm-10000m2011_stephanfotoRegensburg, 30. April 2012 (orv) –  Die diesjährigen Deutschen Meister/Innen auf der längsten Bahndistanz über 10.000m werden am kommenden Samstag im hessischen Marburg ermittelt. Die LG Telis Finanz wird mit einem hochkarätigen Sextett anreisen, Titelverteidigerin bei den Juniorinnen und letztjährige Frauen-Zweite Corinna Harrer wird allerdings im Hinblick auf die schon nahe Sommersaison und ihren Ambitionen auf der Mittelstrecke nicht dabei sein. Gehobener Natur sind dennoch die Telis-Aussichten: Mit dem letztjährigen Vizemeister Julian Flügel und Philipp Pflieger hat man bei den Männern zwei heiße Eisen im Feuer, Maren Kock sollte bei den Juniorinnen in der Lage sein, die Nachfolge von Corinna Harrer anzutreten, Steffi Volke ist Favoritin in der W35, Jonas Koller kann man in der U23 durchaus einen Top-fünf-Platz zutrauen und auch Jana Soethout will bei den Frauen in solchen Regionen möglichst mit einer guten 34er-Zeit ankommen.

„Wenn ich bedenke, mit welchen Trainingswerten ich vor zwei Jahren zum selben Zeitpunkt eine 29:13 gelaufen bin, sollte in diesem Jahr bei einem günstigen Rennverlauf schon mehr drin sein“, meint Philipp Pflieger zum anstehenden Meisterschaftslauf. Insgeheim träumt er von einer 28er-Zeit, weiß aber selbst nicht genau, wie sehr sich die einjährige Wettkampfabstinenz auf eine mögliche Topform auswirkt. Weit weniger optimistisch ist Julian Flügel, den gesundheitliche Probleme in der Vorbereitung immer wieder zurückgeworfen haben und der „erst im letzten Moment entscheiden wird, ob er überhaupt antritt“.

Für Maren Kock geht es bei ihrem 10.000m Debüt gleich um Gold. Sollte die Emsländerin im Telis-Trikot mit den 25 Runden einigermaßen klar kommen, dürfte sie auch bei der Vergabe von Junioren-Gold ein Wörtchen mitreden, inbegriffen einer Wunschzeit um die 34 Minuten, vielleicht sogar knapp darunter. Teamkollegin Jana Soethout muss erstmals bei den Frauen antreten, hofft aber ebenfalls auf eine gute 34er-Zeit und einen Platz unter den Top-fünf.

Für U20-Läufer Jonas Koller ist die U23-Entscheidung auch unter dem Aspekt „Erfahrungen sammeln“ zu sehen. Seine 31:40 von den Landesmeisterschaften Mitte März haben jedoch aufgezeigt, dass er sogar Richtung 31:00 Minuten laufen kann, was auch ihn in Medaillennähe bringen würde. Kommt W35-Läuferin Steffi Volke nur einigermaßen durch, sollte einer guten 35er-Zeit inklusive dem Seniorinnen-Gold nichts im Wege stehen.