Viele Telis-Athleten/Innen überzeugen beim eigenen Watter-Meeting

Harrer2_watter12_kiefnerfoto-mzRegensburg, 19. Mai 2012 –  Es war der Tag der Blauen, als spät abends Didier Drogba die Unvollendeten in der Münchner Allianz Arena ins Tal der Tränen schoss und Stunden vorher sich im Regensburger Uni-Stadion beim Watter-Meeting die Protagonistin der „blauen Gefahr“, wie Telis Finanz Generalbevollmächtigter Eugen Hahn gern die von seinem Unternehmen geförderten Athleten nennt, sich zum derzeitigen europäischen Gipfel in ihrer Disziplin aufschwang. Bei einem bemerkenswerten Rennen in vielerlei Hinsicht hätte die Regensburgerin Corinna Harrer mit 4:05,86 auf Anhieb fast die Olympianorm gepackt. In vielerlei Hinsicht deshalb, weil ohne jegliche europaweit greifbare Konkurrenz die Teamkollegen Philipp Pflieger und Sebastian Reinwand als Taktgeber, aber vor allem als Windschutz für den schon fast stürmischen Gegenwind auf der Zielgeraden herhalten musste und ersterer nur zehn Minuten später, als wär’s das Normalste der Welt, nur eine Sekunde über seiner 1500m Bestzeit auch noch den Männer-Lauf mit hochwertigen 3:44,41 gewann. Das „hätte“ steht dafür, weil sie für die Erfüllung der EM-Norm (4:08,00) und Olympia-Norm eben ein internationales Rennen gebraucht hätte.

Pflieger2_watter12_kiefnerfoto-mz„Für den Einstieg bin ich super zufrieden“, strahlte Corinna Harrer nach dem Zieldurchlauf. „Eigentlich brauche ich immer ein paar Rennen, bis ich richtig in Schwung komme. Aber der Lauf heute zeigt mir, dass ich die Norm für die Olympischen Spiele drauf habe.“ Die liegt bei 4:05,50 Minuten und wird nächste Woche in Dessau von ihr attackiert. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich die Norm bald in der Tasche habe.“ Ihr Coach Kurt Ring ergänzte süffisant: „Sie führt jetzt die europäische Bestenliste an, mit der Beschaffung weiblicher Konkurrenz tun wir uns aber im angespannt kurzen Qualifikationszeitraum schwer und der eigene Verband hat es mit einer weiteren Verschärfung der internationalen Olympianorm um fünf Zehntelsekunden auf 4:05,50 mit uns besonders gut gemeint.“ Philipp Pfliegers 1500m-Doppelrosskur lässt Gutes für das 5000m-Quali-Rennen im belgischen Oordegem erwarten. „Mann, bin ich gut drauf“, sein Kommentar nach Teil zwei seines Auftritts.

Der starke Gegenwind hatte vorher schon fast zwei Hundertschaften Sprinterinnen und Sprinter zur Verzweiflung gebracht, die derzeitige Führende in der deutschen Kurzhürdenbestenliste Pamela Spindler (LG Telis Finanz) nicht gehindert auf ungewohnten Terrain ohne Hürden den 200m Sieg mit respektablen 24,77 einzufahren. Dass man auch wieder über Regensburger Zehnkämpfer redet, ist vor allem Tom Bechert von der LG Telis Finanz zu verdanken, der bei seinem Sieg im Stabhochsprung nicht nur erneut die  fünf Meter packte sondern zehn Zentimeter höher eine neuen Hausrekord aufstellte. Für die übrigen Telis-Läufer/Innen sprangen DM-Normerfüllungen für Felix Plinke (1500m/3:47,36), Christiane Danner (1500m/4:22,57) und im Nachwuchsbereich für den 3000m Gesamtsieger Jonas Koller (8:36,39), Franziska Reng auf der gleichen Strecke als U18-Siegerin (10:31,29) sowie Jonas Fischer (U20/1500m/4:02,95) heraus.  Auch Henrik Pahlitzsch vom LLC Marathon Regensburg packte die U20-DLM-Norm über 3000m mit 8:55,51. Weitspringerin Michelle Weitzel (LG Telis Finanz Regensburg) war mit ihren „windgeschädigten“ 12,79 bei 2,6m/s Gegenwind ebenso zufrieden und hofft nächstes Wochenende schon auf weite Sprünge.

Korona2_watter12_kiefnerfoto-mzDen Rolf-Watter-Pokal über 800m holte sich der Pallinger Benedikt Huber mit 1:52,63. Für weitere Topleistungen sorgten über 400m Pascal Nabow (SC Rönnau 74) mit 47,37, Weitspringer Kevin Korona (LAC Quelle Fürth) mit 7,65m, Alexandra Burghardt (LAZ Inn) als U20-Siegerin über 100m und 100m Hürden mit 12,06 und 13,87, sowie die Kurzhürdengewinnerin bei den Frauen Animari Korte (Finnland) mit 13,78. Erwähnenswert ist auch noch die im Alleingang erzielte Zeit von 800m-Siegerin Sandra Keil (LAC Quelle Fürth) mit 2:11,07.