Philipp Pflieger, Corinna Harrer und co holen in Nagold sieben Mal Gold

Pflieger-Musa-Roba_DM10km2012_KiefnerfotoNagold, 16. September 2012 (orv) –  Mit Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg; 29:32) und Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg; 32:56) konnten sich die deutschen 10.000-Meter-Meister von der Bahn in Marburg auch auf der gleichen Distanz auf der Straße in Nagold durchsetzen. Während „Mocki“ am Sonntag von Beginn an mit forschem Tempo eine frühe Entscheidung gegen Corinna Harrer (LG Telis Finanz) herbeiführte, machte es Philipp Pflieger im Duell gegen Musa Roba-Kinkal (SC Gelnhausen; 29:39) bis 300 Meter vor dem Ziel spannend. Dreifach-Gold holte sich Corinna Harrer trotzdem: In der U23-Wertung stand sie mit neuem bayerischem Juniorenrekord von 33:38 ebenso ganz oben wie zusammen mit ihren Teamkolleginnen Jana Soethout/6.-35:08 und der W35-Meisterin Steffi Volke/zugleich 7.-35:13 in der Teamwertung der Frauen (1:43:59-neuer bayerischer Rekord) sowie in der Mannschaftswertung der Juniorinnen mit der U23-Zweiten Maren Kock (35:37) und Sabrina Lang. Pfliegers zweiter Titel sprang in der Teamwertung der Männer mit seinen Mannschaftskollegen Sebastian Reinwand (6./30:03) und Jonas Koller (7. U23/31:14) heraus. Einen weiteren Titel in der M40 holte Altmeister Dennis Pyka (31:40).

Harrer-Mockenhaupt_DM10km2012_Kiefnerfoto„Das war mit sieben Titeln bei diesen Meisterschaften ein grandioser Abschluss einer phantastischen Telis-Saison. Mehr geht fast nicht mehr. Mit zehn Einzeltiteln und fünf in den Teamwertungen dazu stellt die LG Telis Finanz derzeit Deutschlands absolut stärkstes Laufteam“, so ein sichtlich zufriedener Teamchef Kurt Ring. Seinen beiden stärksten Protagonisten Corinna Harrer und Philipp Pflieger stießen ins selbe Horn. „Mehr als Platz zwei war für mich heute nicht möglich, deshalb habe ich das Optimale erreicht“, zog die 1.500-Meter-Olympiastarterin Corinna Harrer Bilanz. „Das ist eigentlich siebenmal so lang wie meine Hauptstrecke. In diesem Bereich muss es natürlich am Ende einer langen Saison einfach fehlen. Mocki war weg, die anderen zu weit zurück, da verfällt man unweigerlich in einen gewissen Trott.“

„Es war ein Riesenjahr für mich“, blickte Philipp Pflieger im Ziel mit berechtigtem Stolz zurück auf die gesamte Saison, schließlich lagen zwischen den beiden Titeln über 10.000 Meter auf der Bahn und 10 Kilometer auf der Straße die Verbesserung über 5.000 Meter auf 13:31,24 Minuten und die damit verbundene Europameisterschaftsteilnahme. „So habe ich es mir auch erträumt.“ Ein Riesenjahr war es auch für fast alle des Telis-Laufteams, die heuer in Deutschlands abräumten wie selten zuvor und den 10km-Meisterschaften mit sieben Mal Gold und zwei Mal Silber (Corinna Harrer in Der Frauenwertung, Maren Kock in der U23) den Stempel aufdrückten.