André Pollmächer und Melanie Schulz Einzelmeister / Veronika Ulrich Fünfte und Dennis Pyka Sechster

pykadennis_dm-hm09_kiefnerfotoAichach, 4. April 2009 (orv) – 18 Kilometer lang leistete Triathlet Steffen Justus (LAC Elm) dem klaren Favoriten André Pollmächer (LAC Erdgas Chemnitz) am Samstag bei den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Aichach Widerstand, dann setzte sich doch der Favorit mit einem langen Steigerungslauf durch und sicherte sich den Titel in 1:04:43 Stunden vor Steffen Justus (1:05:00 h). Bei den Frauen siegte Melanie Schulz (LC Erfurt; 1:15:42 h) deutlich vor Stefanie Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen/1:16:02 h). Die beiden Telis-Asse Veronika Ulrich (1:18:09) und Dennis Pyka (1:07:50) wurden Fünfte und Sechster, das Telis-Damenteam verteidigte souverän mit Ulrich, Steffi Volke (10./1:20:33) und Mikki Heiß (11./1:20:56) Team-Gold.

Laufen ist die eine Sache, auf den holprigen Kopfsteinpassagen in der Aichacher Innenstadt sicher nicht das absolute Vergnügen, weil auch das Wetter mit über zwanzig Grad und etwas Schwüle nicht gerade leistungsförderlich war. Zeit nehmen wieder eine ganz andere. Das hatten die rührigen Aichacher Ausrichter an diesem Tag nicht ganz drauf. Deshalb mussten Regensburgs erfolgreiche Damen zuerst vier Stunden auf das Edelmetall warten, um es dann doch nicht gleich zu erhalten. Zu viele Proteste im hinteren Frauenfeld machten eine erneute Auswertung notwendig, Urkunden und Medaillen werden wieder einmal nachgeschickt. ulrichveronika1_dm-hm08_kiefner-fotoTrotzdem war das Trio Veronika Ulrich, Steffi Volke und Mikki Heiß in der Mannschaftswertung eine Liga für sich. Es werden wohl elf Minuten gewesen sein, die am Ende zwischen ihnen und den Zweit- und Drittplatzierten von Spirion Frankfurt und der LG Eintracht Frankfurt lagen, als einzige unter vier Stunden bleibend (3:59:38). Letztendlich hätte auch das Ergebnis der ebenfalls siegreichen W35/40-Seniorinnenmannschaft mit Ulrich, Heiß und der 1:29 laufenden Rieke Mayer-Tancic zum Titelgewinn gereicht. Die wackeren Damen des LLC Marathon Regensburg schrammten bei den Damen als Vierte zunächst knapp an der Medaille vorbei, freuten sich dann aber über Seniorinnen-Silber hinter dem überlegenen Lokalrivalen von der LG Telis Finanz. In der Seniorinnen-Einzelwertung lif’s für Veronika Ulrich und Mikki Heiß ein wenig unglücklich: Beide landeten nur auf dem Silberrang. Für Steffi Volke war es indessen eine rundum gelungene DM-Halbmarathon-Premiere. Eine deutliche Steigerung auf 1:20:33 und der zehnte Platz waren weit mehr als im Vorfeld erwartet wurde.

Bei den Männern zeigte Dennis Pyka nach zwischenzeitlichen Problemen mit einem etwas eingezwickten Nerv im Endspurt enorm Biss. Mit einer furiosen Zielgeraden lief er noch ganz knapp auf die auf Rang vier und fünf einlaufenden bayerischen Rivalen Richard Friedrich (LG Passau) und René Stöckert (TSV Ostheim/Rhön) auf. „Ich bin weit besser drauf, als ich es hier zeigen konnte, schade, aber in drei Wochen will ich in Padua auf der doppelten Distanz erneut unter 2:20 Stunden bleiben“, so sein Fazit zum Rennen. Teamkollege Max Meingast hielt sich mit neuer Bestzeit von 1:11:20 im vorderen Mittelfeld ebenso tapfer wie Judith Lutz (LG Telis Finanz), die am Ende mit 1:33:35 bei den Juniorinnen Elfte wurde.

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(Volke-Fotos)