Auch Christiane Danner mit Top-Leistung über 1500 m

lutzsusi1_koblenz09_buettgenfotoKoblenz, 20. Mai 2009 (orv) – Susi Lutz (LG Telis Finanz) verbesserte beim Mini-Internationalen in Koblenz den 28 Jahre alten Bayerischen Juniorenrekord über 5000m auf 16:12.84 Minuten und unterbot so die DLV-Norm für die U23 Europameisterschaft in Kaunas deutlich. „An Kaunas habe ich nur super Erinnerungen, da habe ich 2005 bei der U20 EM über 3000 Meter Hindernis die Bronzemedaille geholt. Mal schaun´ was diesmal so geht“, so Susi Lutz zu ihrer starken Leistung. Norm und Rekord unisono bei Mannschaftskollegin Corinna Harrer. Die 18-Jährige Nachwuchsläuferin gewann die 1500m in 4:19.91 Minuten, hatte mit der Norm von 4:24.00 für die U20-Europameisterschaft in Novi Sad keinerlei Probleme und stellte zugleich eine neue deutsche Jahresbestleistung für die Frauen auf. Den Bayerischen A-Jugend-Rekord aus dem Jahre 1986 verbesserte das Telis-Talent um gut eine Sekunde. Knapp dahinter im Ziel Teamkollegin Christiane Danner mit einer satten Steigerung ihres Hausrekords auf 4:20,82 als zweitbeste Deutsche auf Platz vier einlaufend. Das beste Ergebnis überhaupt erzielte Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon) mit ihrem ersten Lauf unter 15 Minuten (14:59,88). Diese Zeit erzielte sie in einem separaten Rennen mit Männern.

Fazit eines rauschenden Lauffestes aus Telis-Sicht: Susi Lutz kann wieder siegen. Über 1500 m sind Corinna Harrer und Christiane Danner national zur Top-Elite aufgerückt und beim Telis-Laufteam läuft’s mit zwei EM-Norm-Erfüllungen wie geschmiert. „Aber hallo, da kann ich ja ganz vorne mitlaufen“, so eine völlig verdutzte Chrissy Danner im Ziel. Für die schnelle Pace am Anfang hatte sie selbst mit einer 67er Runde gesorgt. „Den Spurt viel zu spät angezogen, am Start wieder einmal ein wenig geschlafen“, so Corinna Harrers Statement zur deutschen Jahresbestleistung und das „all inclusive“ der Frauen. Derzeit ist die Regensburgerin einzige unter den 4:20, die Saison ist noch jung und die Routiniers noch in den Startlöchern. „drei, vier Sekunden hab ich allemal noch drin“, meinte die Gymnasiastin trocken, was auch die Arrivierten in der deutschen 1500 m-Szene dann schon ein wenig ins Schwitzen bringen würde.lutzsusi2_koblenz09_buettgenfoto

Susi Lutz fliegt wieder. Mit einem faszinierenden Spurt über dreihundert Meter ließ sie der vehement angreifenden und ebenfalls deutlich verbesserten U23-Nationalmannschaftskollegin Cornelia Schwennen (SV Concordia Emsbüren) – nun ebenfalls für Kaunas qualifiziert – keine Chance. „Nun können auch die 3000 m Hindernis kommen. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn nicht am Ende die „neun“ ganz vorne stünde.“ Diese Zuversicht nimmt sie nun zum ersten Qualirennen auf ihrer Spezialdisziplin, den 3000 m Hindernis mit nach Rehlingen, wo es am Pfingstmontag erstmals über die Böcke in die Vollen geht. Die Telis-Läufer hatten dagen in Koblenz ein wenig Pech. Junior Sebastian Zundler stürzte in der Startphase, musste drei Runden lang einem Rückstand von zirka dreißig Meter nachhecheln und erzielte dennoch ordentliche 3:57,17. David Lorbacher, derzeit noch stark mit Examensnoten eingespannt, verfehlte die DM-Norm mit seinen 14:30,61 nur um gut fünf Sekunden. Der Druck des nahen Abitur-Kolloquiums verhinderte den Start der U-20-EM Kandidatin Julia Kick (LG Telis Finanz) letztendlich dann doch noch. Sie will nun erstmals bei der Sparkassen Gala wieder groß auftreten.