Corinna Harrer holt ihr achtes DM-Gold – Susi Lutz und Philipp Pflieger jeweils Fünfte

harrercorrina8_dm-ohrdruf-mai10_kiefnerfoto_kopieOhrdruf, 1. Mai 2010 –  Ohne größere Überraschungen gingen die Deutschen Meisterschaften der Langstreckler im thüringischen Ohrdruf über die Bühne. Sabrina Mockenhaupt holte sich souverän den Titel über 10.000 m der Frauen und unterbot mit 32:10,31 gleich mal deutlich die vom DLV geforderte Mindestleistung für die Europameisterschaften. Bei den Männer erfüllten sogar die ersten Drei die Norm von 28:45,0. In einem spannenden Finish siegte der Wattenscheider Christian Glatting (28:40,18) vor Titelverteidiger Filmon Ghirmai (LAV asics Tübingen – 28:41,36) und dem neuen Juniorenmeister Musa Roba-Kinkal (TV Wattenscheid – 28:41,90). Über 5000 m der weiblichen Jugend A verteidigte die Regensburgerin Corinna Harrer (LG Telis Finanz) erwartet und hochüberlegen ihren Titel mit neuem Hausrekord von 16:47,04. Äußerst erfreulich auch das Auftreten der beiden Telis-Asse Susi Lutz und Philipp Pflieger: Susi Lutz steigerte als Fünfte ihre Bestmarke gleich um 50 Sekunden auf 34:11,54 und verfehlte dabei den Uralt-Oberpfalzrekord von Beate Waeber nur um drei Sekungen – Philipp Pflieger debütierte über die 25 Runden mit formidablen 29:13,52 ebenfalls auf Rang fünf. Telis-Läuferin Veronika Ulrich freute sich am Ende über Platz neun in für sie guten 35:52,40.

„Eigentlich wollte ich schneller laufen, aber der böige Wind mit bis zum Teil drei Sekunden unterschiedlichen Rundenhälften brachte mich ein wenig aus dem Konzept. Der schnelle Angang war so geplant, um gleich mal von der übrigen Meute weg zu kommen. Ansonsten bin ich natürlich zufrieden mit meinem achten deutschen Einzeltitel“, kommentierte Corinna Harrer am Ende ihr einsames Rennen. Am Ende lag sie fast dreißig Sekunden vor der Nächsten, Annika Frank aus Tübingen.

pfliegerphilipp3_dm-ohrdruf-mai10_kiefnerfoto„Das war bisher mein härtestes Rennen, aber ich habe gespürt, dass da noch viel mehr geht. Ich freue mich jetzt schon auf die 5000 m“, so Philipp Pflieger nach seinem ersten Husarenritt über volle 25 Bahnrunden. Tapfer hatter sich an das Führungssextett geheftet, um bei Streckenhälfte mit einer für ihn noch unvorstellbaren 14:25 drüber zu laufen. Doch dann kamen die Qualen, vor denen ihn Trainer Kurt Ring noch vor dem Rennen gewarnt hatte. Peu à peu musste er abreißen lassen, fing sich dann aber bei Kilometer sieben wieder einigermaßen und lief am Ende noch fast auf den Vierten Sebastian Hallmann (LG Stadtwerke München – 29:09,30) auf. Nun kann sich der Telis-Schlacks voll auf seine Lieblingsstrecke 5000 m konzentrieren, auf einen weiteren 10.000 m Einsatz beim Europacup Anfang Juni im französischen Marseille wurde von vornherein verzichtet.

lutzsusi4_dm-ohrdruf-mai10_kiefnerfotoFreundin Susi Lutz bekommt nun nach den 5000 m auch die doppelt so lange Distanz immer besser in Griff. Hätte sie nicht fast die ganze zweite Hälfte allein laufen müssen, wären vielleicht in Ohrdruf, in ihrem zweiten Versuch auf dieser Strecke überhaupt, bereits die 34 Minuten gefallen. Weitaus größere Probleme bereitete ihr dann im Anschluss die Dopingkontrolle. Völlig ausgezehrt vom Rennen brauchte sie geschlagene zwei Stunden, um den nötigen „Saft“ für die Analyse wieder hergeben zu können. „Mein Bauch ist von den getrunkenen zwei Litern voll wie ein pralles Fass, das bisschen, was gebraucht wird, will er einfach momentan nicht hergeben“, stöhnte die Telis-Athletin zwischen dem Auslaufen, der Siegerehrung und den immerwährenden Versuchen. Am Ende hat’s dann doch noch geklappt.

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