Trotz ungünstiger Voraussetzungen hat Telis-Dreispringer Manuel Ziegler große Ziele

ZieglerManuel6Regensburg, 9. Januar 2014 (Manfred. Ziegler) –   Deutsche Meistertitel konnte Telis-Dreispringer Manuel Ziegler in der Jugend- und Juniorenklasse reichlich einsammeln, in der Männerklasse mit Platz drei in der Halle und Platz zwei im Freien Edelmetall holen. Der Gewinn der nationalen Meisterschaft bei den Männern fehlt ihm allerdings noch in seiner Sammlung. Dazu muss der Regensburger an Andreas Pohle (ASV Erfurt) vorbei, der im letzten Jahr seinen fünften DM Titel infolge und seinen achten im Freien insgesamt holte. „Natürlich ist das für mich eine besondere Herausforderung, die ich gerne anpacken möchte“, macht der 23-Jährige den DM Titel bei den Männern als eines seiner vorrangigen Ziele aus. Erneut im DLV-Aufgebot zur Team-Europameisterschaft zu stehen, ist ebenfalls auf seiner Wunschliste für 2014 ganz weit oben.
Zusammen mit Speerwurf-Weltmeisterin Christina Obergföll und Olympiasieger Robert Harting würde er zu gerne wieder die deutschen Farben bei der Team –EM 2014 vertreten. Gemeinsam mit Vereinskollegin Corinna Harrer und vielleicht noch mit dem einen oder anderen Läufer/In aus den Reihen der LG Telis Finanz Regensburg würde er auch gerne Punkte für die Nationalmannschaft in der europäischen Super-Liga in Braunschweig einfahren. Um wieder gegen Hallen-Weltrekordler und Weltmeister Teddy Gambho (Frankreich) im Wettkampf stehen zu dürfen, muss Manuel Ziegler allerdings  im Vorfeld der Team-EM ein weiteres Mal bester deutscher Springer sein, so, wie eben im letzten Jahr auch.

ZieglerManuel3 DM-Halle12 KiefnerfotoNoch ein Großereignis steht für 2014 im Leichtathletikkalender, wenn das Nachbarland Schweiz zu den Europameisterschaften einlädt. Während international die Norm deutlich unterhalb der vom DLV geforderten Leistung liegt, wird die Messlatte für die deutschen Springer höher gelegt. 16,85 Meter führen nach Zürich. „Das ist zu hoch gegriffen, dazu braucht man professionelle Förderung und ein professionelles Umfeld und das habe ich nicht“, vermerkt der Vollzeit-Student der TU Dresden, der gerade ein fünfmonatiges Praktikum mit 40-Stunden-Woche in Ingolstadt beendet hat und im Sommer sein Bachelor-Studium als Wirtschaftsingenieur abschließen möchte, über die A-Norm des DLV.

Bei den vorausgegangenen Europameisterschaften 2012 im finnischen Helsinki genügte allerdings eine Weite von 16,43 Metern, um in das Finale der zwölf Besten in Europa vorzurücken. In diesem Bereich ist er schon mal gelandet, in Eugene, Oregon, bei den US-amerikanischen NCAA Meisterschaften, als er mit 16,48 Metern und einen Hauch von zu viel Rückenwind (2,1 Meter RW/s) den zweiten Platz bei den amerikanischen Studentenmeisterschaften belegte. Vielleicht würde eine 16,60 verbunden mit dem Deutschen Meistertitel von Ulm auch schon reichen.
 Auf die anstehende Hallensaison will er keine allzu große Bedeutung legen, vielmehr verlorene Trainingsarbeit während seines Praktikums nachholen und seinen Focus ganz auf die Freiluft-Saison legen. Die Vorbereitungen auf die neuen Aufgaben laufen für den Telis-Athleten seit Mitte August, die tägliche Routine durch ein Trainingslager im portugiesischen Montegordo  im Spätherbst unterbrochen. Ein zweiwöchiger Trainingsaufenthalt in Südafrika ist für das Frühjahr geplant, um sich dann den letzten Schliff für die neue Saison zu holen.