August: Ganz im Zeichen von Olympia

harrer_c_london2012_foto_chaiDer August gehört gehörte zweifellos Corinna Harrer. Am 6. August 2012 war für die Regensburgerin ein Traum wahr geworden – ein olympischer! 80.000 Zuschauer im restlos ausverkauften Londoner Olympiastadion sahen die 1500m Vorläufe, mittendrin Corinna Harrer im ersten und auf der Tribüne ihre beiden mitfiebernden Trainer Doris Scheck und Kurt Ring. Zu Hause beim vom LG-Telis-Präsidenten Norbert Lieske organisierten „public viewing“ versammelten sich die übrigen Fans vor dem Bildschirm. Im brodelnden Kessel Olympias tat sich Coco Harrer zunächst schwer, rettete Platz zehn mit ordentlichen 4:07,83 ins Ziel und musste dann lange warten.

Es war wohl der längste 1500m Lauf ihres Lebens, ehe die beiden weiteren Vorläufe vorbei waren. Am Ende stand fest. Die Zeit sollte gerade noch für das Halbfinale reichen. Ihre ganz persönliche Zielvorgabe war damit erreicht. Zwei Tage später, am Abend des 8. August zog eine entfesselte Corinna Harrer alle Register ihres derzeitigen Könnens. Mit einer 60er-Schlussrunde und einer faszinierenden Zielgerade kämpfte sie sich in 4:05,70 bis auf Platz sieben des ersten Halbfinals vor, nur 23 Hundertstel hinter dem sicheren Finalqualifikationsplatz fünf. Es war wohl das beste Rennen ihrer noch jungen Karriere und laut ARD-Kommentator Klaus Lufen „wohl der Beginn einer steilen Karriere“. Dass es für die Regensburgerin auf Grund des noch schnelleren zweiten Halbfinals noch nicht ganz für’s Finale reichte, war lediglich ein klitzekleiner Schönheitsfehler. Eine Woche später ließ das Telis-Ass beim Decanation-Länderkampf im französischen Albi auch noch eine neue 800m Bestleistung mit 2:00,34 folgen.

Letzte Randnotiz zum August: Die beiden Telis-Mehrkämpfer Simon Ziegler (U20) und Tom Bechert (Männer) ließen nach ihren Landestitelgewinnen in der Halle nun auch jene im Zehnkampf im Freien (Friedberg, 3.-5.8.) folgen.