Die Oberpfälzer Leichtathletik-Ikone Hartmut Schweitzer feiert am 19. Februar seinen 75. Geburtstag

schweitzer-jochen-hartmuth-blv-fotoSchwandorf, 19. Februar 2013 (orv) –  Hartmut Schweitzer, einer der ganz großen Motoren der bayerischen Nachkriegsleichtathletik wird heute am 19. Februar 75 Jahre alt. Der seit gut einem Jahrzehnt pensionierte Studiendirektor aus Schwandorf hat seine Freizeit immer noch seiner großen Leidenschaft Leichtathletik verschrieben. Selbst in jungen Jahren ein wieselflinker Sprinter mit Bestzeiten von 10,7 und 22,0sec über die 100 und 200m widmete er sich schon während seiner aktiven Zeit der als gelernter Pädagoge der Ausbildung junger Talent. 11x belegten seine Schützlinge bei Deutschen Meisterschaften einen Endkampfplatz, zahllose Erfolge auf Landesebene kamen noch dazu.

Hartmut Schweitzer war aber auch ein großer Stratege. Wo er nur konnte, schob er zuerst die Schwandorfer, dann die Oberpfälzer und letztendlich als Präsident des Bayerischen Leichtathletik Verbandes in den Jahren 1985 bis 1994 erfolgreich an. Er war allzeit als Funktionär selbstlos bereit, wo immer man ihn brauchte, führte den Leichtathletik Bezirk Oberpfalz bis 1985 fünfzehn Jahre lang und dient seiner großen „Liebe“ als Vorsitzender des Fördervereins der LG Telis Finanz Regensburg auch jetzt noch. Wenn immer er Zeit hat, gräbt er sich ganz tief in die Annalen der hiesigen Leichtathletik und bringt Dinge aus den Anfangsjahren der Sportart zu Tage, die sonst längst schon verloren wären.

Schwandorf hat ihm das moderne Sepp-Simon-Stadion zu verdanken. Er „verhalf“ dem jetzigen DLV-Präsidenten Dr. Clemens Prokop zu seiner sportlichen Funktionärskarriere, indem er ihn anfangs zum BLV-Rechtswart überredete. Hartmut Schweitzers wohl größtes leichtathletisches Erlebnis mögen wohl die Olympischen Spiele 1972 in München gewesen sein, wo er als Kampfrichter eingesetzt wurde.

Viele Ehrungen hat der Jubilar, Vater von zwei sportlichen Töchtern und einem Sohn, der als Funktionär in seine Fußstapfen tritt, erhalten. Bundespräsident Karl Carstens zeichnete ihn 1983 mit der Bundesverdienstmedaille, Bundespräsident Richard von Weizsäcker 1992 mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Der Bayerische Leichtathletik – Verband ehrte ihn 1983 mit dem „Ritter- von – Halt- Schild“, der Deutsche Leichtathletikverband 1992 mit dem „Carl- Diem- Schild“ (Jetzt DLV Schild). Der Bayerische Landessportverband in Person des damaligen Präsidenten Prof. Dr. Peter Kapustin zeichnete ihn mit der Ehrennadel in Gold mit großem Kranz aus.

Feiern „seine“ Oberpfälzer in diesen Tagen Erfolge, hat der alte Haudegen immer noch Freudentränen in den Augen. Auch familiär spielte die Leichtathletik immer eine Rolle. Seine Gattin Ute war selbst Sprinterin, ebenso die drei Kinder Claudia, Anja und Jochen. Der Jüngste tritt inzwischen als Bezirksvorsitzender von Oberbayern und Vizepräsident des Süddeutschen Leichtathletik Verbandes in seine Fußstapfen. Alle Leichtathleten/Innen hier zu Lande wünschen Hartmut Schweitzer noch viele Jahre im Kreise seiner Leichtathleten.