Die bereits mit Hallen-EM-Norm ausgestatteten Telis-Asse wollen sich bei Hallen-DM gut präsentieren

Orth1_BLV-Halle13_foto_kiefnerRegensburg, 18. Februar 2013 (orv) –  Wenn sie auftauchen, tauchen sie massiv auf. So auch wieder bei den am Wochenende in Dortmund stattfindenden Deutschen Hallenmeisterschaften. Die Rede ist von den Telis-Assen um Corinna Harrer und Florian Orth. Beide besitzen bereits die Norm für die eine Woche stattfindenden Hallen-Europameisterschaften in Göteborg. Nur in drei Wettbewerben präsent zählen die Regensburger Läufer/Innen nun zum Favoritenkreis bei der Hallen-DM. Coco Harrer will ihren 3000m Titel des Vorjahres verteidigen und Florian Orth zumindest das Sturzpech des letzten Meisterschaftslaufes in Vergessenheit bringen.

„Eigentlich sind meine Gedanken schon in Göteborg und die ganze Vorbereitung läuft auch schon darauf hinaus. Die 3000m-Goldmedaille in Dortmund möchte ich aber dennoch mitnehmen. Ein Doppelstart wie im letzten Jahr über 3000m und 1500m kommt jedoch diesmal nicht in Frage“, erklärt sich die Regensburgerin von der LG Telis Finanz zu den anstehenden Meisterschaften. Nach Expertenmeinung scheint sie über die längere Distanz auch fast unangreifbar nach ihren Anfang Februar in Karlsruhe erzielten 8:51,04. Zu den weiteren Medaillenanwärterinnen zählt auch die Teamkollegin und Vorjahreszweite Maren Kock, die zu Gunsten ihrer Paradestrecke sogar auf die Titelverteidigung über 1500m verzichtet. Auch die dritte Telis-Frau auf dieser Strecke Carolin Aehling hat durchaus die Fähigkeiten, mit den beiden auf’s Trepperl zu springen.

„Mein größtes Problem, die EM-Norm vorzeitig abzuhaken, konnte ich mit meinen 3:40,03 und 3:39,97 bereits souverän im ersten Versuch erledigen. Jetzt schauen wir mal, was die Konkurrenz in Dortmund so anbietet“, meint Florian Orth zur Operation Gold. Und die Konkurrenz ist mit dem Jahresbesten und Titelverteidiger Homeyo Tesfaje (Eintracht Frankfurt – 3:39,25) und dem Dauerkonkurrenten Carsten Schlangen (Berlin) eine außerordentlich gute. Geschlagen hat er beide schon mehrmals. Zudem kann er ans Meisterschaftsgeschehen unbelastet herangehen. „Davon ist auszugehen, dass in einem reinen taktischen Meisterschaftsrennen außer Flo keine weiteren drei Deutschen unter 3:41 bleiben und somit Göteborg gesichert ist“, meint auch Telis-Teamchef Kurt Ring zur Sachlage. Mit in der 1500m Entscheidung stehen auch Orth’s Teamkollegen Felix Plinke und Jonas Zweck.

„Ich werde jede Chance nach vorne nützen und ich kann die letzte Runde hart gehen“, lautet die Kampfansage der deutschen Hochschulmeisterin Christiane Danner (LG Telis Finanz) auf der gleichen Strecke bei den Frauen. Mit den Sujew-Twins, die beide am Samstag die EM-Norm in Birmingham ablieferten und der Rehlingerin Annette Horna scheint das Trepperl allerdings besetzt zu sein. Aber wer weiß, vielleicht macht die eine oder andere dann doch einen kleinen Fehler in dem als taktisch geführt zu erwartenden Rennen. Anna Plinke und Thea Heim (beide LG Telis Finanz) wollen sich mit neuen persönlichen Bestzeiten für das Finale empfehlen.

Während der Vorjahresdritte Manuel Ziegler auf Grund seines USA-Aufenthaltes derzeit verständlicherweise nicht ins nationale Meisterschaftsgeschehen eingreifen kann und die Hürden-Vorjahresvierte Pamela Spindler (beide LG Telis Finanz) inzwischen ihre Sportkarriere beendet hat, hofft mit Weitspringerin Michelle Weitzel eine weitere Regensburgerin auf einen Trepperlplatz im Weitsprung. Vor zwei Jahren stand die Neu-SWClerin in Leipzig noch ganz oben.