Empfehlungen der deutschen Top-Vereine werden einfach nicht beachtet

Regensburg, 6. März 2013 (orv) - In der deutschen Leichtathletik wird weiter erbittert um die Qualifikationsnormen zu den Deutschen Meisterschaften gerungen. Bei der Tagung der Spitzenvereine im DLV im Rahmen der Deutschen Hallen-Meisterschaften in Dortmund gab es jetzt erneut ein klares Bild: Die Clubs fordern weiter eine Abschaffung der sogenannten B-Norm und damit klare Verhältnisse zur Qualifikation zu den deutschen Hallen- und Freiluftmeisterschaften. Ausnahmslos sind alle Vereine der Meinung, dass es keinen Sinn macht, an einer Unterteilung in A- und B-Normen festzuhalten. Das erschwert einfach die Planung vor Deutschen Titelkämpfen. Und auch die Athleten brauchen Planungssicherheit:  Bin ich dabei oder nicht?

Die Vereine wollen bereits seit Frühjahr 2012 diese Regelung  abgeschafft wissen. Michael Huke, Vertreter der Spitzensportvereine, stellt fest: „Es tut sich aber nichts." Huke verweist darauf, dass die Präsidenten der Landesverbände, das Referat Olympische Leichtathletik im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und der Bundesausschuss Leistungssport die Lage genauso einschätzen würden. Lediglich der DLV-Bundesausschuss Wettkampfsport wolle gegen alle Widerstände an der aktuellen Regelung festhalten. Es wird Zeit, dass die Vernunft siegt und wieder klare Qualifikationsnormen für die Meisterschaften der Männer und Frauen festgelegt werden.

Ein weiteres Thema beim Treffen der Spitzenclubs war die mögliche Einführung einer Deutschen U16-Meisterschaft mit den Altersklassen M15 und W15.  Diese werden von den Vereinsvertretern als sinnvoll angesehen, weil dies auch unter internationalen  Aspekten konsequent ist.