Regensburger Bundeskader-Athleten nun ohne OSP-subventionierte Physiotherapie vor Ort

Regensburg, 14. März 2013 (orv) –  Klaus Pohlen, Leiter des OSP Bayerns, hat dem seit vielen Jahren in OSP-Diensten stehenden RFZ (Diagnose- und Therapiezentrum des Olympiastützpunktes Bayern) am letzten Dienstag mitgeteilt, dass die Vergütung für die physiotherapeutische Grundversorgung der in Regensburg trainierenden sechs Bundeskader-Leichtathleten/Innen im Regensburger Institut eingestellt wird. Die Athleten/Innen können in Zukunft diesen Service nur noch in München abrufen.

In der Realität heißt das, dass sich jeder Bundeskaderathlet aus Regensburg für die zweimal wöchentlich zur Verfügung stehende 20-minütige physiotherapeutische Behandlung nach München zu begeben habe. Eine ausschließliche Komplettbetreuung der Regensburger Athleten/Innen in München schließt der Bayerische Leichtathletik Verband allerdings aus, weil der Münchner Standort dafür überhaupt keine Ressourcen hat. Die sportliche Leitung des BLV hat in diesem Sinne auch schon für ein Übergangsmodell gesorgt und finanzielle Mittel für die weitere physiotherapeutische Behandlung der Kaderathleten in Regensburg bis zur Klärung des Sachverhaltes zur Verfügung gestellt. Der Deutsche Leichtathletik-Verband will sich um eine „schnelle Lösung“ bemühen.

Der Beschluss für die Betreuungs-Zentralisierung wurde auf einem OSP-Treffen am 24. Oktober 2012 gefasst. Es wurde jedoch versäumt, die betroffenen Athleten/Innen, deren Heimtrainer und den Fachverband Leichtathletik davon in Kenntnis zu setzen. Der OSP Bayern in persona von Klaus Pohlen fühlte sich dafür nicht zuständig. „Eine Gesprächsebene für Kaderathleten oder deren Heimtrainer bestünde für ihn nicht“, teilte er gestern telefonisch Kurt Ring, Coach von Olympiafinalistin Corinna Harrer mit.