Regensburger Medaillen-Pandemie durch blauen Telis-Laufvirus

Telis-Team13 TL-Cervia13 VolkefotoRegensburg, 17. April 2013 (orv) –  Vorsicht! Höchste Ansteckungsgefahr im laufenden Regensburg. Das blaue Lauf-Virus geht an der Donau um. Wer sich damit ansteckt, will nur noch laufen – immer schneller, immer mehr, immer besser. „Die blaue Gefahr“, wie sie ihr größter Förderer, Eugen Hahn von der Telis Finanz AG liebevoll nennt, rennt derzeit ganz Deutschland in Grund und Boden. Die Bilanz seit Dezember 2012: – das sind gerade mal viereinhalb Monate – 12 nationale Titel bei nur drei Meisterschaften, sieben internationale Einsatz, davon zwei mit Medaillen (Silber und Bronze) versüßt, und dreimal die deutsche Ass-Wahl für die Telis-Superrennmaus Coco Harrer im Dezember, Februar und März als auffälligste deutsche Leichtathlet/In in diesen Monaten ist beindruckend.


Wer sich das blaue Trikot überstreift, scheint befallen zu sein vom Virus. Valentin Unterholzner, Fabian Alraun, Thea Heim, Andelka Tancic, Susanne Schulze – sie kamen im Herbst ohne nennenswerte Meriten nach Regensburg, nun sind sie alle schon deutscher Meister geworden. Sie sind nicht nur mitgeschwommen mit den etabliert Erfolgreichen, sondern mussten sich den Platz an der Sonne durch eklatante persönliche Steigerungen erkämpfen. Die Konkurrenz ist nämlich groß im derzeit weitaus besten Laufteam Deutschlands. „Meistens ist es leichter bei uns, deutscher Meister zu werden, als ins Team zu kommen“, meint dazu Teamchef Kurt Ring.
Das musste auch U23-Mann Fabian Alraun bei den Deutschen Crossmeisterschaften in Dornstetten schmerzlich erkennen. In der Einzelentscheidung der Junioren wurde er sehr guter 12., was allerdings für das Gold-Team zu wenig war, weil drei Telis-Youngster eben noch besser waren. Inzwischen hat auch er die Erfolgsspur aufgenommen. Nur ein Monat später bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften wurde er Vierter in der U23 und das reichte dann doch zum Mannschaftsgold, das doppelt ausfiel, weil auch die Männer-Mannschaft mit ihm siegreich war.
Teamtitel haben bei den „Blauen“ sowieso einen ganz hohen Standard. Von bisher acht möglichen nationalen Mannschaftstiteln in der Männer/Frauen- sowie Junioren-U23-Klasse holten die Regensburger sieben. Beim achten auf der Männer-Langstrecke im Crosslauf waren sie (noch) nicht am Start.
Fragt man Teamchef Kurt Ring nach dem Erfolgsrezept, weiß der derzeit auch nicht so recht, was er sagen soll. „Die haben derzeit einen sagenhaften Lauf, glauben an sich und fahren Achterbahn auf der Glückswolke sieben“. Ganz so ist es natürlich auch nicht. Wer von den Athleten etwas herausbringt, erfährt, dass diese alle qualitativ und quantitativ ganz schön hinlangen. Zusammen mit seinem Mentor und langjährigen Freund Lothar Pöhlitz hat der Regensburger Boss über www.la-coaching-academy.de jahrelang Anschubleistung für Lauf-Deutschland gegeben. „Ich bin dem Lothar richtig dankbar, von ihm habe ich alle Basics und mehr gelernt“, meint Kurt Ring dazu. Zwei Bücher sind entstanden „damit das Pöhlitz-Wissen überlebt, auch in der fernen Zukunft. Nun sei aber Schluss mit lustig, die Feinheiten werden ab jetzt ausschließlich der blauen Gefahr zur Verfügung gestellt.“
„Es gibt keine Denkverbote“ hat sein großes Trainervorbild in seinem Buch geschrieben und die Athleten der LG Telis Finanz scheinen sich daran zu halten. Beispiele gefälligst: Philipp Pflieger fängt im Halbmarathon gleich mal dort an, wo das Gros der deutschen Läufer in der Regel aufhört und Coco Harrer schickt sich an, mit der Mähr aufzuräumen, dass man in Deutschland sauber nicht unter vier Minuten über 1500m laufen kann. Dabei ist gar nicht so wichtig, dass sie es bald oder gar nicht schafft, allein die Tatsache, dass sie alles für dieses Ziel in die Waagschalle wirft ist es. „Ich hole hier in Göteborg die erste deutsche Medaille“, waren ihre letzten Worte, bevor sie den Callroom beim Hallen-EM-Finale betrat. Das Ziel vor Augen, hat sie das schier Unmögliche möglich gemacht – na ja, nicht ganz, weil die Kugelstoßerin Schwanitz ein paar Minuten früher dran war.
„Der Trainer weiß schon, wie es geht“, drückt es der am letzten Sonntag mit dreimal Gold erfolgreichste deutsche Halbmarathoni Jonas Koller aus. Dieses tiefe Vertrauen im eigenen Tun zeichnet inzwischen alle blauen (Road)runners aus. Seilschaften sind sie, wo einer sich auf den anderen verlassen kann bis zu den Co-Trainern Doris Scheck und Christophe Chayriguet, Nachwuchscoach Georg Hofmeister und dem stets engagiert motivierenden Präsidenten Norbert Lieske. „Das Tolle ist, dass ich meinen Satellittrainern für die Externen Klaus Bornmann, Werner Forster, Arno Kosmider, „Steppke“ Stephan, der den derzeit wieder im Aufbau befindlichen Julian Flügel betreut, und Norman Feiler bei ihrer „Arbeit am Mann/Frau“ voll vertrauen kann. Die Philosophie stimmt. Wie meinte Tono Kirschbaum, einer der erfolgreichsten deutschen Lauftrainer der letzten Jahre in Diensten des TV Wattenscheid am Rande der Cross-Meisterschaften: „Das ist derzeit einmalig – das müsst ihr einfach genießen!“ Danke für die lieben Worte aus berufenen Munde. Das werden die Blauen auch tun, derzeit immer wieder, wenn sie nicht gerade trainieren.