22 Telis-Asse und drei Jugendliche für die Deutschen Meisterschaften gemeldet

harrer kesselring3 dm09 kiefnerfotoRegensburg, 27. Juni 2013 (orv) –  Am 6. Und 7. Juli finden im Ulmer Donau-Stadion die Deutschen Leichtathletik Meisterschaften statt. Die Stadt an der Donau ist für die Regensburger Leichtathleten eine besondere. Nicht nur Corinna Harrer, die dort ihren ersten Einzeltitel als 400m-B-Jugendmeisterin feierte und 2009 als DM-Zweite, noch der U20 angehörend, ihren ersten großen 1500m Lauf zeigte, sondern viele aus dem heutigen Telis-Team erinnern sich noch gut an die letzten Deutschen Meisterschaften im Donaustadion anno 2009. Immerhin holten die „Blauen“ dort schon sieben Endkampfplatzierungen unter den besten Acht, wenn auch Harrers Silbermedaille die einzige in jenen Tagen blieb.


pfliegerphilipp1 dm09 kiefnerfotoPhilipp Pflieger, damals in Vorbereitung zu seiner ersten U23-EM, verzichtete auf die 5000m, zog auf der Unterdistanz über 1500m ins Finale ein und landete dort auf Platz acht. Sein damaliger Teamkollege Sebastian Zundler lief dort über 800m seine einzige Zeit unter 1:50, schob sich damit ins Finale und ebenso auf Rang acht. Die Ära der großen Telis-1500er nahm ebenfalls hier seinen Anfang. Mittelstrecken-Küken Corinna Harrer, gerade erst 18 Jahre alt und somit noch erstes Jahr weibliche Jugend A, mischte erstmals den deutschen Mittelstrecklerinnen auf, verlor zwar gegen die noch unbezwingbare Denise Krebs, rang aber mit ihrem inzwischen bekannt starken Finish Anne Kesselring praktisch auf dem Zielstrich nieder. Teamkollegin Chrissy Danner strich als Vierte im gleichen Rennen ihre beste DM-Platzierung ein. Dreispringer Manuel Ziegler gehörte auch noch der Jugend an und verfehlte als Vierter knapp die Medaillenränge. Hürdensprinterin Pamela Spindler wurde in Ulm zu einer konstanten DM-Finalistin und schaffte am Ende Platz sechs. Auch Weitspringerin Michelle Weitzel schaffte als Achte den Endkampf.

spindlerpamela1 dm09 kiefnerfotoNun, Pamela Spindler hat ihre Karriere bereits beendet und Sebastian Zundler macht als angehender Arzt nur noch Feierabendsport. Michelle Weitzel hat im Winter das Trikot gewechselt. Ulm wird sie wegen der Universiade nicht sehen. Dafür sind alle anderen dabei. Mit 22 Athleten/Innen ist ein Team niemals vorher zu Deutschen Meisterschaften angereist, dazu kommen noch drei blutjunge U18-Läufer für die integrierten Jugendmeisterschaften in der 3x1000m Staffel. Selbst die Zahl zehn wurde bisher noch nicht erreicht. Garant für die außerordentlich hohe Zahl an Telis-Teilnehmern ist die 5000m-Distanz. Gleich neun Männer und sechs Frauen haben die Qualifikationshürden des DLV überwunden, wenn sie wohl auch nicht alle über diese Strecke starten werden, weil sich durch eine Doppel-Normerfüllung auch Chancen für einen Start über 1500m ergeben.

Orth DM2012 MZ-FotoHatte man 2009 mit Coco Harrer nur eine Medaillengewinnerin in der Bilanz, reist man diesmal mit zwei Titelverteidigern an. Fernsehmoderator Wolf-Dieter Poschmann hat sie während der Liveübertragung aus Wattenscheid die Regensburger Strecke genannt. Innerhalb einer Stunde holten sowohl Corinna Harrer als auch Florian Orth auf den 1500m DM-Gold, Harrer sogar als Titelverteidigerin. In dieser blauen Stunde gelang dann auch noch Philipp Pflieger 5000m-Silber und für Dreispringer Manuel Ziegler glänzte das gleiche Metall. Nur hauchdünn jeweils auf Platz vier verfehlten Hürdensprinterin Pamela Spindler mit einer ihrer besten Leistungen überhaupt, sowie die etwas unter Wert laufende EM-Teilnehmerin Maren Kock (5000m) die Medaillenränge. Jana Soethout wurde auf der gleichen Strecke Fünfte.