Momentaufnahmen im Vorfeld der Deutschen Halbmarathonmeisterschaften

Regensburg, 27. März 2014 (orv) – Es ist bald Ostern. Sie wissen schon, das ist das Fest, an dem des Öfteren im Garten Ostereier und Osternester für die Kinder versteckt werden. Es ist derzeit noch eine Weile hin bis zu diesem lieben Brauch. Und trotzdem suche ich bereits. Keine Ostereier und auch nicht im Garten, sondern ganz einfach eine Teilnehmerliste der Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in Freiburg. Sicher, die ist erst in 10 Tagen, aber der Meldeschluss war auch schon vor 10 Tagen. Nach einigen Tagen mit einigen Telefonaten mit dem zuständigen Verband weiß ich, dass alles ein wenig kompliziert ist und ich doch wie bei vielen Dingen dafür Verständnis haben sollte.

 

Wir haben zwar inzwischen ein online-Meldeverfahren, das normalerweise prächtig funktioniert. Aber normalerweise ist eben nicht Deutsche Halbmarathonmeisterschaften. Die finden nämlich beim Freiburg Marathon statt und der hat sein eigenes Meldewesen. Deshalb geht die Meldung für jeden Läufer und jede Läuferin über ein aufwendiges Online-Formular zur Zeitmessfirma, die sammelt dann alle Meldungen und schickt sie dann wieder zurück zu den entsprechenden Landesverbänden, weil die prüfen müssen, ob die Startpassnummern stimmen und ob auch sonst alles korrekt ist. Weil das so kompliziert ist, hat das immerhin 8 Tage gedauert, vom Meldeschluss weg, versteht sich. Nun gehen die Meldungen wieder zurück zum DLV. Der gibt sie dann wieder der Zeitmessfirma und nun könnten sie eigentlich laufen, die Läuferinnen und Läufer.

Sollte ein Läufer bei der Anmeldung sein Häkchen bei „Teilnahme Deutsche Halbmarathonmeisterschaften“ vergessen haben, macht das auch nichts. Er steht jedenfalls in der Teilnehmerliste des Freiburg  Marathons unter der Rubrik Halbmarathon. Für die Deutschen Meisterschaften kann man schließlich auch noch nachmelden, wenn man nicht im Teilnehmerverzeichnis für die Deutschen Halbmarathonmeisterschaften steht. Dies sieht der Teilnehmer aber erst 10 oder auch mehr Tage nach dem Meldeschluss, weil die Teilnehmerliste des DLV eben nicht eher fertig ist. Für 100.- Euro extra kann man dann aber nachmelden, zwecks Mehraufwand bei den Verwaltungskosten.

Das mit den Kosten darf man auch nicht so ernst nehmen. In den allgemeinen Ausschreibungsbestimmungen des DLV für Deutsche Meisterschaften 2014 steht zwar, dass die Meldegebühren für Straßenläufe bis zu 25 Kilometer Länge nicht mehr betragen als 29,50 Euro pro Meldung, bei der offiziellen Meldung erfährt man aber, dass das Ganze mindestens 45.- Euro pro Nase kostet. Und die wollen die Ausrichter gleich per Lastschriftverfahren vom Konto haben, sonst kannst Du schon gleich mal nicht melden. Inzwischen hat man die Gelddifferenz zwischen Ausschreibung und Realität auch beim DLV erkannt. „Man wolle sich darum kümmern“, hieß die Auskunft am Telefon noch vor Meldeschluss. Wirklich kümmern wird man sich erst zwei Tage vor den Meisterschaften, heißt es jetzt. Und für alles soll ich nun Verständnis haben …