Ein Gemeinschaftsartikel der Telis-Nachwuchsgruppe und ihrer Trainer

trainingslager-koetzting14Bad Kötzting, im Juni 2014 (Bernarda Goldmann, Ramona Henfling, Laura Schälike, Katharina Schmalzl, Andrea Schrod sowie Georg Hofmeister und Christiane Danner) - Intensives Training statt intensiver Schulpause stand an Pfingsten für die Nachwuchsathletinnen der LG auf dem Programm. Vier Tage lang schufteten sie im Bayerischen Wald am Regen bei Bad Kötzting unter Anleitung ihrer Trainer Georg Hofmeister und Christiane Danner. Eine Trainingseinheit fand gemeinsam mit einigen Athleten und dem Trainerdes TV Kötzting statt.Für Abwechslung zum Trainingsalltag sorgten Ausflüge wie eine dreistündige Kanufahrt auf dem Regen, eine längere Bergtour auf den Kaitersberg und ein Schwimmbadbesuch. Im Folgenden schildern die Athletinnen persönlich ihre Eindrücke.

 

Training
Nach dem anstrengenden Kanufahren stand erst einmal Koordinationstraining an. Unseren nächsten Tag begannen wir mit dem Morgenlauf. Um 10 Uhr, für die meisten immer noch zu früh, fingen wir mit einem „leichten“ koordinativen Zirkeltraining an. Am Nachmittag trainierten wir gemeinsam mit den Kötztingern. Zuerst übten wir Hürden und anschließend verbesserten wir unser Können im Hochsprung. Am dritten Tag wurden wir vom Morgenlauf verschont, da wir am Nachmittag einen Gipfel erklimmen wollten. Das 10-Uhr-Training durften wir jedoch nicht schwänzen und quälten uns deshalb mit 5x30m-Sprints mit Zeitmessung ab. Am letzten Tag, auspowert von den vorangehenden intensiven Trainingseinheiten, spannten wir im Schwimmbad aus.

 

Essen und Unterkunft
Zuerst hieß es, dass wir in einem Zelt schlafen sollten, aber dann haben wir doch eine Hütte bekommen. Dort waren allerdings nur vier Betten, deswegen mussten wir noch ein Feldbett und eine Matratze aufbauen. Georg schlief im Zelt. Es war sehr stickig, eng, unaufgeräumt und warm, aber insgesamt in Ordnung. Das Essen war sehr lecker, aber wir hätten gerne jeden Tag Döner gegessen. Zum Frühstück gab es Milch, Haferflocken, Brot, Semmeln, Marmelade und Kuchen von Georgs Mama, Tee und Orangensaft. Zum Mittag- und Abendessen gab es immer etwas anderes. Das wichtigste war aber der Döner, den wir am letzten Abend selber machten.

 

Freizeitgestaltung
In unserer Freizeit spielten wir, wenn wir uns nicht gerade als Autoren betätigten, Volleyball oder beschäftigten uns mit intellektuell höchst anspruchsvollen Gesellschaftsspielen wie „Halli Galli“ oder „Tabu XXL“. Als uns die Musik von unseren Handys zu langweilig wurde, begannen wir, unsere Zeit mit eigenem Gesang zu untermalen.

Kanufahrt. Wir hatt‘n ein knall-… -rotes Kanuboot, mit diesem Kanuboot fuhr’n wir hinaus… In unseren orangefarbenen Schwimmwesten fühlten wir uns erstmal um unseren Körperumfang betrogen. Als wir dann aber feststellten, dass wir uns damit eher leichter als schwerer fühlten, konnte es losgehen. Wir konnten nicht mehr absaufen und wagten uns endlich in das Kanu. Nachdem wir es mit starken Strömungen und großen Felsen aufgenommen hatten und sogar fast gekentert wären, erreichten wir nach drei Stunden endloser Fahrt die Bootsrutsche, bei der wir nochmals nass wurden.

 

Bergtour
Wir bestiegen den Kaitersberg, der 999m hoch ist. Wegen des vorhergehenden Trainings waren wir alle anfangs platt, doch durch frische Bergluft motiviert fiel uns der Aufstieg viel leichter. Bei Heigl’s Räuberhöhle (was für ein guter Name für ein Wirtshaus) lernten wir ein österreichisches Mädchen namens Nathalie kennen, das uns in die Höhle führte. Am Gipfel angekommen schrieben wir ins Gipfelbuch folgend Worte: „Trainingslager der LG – Kaitersberggipfel – voll O.K.! Wir waren da: Nachwuchstruppe der LG“. Hätten wir Red Bull gehabt, wären wir zur Kötztinger Hütte geflogen, doch so mussten wir gehen. Nachdem wir in der Hütte keinen Döner (aber dafür Spätzle und Würstl) bekommen hatten, mussten wir uns von der erneuten Enttäuschung durch lauten und schiefen, aber beschwingten Gesang ablenken. Die Hälfte des Abstiegs übten wir „I see fire“ von Ed Sheeran, damit wir es anschließend Chrissi im Auto vorsingen konnten. Für die gute Aufnahme danken wir Martin vom Campingplatz Blaibach und Alois vom TV Kötzting. Das Trainingslager war ein voller Erfolg und wir möchten es auf jeden Fall wiederholen. Die Athleten haben sich technisch sehr verbessert, sodass sie jetzt gestärkt in die nächsten Wettkämpfe gehen können.
We see fire…