Moderner Fünfkampf stößt in die fußballlose Primetime der ARD vor

Regensburg, 4. Juli 2015 (Ring) – 18 bis 20 Uhr ist bei der ARD Sportschau-Zeit am frühen Samstagabend. Zumindest, wenn der Fußball rollt. Wer an diesem Samstag im Ersten zu dieser Zeit ins Erste rein gezippt hat, wird sich verwundert die Augen gerieben haben. Moderner Fünfkampf war angesagt, eigentlich eine Randsportart, mit seinen Weltmeisterschaften. Die ARD will anscheinend auch in der fußballlosen Zeit Sport am frühen Samstagabend in ihrem Programm haben. Wenn man in den vergangenen Jahren die Verantwortlichen des DLV auf ein flottes Abend-Finalprogramm der DM am ersten Tag der Meisterschaften angesprochen hat, war eins der Argumente „Das Fernsehen will das nicht“.

Jetzt hat der moderne Fünfkampf, der eigentlich nur alle vier Jahre, wenn Olympische Spiele stattfinden, ins mediale Rampenlicht findet, der Leichtathletik eine Steilvorlage gegeben. Warum probiert man es beim DLV nicht mal mit einer Änderung. Auch die internationalen Meisterschaften finden mit ihren Hauptprogrammen in dieser Zeit statt. Dort, wo die Deutschen Meisterschaften stattfinden, ist in aller Regel Hochsommer und kein Bundesliga-Fußball. Die Wahrscheinlichkeit von hoher, ungesunder Sonneneinstrahlung also sehr hoch und auch die Möglichkeit das Fußball-Vakuum zu füllen. Für Zuschauer, zumindest denen die auf der Sonnenseite der meist ungenügend geschützten Ränge sitzen, eine stundenlange Qual. Sozusagen Brathendlstation. Für viele, die vom Samstagseinkauf oder vom Badesee zurückkommen, durchaus eine Gelegenheit reinzuschauen – ins Stadion oder aber nur ins Fernsehgerät.

Nur wenig ändern, denkt man immer noch beim DLV. Richtig gemacht hat man sicher die neuen PR-Aktionen für einen größeren Publikumszuspruch. An die Läufer hat man aber nicht gedacht. Es sind nur vier Disziplinen, die beiden Hindernisläufe und die beiden 5000er, die direkte Sonneneinstrahlung und Hitze so gar nicht brauchen können. So jämmerlich man sie jedes Jahr sprichwörtlich ins Feuer laufen lässt, so stark ist der Eindruck, dass die Verantwortlichen jene Spezies von Athleten/Innen nicht brauchen können. Es ist ja bis auf eine Athletin bei den Weltmeisterschaften eh keine dabei. Nur ein kleiner Aspekt ist das für Samstagabend. Dafür sprechen aber auch noch viele andere Gründe. Ausprobieren könnte nicht schaden. Viele würden ganz dicke Dankeschön sagen