Fünf Telis-Asse bei den Deutschen 10.000m Meisterschaften

koller j refrath13 foto kiefner 1bb26191c9Regensburg, 2. Mai 2016 (orv) –  Ohne Titelaspirant Philipp Pflieger, der derzeit alles seinem Olympiastart im Marathon unterwirft, aber mit den aussichtsreichen U23-Leuten Franzi Reng und Tim Ramdane Cherif reist Telis-Coach Kurt Ring am kommenden Samstag zu den Deutschen Meisterschaften über 10.000m ins niedersächsische Celle. „Kein Grund zur Aufregung, es ist alles im grünen Bereich, wir möchten es einfach nach der kleinen Geschichte an Philipps Patellasehne betont ruhig angehen. Er ist wieder gesund und kann voll trainieren“, wiegelt Telis-Teamchef Kurt Ring jegliche Spekulationen in Richtung seines Marathon-Olympioniken ab. Im Gepäck hat er trotzdem zwei Asse, die zumindest in der U23 für Medaillen sorgen könnten, vielleicht sogar für drei, weil Franzi Reng nicht nur eine Trepperlkandidatin in der Nachwuchsklasse ist, sondern hinter Titelverteidigerin Fate Tola (LG Braunschweig) und Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) auch bei den Frauen auf Bronze spekulieren kann. Bei den Junioren kann sich Tim Ramdane Cherif zwar noch nicht mit Amanal Petros (SV Brackwede) messen), an einem guten Tag aber durchaus alle anderen schlagen.

Für den Dritten der Deutschen Halbmarathonmeisterschaften Jonas Koller (LG Telis Finanz) geht’s in erster Linie mal darum, seinen nun schon zwei Jahre alten Hausrekord von 29:48min wegzuräumen. „Seine Form ist gut, die Zubringerwerte in der Unter- und Überdistanz bestens, er ist gesund und wenn er sich nicht selbst im Wege steht, müsste es was werden“, sagt Kurt Ring zu den Aussichten seines Schützlings. Wie weit vorne er dann landen wird im nach deutschen Regelwerk wilden Gemenge aus Einheimischen und ostafrikanischen Asylbewerbern wird das Rennen selbst zeigen. Die 30-Minuten-Grenze ist auch Tim Ramdane Cherifs Geheimplan, dem sein Coach Kurt Ring „einmal ein Rennen ohne die berühmten Ramdane-Hänger in der Mitte des Rennes wünscht, so wie am zurückliegenden Samstag bei der 3000m Challenge.“

Franzi Reng ist als Straßenläuferin in diesem Jahr mit ihrer überraschenden Halbmarathon-EM-Qualifikation angekommen. Schon im letzten Jahr verblüffte sie auf dem Asphalt mit einer 33:53 über 10km und Platz 5 bei der Frauen-DM. Eigentlich müsste so eine Leistung auch auf den 25 Runden auf der Bahn zu realisieren sein. „Wer mit 34:05 beim Halbmarathon angeht und dann fast genauso schnell weiterläuft, sollte im Stadion zumindest mit einer mittleren 33er Zeit keine Probleme haben. Gottseidank wird es in Celle nicht allzu kalt, sonst braucht sie wieder eine Aufwärmphase und dann wird’s die ersten zwei Kilometer langsam“, sagt schmunzelnd ihr Trainer Kurt Ring dazu. Für Teamkollegin Luisa Boschan, die auch schon bei der Halbmarathon-DM als Sechste mehr als überzeugte, kann’s Richtung 34:00 gehen, wenn sie das 21,1km-Rennen bis Celle gut weggesteckt hat. Drunter ist schon mal die dritte Telis-Frau im 10.000m-Paket, Carolin Aehling, geblieben. Die braucht aber noch nach ihrer langen Verletzungspause Zeit, um wieder an alte Zeiten anschließen zu können. Immerhin wurde sie im März Süddeutsche und Bayerische Meisterin mit einer 35:53min.