Zum ersten Mal gibt es Orth und Orth auf dem Kunststoffoval

KockOrth2 DM15 SchaakefotoRegensburg, 05. Mai 2017 (orv) –  Kalifornien ist nicht gleich um die Ecke, schon gar nicht, wenn man den Trip aus dem vollen Berufsleben heraus gestalten muss. Für Maren und Flo Orth ist der Start beim Payton Jordan Invitational in Palo Alto ein Novum und doch keins. Zum einem werden erstmals Orth und Orth an der Startlinie über 5.000m stehen, zum anderen kennen sie das Ganze aus dem letzten Jahr. Maren lief damals als Frau Kock mit 15:24,73min hauchdünn an der Olympianorm vorbei und für Flo war es „ein Satz mit X“, weil die Uhren für ihn nach einem recht unrhythmischen Rennen erst im 13:40er-Bereich stehen blieben. „Das Unmögliche möglich machen“, nennt Telis-Teamchef Kurt Ring  Unternehmen, „die Richtwerte für die Weltmeisterschaften in London wurden im Gegensatz zu Rio noch einmal auf 13:22,60 und 15:22,00 Minuten leicht verschärft. Trotz alledem, an einem guten Tag ist alles möglich, Maren hat es im letzten Jahr fast bewiesen.“

Freilich, eine echte Formbestimmung vor dem Rennen ist am absoluten Beginn der Bahnsaison nach harten Trainingswochen immer nur bedingt möglich. Während Florian Orth wohl schon wenige Wochen drauf einen weiteren Versuch über die zwölfeinhalb Runden entweder im belgischen Oordegem oder im holländischen Hengelo starten wird, ist Maren Orths Plan eher der, wieder auf die 1500m zu wechseln. „4:07,50 sind kein Hexenwerk. Mit einer erfolgreichen Normerfüllung über 5.000m wäre jedoch von vornherein der Druck weg“, meint Kurt Ring zum Ganzen. Am frühen Samstagmorgen gegen sechs Uhr wissen wir mehr. Die beiden Läufe finden am Freitagabend um 20.50 Uhr (Frauen) und 21.10 Uhr (Männer) nach kalifornischer Zeitrechnung statt. Noch ein wenig später wird auch ein weiterer Rio-Starter ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Richard Ringer (Friedrichshafen) will um 22.06 Uhr über 10.000m erstmals unter 28 Minuten bleiben und die Norm für die WM in London (27:45,00min) knacken.