Starkes Telis-Aufgebot bei der diesjährigen DM über 10.000m

DattkeMiriam1 Berlin 5000m 2017 KiefnerfotoRegensburg, 8. Mai 2017 (orv) –  Bei Deutschen Meisterschaften über die längste Bahndistanz, den 10.000 Metern, waren Medaillen und Titel die ständigen Begleiter der meist zahlreich vertretenen Läufer-Armada der LG Telis Finanz. Das ist auch 2017 nicht anders, wenn am kommenden Samstag im sächsischen Bautzen die neuen Meister/Innen gesucht werden. Die besten Aussichten auf ganz nach oben hat Miriam Dattke über die 5.000m der weiblichen U20, einem Wettbewerb, die innerhalb den 10.000m-Meisterschaften ausgetragen wird. Die Neu-Regensburgerin hat erst vor knapp zwei Wochen mit der drittbesten Zeit (16:05,88min) überzeugt, die jemals eine deutsche Jugendliche gelaufen ist und damit souverän die Qualifikationsleistung für die U20-Europameisterschaften Mitte Juli in Grosseto erfüllt. Mit etwas Glück können bei den Entscheidungen über die 25 Runden bei Frauen und Männern auch die Telis-Athleten Corinna Harrer, Thea Heim und Simon Boch in Medaillennähe kommen.

„Miriam kann in Bautzen völlig entspannt antreten. Die Quali für Grosseto hat sie locker erfüllt. Die Wahrscheinlichkeit, dass drei ihrer deutschen Kolleginnen schneller als 16:05,88 Minuten laufen, geht gegen Null und Deutsche Meisterin ist sie heuer mit dem Titelgewinn im Halbmarathon der U23 auch schon geworden. Es läuft alles auf ein Duell mit Dauerrivalin Lisa Oed (Hanau-Rodenbach) hinaus, der sie bei der Cross-DM nach einem großen Rennen unterlegen ist“, sagt dazu ihr Coach Kurt Ring. Für die Hanauerin ist die Aufgabe ungleich schwerer. Sie muss jene geforderten 16:37,50 für die U20-EM erst noch laufen und mit einer Vorleistung von 17:07,59min sollte das gar nicht so einfach sein. Zündstoff hat das Rennen damit genügend und für Spannung wird auch gesorgt sein.

Bei den Damen weiß Corinna Harrer, wie sich ein DM-Titel über 10.000m anfühlt. 2014 schlug sie in Aichach Favoritin Sabrina Mockenhaupt und unterbot damals die EM-Norm mit der Siegerleistung von 32:27,75min. Nach 500 Tagen Verletzungspause in den Jahren 2015/16 ist die Regensburgerin von der LG Telis Finanz aber noch nicht ganz so weit, um vorne mitzumischen. Klare Favoritin ist hier Senkrechtstarterin Alina Reh (SSV Ulm), im Vorjahr U20-Doppel-Europameisterin auf den langen Strecken und Aspirantin auf eine 31er-Zeit. Dass sie das auch alleine kann, hat sie erst vor kurzem über die halb so lange Distanz bewiesen, als sie sich in Berlin auf 15:16,39min steigerte und sofort die Weltmeisterschaftsnorm für London knackte. Silber sollte Altmeisterin Sabrina Mockenhaupt (LT Haspa Marathon Hamburg) einkassieren. Dahinter ist vieles möglich, auch für Langstrecken-Neueinsteigerin Thea Heim (LG Telis Finanz), die als Vierte schon bei der Halbmarathon-DM überraschte und auf jeden Fall deutlich unter 34 Minuten laufen will.

Bei den Herren gehört Simon Boch auf Grund seines fulminanten Spurtvermögens zu den Medaillenanwärtern, wenn die Pace unterwegs nicht allzu forsch ist. „Mit 29er-Zeiten müssen sich er, sowie seine Teamkollegen Jonas Koller und Tim Ramdane Cherif auf alle Fälle beschäftigen, was vor allem ein wenig Mut auf der ersten Hälfte erfordert“, stellt Telis-Teamchef Kurt Ring eine Vorgabe in den Raum, von der er überzeugt ist, dass alle Drei das können. Mit Julia Galuschka gehört in der W35 eine weitere Athletin der LG Telis Finanz zu den Anwärterinnen auf Gold, wenn sie nicht im weitaus stärker besetzten Frauen-Rennen antritt.