Mona Mayer und Emma Heckel bei U23-DM jeweils Zweite

Heckel1 Doerfel 2021 DMU23 KiefnerFoto

Koblenz, 27. Juni (orv) -  Sie wollte die Norm unter allen Umständen, jetzt ist Mona Mayer von der LG Telis Finanz Regensburg mit 52,79sec als Einzelstarterin bei den U23-Europameisterschaften in Tallinn (8.-11. Juli) über 400m dabei. Mit der im U23-DM-Vorlauf erzielten überragenden neuen persönlichen Bestleistung ging sie tags darauf in Koblenz als Mitfavoritin ins Finale. Dort gab sie alles, was nach dem fulminanten Vorlauf in ihrem Körper noch steckte. Kopf an Kopf stürmte die 20-Jährige  mit der alten und neuen Meisterin Luna Thiel (VfL Eintracht Hannover) die Zielgerade herunter. Am Ende fehlte der Regensburgerin eine winzige Zehntelsekunde zum Sieg. Hinter der Hannoveranerin, die mit 53,11 Sekunden immerhin nun als zweite deutsche Läuferin nach Mayer die U23-EM-Norm knackte, rannte die Telis-Sprinterin mit 53,21sec ihre bisher überhaupt zweitbeste Zeit. Dritte wurde Brenda Cataria-Byll (LG Olympia Dortmund) mit 53,35sec bei recht windigen Verhältnissen. Noch so ein Rennen in Estland und der Einzel-Finalplatz sowie die Medaillenchance über die am Schlusstag mit der deutschen Mannschaft anstehende 4x400m könnte durchaus Realität werden.

 

Auch in Tallinn dabei, nur eben eine Woche später bei der U20-EM (15.-18. Juli) ist Mayers Teamkollegin Emma Heckel über 5.000m. Jetzt, in Koblenz ließ sie von Anfang an bei extrem Langstrecken unfreundlichen hohen Temperaturen nichts anbrennen, drückte zehn Runden lang permanent auf’s Tempo und war dann auch schon bei der Hälfte mit der haushohen Favoritin Blanca Dörfel vom SCC Berlin im Gepäck weit weg von der übrigen Konkurrenz. „Sie wollte einfach vor der EM zeigen, dass sie besser ist, als ihre bisherige Bestleistung von 16:20,21 Minuten. Das ist ihr hervorragend gelungen“, kommentierte Coach Kurt die etwas ungewöhnliche Renntaktik. Allein Dörfel konnte bis zum Schluss  Paroli bieten. Mit einem scharfen Konter auf den letzten beiden Runden brachte die junge Dame vom Hauptstadtclub SCC den Titel mit 16:20,38min sicher nach Hause. Für das Telis-Nachwuchstalent bleiben die Uhren bei 16:25,17min stehen. „Genauso wie schon bei Mona Mayer muss festgehalten werden, dass die gewonnene Silbermedaille absolut kein verlorenes Gold war“, meinte dann auch Telis-Teamchef Kurt Ring.

Auch Nancy Randig, die Hammerwerferin vom SWC Regensburg, ließ sich in Koblenz nicht lumpen. Ihr vier Kilogramm schweres Gerät flog auf genau 62 Meter hinaus: Bestleistung und nur knapp drei Meter unter der U23-EM-Norm. Das Regensburger Wurftalent hatte wieder einmal gezeigt, dass in großen Wettkämpfen auf sie Verlass ist. Knapp am Edelmetall vorbei schrammte Telis-Dreispringer Benedikt von Hardenberg. Sein bester Sprung wurde mit 14,61m gemessen. Am Ende fehlten sieben Zentimeter für’s Trepperl. Die Jugendliche Sabrina Hafner (LG Telis Finanz) komplettierte den Regensburger Fünferpack bei der U23-DM. Sie blieb über 100m und 200m mit 12,19sec und 24,60sec noch jeweils in den Vorläufen hängen.