Miriam Dattke scheidet beim Marathon in Valencia mit Bauchkrämpfen aus
Konstantin Wedel debütiert bei schwierigen Verhältnissen mit guten 2:14:41h

HeckelEmma2 5000m Europarekord Kiefnerfoto
Boston, Valencia, 4./5. Dezember 2021 (orv) – Für Emma Heckel (LG Telis Finanz Regensburg) hat sich der USA-Kurztrip unmittelbar vor den Crosslauf-Europameisterschaften in Dublin absolut gelohnt. In der altehrwürdigen Halle zu Boston pulverisierte sie den U20-Europarekord auf den in Deutschland in der Halle sehr selten gelaufenen 5.000m mit fabelhaften 15:41,07 Minuten. „Weniger der Rekord selbst als die Zeit selbst von Emma ist die eigentliche Sensation. Die 15:41,07 Minuten sind ein echter Knaller“, sagte ihr Regensburger Heim-Coach Kurt Ring zum Ergebnis. Das Telis-Küken war bei ihrem Bostoner Sturmlauf nicht nur fünfzehn Sekunden schneller als Deutschlands beste Jugendliche 2021 in dieser Disziplin, Blanka Dörfel vom SCC Berlin. Die führt mit ihren 15:56 Minuten noch immer das europäische Ranking für das zurückliegende Jahr im Freien an. Mit breiter Brust kann Emma Heckel nun am kommenden Wochenende zu den Cross-Europameisterschaften nach Dublin anreisen und vielleicht sogar in den Kampf um die Medaillen eingreifen, auch wenn „ihr das Laufen im tiefen Matsch weniger liegt.“

Beim topbesetzten „41th Trinidad Alfonso EDP Valencia Marathon“ musste Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg) mit starken Magenkrämpfen das Rennen bei Kilometer 34 beenden, nachdem sie 30 Kilometer flott unterwegs gewesen war, die Halbmarathonmarke mit 1:11:32 Stunden überquert hatte und dann leider bei Kilometer 28 den Kontakt zu ihrer riesigen Laufgruppe verloren hatte. „Das war an diesem echt stürmischen Tag das eigentliche läuferische Todesurteil“, kommentierte ihr am Rande der Strecke mitleidender Coach Kurt Ring das Unheil für seine Topläuferin, „sicherlich war der Angang zu schnell, aber was hätte sie sonst machen sollen?“ Die eigentlich auf eine Endzeit von 2:26 Stunden ausgerichtete Pace  entwickelte sich ab Kilometer 25 plötzlich Richtung 2:22 Stunden. „Meine Beine waren noch frisch, doch der Magen revoltierte so sehr, dass ich einfach stehen bleiben musste“, gab Miriam Dattke anschließend den Tränen nahe zu Protokoll.  

Auch Teamkollege Konstantin Wedel haderte am Ende mit dem Wind. „Solange ich in einer größeren Gruppe mitlaufen konnte, war alles bestens. Als die Jungs aber anzogen und ich nicht mehr folgen konnte, wurden meine Durchgangszeiten vor allem in den Gegenwindpassagen immer langsamer. Mit meinen 2:14:41 Stunden im ersten Marathonlauf bin ich trotzdem sehr zufrieden“, meinte der Regensburger am Ende von strapaziösen 42 Kilometern zu seinem Lauf. In Regensburg ist er nun nach Simon Boch, Philipp Pflieger und Julian Flügel viertschnellster Marathoni aller Zeiten. Pflieger und Flügel waren immerhin 2016 bei den Olympischen Spielen dabei und Regensburgs bisher Bester Simon Boch verfehlte 2021 das Olympiaticket nur hauchdünn bei erfüllter Norm.