Für Telis Marathon Topquartett sind die Deutschen Meisterschaften über 10.000m nur einer von vielen Schritten zur EM Bestform

BochSimon1 BLV10k 2022 Kiefnerfoto
Regensburg, 2. Mai2022 (orv) – Miriam Dattke, Domenika Mayer, Simon Boch und Konstantin Wedel (alle LG Telis Finanz Regensburg) zählen bei den am 7. Mai in Pliezhausen stattfindenden Deutschen Langstreckenmeisterschaften über 10.000m zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter/innen. Im Gegensatz zu vielen ihrer Konkurrenten/innen haben sie keinen Qualifikationsdruck Richtung Europa- oder Weltmeisterschaften im kommenden Sommer. Alle Vier haben ihre Hausaufgaben dafür bereits erledigt. „Sie werden mit ziemlicher Sicherheit Teil eines zwölfköpfigen deutschen Marathonteams für den in den Straßen von München stattfindenden EM-Marathons sein“, sagt dazu Telis Teamchef Kurt Ring. Zum limitierten Kreis der Läufer, die bereits die 29-Minuten-Barriere auf der längsten Bahndisziplin durchbrochen haben, zählen dann auch ihre ebenfalls an der Startlinie stehenden Teamkollegen Filimon Abraham (pB 28:46min) und Dominik Notz (pB 28:58min). Für das erst 15 Jahre alte Telis Nesthäkchen Franziska Drexler geht es über 5.000m der weiblichen U20 um Titelehren. Ein Vorderplatz ist ihr nach ihrem tollen Auftritt bei den Bayerischen Meisterschaften mit dem neuen U16-Landesrekord von 16:41,30 Minuten zuzutrauen.

Miriam Dattke geht mit einem letztjährigen Hausrekord von 31:33,77 Minuten ins Rennen. In Hinblick einer Teilnahme beim drei Wochen später in Pacé bei Rennes (Frankreich) stattfindenden 10.000 Meter-Europacup hat sie die dafür geforderten 33:00,00 Minuten damit bereits im Gegensatz zur übrigen Konkurrenz abgeliefert. „Das ist für mich eine komfortable Situation. Meine Gegnerinnen müssen sich notgedrungen um das nötige Tempo kümmern und ich brauch dann als bekannt schlechte Starterin in den ersten Runden nur hinterher laufen“, sagt die Regensburgerin zum bevorstehenden Meisterschaftskampf, „Respekt vor einigen habe ich allemal, weil Katharina Steinrück im diesjährigen Vorfeld auf der Straße schon 31:53 Minuten gelaufen ist und meine Trainingspartnerin Meni Mayer diese Leistungsprofil durchaus auch liefern kann.“ „Natürlich will Domenika auch zum EC Cup, Platz drei oder eine Zeit um die 32:00 Minuten sollten dafür reichen“, sagt dazu ihr Trainer und Ehemann Christian Mayer. Mit Maria Kerres und Svenja Ojstersek bringt die LG noch zwei Läuferinnen an den Start, die auch schon eine 33er-Zeit in ihrem Portfolio haben.

„Wie schnell ich in Pliezhausen laufen werde, entscheiden meine Gegner. Natürlich will ich vorne mitmischen“, sagt Simon Boch zum Kampf um die Medaillen. „Seine 13:41 Minuten über die halb so lange Distanz, Ende April bei einem international besetzten Rennen im spanischen Malaga gelaufen, zeigen, dass er das kann“, bestätigt ihn sein Coach Kurt Ring. Für Konstantin Wedel könnte im Schwäbischen der Traum der ersten 28er-Zeit wahr werden. „Als gewieftem Meisterschaftsläufer mit etlichen DM-Medaillen im Gepäck traue ich bei einem taktisch geprägten Rennen genauso wie seinen Teamkollegen Filimon Abraham und Dominik Notz den Sprung auf’s Trepperl zu“, zeigt sich Kurt Ring durchaus optimistisch für die Männerentscheidung.

Qualitativer Nachwuchs ist natürlich auch im Telis Langstrecken-Tross dabei. Neben der bereits erwähnten Franziska Drexler werden über 10.000m der U23-Junioren Tobias Ritter und Tobias Prater und bei den U23-Juniorinnen die Fünfte der letztjährigen 5.000m Entscheidung Hanna Bruckmayer, sowie Luisa Mlinzk an der Startlinie stehen, alle mit dem Ziel „möglichst weit vorne im Klassement ihrer Altersklasse zu landen“ und dabei „dies mit neuen persönlichen Bestleistungen zu tun“.