Langhürdler Joshua Abuaku und Luke Campbell wollen WM-Norm angreifen

100mH F Gala 2018 Kiefner FotoRegensburg, 3. Juli 2019 (orv) –  Die Langhürdler kommen seit Jahren gerne nach Regensburg. Bundestrainer Volker Beck schwört auf die Uni-Rundbahn. Zwei seiner Schützlinge, Joshua Abuaku und Luke Campbell (beide LG Eintracht Frankfurt) sind letztes Wochenende in La Chaux-de-Fonds mit 49,49 und 49,56 Sekunden schon ganz nah an die WM-Norm (49,30sec) herangelaufen. Auch der Dritte der Deutschen Bestenliste über 400m Hürden, Constantin Preis (VfL Sindelfingen) kratzt mit 50,12 Sekunden schon heftig an der 49er Zeit. Konkurrenz aus Großbritannien kommt mit Jack Laurie (sb 50,42sec). Bei den Frauen werden Carolina Krafzik (VfL Sindelfingen) und Sylvia Schulz (TSV Bayer 04 Leverkusen) mit Zeiten knapp unter 58 Sekunden mit der Südtirolerin Carin Agreiter um den Sieg kämpfen. Auch die Tschechin Katarina Ulrichova kann durchaus in solche Sphären vorpreschen.

Den Ton über 100m Hürden der Frauen werden die beiden Österreicherinnen Stephanie Bendrat und Beate Schrott angeben. Beide können in Regensburg unter 13 Sekunden laufen und erfüllen dann mit Sicherheit die ÖLV-Limits für die WM in Doha. Deutschlands Topläuferinnen sind in diesem Jahr nicht da. Bundestrainer Rüdiger Harksen findet das „ein wenig schade“, begründet dies aber mit der extremen Häufung höherwertiger Meetings zum Zeitpunkt der Gala. „ Am Tag zuvor findet in Lausanne ein Diamond League Meeting statt, deshalb fehlen in Regensburg nicht nur Cindy Rohleder, sondern einige mehr, die sonst hier auf Bestzeitenjagd gehen“. Am nächsten könnten den beiden Österreicherinnen Kate Sarah Lavin (Irland) und Monika Zapalska (TV Wattenscheid 01) kommen. Gute Zeiten wird’s auf jeden Fall geben: Kommt der Wind von der verkehrten Seite, wird in Regensburg die Laufrichtung einfach gewechselt.

Im Weitsprung der Frauen streiten sich Tina Pröger (TSV Zirndorf) und die Salzburgerin Ingeborg Grünwald im Bereich von etwas mehr als sechs Metern um den Sieg, im Hochsprung tun dies Lea Germay aus Reutte in Tirol (pB 1,77m) und die Münchnerin Nadine Lanners (pB 1,70m). Bei den Herren gilt der noch Jugendliche Yannick Wolf (LG Stadtwerke München) mit einer Bestleistung von 7,62m als Favorit, sein Teamkollege David Faltenbacher steht ihm da mit 7,57m kaum nach. Trainiert werden beide von einer ehemaligen Regensburger Leichtathletik-Größe: Richard Kick verpasste als Dreispringer 1972 nur ganz knapp als amtierender Deutscher Dreisprungmeister die Teilnahme an den Olympischen Spielen in München. Nur vier Teilnehmer starten im Hochsprung der Männer. Klarer Favorit ist hier der Tscheche Marek Bahnik mit einem Hausrekord von 2,20m.