© Lothar Pöhlitz* - 20. Juni 2020 - Es ist für alle nicht leicht in den Corona Wochen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Vor allem die Läufer und ihre Trainer, denen die höchsten Ziele des Jahres – die Deutschen Meisterschaften – bisher verwehrt werden, aber auch denen im DLV die an die „Vorgaben von oben“ gebunden sind. Leider haben sie und die dafür verantwortlichen Bundestrainer denen im Heimtraining keine Alternative und Strategie empfohlen, nachdem viele mit der Pandemie bereits in ein großes Loch gefallen sind.
Nun ist aber, mit den vielfältigen Lockerungen im Lande Zeit einmal, nachdem allerorts mit Trainings-Wettkämpfen viele „ihren Willen kundtun“, einmal den Läufern und ihren Coaches ein paar Gedanken und Erfahrungen zu übermitteln damit vor allem das für alle wichtige Jahr 2021 möglichst gut gelingt. Die Mittel- und Langstrecken werden auch, da bin ich sicher, nach der Pandemie in der Welt-Leichtathletik eine große Rolle spielen.


Regensburg, 14. Juni 2020 (orv) – Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat mit Stand Anfang Juni alle Straßenlaufmeisterschaften des Jahres 2020 abgesagt – die nachzuholenden aus dem Frühjahr und jene, die im Herbst noch kommen sollten. Grund dafür sollen die nicht erfüllbaren Hygiene- und Abstandsregeln sein, für deren Verschärfung speziell in der Leichtathletik die Funktionäre schon anfangs alles taten, was ihnen möglich war. Der Langstreckenlauf hat indessen in Deutschland trotz Pandemie nie pausiert ohne Schlagzeilen für eine drastische Erhöhung der Neuerkrankungen zu sorgen. Was die Funktionäre von Beginn an vergaßen: Die Leichtathletik ist ein kontaktloser Sport, speziell auch das Laufen. Während alle anderen Disziplinen am Höhepunkt der Erkrankungen trainingstechnisch zaubern oder pausieren mussten, konnten Langstreckenläufer problemlos trainieren. Sport, alleine betrieben, war immer erlaubt.
Regensburg, 13. Juni 2020 (
Regensburg, 13. Juni 2020 (Claus-Dieter Wotruba/MZ) - Eine deutsche Meisterschaft ohne Laufentscheidungen über 1500, 3000m Hindernis oder 5000 Meter? Das ist die derzeitige Corona-Modalität des Deutschen Leichtathletik-Verbandes und sorgt bei Laufvereinen wie der LG Telis Finanz Regensburg für Entsetzen. Teammanager Kurt Ring erklärt im Interview, was das für Auswirkungen und dass ein erster Läufer bereits Konsequenzen gezogen hat. Aber es gibt auch schon Ideen aus der Oberpfalz, wie die Schwierigkeiten gelöst werden sollen. Im Juli sollen erste Wettbewerbe stattfinden – und die traditionelle Sparkassen-Gala vielleicht doch noch nachgeholt werden können. 


