Hanna Bruckmayer glänzt in Wien mit Hallenbestleistung über 1.500m

Wien, 23. Februar 2026 (orv) – Hanna Bruckmayer, Top-Läuferin der LG Telis Finanz Regensburg, macht es meist ein wenig kompliziert bei der Ausübung ihrer Tätigkeit. 2025 erregte die Studentin für Ernährungswissenschaften mit einer sensationellen Steigerung über 1.500m auf 4:16,48 Minuten für nationales Aufsehen, nachdem sie eigentlich schon Urlaub mit einer amerikanischen Läuferfreundin machen wollte. Bei einem Heimatbesuch in Regensburg erzählte sie ihrem Coach Kurt Ring so nebenbei, dass sie ihre Kollegin zu einem Wettkampf nach Frankreich begleiten wolle. Da ihr Saisonabschlusstraining auf der Regensburger Rundbahn am Oberen Wöhrd immer noch eine Topform signalisierte, überzeugte sie ihr Trainer spontan, dort in der Nähe von Paris auch selbst zu starten. Das Ergebnis war superb: Hanna Bruckmayer lief mit 4:16,48 Minuten erstmals deutlich unter 4:20 und der schon beiseite geschobene DM-Start wurde wieder reaktiviert.
In Dresden sorgte die Regensburgerin im Endlauf nach ihrem eigentlich nicht erwarteten Finaleinzug wieder für Dramatik pur. Als völlig überraschende Siebte stürzte sie auf Ziellinie so schwer, dass sie mit einem Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden musste und auf Grund einer sechswöchigen Trainingspause der Rest der Saison futsch war. Neues Jahr, neues Glück. Ziel war diesmal die Hallen-DM im Februar. Da das Gespann Ring-Bruckmayer auch im „Fernverkehr“ in Sachen Training fast perfekt kann, machte man sich keinerlei Gedanken über die nötige Qualifikationsleistung. Die sollte praktisch nach einer sehr guten Vorbereitung mit links bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften Ende Januar fallen. Doch Hanna wäre keine echte Dramaqueen, wenn mal etwas Langgeplantes reibungslos funktionieren würde. Pünktlich zum Beginn des neuen Jahres legte sie ein viraler Erkältungsinfekt für Wochen flach und wieder war die Form und der DM Start im Eimer, weil der Meldeschluss viel zu früh kam und in dieser Zeit an einen nötigen Quali-Wettkampf nicht zu denken war.
„Wenn ich schon nicht die Hallen DM laufen kann, möchte ich zumindest einmal in der Halle gut laufen. Kannst Du mich wieder wie letzten Sommer auf die Schnelle in Form bringern? In Wien ist ein internationales Hallenmeeting. Da könnte ich noch reinkommen“, bettelte sie bei ihrem Coach. Der erklärte ihr zunächst, dass das eigentlich Harakiri sei und zu neunzig Prozent schief gehen könne. Doch seine Athletin ist eine, die das Unmögliche nicht ausschließt, Ungewöhnliches umsetzt und einfach nur mal macht.
Am Samstag war dann die Nagelprobe und die Story ist sehr schnell erzählt. In einem tollen Alleingang gewann Hanna Bruckmayer das Wiener 1.500m Rennen mit einem Alleingang vom ersten Meter weg in neuer persönlicher Hallenbestzeit von 4:22,06min. Der DM Einsatz ist zwar trotzdem weg, weil der 1.500m Vorlauf schon acht Tage später angesetzt ist und die Meldeliste längst geschlossen ist, das gegenseitige Vertrauen in die alles andere als leichte Fernbetreuung der beiden aber erneut gewachsen – und das macht schier Unmögliches oft doch noch möglich. „Bei Hanna musst du stets mit allem rechnen, sowohl im Glück als im Unglück. Das macht aber das Ganze oft so spannend“, sagt dazu Ring.





