5000 m / 10000 m - eine Unter-, Überdistanz- und mentale Herausforderung

© Lothar Pöhlitz* – 17. Oktober 2019 - Nicht erschrecken, die neue GA-Zeitrechnung bedeutet, dass alles schneller geht als über Jahre gewohnt. Bis 2017 sind bereits mehr als 100mal Läufer in der Welt schneller als 27 Minuten und 60mal Läuferinnen schneller als 30:30 Minuten über 10000 m gelaufen. Die derzeitigen Weltrekorde liegen bei den Frauen bei 29:31.78 – bei den Männern bei 26:17.53 Minuten. Dabei wissen wir natürlich nicht, welche unterstützenden Mittel dabei eine Rolle spielten. Die bestehenden Deutschen Rekorde wurden von Dieter Baumann 1997 mit 27:21,53 (West) und von Kathrin Ullrich 1991 (Ost) mit 31:03,62 aufgestellt. 27 Jahre nach Baumanns und Ullrichs Rekorden steigerte beim Europa-Cup 2018 in London Richard Ringer seine Bestzeit von 28:05,96 Minuten gleich um eine halbe Minute, auf 27:36.52 und die 20jährige Mariam Dattke 2019 auf 32:29,45 Minuten. Bis August 2019 liefen Amanal Petros 27:52,25 und Alina Reh 31:19,87. Damit werden weitere erfreuliche Schritte in Richtung der Wunschziele deutscher Elite, nachdem Ringer schon 2015 mit 13:10,94 Min. über 5000 m näher an die Weltspitze gerückt war, deutlich. Hoffnung macht auch Schremls 5000 m Gold bei der U20-EM, es zeigt das wir es auch können, unterstreicht aber auch den schweren langen Weg für uns bis unter 27 Minuten für Männer bzw. unter 31 Minuten für Frauen. Dafür braucht vor allem der zu lange vernachlässigte Langstrecken-Nachwuchs weitere Hilfen. Hier geht´s weiter bei der Leichtathletik Coaching Academy ...


Köln, 13. Oktober 2019 (orv) – Obwohl kein Freitag, entwickelte sich der 13. Oktober für viele Marathonis beim Kölner Marathon zum Unglücksdatum. Stürmisches Wetter und schnell ansteigende Temperaturen bis zu sommerlicher Schwüle bei über zwanzig Grad waren alles andere, was sich Tausende vom Rennen erwartet hatten. Der mit dem Ziel Olympianorm ins Rennen gegangene Wattenscheider Hendrik Pfeiffer gewann zwar mit 2:15:19h, musste aber auf den letzten Kilometern kräftig Federn lassen. "Ab Kilometer 30 hat sich abgezeichnet, dass es schwer wird mit der Norm. Aber wenn ich ehrlich bin, wäre das auch mit Tempomachern und optimaler Getränkeversorgung schwer gewesen", sagte er bei der Siegerehrung. Mit einer eine positiven Überraschung überzeugte auf Platz zwei Erik Hille von der LG Telis Finanz Regensburg, der sich bei seinen 2:18:33h gegenüber seiner bisherigen Bestzeit um über sechs Minuten steigerte. Für Verblüffung sorgte Deborah "Debbie" Schöneborn (LG Nord Berlin). Die 25-Jährige lief bei ihrem Marathon-Debüt in 2:31:18 Stunden nicht nur als erste Frau über die Ziellinie, sondern auch als vierter Teilnehmer des Gesamtfeldes. Zwischenzeitlich sah es sogar danach aus, als könne sie die Olympia-Norm (2:29:30 h) unterbieten.
Berlin, 25. September 2019 (leichtathletik.de) - Äthiopiens Superstar Kenenisa Bekele und Kenias dreimalige BMW Berlin-Marathon-Siegerin Gladys Cherono stehen spitzensportlich im Mittelpunkt bei der 46. Auflage des größten und hochklassigsten deutschen Lauf-Spektakels am kommenden Sonntag. Philipp Pflieger, Anna Hahner und die aus Äthiopien stammende Debütantin Melat Kejeta sind die aussichtsreichsten deutschen Starter, sie haben die Olympia-Norm im Blick. Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) ist der stärkste deutsche Läufer im Rennen. Seine Bestzeit von 2:12:50 Stunden ist genau 80 Sekunden von der Olympia-Norm für Tokio 2020 entfernt. Diesen persönlichen Rekord lief er 2015 in Berlin. Er will sich an der Olympia-Norm von 2:11:30 Stunden versuchen. Während Philipp Baar (SCC-Events Pro-Team) verletzungsbedingt passen musste, kann man einem Trainingspartner von ihm die Norm zutrauen: Der Österreicher Valentin Pfeil lebt und trainiert seit diesem Jahr in Berlin. Er steigerte sich im Frühjahr in Wien bereits auf 2:12:55 Stunden. 


