2:10:48 bei widrigsten äußeren Bedingungen im Alleingang

Dresden, 21. März 2021 (leichtathletik.de) - Bereits ab Kilometer 13 war er bei Wind und Kälte auf sich alleine gestellt. Simon Boch zog durch – und belohnte sich dafür mit der Olympia-Norm: Beim Dresdner Citylauf rannte der Regensburger am Sonntag sein Marathon-Debüt in starken 2:10:48 Stunden. Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg) hat am Sonntag im Rahmen des itelligence Citylaufs der Laufszene Sachsen in Dresden ein in vielerlei Hinsicht bemerkenswertes Marathon-Debüt gefeiert. Lediglich bis Kilometer 13 hatte der 26-Jährige auf dem 2,5 Kilometer langen Rundkurs im Dresdner Großen Garten Begleitung von seinem Teamkollegen Tim Ramdane Cherif. Dann war er bei Wind und empfindlichen Temperaturen auf sich alleine gestellt. In 2:10:48 Stunden bleib er dennoch unter der Olympia-Norm. Den glänzenden Schlusspunkt unter den langen Dresdner Lauftag setzten die Läuferinnen im zweiten Halbmarathon-Rennen. An der Spitze rannte die Schweizerin Fabienne Schlumpf in 1:08:27 Stunden zu einem neuen Landesrekord. Dahinter steigerte Domenika Mayer (LG Telis Finanz Regensburg) – für die sich Tim Ramdane Cherif ein weiteres Mal als Tempomacher verdient machte – ihre Bestzeit um satte 2:40 Minuten auf 1:09:52 Stunden. Sie sortierte sich damit auf dieser Strecke zwei Plätze hinter ihrer Vereinskollegin Miriam Dattke auf Rang elf in der ewigen deutschen Bestenlisten ein. Hier geht's weiter zum Artikel von Silke Bernhart auf leichtathletik.de ...




Regensburg, 18. März 2021 (orv) - Bis letzten Montag lief für Miriam Dattke von der LG Telis Finanz alles nach Plan in Richtung Marathondebüt beim Dresdner "itelligence Citylauf Invitational" am kommenden Sonntag. Das Berliner "invitational 10k" hatte noch vor 14 Tagen gezeigt, dass die Regensburgerin in blendender Verfassung ist. Die Jahresweltbestleistung von 31:38min über 10km sollte eigentlich nur ein Formtest für den ersten Lauf über 42,195km sein. "Am Ende eines kurzen lockeren Dauerlaufs hat plötzlich der Schienbeimmuskel gezogen", berichtet die 22-Jährige. Der Besuch beim Arzt mit anschließenden MRT brachte zwar nicht den Supergau. "Am Knochen war Gott sei Dank keine Blessur". An ein vernüftiges Laufen war die kommenden Tage jedoch nicht mehr zu denken. "42 Kilometer sind kein Pappenstiel, auf dieser wackeligen Basis möchte ich an meine Traumstrecke nicht herangehen. Schweren Herzens verzichte ich unter diesen Vorzeichen auf den Start in Dresden", kam nun von der jungen Athletin am heutigen Donnerstag die endgültige Absage. "Ihren Olympiatraum muss sie dennoch nicht abhaken. Mit einem gezielten 10.000m Training ist auf dieser Strecke durchaus auch ein Start in Tokio möglich. Ich verstehe ihren Entschluss voll und ganz", kommentiert ihr Trainer Kurt Ring die bedauerliche Situation. Mit Simon Boch hat der erfahrene Coach aber auf der Marathondistanz in Dresden einen weiteren aussichtsreichen Debütanten im Feld, der mit den kürzlich erzielten 28:01 über 10km ebenfalls großes Potential auf der Straße aufgezeigt hat.


