Die Telis-Langsprinterin hofft über Yokohama direkt nach Doha zur WM zu kommen

SchwabCorinna portrait Foto privatRegensburg, 5. Mai 2019 (orv) –  Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat vor gut zwei Wochen sein Aufgebot für die IAAF World Relays 2019 in Yokohama bekannt gegeben. Das DLV-Team wird bei der inoffiziellen Staffel-WM in Japan am 11./12. Mai mit sieben Staffeln vertreten sein. Darunter befindet sich in der 4x400m Staffel der Frauen auch Corinna Schwab, jenes Oberpfälzer Sprinttalent, das seit dieser Saison für die LG Telis Finanz Regensburg startet. Das deutsche Quartett wird aus drei Langsprinterinnen mit Bestzeiten über die Stadionrunde von unter 52 Sekunden bestehen: Ruth Sophia Spelmeyer (VfL Oldenburg), Nadine Gonska (MTG Mannheim) und Laura Müller (LC Rehlingen). Dazu kommt Corinna Schwab, von der ihr jetziger Bundestrainer Jörg Möckel à la longue ähnliche Zeiten erwartet.

 

Der Name der Veranstaltung ist ein bisschen irre führend, weil die in Deutschland als Staffel-WM bezeichneten Wettkämpfe letztendlich zwar die gesamte Weltelite bündeln, aber in Hinsicht der traditionellen 4x400m Staffel eigentlich in erster Linie die Qualifikation für die vom 27. September bis 6. Oktober in Dohar/Katar stattfindenden Leichtathletik Weltmeisterschaften sein werden. Mit einer Platzierung in den Top Ten wollen sich die DLV-Staffeln der Frauen und Männer über 4x100 und 4x400 Meter direkt qualifizieren. Für die Neu-Regensburgerin ist das japanische Trainingslager in Okinawa im Vorfeld der Relays und die Wettkämpfe in Yokohama der Sprung ins kalte Wasser der Erwachsenen. Schon einmal durfte sie international in der Staffel ran. Bei den letztjährigen Europameisterschaften in Berlin stand sie im Vorlauf im deutschen Quartett, wurde dann aber im Finale beim sechsten Platz der Mädels nicht mehr eingesetzt.

Obwohl Corinna Schwab nach dem Abitur ins Bundesleistungszentrum nach Chemnitz wechselte, dort auch ein Studium aufgenommen hat und dort von Bundestrainer Jörg Möckel betreut wird, hat sie den Bezug zur Heimat nicht verloren: „Es war für mich ein Herzenswunsch weiterhin als Oberpfälzerin an den Start zu gehen und da war natürlich die LG Telis Finanz Regensburg ein logischer Schritt.“ Sie weiß, dass der Einsatz bei den Relays selbst dann, wenn sie mit ihren Teamkolleginnen den Sprung unter die besten Zehn schafft, noch kein Freibrief für Doha ist. Vor ihr liegt noch eine harte und lange Saison, in der sie sich bis zum nationalen Höhepunkt, den Deutschen Meisterschaften in Berlin (3./4. August), ständig mit Topleistungen für den zukünftigen WM-Einsatz empfehlen muss. Telis-Teamchef Kurt Ring ist aber überzeugt: „Das Mädel ist absolut zielorientiert und für ihr Alter erstaunlich gut organisiert. Ich glaube fest an sie. Sie packt es.“